C-Junioren: SV Wehen Wiesbaden sichert sich Klassenerhalt

Um den letzten freien Platz in der C-Junioren-Regionalliga Süd für die Spielzeit 2018/19 ging es beim Relegationsturnier am 9./10. Juni 2018 in Balingen, an dem neben den Regionalligisten SSV Ulm 1846 Fußball und SV Wehen Wiesbaden auch die beiden Meister der Oberligen aus Baden-Württemberg und Hessen, 1. FC Heidenheim und SG Rot-Weiss Frankfurt, teilnahmen. In einem torreichen Finale setzte sich schließlich der SV Wehen Wiesbaden gegen den 1. FC Heidenheim durch und sicherte sich damit auf den letzten Drücker doch noch den Klassenerhalt.

Die Auslosung der Halbfinalpaarungen sowie die Abschlussplatzierungen der teilnehmenden Mannschaften hatten fürs Halbfinale zwei echte Derbies ergeben. So trafen zunächst der SV Wehen Wiesbaden und die SG Rot-Weiss Frankfurt aufeinander, ehe sich anschließend der SSV Ulm 1846 Fußball und der 1. FC Heidenheim in einem Prestigeduell gegenüber standen.

Die Begegnung der beiden hessischen Kontrahenten aus Wehen und Frankfurt begann zunächst sehr verhalten. Beide Mannschaften waren darauf bedacht Fehler zu vermeiden, Torchancen waren Mangelware, sodass der Halbzeitstand von 0:0 keine große Überraschung darstellte. Doch im zweiten Durchgang änderte sich das schlagartig. Keine volle Minute war gespielt, da ging

SV Wehen Wiesbaden – SG Rot-Weiss Frankfurt

der Regionalligist in Führung, als Nicolas Urso eine Unaufmerksamkeit in der Frankfurter Abwehr nutzte und seine Farben in Front brachte. Dies wirkte wie ein Schock für die SG Rot-Weiss Frankfurt. Zwar bemühte sich die Elf aus der Mainmetropole um eine schnelle Antwort, doch es fehlten im Angriff weiterhin die zündenden Ideen. So war mit dem Treffer zum 2:0, für den erneut Urso verantwortlich zeichnete, in der 56. Spielminute bereits eine Vorentscheidung gefallen. Der SV Wehen Wiesbaden ließ auch in der Schlussphase nichts mehr anbrennen und brachte seinen Vorsprung über die Ziellinie. Für die SG Rot-Weiss Frankfurt nahm eine erfolgreiche Saison, in der die Mannschaft der Trainer Jonel Goncalves und Vincenzo Mangiapane den Meistertitel in der Hessenliga errungen hatte, damit ein bitteres Ende, denn der Aufstieg in die C-Junioren-Regionalliga Süd blieb verwehrt.

Weitaus intensiver wurde das zweite Halbfinale geführt, in dem sich die Ereignisse schon zu Beginn beinahe überschlugen. Mit dem ersten Schuss aufs Tor ging der Regionalligist in Führung, Nico Rieger traf äußerst sehenswert von der Strafraumgrenze. Im direkten Gegenzug vergaben die Heidenheimer dann einen Hundertprozenter zum Ausgleich, ehe sie sich durch ein wiederholtes Foulspiel und die daraus resultierende gelb-rote Karte schon in der 21. Spielminute zusätzlich schwächten. Als kurz vor der Halbzeitpause Niklas Fülle sogar zum 2:0 für die Ulmer nachlegte, glaubte wohl kaum ein Zuschauer

Rassiges Duell zwischen Ulm und Heidenheim

daran, dass die Heidenheimer nochmal ins Spiel zurückkommen würden. Doch die Mannschaft von Trainer Florian Scheitenberger belehrte die Zuschauer nach dem Seitenwechsel eines Besseren. Mit unbändiger Moral erspielte sich der Oberligist trotz personeller Unterzahl zunehmend Feldvorteile und belohnte sich schließlich dafür mit einem Doppelschlag selbst. Mikail Demir und Ahmet Ali Hasanca glichen innerhalb von drei Spielminuten zum 2:2 aus und sorgten für wahre Jubelstürme beim Heidenheimer Anhang. Anschließend sollten trotz einiger Möglichkeiten auf beiden Seiten keine weiteren Treffer in der regulären Spielzeit mehr fallen, sodass das Duell der beiden württembergischen Lokalrivalen in die Verlängerung ging. Und in dieser hatte der 1. FC Heidenheim – beflügelt durch den bisherigen Spielverlauf – wieder deutliches Oberwasser. Und so war es dem auffälligsten Spieler der Partie, dem Heidenheimer Mikail Demir vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen. Ein entschlossenes Solo durch die Ulmer Abwehr schloss er in der 74. Spielminute mit dem Siegtreffer ab. Dem freudigen Emotionsausbruch auf Seiten der Heidenheimer stand nach Schlusspfiff die Enttäuschung der Ulmer Spatzen gegenüber, die durch die Niederlage als Absteiger aus der Regionalliga feststanden.

Schließlich ging es im Finale zwischen dem SV Wehen Wiesbaden und dem 1. FC Heidenheim am Sonntagmorgen um Alles oder Nichts. Zunächst setzten die Heidenheimer ihren Höhenflug aus dem Halbfinale fort. Erneut traf Mikail Demir für seine Farben und ließ die Hoffnung seines FCH auf den Aufstieg noch größer werden. Doch auch der SV Wehen Wiesbaden hatte einen treffsicheren Spieler namens Demir in seinen Reihen, der postwendend auf den Heidenheimer Führungstreffer antwortete. Cem Demir gelang in der 15. und 17. Spielminute ein Doppelschlag, mit dem er den Rückstand in eine Führung des Regionalligisten verwandelte. Dies setzte dem 1. FC Heidenheim schwer zu, denn die Abwehr des Oberligisten wirkte bis zum Seitenwechsel weiter verunsichert, sodass der Rückstand zur Pause auch höher hätte sein können. Im zweiten Durchgang spielte der SV Wehen Wiesbaden dann seine Routine aus. Aus einer gesicherten Defensive heraus ließ man den Gegner kommen und sorgte selbst mit eigenen Angriffen stets für Gefahr vor dem gegnerischen Kasten. Und wie schon in Halbzeit 1 gelang den Junioren vom Halberg in Person von Leon Kadoic wieder ein Doppelschlag. Innerhalb von drei Minuten (47. und 49. Spielminute) schraubte er das Ergebnis mit seinen beiden Treffern auf 4:1 in die Höhe und brachte seine Elf damit endgültig

Große Erleichterung beim SV Wehen Wiesbaden

auf die Siegerstraße. Zwar bewiesen die Kicker aus Heidenheim auch weiterhin Moral und kämpften gegen die Niederlage an, doch der Anschlusstreffer durch Fabian Adler fiel zu spät, als dass er dem Spiel noch eine Wende hätte geben können. Durch die 2:4-Niederlage im Finale musste auch der zweite Oberliga-Meister die Segel streichen.

Riesengroß dagegen der Jubel und vor allem die Erleichterung auf Seiten des SV Wehen Wiesbaden, der auch in der Spielzeit 2018/19 mit seiner U15 in der Regionalliga Süd vertreten sein wird.

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