Frauen-Regionalliga: FV Löchgau sendet Lebenszeichen

Während der SC Sand II an der Tabellenspitze der Frauen-Regionalliga Süd weiter einsam seine Kreise zieht, hält der FV Löchgau am 14. Spieltag mit einem Heimsieg über den FC Ingolstadt 04 seine Hoffnungen auf den Klassenerhalt am Leben.  Im Kampf um Rang 2 verschaffte sich der SV Frauenbiburg ein kleines Polster auf die Verfolger.

Standesgemäß fiel der Sieg des souveränen Spitzenreiters aus Sand gegen das abgeschlagene Schlusslicht aus Derendingen aus. Ganze acht Treffer schenkte die Mannschaft aus Südbaden den Gästen aus Württemberg ein. Nachdem bereits zur Pause ein klarer 4:0-Vorsprung für die Gastgeberinnen zu Buche stand, dauerte es jedoch bis in die Schlussphase der Begegnung hinein, ehe der Ligaprimus einen Kantersieg Sand kleinherausschoss. Mit Madeleine Kurek, Jennifer Schlee und Sinah Amann hatte die Bundesliga-Reserve gleich drei Doppeltorschützinnen in ihren Reihen. Dazu waren Ann-Christin Angel und Christine Veth für ihre Farben erfolgreich. Die gefährlichste Sturmreihe der Frauen-Regionalliga Süd weist nun bereits 48 erzielte Treffer auf, auch wenn die Top-Torjägerin der Liga, Furtuna Velaj, diesmal leer ausging. Dagegen war für den TV Derendingen an diesem Wochenenede nichts zu holen. Die Mannschaft von Trainerin Theresa Mark hofft darauf, gegen die anstehenden Gegner ihr Punktekonto aufzustocken.

Ebenfalls torreich verlief das Duell zwischen dem Hegauer FV und dem TSV Schwaben Augsburg. Auch hier waren es letztendlich die Gastgeberinnen aus Südbaden, die sich nach dem Schlusspfiff über drei Punkte freuen durften. In einer spannenden Begegnung schossen Luisa Radice und Nadine Grützmacher einen 2:0-Pausenvorsprung für ihren HFV heraus. Doch die Gäste aus Augsburg steckten nicht auf. Nach dem Anschlusstreffer durch Ursula Neidlinger mussten sie zwar wenig später den dritten Gegentreffer hinnehmen (Torschützin Anna Vogler), doch postwendend konnte der TSV in Person von Mona Budnick abermals antworten und erneut verkürzen. Erst mit dem zweiten Treffer von Anna Vogler in der Nachspielzeit war die Begegnung entschieden. Durch den 4:2-Heimsieg zog der Hegauer FV an den Augsburgerinnen vorbei auf Rang 3, jedoch beträgt der Rückstand der Elf von Trainer Gino Radice auf den Tabellenführer aus Sand bereits 12 Zähler.

Nutznießer der Augsburger Niederlage war der Tabellenzweite aus Frauenbiburg, der dem SC Opel Rüsselsheim mit 5:0 keine Chance ließ und nun vier Zähler Vorsprung auf seinen ersten Verfolger (Hegauer FV) aufweist. Beim SVF ragte Anja Riebesecker als dreifache Torschützin heraus, nachdem Alina Angerer bereits in der 4. Spielminute der erste Treffer für die Niederbayern gelungen war. Laura Wagenhuber steuerte den fünften Treffer zum ungefährdeten Heimsieg des Aufsteigers bei, der nun 31 Zähler auf der Habenseite aufweist und auf eine bislang überaus erfolgreiche Saison zurückblicken darf.  Dagegen beginnt beim Mitaufsteiger und Spielgegner aus Rüsselsheim wieder das Zittern um den Klassenerhalt. Mit 15 Zählern belegt das Team aus Hessen unverändert den 9. Rang, der am Saisonende den sicheren Klassenerhalt bedeuten würde, allerdings spüren Trainer Hans-Günther Strasser und seine Spielerinnen den Atem des FV Löchgau im Nacken.

Dass sich eben dieser FV Löchgau längst nicht aufgegeben hat, belegt der knappe Heimsieg gegen den FC Ingolstadt 04. Lena Kühnle avancierte mit ihrem goldenen Treffer in der 79. Spielminute zur Matchwinnerin für den FVL, der den Rückstand zum rettenden Ufer damit auf drei Zähler verkürzen konnte. Die einzige Mannschaft, der es bislang gelang, den Spitzenreiter zu bezwingen, reist am 15. Spieltag zum Kellerduell bei Eintracht Frankfurt. Mit einem weiteren Sieg könnten die Württembergerinnen erstmals seit dem 4. Spieltag wieder die Abstiegszone verlassen, sofern der SC Opel Rüsselsheim nicht gleichzeitig gegen den TSV Jahn Calden punktet. Dagegen befindet sich der FC Ingolstadt 04, der trotz der Niederlage immer noch die wenigsten Gegentreffer aller Teams hinnehmen musste, weiterhin jenseits von Gut und Böse im Mittelfeld der Tabelle.

Mit einem 2:2-Remis musste sich der TSV Jahn Calden im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt begnügen und verpasste es dadurch, am FC Ingolstadt 04, den die Caldener am Ostersamstag zur Nachholbegegnung des 12. Spieltags empfangen, vorbei zu ziehen. Johanna Hildebrandt brachte ihre Farben im hessischen Duell zwar früh in Führung, doch Rosalie Sirna glich für die Gäste aus Frankfurt umgehend zum Zwischenstand von 1:1 aus, mit dem auch die Seiten gewechselt wurden. Im zweiten Durchgang war es dann die Eintracht, die zunächst in Führung ging. Helen Weber nährte mit ihrem Treffer die Frankfurter Hoffnung auf den zweiten Saisonsieg. Doch nun stemmte sich der TSV Jahn Calden gegen die drohende Niederlage und markierte in Person von Jacqueline Schubert das Tor zum 2:2-Endstand. Während in den Reihen von Eintracht Frankfurt der Punktgewinn bei nunmehr neun Zählern Rückstand auf den SC Opel Rüsselsheim kaum als Erfolg gewertet werden dürfte, bewegen sich auch die Gastgeberinnen auf der Stelle und führen mit 21 Zählern die untere Tabellenhälfte an.

Auch in Nürnberg mühte sich die Gastmannschaft vergeblich um einen Auswärtssieg. Der aus München angereiste FFC Wacker musste sich dem 1. FCN letztendlich knapp geschlagen geben. Rebecca Leinberger brachte die Mittelfranken bereits in der Anfangsphase des Spiels in Führung, die dann auch bis zur Halbzeitpause Bestand haben sollte. Gästetrainer Stefan Schubert erhoffte sich durch die Einwechslung von gleich vier Spielerinnen neue Impulse für den zweiten Durchgang, doch fehlte es den Wacker-Akteurinnen zunächst weiterhin an Durchschlagskraft im Angriff. Dies bestraften die Nürnbergerinnen, für die Gina Steiner mit ihrem 6. Saisontreffer auf 2:0 erhöhte. Zwar gelang nur wenige Zeigerumdrehungen später Verena Pfeifer doch noch der erste Treffer für die Gästeelf, doch in der Schlussphase hielt die Nürnberger Defensive den Angriffen der Münchnerinnen wieder Stand, wodurch letztendlich ein 2:1-Heimsieg zu Buche stand.

 

 

 

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