CJRL 18. Spieltag: Hoffenheim landet Arbeitssieg im Derby

Schwerer als erwartet taten sich am 18. Spieltag in der C-Junioren-Regionalliga Süd die Spitzenteams. Zwar gingen die TSG 1899 Hoffenheim und Eintracht Frankfurt letztendlich als Sieger vom Platz, jedoch mussten sie dafür beim SV Sandhausen, bzw. beim 1. FC Nürnberg ein großes Stück Arbeit verrichten. Auch der Tabellendritte VfB Stuttgart behielt im Stadtderby gegen die Kickers die Oberhand. Der FC Bayern München konnte sich durch einen deutlichen Erfolg in Fürth ein bisschen von der Abstiegszone entfernen.

Zum Auftakt des 18. Spieltags empfing der SV Sandhausen den aktuellen Tabellenführer und Süddeutschen Meister der Jahre 2012 und 2013 aus Hoffenheim. Dabei machte die Heimelf von Trainer Bernd Bechtel, die sich mit einem Trainingslager in der Türkei auf die Rückrunde vorbereitet hatte, von Beginn an deutlich, dass man auch gegen den Spitzenreiter gewillt war, Zählbares im Kampf um den Klassenerhalt einzufahren. So entwickelte sich eine kampfbetonte Begegnung, in der es den Mannschaften im ersten Durchgang nicht gelang, die gegnerischen Abwehrreihen zu überwinden. Erst in der 40. Spielminute sollte der erste und zugleich einzige Treffer des Tages fallen, den Benedikt Landwehr für den Favoriten aus dem Kraichgau erzielen konnte. In einem auch nach dem Treffer engen Spiel warf der Tabellendreizehnte zwar nochmals alles nach vorne, doch es sollte nicht mehr für den Ausgleichstreffer reichen. Während die Gastgeber dadurch den Sprung ans rettende Ufer verpassten, wahrten die Hoffenheimer an der Tabellenspitze ihren Vorsprung von sieben Zählern auf die Verfolger aus Frankfurt und Stuttgart.

In Nürnberg profitierte der Tabellenzweite Eintracht Frankfurt zunächst von einem Strafstoß, den Luca-Leonard Uth zur Gästeführung verwandelte. Doch der 1. FC Nürnberg hatte darauf die umgehende Antwort parat und glich in Person von Thomas Schmidt nur wenig später aus. Auch im weiteren Spielverlauf bot das Tabellenschlusslicht den Gästen aus Hessen Paroli, wodurch es mit dem 1:1 zur Halbzeitpause in die Kabinen ging. Im zweiten Durchgang konnte sich die Eintracht schließlich einmal mehr auf ihren Top-Torjäger Kahan Kuscu verlassen, der in der 54. Spielminute den 2:1-Siegtreffer für sein Team markierte und damit wieder die alleinige Führung in der Torjägerliste übernehmen konnte. Mit unverändert vier Zählern Rückstand auf den SV Sandhausen bleibt der 1. FC Nürnberg Träger der roten Laterne, wohingegen die Frankfurter Eintracht Rang 2 vor dem punktgleichen VfB Stuttgart behaupten konnte.

Der VfB feierte auch im zweiten Stuttgarter Stadtderby der laufenden Saison einen Sieg über den Lokalrivalen Stuttgarter Kickers. Nach einem 4:2-Erfolg im Hinspiel setzte sich die Mannschaft von Trainer Murat Isik vor 150 Zuschauern diesmal mit 3:0 durch und hielt die Hoffnung auf die Verteidigung des Meistertitels dadurch am Leben. Nico Fritsch und Jovan Djermanovic sorgten schon in der Anfangsphase für einen beruhigenden Vorsprung des amtierenden Meisters. Dem setzten die „Blauen“ aus Degerloch zwar viel Engagement und Leidenschaft entgegen, doch für einen Torerfolg sollte es dennoch nicht reichen. Stattdessen stellte Noah Ganaus in der zweiten Hälfte mit seinem Treffer sogar noch den Endstand zum 3:0 für die Gäste aus der Nachbarschaft her. Mit unverändert 25 Punkten auf der Habenseite liegen die Kickers trotz ihrer fünften Saisonniederlage auf Rang 7 weiterhin in der oberen Tabellenhälfte, der VfB belegt mit neun Zählern mehr Rang 3.

Einen Platz gutmachen konnte der FSV Frankfurt, der sich gegen den SSV Jahn Regensburg ebenfalls mit 3:0 durchsetzte und zugleich vom torlosen Remis zwischen dem FC Augsburg und dem Karlsruher SC profitierte. Jabez Makanda Maleko brachte die Frankfurter Hausherren gegen die Gäste aus der Oberpfalz zunächst in Führung, ehe Amid Khan Agha die Führung im zweiten Durchgang ausbauen konnte. Schließlich bekam der FSV kurz vor Spielende noch einen Strafstoß zugesprochen, den Pinho Chambron zum 3:0-Endstand verwandeln konnte. Dadurch zog der FSV Frankfurt am FC Augsburg vorbei auf Rang 5, wobei die Augsburger noch ein Nachholspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth in der Hinterhand hat.

Auch der FC Augsburg, frischgebackener Süddeutscher Futsal-Meister, bekam in der Schlussphase seiner Begegnung gegen den Karlsruher SC einen Strafstoß zugesprochen. Da dieser jedoch nicht in einen Torerfolg umgemünzt werden konnte, blieb es mit dem Schlusspfiff bei einer Punkteteilung ohne Tore. Der KSC behauptete mit dem Punktgewinn zwar Rang 4, büßte jedoch punktemäßig ein wenig auf die Teams aus Frankfurt und Stuttgart ein. Der FCA musste nicht nur den FSV Frankfurt passieren lassen, sondern verpasste es auch, nach Punkten mit dem Spielgegner gleich zu ziehen.

Mit einem Auswärtssieg beim SV Darmstadt 98 verschaffte sich indes der SC Freiburg ein beruhigendes Polster von neun Zählern auf die Abstiegszone. Die Breisgauer, die nun eine ausgeglichene Bilanz aufweisen (je sechs Siege, Unentschieden und Niederlagen), setzten sich bei den Südhessen mir 3:1 durch. Zum Spieler des Tages wurde dabei Oliver Kruß, dem kurz vor Ende der ersten Spielhälfte innerhalb von drei Minuten zwei Treffer gelangen, durch die er seinen SC auf die Siegerstraße brachte. Spätestens mit dem dritten Freiburger Treffer, für den in der 40. Spielminute Claudius Bührer verantwortlich zeichnete, war eine Vorentscheidung im Duell der Tabellennachbarn gefallen, auch wenn sich die jungen Lilien für ihr Aufbäumen noch mit dem Anschlusstreffer belohnten. Alessio de Nunzio sorgte für den 1:3-Endstand. Da auch die SpVgg Greuther Fürth am 18. Spieltag eine Niederlage einstecken musste, beträgt der Vorsprung der auf Rang 10 liegenden Darmstädter auf die Abstiegszone unverändert fünf Punkte.

In Fürth ereignete sich unmittelbar vor dem Pausenpfiff die vielleicht spielentscheidene Szene. Ein Fürther Spieler verhinderte mit einem Handspiel zunächst einen Torerfolg der Gäste des FC Bayern München und wurde daraufhin vorzeitig zum Duschen geschickt. Den fälligen Strafstoß konnte Flavius Daniliuc dann aber doch zur Gästeführung verwandeln. Im zweiten Durchgang wussten die Münchner ihre numerische Überlegenheit in Tore umzumünzen. Jalen Hawkins mit zwei Treffern und erneut Daniliuc schraubten das Ergebnis auf 4:0 für ihren FC Bayern in die Höhe. Durch ihren fünften Saisonsieg bauten die Münchener ihren Vorsprung auf die auf dem ersten Abstiegsrang liegende SpVgg Greuther Fürth auf  nunmehr sieben Zähler aus.

 

 

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