Frauen-Regionalliga: Spitzentrio bleibt siegreich

Tabellenführer SC Sand II hat sich am 11. Spieltag in der Frauen-Regionalliga Süd für die in der Vorwoche erlittene erste Saisonniederlage rehabilitiert und mit einem deutlichen Heimsieg über Eintracht Frankfurt den Vorsprung auf die Verfolger gewahrt. Augsburg und Frauenbiburg fahren zum Abschluss der Hinserie ebenfalls Dreier ein. Der TV Derendingen bleibt weiterhin sieglos.

In Sand machte der Tabellenführer von Beginn an deutlich, dass die Niederlage in Löchgau nur ein Ausrutscher gewesen sein sollte. Die Bundesliga-Reserve setzte die Gäste von Eintracht Frankfurt permanent unter Druck, was sich folgerichtig in einer 3:0-Pausenführung auch auf dem Papier ausdrückte. Furtuna Velaj mit zwei Treffern sowie Madeleine Kurek hatten hatten für klare Verhältnisse gesorgt. Bei den Gästen aus Frankfurt keimte kurz nach Wiederanstoß zwar kurzzeitig Hoffnung auf, als Luisa Marie Horsch den Anschlusstreffer erzielen konnte. Doch mit dem dritten Treffer von Velaj, die ihre Ausbeute auf nun 12 Saisontore ausbauen konnte, war die Begegnung wenig später entschieden, der Spitzenreiter fuhr seinen zehnten Sieg im elften Saisonspiel ein. Während die Gastgeberinnen auf eine beeindruckende Hinserie zurückblicken, in der sie der Frauen-Regionalliga Süd als Aufsteiger von Beginn an ihren Stempel aufdrückten, liegt die Frankfurter Eintracht zur Saisonhalbzeit auf einem enttäuschenden 11. Platz. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt bereits zehn Zähler.

Der Blick auf die Tabelle lässt erahnen, dass in der Rückrunde vermutlich nur noch zwei Mannschaften den SC Sand II abfangen könnten. Neben dem Tabellenzweiten TSV Schwaben Augsburg ist dies der punktgleiche Aufsteiger aus Frauenbiburg, der in einem heiß umkämpften Match gegen den TSV Jahn Calden mit 2:1 die Oberhand behielt. Franziska Höllriegl und Alina Angerer steuerten die Treffer für den SV Frauenbiburg zum Heimsieg bei, der Caldener Anschlusstreffer durch Marylin Herrmann fiel in der letzten Spielminute zu spät, als dass er dem Spiel noch eine Wende hätte geben können. Damit liegen die Frauenbiburger nach einer erfolgreichen Hinrunde unverändert mit sechs Punkten Rückstand auf den Tabellenführer auf Rang 3 und konnten sich ein wenig vom TSV Jahn Calden absetzen, der die weite Heimreise nach Nordhessen ohne Punkte im Gepäck antreten musste.

Ebenfalls siegreich blieb der TSV Schwaben Augsburg, der damit erfolgreich Rang 2 verteidigen konnte. Im Duell der beiden etablierten Regionalligisten aus Bayern setzten sich die Augsburgerinnen beim FFC Wacker München mit 4:2 durch. Selina Schmidt und IMG_5746kleinCarina Schneider hatten die Gäste aus der Fuggerstadt im ersten Durchgang mit 2:0 in Führung gebracht. Auch nach dem Seitenwechsel war die Mannschaft von Trainer Manuel Küfner zweimal erfolgreich, Mara Schanz und die eingewechselte Bianca Scheufele steuerten je einen weiteren Treffer zum Auswärtssieg bei. Für die Gastgeberinnen aus München war Jokerin Verena Pfeifer doppelt erfolgreich, sie traf zum zwischenzeitlichen 1:3 sowie zum 2:4-Endstand in der letzten Spielminute. Durch den gleichzeitigen Auswärtssieg des SC Opel Rüsselsheim in Nürnberg fiel der FFC Wacker auf Rang 9 zurück, weist aber unverändert acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge auf.

Auf acht Punkte konnte auch der SC Opel Rüsselsheim seinen Vorsprung auf die Gefahrenzone ausbauen. Dies hatte der Aufsteiger dem höchsten Tagessieg des 11. Spieltags zu verdanken, mit 5:1 setzten sich die Gäste aus Hessen beim 1. FC Nürnberg durch und fuhren damit ihren vierten Erfolg innerhalb der letzten fünf Spieltage ein. Zur Spielerin des Tages avancierte Jessica Losert, die bereits im ersten Durchgang allein Treffer für ihren SC Opel erzielte. Da zudem noch Holle Diener einen weiteren Gästetreffer in Durchgang 1 erzielten konnte, war die Begegnung bereits zur Pause entschieden. Daran änderte auch der Treffer von Marissa Schultz zum zwischenzeitlichen 1:3 aus Nürnberger Sicht nichts. In der zweiten Spielhälfte passierte lange nichts, ehe Marina Urzo in der Schlussminute zum Endstand von 1:5 einschoss. Nach einem holprigen Saisonstart hat sich der SC Opel Rüsselsheim durch seinen beeindruckenden Zwischenspurt mit nun 15 Zählern auf der Habenseite im Mittelfeld der Regionalliga-Tabelle etabliert und eine gute Ausgangslage für die Rückserie geschaffen. Der 1. FC Nürnberg musste durch die Heimniederlage zwar zwei Ränge in der Tabelle einbüßen, rangiert aber mit 17 Zählern immer noch knapp vor den Gästen aus Rüsselsheim.

Am 1. FC Nürnberg konnte der FC Ingolstadt 04 vorbeiziehen, der sich beim Schlusslicht TV Derendingen deutlich mit 4:0 durchsetzte. Wieder einmal gab es gegen die derzeit stärkste Abwehr der Liga (der FC Ingolstadt 04 hat mit 9 Gegentreffern die wenigsten aller Teams hinnehmen müssen) kein Durchkommen. In die Karten spielte es den Oberbayern auch, dass Ramona Maier Mitte der ersten Spielhälfte die Gästeführung erzielen konnte, was zusätzlich Sicherheit verlieh. Dennoch sollte die Entscheidung erst in Durchgang 2 fallen, als Alina Mailbeck mit einem Doppelschlag sowie Katharina Schmittmann das Ergebnis innerhalb von sieben Minuten auf 4:0 in die Höhe schraubten. Damit überflügelten die Spielerinnen aus der Audi-Stadt nicht nur den 1. FC Nürnberg, sondern dank der jetzt besseren Tordifferenz auch den TSV Jahn Calden. Dagegen beendet der TV Derendingen eine desaströse Hinserie mit lediglich einem Zähler als Tabellenschlusslicht und benötigt fast schon eine sportliche Wiederauferstehung, soll der Abstieg in der zweiten Saisonhälfte noch vermieden werden.

Mit viel Hoffnung war der FV Löchgau zum Auswärtsspiel beim Hegauer FV gereist, nachdem man in der Vorwoche den Spitzenreiter aus Sand sensationell hatte bezwingen können. Nun wollten die Württembergerinnen nachlegen, um sich im Kampf um den Klassenerhalt wieder eine bessere Ausgangslage zu verschaffen. Doch die Gastgeberinnen aus Südbaden machten da nicht mit, der Hegauer FV war den Gästen spielerisch überlegen. So fiel die Führung für die Heimelf in der 45. Spielminute folgerichtig, Carmen Hirt war per Strafstoß für die Gastgeberinnen erfolgreich. Diese Führung verteidigte der HFV auch nach dem Seitenwechsel erfolgreich, ehe Valerie Wunder kurz vor Spielende sogar noch das entscheidende 2:0 gelang. Mit nun sechs Siegen weist der Hegauer FV zur Saisonhalbzeit eine positive Bilanz auf, jedoch wäre nach einem Auftakt mit 12 Punkten aus vier Spielen vielleicht auch eine bessere Platzierung als der derzeitige Rang 6 möglich gewesen. Der FV Löchgau rangiert mit sieben Zählern unverändert auf Rang 10 und muss sich in der Rückrunde mächtig strecken, wenn man den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen möchte.

 

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