4. Spieltag Frauen-RL: SV Alberweiler weiter makellos, Schützenfest in Weinberg

Die Erfolgsserie des SV Alberweiler in der Frauen-Regionalliga Süd will einfach nicht abreißen. Auch der FC Ingolstadt 04 hatte dem Aufsteiger nichts entgegenzusetzen und musste eine empfindliche 0:4-Heimniederlage hinnehmen. Da sich gleichzeitig die Frankfurter Eintracht und der FV Löchgau im direkten Duell die Punkte teilten, ist der SV Alberweiler das einzige Team, das nach vier Spieltagen noch ohne Verlustpunkte dasteht. Während der SV 67 Weinberg gegen die SpVgg Greuther Fürth ein wahres Feuerwerk zündet, gelingt dem TSV Schwaben Augsburg am Tabellenende gegen den SC Regensburg der lang ersehnte Befreiungsschlag.

Mit ordentlich Selbstvertrauen war der SV Alberweiler zu seinem Gastspiel nach Ingolstadt gereist, um auch im vierten Saisonspiel wieder einen dreifachen Punktgewinn einzufahren, ehe der Elf von Trainer Peter Kalmbach aufgrund des DFB-Länderpokals und der zweiten DFB-Pokal-Hauptrunde eine zweiwöchige Pause in der Regionalliga bevorsteht. Doch beim FCI, der sich in der Regionalliga mittlerweile etabliert hat und Wiedergutmachung für die Niederlage in der Vorwoche in Frauenbiburg betreiben wollte, stand den Gästen eine hohe Hürde bevor. Doch die Kalmbach-Elf zeigte wieder einmal, dass sie auch solchen Herausforderungen gewachsen ist und legte schon vor dem Seitenwechsel zwei Tore zur Pausenführung vor. Tamara Würstle (per Strafstoß) und Luisa Daikeler hatten für die Treffer der Gäste aus Württemberg gesorgt. Im zweiten Durchgang wehrten sich die Ingolstädterinnen nach Kräften gegen die drohende Heimniederlage, doch statt des möglichen Anschlusstreffers fiel die endgültige Entscheidung zugunsten des SV Alberweiler. Die zur zweiten Spielhälfte eingewechselte Alberina Syla sorgte mit einem Doppelpack zum 0:4-Endstand für letztendlich klare Verhältnisse und zugleich für die alleinige Tabellenführung des bislang so souveränen Aufsteigers aus Alberweiler, der in seinen vier Begegnungen nicht nur die Maximalausbeute von 12 Zählern einheimsen konnte, sondern bislang auch lediglich einen Gegentreffer hinnehmen musste.

Ebenfalls ungeschlagen ist die Frankfurter Eintracht nach vier Begegnungen, auch wenn die Elf von Coach Christian Yanussi im Verfolgerduell gegen den FV Löchgau erstmals das Feld nicht als Sieger verassen konnte. In einer zerfahrenen Begegnungen stand mit dem Pausenpfiff von Schiedsrichterin Ariane Lutz ein verdientes 0:0 zu Buche, erst nach dem Seitenwechsel sollten Treffer fallen. Zunächst waren es die hessischen Gastgeberinnen, die jubeln duften, nachdem Kaho Fushiki nach einer Stunde Spielzeit zur Eintracht-Führung eingenetzt hatte. Doch es dauerte gerade einmal zehn Minuten, bis die Gäste aus Löchgau zurückschlagen konnten. Alisa Meinzer stellte mit ihrem Treffer zum 1:1 nicht nur den Ausgleich, sondern gleichzeitig auch den Endstand her und sorgte dafür, dass die Gäste nicht ihre zweite Niederlage in Folge hinnehmen mussten.

Neuer Tabellendritter mit neun Punkten auf der Habenseite ist der SV 67 Weinberg, der immer mehr in Fahrt zu kommen scheint. Im fränkischen Duell gegen den Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth war der letztjährige Zweitligist nicht zu bremsen und landete einen beindruckenden 8:2-Kantersieg. Vor allem Nina Heisel zeigte sich dabei treffsicher, gleich vier Treffer steuerte sie zum Schützenfest bei. Darüber hinaus waren auch Spielertrainerin Christina Schellenberg, Ellen Riess, Linda Rabe sowie Meike Wischgoll für die Gastgeberinnen erfolgreich. In Anbetracht dessen, dass der 8:2-Endstand bereits nach nicht einmal 60 Minuten erzielt worden war, hätten auch weitaus mehr Tore in der einseitigen Partie fallen können. Für die Gäste aus Fürth sorgten Sabrina Schroll und Nadine Lang mit ihren Treffern zwar für Ergebniskosmetik, was jedoch kaum schmerzlindernd gewirkt haben dürfte angesichts einer deftigen Auswärtsniederlage.

Trotz der acht Weinberger Treffer stellt unverändert der SV Frauenbiburg die bis dahin erfolgreichste Offensive der Liga. Auf diese konnte sich die Elf von Trainerin Nina Mittrop auch in der Begegnung beim ETSV Würzburg verlassen, was jedoch nichts daran änderte, dass die Niederbayern ihre erste Saisonniederlage kassierten. Denn bevor in der Schlussphase der Begegnung Martina Hofmann und Lea Hochholzer für den SV Frauenbiburg einnetzen konnten, hatte der gastgebende ETSV bereits einen scheinbar beruhigenden 4:1-Vorsprung herausgeschossen. Jeweils unmittelbar vor und nach der Halbzeitpause hatten Theresa Damm und Marie-Christine Seeger für ihre Farben getroffen. Nach dem Frauenbiburger Anschlusstreffer durch Stefanie Neubauer (53. Spielminute) sorgten Magdalena Jakober und erneut Seeger für die vermeintliche Entscheidung, ehe der ETSV Würzburg in den letzten Spielminuten doch nochmal um die drei Punkte zittern musste. Doch mit Glück und Geschick überstand die Mannschaft von ETSV-Coach Marco Scheder die Schlussphase und durfte sich nicht nur über ihren zweiten Saisonsieg freuen, sondern konnte nach Punkten auch mit dem SV Frauenbiburg gleichziehen (jeweils 7 Zähler).

1. FC Nürnberg – SC Sand II

Ebenfalls sieben Punkte hat der SC Sand II auf der Habenseite, der sich beim 1. FC Nürnberg mit einem 1:1-Remis begnügen musste. Dabei profitierte die Bundesliga-Reserve auch von einem Eigentor, das den Nürnbergerinnen Sekunden vor Ablauf der ersten 45 Minuten unterlief. Zuvor hatte Lena Lederer ihre Farben in Führung geschossen und damit Hoffnungen auf den ersten Saisonsieg ihres 1. FCN geweckt. Doch nach dem Seitenwechsel fielen in einer umkämpften Begegnung keine weiteren Tore, wodurch der SC Sand II einen weiteren Sprung nach oben verpasste und der 1. FC Nürnberg vorerst in den unteren Tabellenregionen feststeckt.

Im Gegensatz zum 1. FC Nürnberg durften am vierten Spieltag mit dem TSV Crailsheim und dem TSV Schwaben Augsburg gleich zwei Mannschaften ihren ersten Saisonsieg bejubeln. Während die Crailsheimer bis dahin bereits wenigstens einen Zähler hatten einfahren können, dürfte die Erleichterung beim TSV Schwaben Augsburg immens sein, der nach deftigen Niederlagen zu Saisonbeginn nun gegen den SC Regensburg mit einem deutlichen 5:1-Heimsieg einen richtigen Befreiungsschlag landen und damit zugleich auch die rote Laterne an den Spielgegner weiterreichen konnte. Routinier Mona Budnick und Barbara Rauch trafen jeweils doppelt für den TSV Schwaben, dazu erzielte Nicole Demel kurz vor Ende des ersten Durchgangs einen Treffer für die Gastgeberinnen, der den Gästen aus Regensburg einen psychologischen Nackenschlag versetzte. Kathrin Fink hatte für den SCR in der 26. Spielminute zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich getroffen. Und auch nach dem Seitenwechsel stemmten sich die Gäste aus der Oberpfalz gegen die drohende Niederlage. Doch in den letzten beiden Spielminuten kassierten sie zwei weitere Treffer, sodass eine letztendlich verdinte, aber zu hoch ausgefallene 1:5-Niederlage zu Buche stand, die die Elf von Trainerin Birgit Fellner ans Tabellenende zurückfallen ließ.

In Crailsheim sorgte Simone Klenk für Beruhigung auf Seiten des gastgebenden TSV im Spiel gegen den FFC Wacker München, als sie bereits nach elf Minuten mit ihrem

Torjubel TSV Crailsheim (Foto: Ric Badal)

Treffer für die Führung der Württembergerinnen sorgte. Im weiteren Verlauf verdienten sich die Gastgeberinnen dann auch die Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel versuchte Wacker-Trainer durch drei Wechsel innerhalb kurzer Zeit für frischen Wind auf Seiten der Münchnerinnen zu sorgen, doch es war erneut der TSV Crailsheim, der in Person von Melike Baki nach einer guten Stunde zuschlagen konnte. Da sich die Crailsheimer Elf auch danach erfolgreich gegen die Angriffe der Wacker-Spielerinnen wehrte, war mit dem Schlusspfiff der erste Saisonsieg der Mannschaft um Trainer Wulf Saur zu verbuchen, was für große Erleichterung in Crailsheim sorgte. Dagegen musste der FFC Wacker München sich erstmals in der Spielzeit 2017/18 geschlagen geben und weist auf Rang 8 mit nun fünf Zählern (ein Sieg – zwei Unentschieden – eine Niederlage) eine ausgegliche Bilanz auf.

 

 

 

 

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