CJRL: Schlusslicht stürzt Tabellenführer

Nach drei Wochen an der Tabellenspitze musste sich die TSG 1899 Hoffenheim am 4. Spieltag in der C-Junioren-Regionalliga Süd mit einem Remis beim Schlusslicht 1. FC Nürnberg begnügen und die Tabellenführung an Titelverteidiger VfB Stuttgart abtreten, der sich in einem torreichen Duell beim SV Sandhausen durchsetzen konnte. Gleich sechs Teams stehen punktgleich oben, dagegen warten noch vier Mannschaften auf ihren ersten Saisonsieg.

Zum Auftakt des vierten Spieltags standen sich vor 250 Zuschauern der FC Augsburg und Eintracht Frankfurt gegenüber. Im Duell zweier Teams, die Anschluss nach oben wahren wollten, nahm das Spiel nach torloser erster Spielhälfte erst in der Schlussphase an Fahrt auf. Thomas Mitsakos brachte den gastgebenden FCA in Führung, doch gerade einmal acht Minuten später antwortete David Siebert durch einen verwandelten Strafstoß mit Augsburg 2 kleindem Ausgleich für seine Eintracht. Doch wiederum dauerte es nur wenige Minuten, bis der nächste Treffer fallen sollte. Simon Asta erzielte das 2:1 für die Augsburger, die die knappe Führung anschließend über die Zeit bringen konnten und damit nach Punkten zum bisherigen Spitzenreiter aus Hoffenheim aufschließen konnten. Für die Frankfurter bedeutete die knappe Niederlage den nächsten Rückschlag, nach vier Spieltagen stehen für die Hessen bereits drei Niederlagen zu Buche.

Ebenfalls mit einem Endergebnis von 2:1 endete die Partie zwischen dem SC Freiburg und dem FC Bayern München, jedoch waren es hier die Gäste aus Bayern, die sich mit dem Schlusspfiff über drei Zähler freuen konnten. Und im Gegensatz zum Spiel in Augsburg sollten in Freiburg sämtliche Treffer bereits vor dem Pausenpfiff fallen. Zum Matchwinner avancierte Jalen Hawkins, der beide Tore für die Münchener erzielen konnte. Zunächst brachte er die Gäste früh in Führung, ehe er kurz vor Ende der ersten 35 Minuten erneut zuschlagen konnte. Dazwischen hatte Noah Weißhaupt für den SC Freiburg ausgleichen können, doch dies sollte dem SC nicht für das erhoffte Erfolgserlebnis reichen. Als eines von vier Teams warten die von André Malinowski trainierten Breisgauer noch auf ihren ersten Dreier in der noch jungen Spielzeit. Dagegen bleibt der FC Bayern mit nunmehr je zwei Siegen und Unentschieden weiterhin ungeschlagen.

Klar verteilt war die Favoritenrolle in Nürnberg, wo der gastgebende FCN nach drei Auftaktniederlagen als klarer Außenseiter ins Spiel gegen den Spitzenreiter 1899 Hoffenheim ging. Doch schon in der ersten Halbzeit machten die Mittelfranken den Gästen das Leben schwer, was sich in einem torlosen Zwischenstand ausdrückte. Als Melesse Frauendorf die Kraichgauer in der 56. Spielminute in Führung brachte, schien die Begegnung den erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch hatten die Nürnberger diesmal das Glück auf ihrer Seite. In der Schlussphase unterlief den Hoffenheimern ein Eigentor zum 1:1, das zugleich auch den Endstand darstellen sollte. Zwar bleiben die Nürnberger trotz ihres ersten Saisonzählers Träger der roten Laterne, doch schöpft die Elf von Trainer Koc Ahmnet aus dem Ergebnis sicher Zuversicht für ihre anstehenden Aufgaben. Die weiterhin ungeschlagenen Hoffenheimer fielen dagegen auf Rang 3 zurück, weisen jedoch unverändert ligaweit die Abwehr mit den wenigsten Gegentreffern auf.

Vom Remis in Nürnberg profitierte der VfB Stuttgart, der beim SV Sandhausen als Sieger aus der torreichsten Begegnung des 4. Spieltags hervorging. Nachdem der Titelverteidiger in der Vorwoche bereits neun Treffer gegen den 1. FC Nürnberg erzielt hatte, schlugen die Württemberger in Sandhausen wieder fünf mal zu. Doch der Aufsteiger aus Sandhausen hielt tapfer dagegen und konnte selbst drei Treffer bejubeln, die jedoch nicht zum Überraschungserfolg gegen den Favoriten reichen sollten. In einem Duell auf Augenhöhe überschlugen sich besonders in der ersten Spielhälfte die Ereignisse. Der VfB Stuttgart ging früh in Führung, doch mit einem Doppelschlag innerhalb von fünf Minuten drehten die Gastgeber zunächst die Partie. Dies beantworteten die Stuttgarter ihrerseits mit zwei schnellen Treffern zur abermaligen Führung, ehe die Gastgeber noch vor dem Pausentee neuerlich ausgleichen konnten. Für den SVS waren David Reitarow mit zwei Treffern sowie Enrico D’Ostuni erfolgreich, für den VfB hatten Niko Jankovic, Kevin Grimm und Jovan Djermanovic erfolgreich, die alle ihren jeweils vierten Saisontreffer erzielten und damit gemeinsam die Torjägerliste anführen. In der zweiten Spielhälfte legten die Stuttgarter zwei weitere Treffer durch Laurin Curda und Nick Hellmann nach, worauf die tapferen Sandhäuser trotz numerischer Überzahl (gelb/rot gegen den VfB Stuttgart in der 57. Spielminute) keine Antwort mehr fanden. Nach dem souveränen Titelgewinn in der Vorsaison grüßen die Stuttgarter damit nach dem 4. Spieltag erstmals in der Spielzeit 2015/16 von ganz oben.

Auch der Karlsruher SC konnte sich in der Tabelle weiter verbessern und belegt nach einem 4:2-Auswärtssieg beim FSV Frankfurt nun Rang 2. Zwar sorgte Per Lockl mit seinem Führungstreffer für einen perfekten Start der Hessen, doch anschließend waren es die Gäste aus Nordbaden, die der Partie ihren Stempel aufdrückten und mit vier Treffern für die Entscheidung sorgten. Tim Herm hatte zunächst zum Ausgleich für den KSC eingenetzt, anschließend steuerte Yunus Emre Kahriman gleich drei Tore zum Sieg der Karlsruher bei. Der Treffer zum 2:4-Endergebnis durch Amid Khan Agha bedeutete für die Gastgeber nur noch Ergebniskosmetik. Zu allem Überfluss handelten sich die Frankfurter in der Nachspielzeit sogar noch eine Rote Karte ein.

Komplettiert wird das Feld der bislang ungeschlagenen Mannschaften durch die Stuttgarter Kickers, die sich 1:1 von der SpVgg Greuther Fürth trennten. Dorian Cevis brachte die Gastgeber aus Stuttgart-Degerloch in Führung und schoss seine Kickers in der Blitztabelle damit zwischenzeitlich sogar an die Tabellenspitze. Doch noch vor der Halbzeitpause konnten die Fürther in Person von Chris-Stephan Dierke, der einen Strafstoß souverän verwandelte, antworten. Da auch die Gäste aus Mittelfranken mit nun sieben Zählern auf der Habenseite nach vier Spieltagen eine positive Bilanz aufweisen, sind die beiden Kontrahenten auf den Rängen 6 und 7 nun unmittelbare Tabellennachbarn.

Zum Abschluss des 4. Spieltags standen sich der SV Darmstadt 98 und der SSV Jahn Regensburg in einem Aufeinandertreffen zweier Aufsteiger gegenüber. Dabei gelang es den hessischen Gastgebern, ihren zweiten Saisonsieg einzufahren. Mit 3:1 behielten die jungen Lilien die Oberhand über den Mitaufsteiger aus der Oberpfalz. Sämtliche Tore fielen in einer spannenden Begegnung in der zweiten Spielhälfte. Merlin Roos und Gianluca Piergallini brachten den SV98 kurz nach Wiederanpfiff auf die Siegerstraße. Eine Entscheidung war mit dem 2:0-Zwischenstand jedoch noch nicht gefallen, denn Lisa Schöppl erzielte in der Schlussphase den Anschlusstreffer für den SSV Jahn. Doch weil die Regensburger nun alles auf eine Karte setzen mussten, gelang dem SV Darmstadt 98 im direkten Gegenzug in Person von Elias Klingenmeier das Tor zum 3:1-Endstand.

 

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