C-Junioren-RL: Hoffenheim-Verfolger machen Boden gut

Am 13. Spieltag konnten in der C-Junioren-Regionalliga Süd die Verfolger der TSG 1899 Hoffenheim von einem Ausrutscher des Spitzenreiters profitieren, der sich in Freiburg mit einer Punkteteilung begnügen musste. Durch eigene Siege konnten Eintracht Frankfurt, der VfB Stuttgart und auch der Karlsruher SC wieder an den Tabellenführer heranrücken und sorgen zur Saisonhalbzeit für einen äußerst spannenden Kampf um den süddeutschen Meistertitel 2016. Der SV Sandhausen schaffte mit seiem zweiten Sieg in Serie den Anschluss an die Nichtabstiegsränge. Die Begegnung zwischen dem FC Augsburg und den Stuttgarter Kickers musste wegen einer Stadionsperrung durch die Stadt Augsburg kurzfristig abgesagt werden.

Zum Auftakt des 13. Spieltgs standen sich in Nürnberg der gastgebende FCN und der SV Sandhausen im Kellerduell gegenüber. Die Mittelfranken wollten die Chance nutzen, die Gäste aus der Kurpfalz mit einem Heimsieg zu überflügeln. Doch letztendlich waren es die Sandhäuser, die nach ihrem Sieg in der Vorwoche über den FC Augsburg schon mit Selbstvertrauen nach Nürnberg gereist waren und sich auch dort nach Schlusspfiff über drei Zähler freuen durften. Zum Spieler des Tages wurde für den SVS David Reitarow, der nicht nur mit dem ersten Angriff der zweiten Spielhälfte die Gästeführung erzielte, sondern kurz vor Spielende mit seinem zweiten Treffer auch für die Entscheidung und den 0:2-Endstand sorgte. Dadurch stellte der SV Sandhausen den direkten Anschluss ans rettende Ufer her, wohingegen der 1. FC Nürnberg die Hinserie der Spielzeit 2014/15 als Tabellenvorletzter abschließt.

Durch die Nürnberger Niederlage hätte der SSV Jahn Regensburg die rote Laterne abgeben können, jedoch ging der Aufsteiger als krasser Außenseiter in das Duell mit der Frankfurter Eintracht. Und die Gäste aus Hessen wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und setzten sich deutlich mit 5:1 in der Oberpfalz durch. Zwar hielten die Regensburger die IMG_8223kleinBegegnung lange Zeit offen und lagen zur Halbzeitpause lediglich mit 0:1 in Rückstand. David Siebert hatte für die Eintracht getroffen. Doch nach dem zweiten Frankfurter Treffer durch Luca-Leonard Uth brachen die Gastgeber ein und kassierten in der Schlussviertelstunde weitere drei Gegentreffer. Max Bell Bell und Kahan Kuscu mit einem Doppelschlag schraubten die Gästeführung in die Höhe. Immerhin gelang Eric Martel kurz vor dem Schlusspfiff noch der Ehrentreffer für den SSV Jahn, was jedoch nichts daran änderte, dass die Gastgeber ihre nächste hohe Niederlage kassierten. Allein in den vergangenen drei Begegnungen mussten die Regensburger 16 Gegentreffer hinnehmen. Dagegen behauptete die Frankfurter Mannschaft von Trainer Samad El Messaoudi durch ihren achten Saisonsieg Rang 2 und rückte bis auf einen Zähler an den Spitzenreiter aus Hoffenheim heran.

Der Tabellenführer war zu Gast beim seit acht Spielen ungeschlagenen SC Freiburg. Und trotz einer halbstündigen Unterzahl (gelb/rote Karte, 42. Minute) konnten die Gastgeber ihre Serie weiter ausbauen. Mit lediglich 11 Gegentreffern stellen die Breisgauer die stabilste Abwehr der Liga, die auch den Angriffen des aktuellen Ligaprimus standhielt. Da jedoch auf der anderen Seite auch der Freiburger Angriff kein Durchkommen gegen die Abwehrreihen der Hoffenheimer fand, trennten sich die Mannschaften mit einem torlosen Unetschieden. Dieser Punktgewinn reichte der TSG 1899 Hoffenheim, um die Tabellenführung mit nun 26 Punkten zu behaupten und sich somit als Halbzeitmeister der laufenden Saison feiern lassen zu dürfen. Und auch die Freiburger blicken nach einem holprigen Saisonstart auf eine erfolgreiche Hinrunde zurück. Mit 21 Zählern auf der Habenseite hat sich der letztjährige Abstiegskandidat in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt und zählz zum erweiterten Verfolgerfeld des Spitzenreiters.

Den Hoffenheimer Punktverlust konnte auch der Karlsruher SC nutzen, der den FC Bayern München mit einer 4:1-Niederlage auf die Heimreise schickte und mit nun 24 Zählern auf dem Konto weiterhin zum Trio der direkten Verfolger des nordbadischen Konkurrenten aus Hoffenheim zählt. Mit einem Doppelschlag kurz vor sowie kurz nach der Halbzeitpause brachte Jannik Hoffmann seine Karlsruher auf die Siegerstraße. Top-Torjäger Niklas Dietrich baute die Führung wenig später aus, ehe Silas Keck mit dem vierten KSC-Tor für die endgültige Entscheidung sorgte. Der folgende Münchner Ehrentreffer durch Marvin Cuni stellte nur noch Ergebniskosmetik dar. Nach seiner fünften Saisonpleite spürt der FC Bayern auf Rang 10 den Atem der Verfolger im Nacken, bei lediglich zwei Zählern Vorsprung auf den SV Sandhausen ist das Team von Trainer Sebastian Dremmler der Gefahrenzone bedrohlich nahe.

Unmittelbar vor dem punktgleichen KSC liegt der VfB Stuttgart auf Rang 3 und hat somit immer noch alle Möglichkeiten, seinen Vorjahrestitel zu verteidigen. Beim SV Darmstadt 98 setzten sich die Schwaben vor 150 Zuschauern mit 3:1 durch, hatten gegen den Aufsteiger aus Südhessen jedoch ein schweres Stück Arbeit zu verrichten. Zwar gelang Niko Jankovic nach einer knappen halben Stunde der Führungstreffer für den VfB, doch die Darmstädter antworteten in Person von Merlin Roos prompt mit dem Ausgleichstreffer. Unmittelbar nach Wiederanpfiff konnten die Gäste jedoch wieder einen Vorsprung herausschießen, Jovan Djermanovic erzielte die neuerliche Führung für seine Stuttgarter. Diese konnte der Titelverteidiger im weiteren Spielverlauf trotz intensiver Bemühungen der Gastgeber nicht nur behaupten, sondern knapp zehn Minuten vor Abpfiff noch ausbauen. Der eingewechselte Leon Dajaku sorgte für die Entscheidung zugunsten des VfB Stuttgart, der damit wieder in unmittelbarer Schlagdistanz zur Tabellenspitze lauert. Der SV Darmstadt 98 weist zur Saisonhalbzeit eine ausgeglichene Bilanz auf: Bei zwei Unentschieden stehen jeweils fünf Siege und Niederlagen zu Buche, wobei im Dezember noch ein Nachholspiel gegen den FSV Frankfurt ansteht.

Genau jener FSV Frankfurt zog am 13. Spieltag in der Tabelle am SV Darmstadt 98 sowie an den Stuttgarter Kickers und dem FC Augsburg, deren direktes Aufeinandertreffen wegen Unbespielbarkeit des Platzes kurzfristig ausfiel, vorbei und belegt nach einem 2:0-Heimsieg über die SpVgg Greuther Fürth nun Rang 6. Beide Treffer der hessischen Gastgeber fielen dabei erst in der Schlussphase der Begegnung, nachdem es lange so ausgesehen hatte, als könnten die Fürther einen Punkt aus der Mainmetropole entführen können. Doch dann bescherten Amid Khan Agha und Kaan Karaaslan mit ihren Treffern ihrem FSV doch noch den sechsten Saisonsieg. Die SpVgg Greuther Fürth verpasste es dagegen, ihrerseits durch einen Sieg nach Punkten mit dem FSV Frankfurt gleichzuziehen und sich ein wenig Luft im Kampf um den Klassenerhalt zu verschaffen. Mit unverändert 13 Zählern rangieren die Kleeblatt-Junioren auf dem letzten Nichtabstiegsplatz.

 

 

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