C-Junioren-RL: Waldhof Mannheim fällt auf Abstiegsrang zurück

Am 13. Spieltag in der C-Junioren-Regionalliga Süd fährt der VfB Stuttgart einen Derbysieg bei den Stuttgarter Kickers ein und darf sich als ungeschlagener Halbzeitmeister der laufenden Spielzeit 2014/15 feiern lassen. Der FC Bayern München bezwingt die SpVgg Greuther Fürth und sichert sich damit Rang 2. Der SV Waldhof Mannheim hat im badischen Duell gegen den Karlsruher SC das Nachsehen und belegt nun erstmals einen Abstiegsrang, wohingegen die Formkurve des SC Freiburg weiter steil nach oben zeigt.

Vor 200 Zuschauern, die dem innerstädtischen Duell in Stuttgart beiwohnten, wurde der VfB seiner Favoritenrolle gerecht. Zwar gelang Emil Alawbaidy der zwischenzeitliche IMG_2325 kleinAusgleich zum 1:1 für die gastgebenden Kickers, doch José-Anrique Rios Alonso brachte den Spitzenreiter kurz vor dem Pausentee wieder in Führung, nachdem Mert Püsküllü schon zu Beginn der Begegnung ein Tor für den VfB erzielt hatte. In der zweiten Spielhälfte legte erneut José-Anrique Rios Alonso für die Gäste nach und sorgte damit für eine Vorentscheidung. Der Treffer von Robin Münst in der Schlussminute zum 4:1-Endstand für den VfB Stuttgart hatte somit nur noch statistischen Wert. Mit 35 Punkten aus 13 Begegnungen beendet der VfB die Hinserie als souveräner Spitzenreiter und ist auf dem besten Weg zum nächsten Titelgewinn. Die Schwaben hatten sich bereits 2011 im Premierenspieljahr der Regionalliga als Meister feiern lassen dürfen.

Einen Alleingang der Stuttgarter verhindert derzeit nur der FC Bayern München, der unverändert fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aufweist. Mit lediglich einer Niederlage in 13 Begegnungen haben auch die Bayern eine beeindruckende Hinserie gespielt, die mit einem 3:1 über die SpVgg Greuther Fürth abgeschlossen wurde. Den Grundstein für den Heimsieg legte der Liga-Toptorjäger Tidiane M’Baye, der schon in der Auftaktminute zur Führung einnetzte und diese in der 48. Spielminute auch ausbaute. Franck Evina erhöhte kurze Zeit später auf 3:0, was die Entscheidung im oberbayerisch-fränkischen Duell brachte, auch wenn Marlon Schad postwendend der Fürther Anschlusstreffer zum 3:1-Endstand gelang. Die Mittelfranken mussten in der Tabelle durch die Niederlage den SC Freiburg und den Karlsruher SC passieren lassen und rangieren nun auf Platz 9.

Titelverteidiger Eintracht Frankfurt ließ dem Tabellenschlusslicht FC Ingolstadt 04 beim 4:0-Heimsieg keine Chance. Jedoch wurde dieser Erfolg erst in der zweiten Spielhälfte deutlich, in der die Hessen nach einer knappen Pausenführung noch drei Tore erzielten. Nils Stendera, Sahverdi Cetin, Murad Mahmudov und Enrique Pena-Zauner steuerten je einen Treffer für die Eintracht bei, die jedoch bei bereits elf Zählern Rückstand auf den VfB Stuttgart nur noch Außenseiterchancen auf die Titelverteidigung hat.

DSC_0032Auch die TSG 1899 Hoffenheim, Titelträger der Jahre 2012 und 2013, liegt im Kampf um die Meisterschaft weit zurück. Gegen den 1. FC Nürnberg erlitten die Kraichgauer den nächsten Rückschlag. Mit einem 2:0 entführte der Club alle drei Punkte, was Tim Latteier und Nils Piwernetz mit ihren Treffern ermöglichten. Die Nürnberger liegen mit 22 Punkten weiterhin auf Rang fünf, rückten aber durch den Auswärtssieg bis auf einen Zähler an die Hoffenheimer, die bereits 14 Begegnungen absolviert haben, heran.

Komplettiert wird das erweiterte Verfolgerfeld durch den Aufsteiger FSV Frankfurt, der gegen den TSV 1860 München seinen sechsten Saisonsieg einfuhr. Fabian Rother schoss die Gäste aus München in Führung, die auch bis in die zweite Spielhälfte hinein Bestand hatte. Doch dann verwandelte Cem Barlik einen Strafstoß zum Ausgleich für die Gastgeber, die sich in der Folgezeit nicht mit einem Unentschieden begnügen wollten. De Graft Amoah Kwafo legte umgehend nach und drehte damit die Partie zugunsten seines FSVs. Erneut Cem Barlik war es schließlich vorbehalten, mit seinem zweiten Tagestreffer für den 3:1-Endstand zu sorgen. Die Münchener sind seit nunmehr sechs Begegnungen sieglos und beenden die Hinserie auf dem vorletzten Rang. Dennoch dürfen sie sich bei lediglich vier Punkten Rückstand aufs rettende Ufer weiterhin berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen.

Diese wachsen auch zunehmend beim SC Freiburg, der seinen aktuellen Zwischenspurt auf zehn Punkte aus fünf Spielen ausbaute. Gegen den unmittelbaren Konkurrenten FC Augsburg feierten die Breisgauer einen 2:1-Heimsieg und machten damit die knappe Niederlage aus der Vorwoche gegen den VfB Stuttgart wett. Wie auch bei der Begegnung zwischen dem FSV Frankfurt und 1860 München hatte es in Freiburg zur Halbzeit nach einem Erfolg der Gastmannschaft ausgesehen, nachdem Hrvoje Culjak den FCA in Front gebracht hatte. Doch Daniel Antunes Simoes und Yannick Keitel sicherten der Heimelf mit ihren Treffern doch noch die drei Punkte, durch die der SC Freiburg gleich vier Teams in der Tabelle überflügeln konnte. Zu diesen gehört auch der FC Augsburg, der mit 14 Zählern auf der Habenseite aktuell den letzten Nichtabstiegsrang belegt.

Dahinter fiel der SV Waldhof Mannheim zurück, der das Siegen verlernt zu haben scheint. Das 1:2 gegen den nordbadischen Kontrahenten Karlsruher SC bedeutete für die Mannheimer bereits die siebte Niederlage in Folge. Dabei war der SV Waldhof zumindest einem Zähler sehr nah. Nach Treffern von Robin Mörmann (KSC) und Nic Wehrle (Mannheim) hatten sich die Zuschauer bereits mit einem Remis abgefunden. Doch in der Schlussminute schlug Julius Reinbold für die Gäste nochmals zu und verlängerte damit die schwarze Serie der Waldhöfer.

Gleich drei direkte Duelle von Abstiegskandidaten stehen zum Auftakt der Rückrunde am kommenden Wochenende an. In den Begegnungen Karlsruhe-Augsburg, Mannheim-Fürth und Stuttgarter Kickers gegen Freiburg können die beteiligten Mannschaften für die Rückrunde wegweisende Siege einfahren, wohingegen die unterlegenen Mannschaften harten Zeiten entgegen schauen werden. Dem VfB Stuttgart steht beim starken Aufsteiger FSV Frankfurt eine hohe Hürde bevor, wo der Nimbus der Unbesiegbarkeit gewahrt werden soll.

 

 

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