C-Junioren-RL: VfB Stuttgart überwintert als Spitzenreiter

Mit einem Auswärtssieg beim FC Bayern München verteidigte der VfB Stuttgart am 14. Spieltag in der C-Junioren-Regionalliga Süd die Tabellenführung und überwintert damit als Spitzenreiter in der höchsten Spielklasse der U15-Junioren. Dicht auf den Fersen des VfB lauert die Frankfurter Eintracht, die gegen den SSV Jahn Regensburg einen Arbeitssieg einfuhr, jedoch vergeblich auf Schützenhilfe des FC Bayern hoffte. Weiterhin sieglos ist das Schlusslicht TSG Wieseck, das sich am ersten Spieltag der Rückserie eine deutliche Abfuhr beim FC Augsburg einhandelte.

Hoch motiviert war der VfB Stuttgart zur Begegnung nach München gereist, wollte die Mannschaft um Trainer Murat Isik doch die am 10. Spieltag übernommene Tabellenführung auch über die Winterpause behaupten. Doch der gastgebende FC Bayern erwies sich als hartnäckiger Gegner, der den Stuttgartern bereits zum Saisonauftakt einen Zähler abgeknöpft hatte. So dauerte es eine gute halbe Stunde, ehe die Gäste aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt erstmals Grund zu jubeln hatten. Maurice Kramny brachte seine Farben mit seinem 11. Saisontreffer kurz vor dem Seitenwechsel in Führung. Der selbe Spieler war es dann auch nach dem Pausentee, der den Stuttgarter Vorsprung auf 2:0 ausbauen konnte. Spätestens mit dem Treffer von Enrique Katsianas-Sanchez zum 0:3-Endstand war den Münchnern der Zahn gezogen, sodass der VfB Stuttgart in der verbleibenden Spielzeit einem souveränen Auswärtsdreier entgegen steuerte, der die Schwaben zugleich auch bis mindestens Ende Februar vom begehrten Platz an der Sonne grüßen lässt. 37 Punkte aus 14 Begegnungen stellen eine hervorragende Bilanz dar und lassen den VfB im Februar als Favoriten auf den Meistertitel ins Restprogramm starten.

Schwerer als erwartet tat sich der erste Verfolger des Tabellenführers, dennoch konnte Eintracht Frankfurt mit dem Schlusspfiff der Begegnung gegen den SSV Jahn Regensburg drei Punkte verbuchen und den Rückstand auf den VfB Stuttgart bei gerade einmal zwei Zählern halten. Hatte die Eintracht das erste Aufeinandertreffen in Regensburg noch glatt mit 6:0 für sich entschieden, wehrten sich die Gäste aus der Oberpfalz nun tapfer gegen eine erneute Niederlage. Allerdings gelang Kamal Farahat in der 40. Spielminute der von Frankfurter Seite aus lang herbeigesehnte Führungstreffer für die Gastgeber, wodurch die taktisch gut auftretenden Jahn-Junioren gezwungen waren, in der verbleibenden halben Stunde Spielzeit etwas mehr zu riskieren. Dies konnte die Eintracht in der vorletzten Spielminute für sich nutzen, als Joshua Froels mit dem Treffer zum 2:0 die endgültige Entscheidung herbeiführte. Damit bleibt die Mannschaft von Eintracht-Coach Samad El Messaoudi in unmittelbarer Schlagdistanz zum VfB Stuttgart und wird nach der Winterpause angreifen, um den Meistertitel, den die Hessen zuletzt 2014 feierten, wieder nach Frankfurt zu holen.

Tabellendritter ist der Titelverteidiger aus Hoffenheim, der jedoch trotz seines knappen Heimsiegs über den SC Freiburg unverändert sieben Zähler Rückstand zur Tabellenspitze aufweist. Kurios in dem nord-südbadischen Aufeinandertreffen war es, dass alle drei Treffer zum 2:1-Erfolg der Hoffenheimer bereits in den ersten fünf Spielminuten fielen. Schon den ersten Angriff der Gäste aus Freiburg konnte Lars Kehl zur Führung ummünzen, die jedoch keine zwei Zeigerumdrehungen Bestand hatte. Denn Topaz Kronmüller markierte zunächst den Ausgleich, ehe er wieder nur zwei Minuten später die Kraichgauer in Führung brachte und damit gleichzeitig auch schon das Endergebnis herstellte. Damit bleiben die Hoffenheimer in Lauerstellung zum Duo aus Stuttgart und Frankfurt und halten die Hoffnung auf die Titelverteidigung aufrecht. Auch der SC Freiburg liegt trotz sechsten Saisonniederlage auf Rang 7 in der oberen Tabellenhälfte.

Von der Heimniederlage des FC Bayern München profitierte der FC Augsburg, der sich mit einem Kantersieg über die TSG Wieseck an den Münchnern vorbei auf Rang 4 schieben konnte. Erfolgreichster Torschütze in Reihen der Augsburger war Jordi Wegmann, der gleich drei Treffer zum 7:0 gegen die hoffnungslos unterlegenen Gäste aus Mittelhessen beisteuerte. Darüber hinaus trugen sich Philipp Schöps, Fabio Gruber, Tom Vierke und Angelo Willadt in die Torschützenliste des FCA ein, der seine beeindruckende Siegesserie fortsetzen konnte. Die Elf von Trainer Andreas Haidl feierte den fünften Sieg in Folge und erzielte in diesen fünf Begegnungen insgesamt 24 Treffer, wodurch die Augsburger auch um fünf Ränge in der Tabelle nach oben klettern konnten. Ernüchterung herrscht dagegen bei der TSG Wieseck vor, die auch in ihrer letzten Partie vor der Winterpause sieglos blieb und mit lediglich einem Zähler auf der Habenseite das Tabellenende ziert.

Mit einem Heimsieg verabschiedete sich auch der Karlsruher SC in die Winterpause und nahm gegen die Stuttgarter Kickers damit zugleich Revanche für die zum Saisonauftakt erlittene Niederlage. Michael Wentzel und Tim Littmann sorgten mit ihren Treffern für den 2:1-Erfolg der Badner, die sich auch durch ein Eigentor zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich nicht aus der Bahn bringen ließen und den Vorsprung auf Rang 12, der vom SSV Jahn Regensburg belegt wird, auf drei Zähler ausbauen konnten. Die Stuttgarter Kickers blicken trotz eines Negativlaufs – zuletzt blieben die Blauen aus Degerloch vier Mal in Folge sieglos – auf eine zufriedenstellende Hinserie zurück und rangieren mit 23 Punkten im gesicherten Mittelfeld.

Froh wird man im Lager des FSV Frankfurt über die nun anstehende Spielpause sein. Denn die Junioren vom Bornheimer Hang kassierten gegen den FC Ingolstadt 04 bereits ihre vierte Niederlage in Serie und fielen auf Rang 9 zurück, nachdem die Elf voimg_27599n Trainer Hakan Sünal nach dem 10. Spieltag noch auf Rang 3 im Verfolgerfeld des Spitzenreiters aus Stuttgart gelegen hatte. Zwar kassierten die Frankfurter gegen die Gäste aus Oberbayern nur einen Gegentreffer, doch da die Gastgeber gegen eine stabile Defensive aus Ingolstadt kein Durchkommen fanden, war der Treffer von FCI-Akteur Felix Brandl nach einer halben Stunde spielentscheidend. Die Ingolstädter hielten damit auch ihren Durchschnitt erzielter Treffer. Insgesamt 14 Tore reichten in 14 Begegnungen zumindest zu fünf Saisonsiegen, wodurch der FCI mit 16 Zählern auf Rang 10 und damit unmittelbar hinter dem FSV Frankfurt überwintert.

Eine ausgeglichene Bilanz weist der SV Darmstadt 98 auf, der nach dem abschließenden 2:1-Erfolg beim SSV Ulm 1846 nun jeweils sieben Siege und Niederlagen zu verzeichnen hat. Immerhin konnten sich die Junglilien am letzten Spieltag vor der Winterpause noch auf Rang 8 verbessern, was sie den Treffern von Mario Shuteriqi und Leon Schreck zu verdanken hatten. Für die Ulmer stand hingegen trotz des Anschlusstreffers durch Nico Schmitz am Ende einmal mehr eine knappe Heimniederlage zu Buche. Keine ihrer acht Heimbegegnungen verlor die Elf von Trainer Matthias Ries trotz teilweise hochkarätiger Gegner mit mehr als zwei Treffern Differenz, jedoch konnten die Spatzen auch nur ein einziges Heimspiel siegreich gestalten, was dazu führt, dass sie sich auch nach dem 14. Spieltag auf dem vorletzten Tabellenplatz wiederfinden.

 

 

 

 

 

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