11. Spieltag C-Junioren-RL: Karlsruhe bezwingt Hoffenheim

Durch die Niederlage von Spitzenreiter 1899 Hoffenheim beim Verfolger Karlsruher SC ist das Spitzenfeld der C-Junioren-Regionalliga Süd am 11. Spieltag wieder enger zusammengerückt. Als Tabellenvierter weist der KSC gerade einmal zwei Zähler Rückstand auf den Ligaprimus auf. Die Teams im Tabellenkeller gehen erneut leer aus.

Dabei begann das Spitzenspiel in Karlsruhe für die Hoffenheimer vielversprechend. Jassin Naainiaa brachte den Spitzenreiter in der 20. Spielminute in Führung, wodurch die Gäste in der Blitztabelle einen Vorsprung von acht Zählern auf den badischen Kontrahenten hatten. Doch unmittelbar vor der Pause schlug der KSC in Person von Jannik Hoffmann mit dem Ausgleichstreffer zurück und nahm dadurch ordentlich Aufwind für die zweite Spielhälfte auf. Diesen konnten die Gastgeber dann auch in zählbaren Erfolg ummünzen. Zunächst erzielte Silas Keck das 2:1 für seine Farben, ehe Luka-Sebastian Schwarz durch einen verwandelten Strafstoß die Führung ausbauen konnte. Anschließend mussten die Hoffenheimer alles auf eine Karte setzen, doch statt des Anschlusstreffers fiel kurz vor Spielende die Entscheidung zu Gunsten des KSC. Jannis Rabold war ebenfalls per Strafstoß erfolgreich und erzielte das Tor zum 4:1-Endstand. Dadurch wahrte die Mannschaft von KSC-Coach Ivica Erceg den unmittelbaren Kontakt zur Tabellenspitze, für die Hoffenheimer bedeutete die Pleite die erste Niederlage in der laufenden Spielzeit. Dennoch führen die Kraichgauer das Feld unverändert an.

Hinter der TSG 1899 Hoffenheim (22 Zähler) rangieren mit jeweils einem Punkt Rückstand die Teams des VfB Stuttgart sowie von Eintracht Frankfurt. Zwar gestalteten beide ihre Begegnungen des 11. Spieltags siegreich, weil aber der VfB in Regensburg gleich mit 5:0 die Oberhand behielt, zog er aufgrund der besseren Tordifferenz an den Frankfurtern vorbei auf Rang 2. Dabei sorgten die Stuttgarter in Regensburg schon früh für klare Verhältnisse. Leon Dajaku sowie Jovan Djermanovic mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Spielminuten legten eine komfortable 3:0-Führung für den Titelverteidiger vor. Zu diesem Zeitpunkt waren lediglich 12 Minuten gespielt. Als Jimmy Adrian Kaparos noch im ersten Durchgang auf 0:4 erhöhte, schien sich ein Debakel für den SSV Jahn Regensburg anzubahnen. Doch der VfB schaltete in Hälfte 2 einen Gang zurück, sodass lediglich ein weiterer Treffer fallen sollte, für den in der Schlussphase erneut Kaparos verantwortlich zeichnete. Weil mit dem 1. FC Nürnberg und dem SV Sandhausen auch die hinter den Regensburgern platzierten Teams Niederlagen einstecken mussten, verbleibt der SSV Jahr trotz der deutlichen Niederlage auf Rang 12.

Einen Blitzstart erwischte auch Eintracht Frankfurt im Gastspiel beim FC Bayern München. Max Bell Bell erzeilte schon nach drei Minuten den Führungstreffer für die Gäste aus Hessen, allerdings sollte danach lange kein weiterer Treffer mehr fallen. Erst Mitte der zweiten Halbzeit hatten die Frankfurter wieder Grund zu Jubeln, allerdings profitierten sie beim 0:2 von einem Münchener Eigentor. Davon beflügelt sorgten die Eintracht-Kicker dann allerdings schnell für die endgültige Entscheidung. Kahan Kuscu und Daniel Dejanovic legten mit ihren Treffern zum 0:4 nach, wodurch schnell klar war, dass die Eintracht den Kontakt zu Tabellenführer Hoffenheim halten würde. Daran änderte auch der Ehrentreffer des FC Bayern nichts mehr, Marvin Cuni erzielte das Tor zum Endstand von 1:4. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Dremmler konnte zuletzt am 6. Spieltag dreifach punkten und findet sich mit 13 Zählern auf der Habenseite im unteren Mittelfeld der Tabelle wieder.

Das Verfolgerfeld des Spitzenquartetts wird angeführt vom FC Augsburg, der im bayerischen Duell gegen den 1. FC Nürnberg knapp mit 2:1 die Oberhand behielt. Dabei bewiesen die Augsburger Moral, denn durch einen von Nicolas John verwandelten Strafstoß gerieten sie zunächst in Rückstand. Doch noch vor dem Pausenpfiff glich Aivin IMG_2307 kleinEmini für seine Augsburger zum 1:1 aus. Als kurz nach Wiederanpfiff Justin Butler das 2:1 für die Elf von Trainer Andreas Haidl erzielen konnte, schwanden die Hoffnungen der Nürnberger auf einen Punktgewinn. Zwar warf der Club in der verbleibenden Spielzeit nochmals alles nach vorne, doch die Abwehr der Hausherren hielt den Nürnberger Angriffen Stand und brachte den knappen Erfolg über die Zeit. Punktgleich mit dem SC Freiburg und dem SV Darmstadt 98 (jeweils 17 Punkte) liegen die Augsburger in Lauerstellung und haben im Gegensatz zu den führenden Mannschaften erst zehn Saisonspiele absolviert.

Da sich sowohl der SC Freiburg, als auch der SV Darmstadt 98 am 11. Spieltag mit jeweils einem Zähler begnügen mussten, verpassten es die beiden Teams, sich eine noch bessere Ausgangsposition zu erspielen. Dabei sah der Aufsteiger aus Darmstadt im Duell mit den Stuttgarter Kickers lange wie der Sieger aus. Enis Halimi hatte die Südhessen in Front gebracht und bis in die Schlussphase hinein hatte die knappe Führung Bestand. Dann jedoch entschied der Unparteiische auf Strafstoß für die Gäste aus Stuttgart. Melvin Ramusovic verwandelte nervenstark zum 1:1 und sorgte damit zugleich für den Endstand. Während die Lilien durch das remis den FC Augsburg an sich vorbeiziehen lassen mussten, konnten die Kickers durch den Punktgewinn ihren Vorsprung auf die Abstiegszone vergrößern. Dieser beträgt nun sechs Punkte, jedoch hat der SSV Jahn Regensburg, der sich auf dem ersten Abstiegsplatz befindet, noch das Nachholspiel gegen den FC Augsburg vor der Brust.

Einen sehr ähnlichen Spielverlauf wie in Darmstadt erlebten die Zuschauer in der Begegnung des SC Freiburg gegen die SpVgg Greuther Fürth. Auch hier konnten die Gastgeber Mitte der ersten Spielhälfte in Führung gehen, Kevin Hasimovic war für die Breisgauer erfolgreich. Doch auch in Freiburg konnten die Gäste in der Schlussphase doch noch einen Punktgewinn einfahren, da Tobias Schaffors der Ausgleich zum 1:1 für die Fürther gelang. Die Freiburger sind damit seit sieben Begegnungen ungeschlagen, jedoch sind sie mit fünf Punkteteilungen aus elf Saisonspielen auch die Remis-Könige der Liga. Die Fürther, die erst acht Saisontore erzielen konnten, belegen mit zehn Zählern auf der Habenseite unverändert den letzten Nichtabstiegsrang.

Den Sprung ins erweiterte Verfolgerfeld schaffte indes der FSV Frankfurt, der gegen den SV Sandhausen einen deutlichen 4:1-Heimsieg feierte. Vor 150 Zuschauern waren die Frankfurter je zweimal pro Halbzeit erfolgreich. Kaan Karaaslan, Pascal Xaver Aldinger, Per Lockl und Jabez Makanda Maleko steuerten je einen Treffer zum Sieg der Hessen bei. Spannung kam kurzzeitig nochmals auf, als Ahmet Pllavci zwischenzeitlich auf 3:1 für die Gäste verkürzen konnte, doch vermochte dieser Treffer dem Spiel keine Wende mehr zu verleihen. Damit bleibt der Aufsteiger aus Sandhausen Träger der roten Laterne, hat jedoch bei lediglich vier Punkten Rückstand aufs rettende Ufer noch alle Trümpfe in der Hand. Die Frankfurter, die zwar „nur“ auf Tabellenrang 8 liegen, könnten dagegen mit einem Dreier im Nachholspiel beim SV Darmstadt 98 den unmittelbaren Kontakt zur Tabellespitze herstellen.

 

 

 

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