C-Junioren-RL: Hoffenheim feiert Meistertitel

Ausgelassener Jubel in Hoffenheim, Enttäuschung in Stuttgart. Mit einem 3:1-Heimsieg über den SC Freiburg haben sich die U15-Junioren der TSG 1899 Hoffenheim den Meistertitel in der C-Junioren-Regionalliga gesichert und verwiesen den Titelverteidiger VfB Stuttgart auf Rang 2. Dabei hatten die Hoffenheimer schon vor Wochen wie der sichere Meister ausgesehen, ehe die Elf von Wolfgang Heller kurz vor Saisonende in ein Tief fiel und nur zwei Punkte aus vier Spielen einfahren konnte. Dadurch witterte der VfB Stuttgart Morgenluft und verringerte seinen Rückstand auf den Spitzenreiter vor dem letzten Spieltag bis aus zwei Punkte. Doch letztendlich bewiesen die Kraichgauer gegen Freiburg nach einem Pausenrückstand Nervenstärke und dürfen sich nach 2012 und 2013 zum dritten Mal als Süddeutscher Meister dieser Altersklasse feiern lassen.

Die Anspannung der Hoffenheimer bekamen die Zuschauer auch am letzten Spieltag zu spüren. Der SC Freiburg erwischte den besseren Auftakt in die Begegnung und ging nach zehn Spielminuten durch Tim Heinzelmann in Führung. Die Hoffenheimer taten sich hingegen schwer damit, sich gegen eine disziplinierte Freiburger Hintermannschaft klare Torchancen herauszuspielen. Zudem sickerte bei den Zuschauern schnell das Ergebnis aus Stuttgart durch, wo der VfB gegen den SV Darmstadt schnell deutlich in Führung lag und somit zusätzlichen Druck auf die TSG-Mannschaft ausübte. Doch unmittelbar nach Anstoß zur zweiten Spielhälfte bekamen die Gastgeber einen Strafstoß zugesprochen, den Kapitän Antonis Aidonis sicher zum Ausgleich verwandeln konnte. Damit schien der Bann gebrochen, denn nur wenige Zeigerumdrehungen später schoss Jassin Naainiaa seine Hoffenheimer mit 2:1 in Führung und in der Blitztabelle damit wieder auf den Platz an der Sonne. Mit der Führung im Rücken gewannen die Hoffenheimer nun zusätzlich an Sicherheit und zeigten eindrucksvoll, warum sie das Feld der Regionalliga in der Saison 2015/16 beinahe durchgehend von vorne anführten. Sie ließen kaum noch Gelegenheiten des SC Freiburg zu und machten schließlich mit dem Treffer zum 3:1 den Deckel auf die Partie und den Haken hinter den Titelgewinn. Erneut durfte sich Naainiaa als Torschütze feiern lassen.
Nach dem Schlusspfiff feierten Spieler und Trainerteam ausgelassen den Titelgewinn und ließen sich anschließend von SpieMeister 1899 Hoffenheimlleiter Karl-Heinz Wilhelm zum Meister ehren. „Über die gesamte Saison betrachtet ist der Meistertitel sicher hochverdient, auch wenn Ihr es zum Ende hin nochmals spannend gemacht habt. Die wenigsten Niederlagen aller Mannschaften, gemeinsam mit dem VfB Stuttgart die wenigsten Gegentreffer, eine ausgeglichene Mannschaft mit insgesamt 13 verschiedenen Torschützen. All das zeigt, dass Ihr eine richtig starke Spielzeit hingelegt habt, für die Ihr Euch nun mit dem Titelgewinn belohnt. Wir gratulieren Übergabe Meisterwimpel HoffenheimEuch sehr herzlich zu dem tollen Erfolg und ich hoffe, dass möglichst viele Spieler auch in höheren Altersklassen und vielleicht irgendwann im Profibereich weitere Erfolge feiern können!“ so Wilhelm, der wenige Tage zuvor bereits die U19 der TSG 1899 Hoffenheim zum Staffelsieger der Bundesliga Süd/Südwest gekürt hatte.

Das Nachsehen im Kampf um die Meisterschaft hatte somit letztendlich der VfB Stuttgart. Der Titelverteidiger und Rekordmeister (bereits 13 x Süddeutscher U15-Meister) erledigte zwar seine Aufgabe am letzten Spieltag gegen den SV Darmstadt 98 souverän, doch hätte es einen Punktverlust der Hoffenheimer gebraucht, um auf der Zielgeraden doch noch an den Kraichgauern vorbei zu ziehen. Der 4:0-Sieg über die Gäste aus Südhessen, bei dem Elias Nonnenmann als dreifacher Torschütze für seinen VfB glänzte, verhalf den Stuttgartern somit nur zu Rang 2. Dennoch bewies die Mannschaft von Trainer Murat Isik nach dem Titelgewinn der Vorjahres auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll, dass der VfB im süddeutschen Raum zu den Top-Adressen im Nachwuchsbereich gehört. Auch die Darmstädter blicken trotz der abschließenden Niederlage auf eine erfolgreiche Saison zurück, in der sie sich als Aufsteiger frühzeitig den Klassenerhalt gesichert hatten.

Auf Rang 3 beendete Eintracht Frankfurt die Saison. Der Titelträger des Jahres 2014, der mit 77 erzielten Treffern den mit Abstand erfolgreichsten Angriff aller Teams aufweist und mit Kahan Kuscu auch den Top-Torjäger der Liga (21 Saisontreffer) in seinen Reihen hat, bezwang am letzten Spieltag den SSV Jahn Regensburg mit 3:2. Zwar geriet die Eintracht gegen den Aufsteiger aus der Oberpfalz, der wie Mitaufsteiger Darmstadt den Klassenerhalt schon vor dem letzten Spieltag in der Tasche hatte, gleich zweimal in Rückstand, doch in der Schlussphase sorgte Abdoulaye Junior Toure mit einem Doppelschlag doch noch für einen versöhnlichen Saisonabschluss der Frankfurter. Zuvor hatte Jonas Pfalz das zwischenzeitliche 1:1 für seine Eintracht erzielt. Für die von Christian Martin trainierten Regensburger, die zur Winterpause bereits wie ein sicherer Absteiger aussahen, sich letztendlich aber mit einer beeindruckenden Rückrunde doch noch aus dem Schlamassel ziehen konnten, waren Benedikt Fischer und Philip Müller erfolgreich.

Die torreichste Begegnung des letzten Spieltages bekamen die Zuschauer in Sandhausen zu sehen, wo mit dem gastgebenden SVS und dem 1. FC Nürnberg zwei Teams aufeinander trafen, die bereits zuvor als Absteiger feststanden. Die Gäste aus Nürnberg bestätigten in diesem Spiel ihre gute Verfassung der Rückrunde und zogen mit einem 6:2-Kantersieg in der Tabelle noch an den Sandhäsern vorbei auf Rang 12.  Mit Simon Griesbeck und Thomas Schmidt hatte der Club gleich zwei Doppeltorschützen in seinen Reihen, Mike Grimm und Lukas Zieglmeier steuerten die weiteren Treffer bei. David Reitarow und Cem Bora Sahin erzielten die vorerst letzten Treffer des SV Sandhausen in der C-Junioren-Regionalliga Süd.

Darüber hinaus behielten die Stuttgarter Kickers und der FC Bayern München am letzten Spieltag in Mittelfeld-Duellen die Oberhand. Die Kickers bezwangen den FC Augsburg durch einen Last-Minute-Treffer von Dorian Cevis mit 1:0, der FC Bayern bezwang den Karlsruher SC mit 3:2.

Einen besonders bitteren Abschluss fand die Spielzeit 2015/16 dagegen für die SpVgg Greuther Fürth. Die Kleeblatt-Junioren, die die Saison nach einer enttäuschenden Rückrunde als Tabellenschlusslicht beenden, empfingen am letzten Spieltag den FSV Frankfurt. Jedoch wurde die Begegnung Mitte der zweiten Spielhälfte nach einer schweren Verletzung eines Fürthers Spielers beim Stand von 0:2 abgebrochen. Sollten dem FSV Frankfurt die drei Punkte, die sich die Elf von Hakan Sünal bis zum Zeitpunkt des Spielabbruchs aufgrund des Spielverlaufs und der folgerichtigen 2:0-Führung sportlich redlich verdient gehabt hätte, nun am grünen Tisch zugesprochen werden, würden die Frankfurter die Spielzeit 2015/16 als starker Tabellenvierter beenden.

 

 

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