Frauen-Regionalliga: Fünf Teams mit Maximalausbeute

Gleich fünf Mannschaften landeten am zweiten Spieltag in der Frauen-Regionalliga Süd ihren zweiten Saisonsieg. Unter anderem die Aufsteiger FC Forstern und TSV Jahn Calden sind noch ohne Verlustpunkte. Neuer Spitzenreiter ist der FC Ingolstadt 04 nach einem deutlichen 4:0-Sieg über den SC Regensburg, der seinerseits dadurch ans Tabellenende rutschte. Auch der Zweitligaabsteiger VfL Sindelfingen Ladies kommt noch nicht in Tritt.

Der FC Ingolstadt 04 wurde seiner Favoritenrolle gegen den SC Regensburg schon früh gerecht. Nach gerade einmal 23 gespielten Minuten hatten Alina Mailbeck und Ramona Maier mit ihren Treffern für eine 2:0-Führung der Oberbayern gesorgt. Doch dabei beließ es die Elf des neuen Ingolstädter Trainers Alexander Ziegler zunächst bis zum Pausenpfiff. Nach dem Seitenwechsel beendete Stefanie Reischmann mit dem 3:0 dann aber früh die Hoffnungen der Gäste aus Regensburg, die in der Vorsaison lange um den Klassenerhalt gezittert hatten. Nach Reischmanns Treffer verlor die Partie etwas an Schwung, sodass nur noch ein weiterer Treffer fallen sollte. Dieser resultierte aus einem Strafstoß, den der FCI in der Schlussphase zugesprochen bekam. Erneut Alina Mailbeck durfte sich als Torschützin auszeichnen und sorgte für den 4:0-Endstand.

Für die nächste faustdicke Überraschung sorgte der TSV Jahn Calden. Nachdem der Aufsteiger in der Vorwoche den Vorjahresmeister Eintracht Frankfurt in die Knie gezwungen hatte, landeten die Nordhessen nun einen 3:1-Auswärtssieg beim FFC Wacker München. Esma Oezdemir und Sharon Braun brachten die weit angereisten Gäste dabei schon im ersten Durchgang auf die Siegerstraße. Zwar keimte beim FFC Wacker kurz nach Beginn der zweiten Hälfte durch den Anschlusstreffer nochmals Hoffnung auf, doch davon ließen sich die Jahn-Kickerinnen nicht aus der Bahn werfen. Die hessische Abwehr hielt den weiteren Angriffsbemühungen der Münchnerinnen Stand, ehe es in der 84. Spielminute Emma Becker vorbehalten war, mit dem Treffer zum 3:1 den Deckel auf die Partie und den nächsten Sieg des Aufsteigers perfekt zu machen. Damit schob sich die Mannschaft von Jahn-Trainer Wolfgang Berndt auf Tabellenrang 2.

Unmitztelbar hinter dem TSV Jahn Calden rangiert etwas überraschend der TSV Crailsheim. Hatten die Württembergerinnen im Vorjahr lange gegen den Abstieg angekämpft, können sie in der laufenden Saison einen Start nach Maß verzeichnen. Dem Auftaktsieg beim SC Regensburg ließ der TSV nun einen 3:1-Heimsieg über die Bundesliga-Reserve des SC Sand folgen und freut sich über die Maximalausbeute von sechs Punkten nach zwei Spieltagen. Dabei hatte es zur Halbzeit nicht danach ausgesehen, als sollten die Gastgeberinnen das Feld später als Sieger verlassen, denn die Gäste aus Südbaden lagen durch einen Treffer von Katja Milbradt zu diesem Zeitpunkt in Front. Doch die Crailsheimerinnen zeigten Nervenstärke und drehten durch einen Doppelschlag die Partie. Zunächst gelang Maren Schmitt nach 59 Spielminuten den Ausgleich, ehe die gleiche Spielerin nur sechs Zeigerumdrehungen nachlegte und den TSV in Führung schoss. Davon beflügelt ließ die Abwehr der Heimelf im weiteren Spielverlauf nichts mehr anbrennen, sodass das 3:1 durch Melike Baki, die bereits in der Vorwoche erfolgreich gewesen war, in der 82. Minute die endgültige Entscheidung bedeutete. Während man sich in Crailsheim über einen tollen Start in die neue Saison freut, wartet der SC Sand II noch auf seinen ersten Zähler.

Neben dem TSV Jahn Calden reitet auch der FC Forstern auf der Welle der Aufstiegseuphorie. Im Duell bei Mitaufsteiger Hegauer FV avancierte Julia Deißenböck zur Matchwinnerin für die Gäste aus Oberbayern, als sie in der 79. Spielminute den goldenen Treffer des Tages erzielte und damit für Jubelstürme auf Seiten des FC Forstern sorgte. Da lässt es sich für die Elf von Gästetrainer Thomas Urbaniak leicht verschmerzen, dass sie aufgrund der Tordifferenz gleich drei Mannschaften in der Tabelle an sich vorbeiziehen lassen musste. Dagegen kehrt beim Hegauer FV Ernüchterung ein. Zwar startete der Regionalliga-Rückkehrer aus Südbaden aufgrund eines Heimrechttauschs mit zwei Heimspielen in die neue Spielzeit, wartet jedoch noch auf sein erstes Saisontor und die ersten Zähler auf der Habenseite.

1. FC Nürnberg gegen VfL Sindelfingen Ladies

Nicht nur der FC Forsten, sondern auch der 1. FC Nürnberg musste in der neuen Spielzeit noch keinen Gegentreffer hinnehmen, was zugleich die Grundlage für einen optimalen Saisonstart der Elf von Club-Coach Osman Cankaya darstellt. Wie schon zum Auftakt beim Hegauer FV reichte den „Cluberinnen“ ein einziger Treffer, um aus der Partie gegen den VfL Sindelfingen Ladies als Sieger hervorzugehen. Für das siegbringende Tor zeichnete diesmal Rebecca Leinberger verantwortlich, die in der 38. Spielminute einnetzen konnte und ihren Farben damit zu einer weiterhin blütenreinen Weste verhalf. Jedoch steht dem 1. FC Nürnberg am 3. Spieltag eine hohe Hürde bevor, wenn die Reise zum Überraschungsteam aus Calden führt. Eine nicht weniger große Herausforderung haben die Ladies aus Sindelfingen vor der Brust, denn auch gegen den FC Forstern wird es für den letztjährigen Zweitligisten sicher nicht leicht, die ersten Zähler der noch jungen Spielzeit 2018/19 einzufahren.

Die Wiedergutmachung für die Auftaktniederlage in Calden gelang dem Vorjahresmeister Eintracht Frankfurt nun beim SC Freiburg II. Eintracht-Torjägerin Annika Leber sorgte in der 12. Spielminute für einen Start nach Maß für das Team aus der Mainmetropole, als sie einen individuellen Fehler der Gastgeberinnen zur Gästeführung ausnützen konnte. Dies sollte jedoch zugleich der einzige Treffer bleiben, den die Zuschauer vor dem Seitenwechsel zu sehen bekamen. Erst nach Wiederanpfiff war Felicitas Gutmann nach einem Eckball für die Breisgauerinnen zur Stelle und köpfte zum Ausgleich ein. Anschließend nahmen jedoch zunehmend die Gäste wieder das Zepter in die Hand. Zwar ließen sie zunächst noch einen Strafstoß ungenutzt, doch nach 64 Minuten brachte Julia Beuth die Hessen wieder in Front. Davon beflügelt legte die Mannschaft von Eintracht-Trainer Stefan von Martinez nach und erhöhte in Person von Lise Munk auf 3:1. Zwar hatte der SC Freiburg in der Schlussphase noch die eine oder andere Gelegenheit auf den Anschlusstreffer, doch auf der anderen Seite hatten die Frankfurterinnen ihrerseits mehrfach auch das 4:1 auf dem Fuß. Letztendlich blieb es beim verdienten 3:1-Auswärtssieg.

Vor der stolzen Kulisse von 200 Zuschauern durfte auch der SV Alberweiler seinen ersten Saisonsieg feiern. Gegen den SV Frauenbiburg setzten sich die Gastgeberinnen mit 2:0 durch und wetzten damit die Scharte der Vorwoche, in der man aus Freiburg ohne Punkte zurückkam, wieder aus. Nach einer knappen Viertelstunde brachte Sibel Meyer ihren SVA in Führung. In der Folgezeit begegneten sich die Teams überwiegend auf Augenhöhe, sodass es bis zur 73. Spielminute dauern sollte, ehe der nächste und zugleich letzte Treffer der Begegnung fiel. Diesen erzielte Alberina Syla und sorgte damit für die Entscheidung

SV Alberweiler – SV Frauenbiburg (Foto: Peter Herle)

zugunsten der Gastgeberinnen. Während man beim SV Alberweiler durch den ersten Saisonsieg gestärkt in das anstehende Programm geht und sich in der kommenden Woche im Gastspiel beim SC Regensburg die nächsten Punkte erhofft, steht der SV Frauenbiburg noch ohne Zähler da und empfängt am dritten Spieltag den Titelverteidiger Eintracht Frankfurt. Hoffnung dürfte den Niederbayern jedoch geben, dass man in der Vorsaison die Eintracht mit 3:2 hatte bezwingen können.

 

 

 

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