16. Spieltag Frauen-RL: SC Freiburg II marschiert in Richtung Meistertitel

Der unangefochtene Spitzenreiter SC Freiburg II zeigte sich am 16. Spieltag in der Frauen-Regionalliga Süd gut erholt von seiner in der Vorwoche erlittenen ersten Saisonniederlage und fuhr gegen den SC Regensburg wieder einen dreifachen Punktgewinn ein. Da zudem der FV Löchgau gegen den FFC Wacker München nicht über ein Remis hinaus kam, baute der Ligaprimus aus dem Breisgau seinen Vorsprung auf die Verfolger wieder auf acht Zähler aus. Das Wechselspiel am anderen Ende der Tabelle geht hingegen unvermindert weiter. Der Hegauer FV behielt beim FSV Hessen Wetzlar II knapp die Oberhand und reichte die rote Laterne dadurch an den TSV Jahn Calden weiter.

Vielleicht steckte den Spielerinnen des SC Freiburg II noch das Ergebnis des 15. Spieltages in den Knochen, als sie bei der 0:3-Niederlage in Würzburg erstmals ohne Punkte vom Feld gehen mussten. Jedenfalls lag der Spitzenreiter in seinem Heimspiel gegen den SC Regensburg zur Halbzeitpause erneut in Rückstand, nachdem Sarah Edlbauer für die Gäste aus der Oberpfalz in der 34. Spielminute eingenetzt hatte. Doch kurz nach dem Seitenwechsel berappelte sich die Bundesliga-Reserve aus Freiburg und drehte mit einem Doppelschlag die Partie zu ihren Gunsten. Innerhalb von drei Minuten schlugen Pia Züfle und Daria Streng für den SCF zu und sicherten der Elf von Trainerin Myriam Krüger damit den elften Saisonsieg und einen weiterhin sehr komfortablen Vorsprung an der Tabellenspitze. Zwar kämpfte der SC Regensburg, der als Aufsteiger ebenfalls eine beachtenswerte Saison spielt, noch mit allen Kräften gegen die drohende Niederlage an, doch letztendlich musste die Mannschaft ihre fünfte Niederlage einstecken.

Punktgleich hinter dem SC Freiburg rangieren der SV Frauenbiburg und der FV Löchgau, wobei der SV Frauenbiburg dank der besseren Tordifferenz wieder an den Löchgauerinnen vorbeziehen konnte. Allerdings profitierte die Elf auf Niederbayern bei ihrem Heimsieg über den TSV Jahn Calden von einem Strafstoß, der unmittelbar vor Ende des ersten Durchgangs verhängt wurde. Franziska Höllrigl bewahrte die Nerven und brachte den SVF gegen die weit angereisten Gäste aus Nordhessen in Führung. Die Gäste aus Calden steckten jedoch nicht auf und setzten alles daran, in der zweiten Spielhälfte zum Ausgleich zu kommen. Mit fortschreitender Spieldauer öffneten sie dafür auch ihre Abwehrreihen, was jedoch in der Schlussphase nach hinten losging. Anja Riebesecker und Sophia Wiesmeier legten kurz vor Spielende für die Gastgeberinnen nach, sodass sich der SV Frauenbiburg dank eines 3:0-Erfolges wieder auf Rang 2 vorschieben konnte. Der TSV Jahn Calden hatte hingegen nicht nur einen unglücklichen Spielverlauf, sondern nach Schlusspfiff auch die Übernahme der roten Laterne zu beklagen und gerät bei noch sechs zu absolvierenden Begegnungen in eine zunehmend komplizierte Lage. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt nun bereits zehn Zähler.

Ebenfalls zehn Zähler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsrang sind es für den Hegauer FV, der allerdings nach einem knappen Erfolg im Kellerduell beim FSV Hessen Wetzlar II wieder ein Fünkchen Hoffnung schöpft. Dabei verlief die umkämpfte Partie zunächst denkbar unglücklich für die Gäste aus Südbaden, die durch ein Eigentor wenige Sekunden vor der Halbzeitpause in Rückstand gerieten. Doch nach dem Seitenwechsel konnte sich der HFV mal wieder auf seine Top-Torjägerin Luisa Radice verlassen, die zunächst für den Ausgleich sorgte (48.) und später mit ihren zweiten Treffer des Tages auch für den dreifachen Punktgewinn ihrer Mannschaft verantwortlich zeichnete (73.). Dass die Gastgeberinnen aus Wetzlar in der Schlussphase nicht mehr auf den Rückstand mit einem weiteren Torerfolg antworten konnten, lag auch daran, dass sie nach zwei Feldverweisen (jeweils gelb/rot) zunächst in einfacher, in der Nachspielzeit der Begegnung sogar in doppelter Unterzahl agieren mussten. Bei zwölf Zählern auf der Habenseite liegt auch für den FSV Hessen Wetzlar II das rettende Ufer in weiter Entfernung.

Ins gesicherte Mittelfeld der Tabelle hat sich indes der FFC Wacker München vorgearbeitet, der am 16. Spieltag auch dem Tabellenzweiten FV Löchgau einen Zähler abtrotzen konnte. Dabei bewiesen die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt eine tolle Moral, nachdem sie bereits mit 0:2 in Rückstand gelegen waren. Natalie Härterich und Tanja Arnold hatten die favorisierten Gastgeberinnen mit ihren Treffern scheinbar auf die Siegerstraße geführt. Doch noch vor dem Seitenwechsel bekamen der FFC Wacker einen Strastoß zugesprochen, den Sonja Kolb sicher verwandelte und dadurch für neuen Rückenwind bei den Münchnerinnen sorgte. Diesen wusste die Schubert-Elf auch im zweiten Durchgang zu nutzen und belohnte sich für ihren Aufwand mit dem Treffer zum 2:2-Endstand, den Spielführerin Caroline Rieger nach einer guten Stunde erzielte. Während der FV Löchgau durch die Punkteteilung weiter an Anschluss an den SC Freiburg II verlor, befindet sich der FFC Wacker mit 22 Zählern auf der Habenseite jenseits von Gut und Böse und blickt einem unaufgeregten Saisonfinale entgegen.

Ein solches steht voraussichtlich auch dem FC Ingolstadt 04 sowie dem TSV Schwaben Augsburg bevor, die im direkten Aufeinandertreffen für die torreichste Begegnung des 16. Spieltages sorgten. Den besseren Auftakt erwischte dabei der TSV Schwaben, der nach einer halben Stunde durch Barbara Rauch in Führung gehen konnte. Doch der gastgebende FCI hatte in Person von Ramona Acar nur drei Zeigerumdrehungen später die umgehende Antwort parat und ging seinerseits in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs durch Jana Helmschmidt in Führung. Nachdem im zweiten Durchgang Alea Röger und Ramona Maier auf 4:1 für die Oberbayern erhöhen konnten, war die Entscheidung nach einer Stunde Spielzeit gefallen. Beide mannschaften ließen es dasnach etwas ruhiger angehen, sodass erst in der 87. Spielminute der nächste Treffer fallen sollte. Mona Budnick sorgte mit ihrem 10. Saisontreffer für Ergebniskosmetik aus Sicht der Augsburgerinnen, die mit unverändert 22 Zählern nun den Atem des FC Ingolstadt 04 (21 Punkte) im Nacken spüren.

Knapp hinter dem FC Ingolstadt 04 rangiert mit 20 Zählern der ETSV Würzburg, der den Schwung aus seinem Überraschungserfolg gegen den Spitzenreiter nicht mit in die Partie beim 1. FC Nürnberg nehmen konnte. Stattdessen brachte sich der ETSV im fränkischen Duell durch ein Eigentor selbst ins Hintertreffen und sah sich dadurch im zweiten Durchgang einem knappen Rückstand ausgesetzt. Die Gastgeberinnen aus Nürnberg verteidigten ihre Führung auch in der zweiten Spielhälfte geschickt und bauten diese nach 75 gespielten Minuten sogar aus. Anna Wachal stellte auf 2:0, ehe in der Schlussphase Gina Steiner sogar nochmals für die Club-Frauen nachlegen und für die endgültige Entscheidung sorgen konnte. Mit dem TSV Schwaben Augsburg und dem SC Regensburg konnten die Nürnbergerinnen nach ihrem siebten Saisonsieg gleich zwei bayerische Kontrahenten überflügeln und rangieren nun auf Tabellenplatz 4. Dagegen büßte der ETSV Würzburg einen Platz in der Tabelle ein und belegt als Neunter den letzten Platz, der nach Saisonende den sicheren Klassenerhalt mit sich bringt.

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