CJRL: VfB Stuttgart krönt perfekte Saison, 1860 München und Mannheim steigen ab

Während der VfB Stuttgart am letzten Spieltag der C-Junioren-Regionalliga Süd auch gegen den Lokalrivalen Stuttgarter Kickers siegreich blieb und die Saison damit ungeschlagen beendete, herrschte im Tabellenkeller Dramatik pur. Der SV Waldhof Mannheim verpasste den Klassenerhalt durch eine knappe Niederlage beim direkten Konkurrenten Karlsruher SC. Doch selbst ein Erfolg hätte den Mannheimern nicht gereicht, da auch der SC Freiburg und der TSV 1860 München zum Saisonabschluss Siege einfuhren. Dadurch rettete sich der SC Freiburg aus eigener Kraft, während die Münchener zum zweiten Mal nach der Saison 2010/11 aus der C-Junioren-Regionalliga Süd absteigen müssen.

Im Stuttgarter Stadtderby ließ der neue Meister VfB Stuttgart gegen die Kickers von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, dass man auch das letzte Saisonspiel Meisterehrungsiegreich gestalten wollte. So baute der VfB viel Druck auf und kreierte zahlreiche Torchancen, was sich letztendlich auch im Endergebnis von 4:1 ausdrückte. Eric Hottmann, Elisée Engelhardt, Luca Mack und Nick Bätzner machten mit ihren Treffern eine nahezu makellose VfB-Saison ohne eine einzige Niederlage perfekt. Bereits vor dem Anpfiff war die Meistermannschaft um Erfolgstrainer Kai Oswald als Meister geehrt worden. Spielführer José-Enrique Rios Alonso nahm freudestrahlend den Meisterwimpel aus den Händen von Michael Supper, württembergischer Vertreter im SFV-Jugendausschuss, entgegen. Supper zeigte den zahlreichen Zuschauern im Rahmen der Meisterehrung nochmals eindrucksvoll auf, welch überragende Spielzeit 2014/15 der VfB absolviert hat. Doch auch die Stuttgarter Kickers beendeten die Saison erhobenen Hauptes. Zwar gelang den Blauen im Derby lediglich der Anschlusstreffer durch einen direkt verwandelten Freistoß von Pedro Almeida Morais, doch der Aufsteiger belegt nach Saisonabschluss einen beeindruckenden 6. Tabellenplatz.

Als Vizemeister beendet der Titelträger des Vorjahres, Eintracht Frankfurt, die Saison. Beim schon länger als Absteiger feststehenden FC Ingolstadt 04 setzten sich die Hessen knapp mit 1:0 durch. Den goldenen Treffer des Tages erzielte Marcus Weinhardt und sorgte damit für den 18. Saisonsieg seiner Frankfurter, die die Spielzeit damit mit 58 Punkten auf der Habenseite beenden. Im Vorjahr waren die Frankfurter noch mit 56 Punkten Meister geworden, ein weiterer Beleg für die beeindruckende Leistung des VfB Stuttgart, der es in der laufenden Saison auf ganze 70 Zähler brachte. Der FC Ingolstadt 04 muss dagegen nach nur einem Jahr Ligazugehörigkeit trotz eines kurzen Zwischenhochs nach der Winterpause wieder den Gang in die Bayernliga antreten.

Punktgleich (jeweils 48 Zähler) beendeten der FC Bayern München und die TSG 1899 Hoffenheim die Saison 2014/15 auf den Rängen 3 und 4. Die Bayern, die über eine lange Zeit erster Verfolger des VfB Stuttgart gewesen waren, erlitten zum Saisonabschluss eine 2:1-Niederlage bei der SpVgg Greuther Fürth, die sich dadurch eine Abschlussplatzierung in der oberen Tabellenhälfte sichern konnte. Für die Fürther waren German Elperin und Laurin Klaus erfolgreich, für die Bayern erzielte Franck Evina mit seinem 16. Saisontreffer kurz vor Spielende das Ehrentor. Dank der besseren Tordifferenz behaupteten die Bayern Platz 3 gegenüber den Hoffenheimern, die am letzten Spieltag einen 4:1-Erfolg beim 1. FC Nürnberg landeten. Samuel Lengle, Rodan Kolcak, Elias Ludwig und Stefano Russo steuerten je einen Treffer zum 15. Saisonerfolg des Meisters der Jahre 2012 und 2013 bei. Unmittelbar hinter den Kraichgauern belegt der 1. FC Nürnberg, für den Nils Piwernetz den zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer erzielte, zum Saisonende Rang 5.

Zu einem direkten Duell zweier abstiegsbedrohter Teams kam es in Karlsruhe, wo der gastgebende KSC im nordbadischen Derby auf den SV Waldhof Mannheim traf. Die Karlsruher, die sich aufgrund eines ihres Torverhältnisses gegenüber den Konkurrenten im Abstiegskampf schon vor Anpfiff in einer guten Ausgangslage befanden, taten sich dabei lange schwer. Auch dem SV Waldhof Mannheim, der die letzte Chance auf den Klassenerhalt ergreifen wollte, war der Druck anzumerken. Dies drückte sich auch im Halbzeitergebnis von 0:0 aus. Erst in der zweiten Spielhälfte sollten Tore fallen. Luis Görlich und Meldin Kovacevic brachten die Gastgeber mit 2:0 in Führung und damit engültig auf die Spur in Richtung Klassenerhalt. Für die Mannheimer erzielte Nic Wehrle wenige Minuten vor Abpfiff den Treffer zum 2:1-Endstand, der jedoch nichts mehr am Abstieg der Waldhöfer ändern konnte. Nachdem die Mannheimer nach vier Spieltagen noch ungeschlagen an der Tabellenspitze standen, folgte ein Einbruch und eine schwarze Serie von zahlreichen Niederlagen. Dies wurde der Mannschaft um Trainer Christian Schmitt zum Verhängnis, die die Liga damit nach drei Jahren wieder verlassen muss.

Neben einem Heimsieg über den FSV Frankfurt wäre der TSV 1860 München auch auf Schützenhilfe des FC Augsburg angeweisen gewesen, hätte der erneute Abstieg noch verhindert werden sollen. Zumindest ihre eigenen Aufgaben erledigten die Münchener Löwen und bezwangen den Gast aus Hessen mit 3:1. Tobias Sztaf sorgte mit einem Doppelschlag in der ersten Spielhälfte für einen 2:0-Pausenvorsprung der Gastgeber, die in der zweiten Halbzeit durch Kilian Wallner sogar noch nachlegen konnten. Der Frankfurter Treffer zum 3:1 durch Ahmed Enes Altindag änderte nichts mehr am Heimsieg der Mannschaft aus der bayerischen Landeshauptstadt. Dennoch herrschte nach dem Abpfiff grenzenlose Enttäuschung an der Grünwalder Straße, denn die erhoffte Schützenhilfe aus Augsburg blieb aus, wodurch der TSV 1860 München die Spielzeit 2014/15 neben dem FC Ingolstadt 04 und dem SV Waldhof Mannheim auf einem Abstiegsrang beendet.

Dagegen feierte der SC Freiburg ausgelassen einen positiven Saisonausgang. Nach monatelangem Zittern um den Ligaverbleib sicherten sich die Breisgauer diesen mit einem überzeugenden 5:0-Auswärtssieg in Augsburg. Schon nach fünf Spielminuten lag der SCF beim FCA mit 2:0 in Front, Daniel Antunes Simoes und Enzo Leopold sorgten mit ihren Treffern für Beruhigung bei ihrem Trainerteam um André Malinowski. Noch vor dem Pausenpfiff schraubten Tim Brändle und erneut Daniel Antunes Simoes die Führung auf 4:0 in die Höhe und gaben ihrem Team damit zunehmend Sicherheit. Diese machte sich auch in der zweiten Spielhälfte bemerkbar, in der Daniel Antunes Simoes kurz nach Wiederanpfiff sogar noch seinen dritten Tagestreffer erzielen und damit letzte Zweifel beseitigen konnte. Nach dem Schlusspfiff feierten die Freiburger ausgelassen den in letzter Sekunde erlangten Klassenerhalt und gehen auch in der Spielzeit 2015/16 in der C-Junioren-Regionalliga Süd an den Start.

 

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