Doppelspieltag in der C-Junioren-RL: VfB Stuttgart setzt sich ab

Gleich zwei Spieltage wurden über das verlängerte Wochenende in der C-Junioren-Regionalliga Süd absolviert, lediglich drei Teams konnten dabei die volle Ausbeute von sechs Punkten einfahren. Neben Spitzenreiter VfB Stuttgart jubelten auch der FC Bayern München sowie der 1. FC Nürnberg doppelt. Auch der TSV 1860 München konnte am sechsten Spieltag seinen ersten Dreier einfahren, auf den der Aufsteiger aus Ingolstadt hingegen weiterhin wartet.

VFB-Mannheim 2Zwei badische Gegner hatte der VfB Stuttgart vor der Brust und hielt sich in den Prestigeduellen schadlos. Zunächst wurde am Donnerstag im Spitzenspiel der direkte Verfolger SV Waldhof Mannheim mit 5:0 vom Feld gefegt. Nick Bätzner, Elisée Engelhardt, José-Anrique Rios Alonso, Robin Münst und Veljko Burazor sorgten mit ihren Treffern für klare Verhältnisse. Am Sonntag legten die Stuttgarter nach und fuhren beim Karlsruher SC einen 2:1-Auswärtssieg ein, den Mert Püsküllü und Yusuf Emre Baran mit ihren Treffern sicherten. Für den KSC traf Meldin Kovacevic zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Damit ist der VfB das nunmehr einzig ungeschlagene  Team in der Liga und weist einen Vorsprung von drei Punkten auf den Tabellenzweiten FC Bayern München auf.

Die Münchner Bayern sorgten mit zwei Kantersiegen dafür, dass man nun nicht nur über den treffsichersten Angriff der Liga, sondern auch über den besten Torjäger der Liga verfügt. Einem 5:1-Auswärtssieg über den SC Freiburg ließen die Spieler von Trainer Peter Wenninger zwei Tage später einen 4:0-Erfolg über die Stuttgarter Kickers folgen. In beiden Spielen ragte Tidiane M’Baye heraus, der in Freiburg einen Doppelpack, gegen die Kickers dann sogar einen Hattrick schnürte und die Torjägerliste mit acht erzielten Treffern nun anführt. Die Freiburger schöpften nach dem Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 1:3 durch Daniel Antunes Simoes nur kurz Hoffnung, den Stuttgartern blieb ein eigener Torjubel sogar ganz verwehrt. Dafür hatten die Kickers am Donnerstag beim 1:1 gegen 1899 Hoffenheim bereits einen Punkt eingefahren (Torschütze Arlind Goxhuli).

Tabellendritter ist trotz der hohen Niederlage gegen den Spitzenreiter weiterhin der SV Waldhof Mannheim, der gegen den SC Freiburg am Sonntag Wunden lecken konnte. Mit 3:0 setzten sich die Waldhöfer durch und liegen nach Punkten gleichauf mit dem FC Bayern München (jeweils 13 Zähler). Nic Wehrle (2 Tore) und Jonas Weik sorgten für den letztendlich klaren Heimerfolg.

Hinter den Mannheimer liegt 1899 Hoffenheim in Lauerstellung, jedoch verpassten es die Kraichgauer mit zwei Unentschieden am Doppelspieltag, sich eine noch bessere Ausgangsposition zu verschaffen. Dem 1:1 bei den Stuttgarter Kickers, bei dem Stefano Russo den Ausgleichstreffer für die Hoffenheimer erzielte, folgte am Sonntag ein torloses Remis gegen einen weiteren Aufsteiger, den FSV Frankfurt. Mit diesem Auswärtspunkt vergoldeten die Frankfurter ihren Derbysieg, den sie am Donnerstag über den Stadtrivalen Eintracht gelandet hatten. Vor 200 Zuschauern hatte Visar Gashi seinem FSV die vorläufige Vormachtstellung in Frankfurt gesichert, auch wenn der FSV in der Tabelle aufgrund der Tordifferenz unmittelbar hinter dem Titelverteidiger liegt.

Den Frust über die Derbyniederlage schoss sich die Eintracht dann am Sonntag gegen den FC Augsburg von der Seele, dem man beim 5:0 nicht den Hauch einer Chance ließ. Marcus Weinhardt und Justin Kabuya trafen jeweils doppelt gegen den FCA, Patrice Kabuya legte einen weiteren Treffer nach. Die Augsburger hingegen erlitten damit die zweite schmerzvolle Niederlage innerhalb weniger Stunden, bereits am Freitag hatten sie sich dem 1. FC Nürnberg mit 1:5 geschlagen geben müssen und finden sich nun auf dem vorletzten Tabellenrang wieder.

Die Nürnberger ihrerseits nahmen den Schwung aus dem Augsburg-Spiel mit und legtenNürnberg -FCI klein am Sonntag gegen den nächsten bayerischen Kontrahenten nach. Der FC Ingolstadt 04 hatte mit 0:4 das Nachsehen gegen die Nürnberger, für die Tim Latteier gleich drei Treffer in den beiden Begegnungen erzielte. Auch Niklas Fleischer gelang es in beiden Spielen, sich in die Torschützenliste einzutragen. Mit nun 10 Zählern auf der Habenseite gelang den Mittelfranken der Sprung auf Rang 5.

Die Ingolstädter warten hingegen auch nach sechs Spieltagen auf ihren ersten dreifachen Punktgewinn in der Regionalliga und sind weiterhin Träger der roten Laterne. Immerhin konnten die Schanzer am Freitag beim 1:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth ihren ersten Punktgewinn verbuchen, auch wenn sich die Freude darüber angesichts des erst spät kassierten Ausgleichstreffers in Grenzen hielt. Berke Genc hatte seine Farben in Führung gebracht, German Elperin mimte mit seinem Ausgleich den Spielverderber im Dress der Fürther, die jedoch zwei Tage später gegen den TSV 1860 München doch noch eine Niederlage einstecken mussten.

Für die Münchner Löwen bedeutete das 3:0 in Fürth den ersten Dreier der laufenden Spielzeit, den Franz Schreder mit einem Doppelpack und Nico Wohlmann in der Nachspielzeit der Begegnungen sicherten. Zwei Tage zuvor hatte es für den TSV 1860 noch eine knappe 1:2-Heimniederlage gegen den Karlsruher SC gesetzt. Niklas Schneider und Julius Reibold sorgten mit ihren Treffern für den dritten Saisonerfolg der Karlsruher, die sich auch durch den Münchner Treffer von Semir Gracic zum zwischenzeitlichen 1:1 nicht von der Erfolgsspur abbringen ließen.

Zum Duell der Süddeutschen Meister der vergangenen drei Jahre kommt es am siebten Spieltag. Die Frankfurter Eintracht (Meister 2014) empfängt die TSG 1899 Hoffenheim (Titelträger der Jahre 2012 und 2013), wobei der Verlierer dieser Begegnung den Kontakt der Spitze wohl erstmal wird abreißen lassen müssen. Ebenso richtungsweisend wird das bayerische Duell zwischen dem Tabellenvorletzten FC Augsburg und dem Schlusslicht FC Ingolstadt 04 sein.

 

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