11. Spieltag Frauen-Regionalliga: FV Löchgau gelingt Befreiungsschlag

Von den Spitzenteams in der Frauen-Regionalliga Süd musste am 11. Spieltag nur der TSV Jahn Calden federn lassen, während das führende Trio bestehend aus dem TSV Schwaben Augsburg, dem FFC Wacker München und der SG Eintracht Wetzlar Siege einfahren konnte. Dem FV Löchgau gelang mit einem Heimsieg über den 1. FFC Frankfurt III ein wichtiger Erfolg im Abstiegskampf, durch den der Vorsprung auf die bedrohlichen Ränge ausgebaut werden konnte. Die Begegnung zwischen Ingolstadt und Nürnberg findet im Dezember statt.

Der Tabellenführer aus Augsburg hatte den Hegauer FV zu Gast und es sah auch schnell nach einem deutlichen Favoritensieg aus, als Lisa Steppich ihren TSV Schwaben in Führung bringen konnte. Doch die Gäste aus Südbaden zeigten fortan, dass sie keineswegs gewillt waren, dem Spitzenreiter die Punkte kampflos zu überlassen. Tabea Griß und Nadine Grützmacher drehten mit ihren Treffern die Partie und sorgten damit für die überraschende Halbzeitführung der Hegauer. Nach dem Seitenwechsel besannen sich die Augsburgerinnen jedoch auf ihre Stärken. Erneut Lisa Steppich gelang zunächst der Ausgleichstreffer, ehe nur drei Minuten später die Führende der Torschützenliste, Mona Budnick, die Heimelf wieder in in Front brachte. Das Tor von Selina Schmidt in der Nachspielzeit zum 4:2-Endstand bedeutete die endgültige Entscheidung in einer spannenden Begegnung. Der TSV Schwaben Augsburg darf sich dank der besseren Tordifferenz gegenüber dem punktgleichen FFC Wacker München damit als Meister der Hinserie in der laufenden Saison feiern lassen.

Ähnlich spannend verlief die Partie der Münchnerinnen bei Eintracht Frankfurt. Abermals stand die Defensive der Bayern stabil und ließ erneut keinen Treffer des Gegners zu. Jedoch fehlte bis in die Schlussphase hinein auch die Durchschlagskraft im Angriff, bevor Annalisa Rützel, die bereits in der Vorwoche das goldene Tor für ihre Farben erzielen konnte, doch noch ein Treffer für den Tabellenzweiten gelang. Damit war der Knoten gelöst, Bernadette Angstwurm erhöhte sogar noch auf 2:0 aus Sicht des FFC Wacker, der den Augsburgern damit eng auf den Fersen bleibt. Für die Frankfurterinnen bedeutete die Heimniederlage vorerst den Verbleib auf Rang 7, jedoch könnte der 1. FC Nürnberg durch einen Sieg im Nachholspiel in Ingolstadt noch an der Eintracht vorbeiziehen.

Auch die Wetzlarer Eintracht hält nach einem knappen Heimsieg über Schlusslicht VfL Sindelfingen II Anschluss an die Spitze. Jedoch war auch bei den Wetzlarerinnen Zittern angesagt, bis der Sieg unter Dach und Fach war. Erst in der Nachspielzeit erzielte die eingewechselte Julia Christ das siegbringende Tor für die Heimmannschaft, nachdem Marina Weber zuvor der zwischenzeitliche Ausgleich zum 1:1 für die tapfer kämpfenden Sindelfingerinnen geglückt war, die durch ein Eigentor Mitte der ersten Spielhälfte in Rückstand geraten waren. Bei zwei Punkten Rückstand auf die beiden führenden Teams aus Bayern und dem besseren Torverhältnis hat die SG Eintracht Wetzlar noch die Minimalchance, sich am ersten Spieltag der Rückserie und zugleich letzten Spieltag vor der Winterpause die „Wintermeisterschaft“ zu sichern. Der VfL Sindelfingen II verpasste eine eine Woche nach seinem ersten Saisonerfolg den nächsten Punktgewinn denkbar knapp und muss am 12. Spieltag die schwere Reise zum Spitzenreiter Augsburg antreten.

Der bis dahin mit den Wetzlarern punktgleiche TSV Jahn Calden kassierte bereits die zweite Niederlage in Folge. Mit einem Rumpfkader von nur 13 Spielerinnen reisten die Nordhessen zum Auswärtsspiel beim TV Derendingen, wo es eine 1:2-Niederlage für den Favoriten setzte. Nina Weiß und Simone Leins brachten den Aufsteiger in der ersten Spielhälfte mit 2:0 in Führung. Arlene Ruehmer gelang zwar kurz nach Wiederanstoß der Anschlusstreffer, doch zu mehr sollte es für den TSV Jahn nicht reichen. Damit ging der direkte Kontakt zu den Spitzenplätzen ein wenig verloren, wohingegen der TV Derendingen nach zuletzt vier sieglosen Spielen in Folge wieder über einen dreifachen Punktgewinn jubeln und bis auf vier Punkte an die Caldenerinnen heranrücken konnte.

Seinen dritten Saisonsieg fuhr der FV Löchgau ein, der im Abstiegskrimi gegen den 1. FFC Frankfurt III mit 2:0 die Oberhand behielt. Tanja Arnold und Tammy Streicher hatten bereits nach knapp 20 Spielminuten die beruhigende Führung für die Gastgeberinnen herausgeschossen, bei der es in einer fair geführten Begegnung ohne gelbe Karte dann auch bis zum Schlusspfiff bleiben sollte. Damit vergrößerten die Württembergerinnen ihren Vorsprung auf den ersten potenziellen Abstiegsplatz, der aktuell vom 1. FFC Frankfurt III belegt wird, auf fünf Zähler. Der Aufsteiger aus Hessen trauert hingegen der verpassten Möglichkeit hinterher, die Gefahrenzone erstmals in der laufenden Spielzeit zu verlassen und steht vor den nun beginnenden Rückrunde unter Druck, zu deren Auftakt es zum Tabellendritten nach Wetzlar geht.

 

 

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