Frauen-Regionalliga: Aufsteiger Karlsruher SC mit furiosem Saisonstart

Der Ball rollt endlich wieder in der Frauen-Regionalliga Süd. In zwei regional unterteilten Qualifikationsgruppen kämpfen die insgesamt 15 Mannschaften um den Einzug in die Meisterrunde. Einen glänzenden Start legte dabei der Aufsteiger Karlsruher SC hin, der nicht nur sein Auftaktmatch gegen die Offenbacher Kickers mit 4:1 gewinnen konnte, sondern am zweiten Spieltag auch Eintracht Frankfurt III keine Chance ließ. Die Tabelle der Qualigruppe 2 wird vom VfB Obertürkheim angeführt, der aus seinen beiden ersten Saisonspielen vier Zähler einheimste.

Pia Nagel brachte mit ihrem Treffer in der 19. Minuten den Karlsruher SC auf die Siegerstraße beim Spiel in Frankfurt. Auch das Tor zum 0:2-Pausenstand, erzielt durch Melissa Zweigner-Genzer unmittelbar vor Ablauf der ersten Spielhälfte, beflügelte den Aufsteiger aus der badischen Fächerstadt zunehmend. So bäumte sich die Eintracht zwar im zweiten Durchgang nochmals auf, doch spätestens mit dem 0:3 durch Lina-Marie Müller in der 67. Minute war die Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste gefallen. In der Schlussphase legten Emily Wolff und erneut Pia Nagel weitere Treffer nach und sorgten für den 5:0-Endstand. Die Aufstiegseuphorie des KSC hält nach einem perfekten Saisonstart also weiter an, auch wenn der Sieg in Frankfurt nicht den höchsten Tagessieg in der Frauen-Regionalliga darstellte.

Diesen fuhr der TSV Jahn Calden ein, der sich sogar mit 7:0 bei der TSG Neu-Isenburg durchsetzen konnte und damit nach dem 3:3 zum Auftakt gegen den Hessen Wetzlar ebenfalls noch ungeschlagen ist. Zur Spielerin des Tages avancierte Isabella Möller, die gleich drei Treffer zum Kantersieg ihres TSV Jahn beisteuerte. Johanna Hildebrandt und Jacqueline Baumgärtel hatten bereits früh die Weichen auf Sieg für die Gäste gestellt, dazu netzten Arlene Rühmer und Seynabou Sow jeweils einmal ein. Mit zehn Treffern auf der Habenseite stellt der TSV Jahn Calden nach dem zweiten Spieltag die erfolgreichste Angriffsreihe aller Süd-Regionalligisten. Dagegen kassierte die TSG Neu-Isenburg nach dem 1:3 in Freiburg ihre nächste Pleite und findet sich zunächst am Tabellenende der Qualigruppe 1 wider.

Neben dem Karlsruher SC weist auch der SC Sand II nach zwei Spielen eine weiße Weste auf. Nachdem am ersten Spieltag ein 3:1-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt eingefahren konnte, entführte die Bundesliga-Reserve auch aus Wetzlar alle drei Zähler. Dabei bewies die Elf aus Südbaden Moral, denn Jaqueline Klippert hatte zunächst die Gastgeberinnen des FSV Hessen Wetzlar per Handelfmeter früh (8. Minute) in Führung gebracht. Doch noch vor dem Seitenwechsel hatten die Gäste das Spiel gedreht und konnten sich dabei einmal mehr auf Torjägerin Madeleine Kurek verlassen, die gleich doppelt erfolgreich war. In einer intensiven zweiten Spielhälfte bemühten sie die Gastgeberinnen zwar um den Ausgleichstreffer, doch der SC Sand II störte zumeist erfolgreich einen erfolgreichen Spielaufbau und hatte seinerseits Chancen auf den entscheidenden Treffer. Jedoch blieb der zweite Durchgang torlos, sodass sich die Gäste mit dem Schlusspfiff über ihren zweiten Sieg im zweiten Spiel freuen durften.

Den hätte auch gern der Vorjahresmeister SC Freiburg II eingefahren, doch die Breisgauerinnen mussten sich bei den Offenbacher Kickers letztendlich mit 3:1 geschlagen geben. Alina Bantle brachte den SC zwar in Führung, doch danach riss der Aufsteiger aus Offenbach das Spiel mit kämpferischen Qualitäten an sich und belohnte sich für seinen Aufwand mit Treffern von Lotte Simonis und Ginalolita Buglisi. Angesichts des knappen Vorsprungs war bei den Kickers aber im zweiten Durchgang Zittern angesagt, auch wenn sich die Gäste auf Freiburg durch einen Feldverweis (gelb/rote Karte) in der 64. Spielminute selbst schwächten. Erst in der 89. Minute fiel die endgültige Entscheidung, welche Ginalolita Biglisi mit ihrem zweiten Treffer des Tages herbeiführte. Die Elf vom OFC-Trainergespann Johannes Kurt und Thomas Munkelt konnte sich damit für die Auftaktniederlage beim KSC rehabilitieren und zugleich den ersten Sieg in ihrer Regionalliga-Geschichte einfahren. Dagegen kassierte der SC Freiburg II seine erste Niederlage in der noch jungen Saison 2020/21.

In der Qualifikationsgruppe 2 wurde erstmals ein kompletter Spieltag absolviert, nachdem in der Vorwoche aufgrund des zu diesem Zeitpunkt noch anhaltenden Spielverbots in Bayern zwei Spiele verlegt werden mussten. Der VfB Obertürkheim hatte zunächst am ersten Spieltag den SV Alberweiler mit 2:1 bezwingen können und musste nun zum ambitionierten SV 67 Weinberg reisen. Hier ließ der VfB zwar zunächst einige Tormöglichkeiten der Gastgeberinnen zu, hatte dabei aber das Glück auf seiner Seite und überstand diese Phase schadlos. Stattdessen brachte Alisa Meinzer die Stuttgarterinnen ihrerseits kurz vor Ende des ersten Durchgangs in Führung. Die Gastgeberinnen aus Weinberg zeigten sich davon zu Beginn der zweiten Spielhälfte jedoch unbeeindruckt und glichen in der 49. Minute in Person von Routinier Nina Heisel aus. Im weiteren Spielverlauf entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wobei es jedoch keiner der beiden Mannschaften mehr gelingen sollte, den Ball zum entschdenden Treffer im gegnerischen Gehäuse unterzubringen.

Wiedergutmachung für die Auftaktniederlage in Obertürkheim wollte der SV Alberweiler betreiben, dem mit dem Heimspiel gegen den TSV Crailsheim das nächste rein württembergische Duell bevorstand. Da spielte es den Gastgeberinnen in die Karten, dass sie in der 25. Minute einen Strafstoß zugesprochen bekamen. Laureta Temaj ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte nervenstark zur Führung ihres SVA. Die gleiche Akteurin war unmittelbar vor der Halbzeitpause erneut zur Stelle und versetzte dem TSV Crailsheim mit dem Treffer zum 2:0 den nächsten Nackenschlag. Doch von Aufgeben war bei den Gästen im zweiten Durchgang nichts zu spüren, vielmehr setzten sie alles daran, mit dem Anschlusstreffer zurück ins Spiel zu kommen. Die Abwehrreihen des SV Alberweiler standen jedoch stabil und mit zunehmender Spieldauer schwanden Kräfte und Hoffnung bei den Gästen. So gelang Solveig Schlitter in der 85. Minute der Treffer zum 3:0-Endstand.

Der Wiederaufsteiger FFC Wacker München hatte währenddessen die Frauen des 1. FC Nürnberg zu Gast. Für beide Mannschaften stellte das Spiel den Auftakt in die neue Regionalliga-Saison dar. So war zunächst gegenseitiges Abtasten angesagt, auch wenn beide Mannschaften zielstrebig den Torabschluss suchten. Das Spiel gewann an Fahrt, als in der 37. Spielminute der erste Treffer fiel. Diesen erzielte Nadja Burkard für die Gäste aus Nürnberg, wodurch der vermeintliche Favorit im weiteren Spielverlauf befreiter aufspielen konnte. Als gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte Sophie Fournier für die Clubfrauen zum 2:0 nachlegen konnte, war bereits die Vorentscheidung gefallen. Denn trotz aller Bemühungen der Spielerinnen um Wacker-Coach Dragan Terzic hielt die Nürnberger Torhüterin Lea Paulick ihren Kasten an diesem Tag sauber und sicherte ihrer Mannschaft damit letztendlich verdiente drei Zähler.

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