Frauen-Regionalliga: Kantersiege für Frauenbiburg und SC Sand II

Auch nach dem dritten Spieltag in der Frauen-Regionalliga Süd marschieren die beiden Aufsteiger SV Alberweiler und Eintracht Frankfurt im Gleichschritt an der Tabellenspitze vorweg, wobei sich beide Teams vor allem auf eine stabile Defensive verlassen können. Während dagegen der FV Löchgau gegen Weinberg seine erste Saisonpleite kassiert, fertigt der SV Frauenbiburg den FC Ingolstadt 04 ab und bleibt in Lauerstellung zum Spitzenduo. Auch der SC Sand II lässt es gegen den TSV Schwaben Augsburg ordentlich krachen. Freude und Trauer zugleich bei der SpVgg Greuther Fürth, die zwar ihren ersten Zähler in der Frauen-Regionalliga Süd einfahren kann, jedoch durch einen Gegentreffer kurz vor Spielende eine noch bessere Ausbeute verspielt.

In Regensburg kam es zum Duell zwischen dem gastgebenden SCR, der im Vorjahr als Aufsteiger eine gute Rolle in der Liga gespielt hatte, und der Frankfurter Eintracht, die die Aufstiegseuphorie des Sommers in die neue Spielzeit mit hineinretten konnte und an den ersten beiden Spieltagen mit überraschenden Siegen für Furore sorgte. Doch es dauerte eine Weile, ehe sich in der Begegnung nennenswerte Szenen ereignen sollte. Nachdem torlos die Seiten gewechselt worden waren, bekamen die Gäste aus Hessen nach einer guten Stunde einen Strafstoß zugesprochen, den die Japanerin Kaho Fushiki nervenstark zur Führung verwandelte. Und nur wenige Minuten später legte die Eintracht nach, erneut war dabei eine japanische Spielerin erfolgreich, Kanako Fuse erhöhte auf 0:2. Da sich der Spitzenreiter im weiteren Spielverlauf auf seine Abwehr verlassen konnte, stellte dies zugleich auch schon den Endstand dar. Mit nun drei Siegen aus drei Begegnungen setzt die Mannschaft von Eintracht-Trainer Christian Yarussi ihren Höhenflug fort, wohingegen der SC Regensburg weiterhin auf seinen ersten Zähler der neuen Spielzeit wartet.

Punkt- und torgleich mit Frankfurt (jeweils 9 Zähler bei 6:1 Toren) steht der SV Alberweiler an der Spitze. Die Elf von Coach Peter Kalmbach bestätigte gegen den 1. FC Nürnberg ihre hervorragende Verfassung und lag schon nach 25 Minuten auf der Siegerstraße.

SV Alberweiler – 1. FC Nürnberg

Victoria Stvoric und Leonie Schick hatten bis dahin bereits einen 2:0-Vorsprung für ihre Farben herausgeschossen und somit für weiteres Selbstvertrauen beim SVA gesorgt. Die endgültige Entscheidung wurde dann durch den Treffer zum 3:0 herbeigeführt, den Katharina Rapp in der 77. Spielminute erzielte. Die erste Runde des DFB-Pokals mit eingerechnet ist der SV Alberweiler in der neuen Saison nun schon vier Pflichtspiele ungeschlagen und fiebert weiter dem großen Pokalduell gegen den FC Bayern München entgegen, für das die Mannschaft mit ihren sportlichen Erfolgen kräftig die Werbetrommel rührt. Enttäuschung herrscht dagegen in Nürnberg vor. Der etablierte Regionalligist, der in den vergangenen Jahren zumeist im oberen Drittel der Tabelle mitspielte, konnte bislang erst einen Zähler verbuchen und belegt nach drei Spieltagen den ersten Abstiegsrang.

Schon früh zeichnet sich ab, dass auch der letztjährige Regionalliga-Vizemeister SV Frauenbiburg wieder ein Wort um den Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga mitsprechen möchte. Mit Anja Riebesecker und Lea Hochholzer hatten die Niederbayern in der Begegnung gegen den FC Ingolstadt 04 gleich zwei Doppeltorschützinnen in ihren Reihen. Einen wichtigen Treffer für die Gastgeberinnen erzielte zudem Stefanie Neubauer unmittelbar vor Ende der ersten Spielhälfte, nachdem nur kurz zuvor Katharina Schmittmann auf 1:2 aus Sicht der Gäste aus Ingolstadt verkürzt hatte. Zudem war Vanessa Haim für den FCI erfolgreich, die in der 71. Spielminute den letzten Treffer in dieser spektakulären Partie erzielte, in der mit dem Schlusspfiff ein 5:2-Heimsieg für den SV Frauenbiburg zu Buche stand. Mit nun 13 erzielten Treffern weist der SVF den mit Abstand erfolgreichsten Angriff aller Teams auf, sodass auch die sechs Gegentreffer nichts an der guten Ausbeute von sieben Zählern aus drei Begegnungen ändern.

Ebenfalls mit 5:2 fertigte der SC Sand II den TSV Schwaben Augsburg ab, der dadurch neuer Träger der roten Laterne ist. Dabei sorgte die Bundesliga-Reserve aus Südbaden schon früh für klare Verhältnisse. Christine Veth mit zwei Treffern, Madeleine Kurek und Aurelie Pfeiffer schossen bis zur 42. Spielminute einen 4:0-Vorsprung der Heimelf heraus. Zwar gelang Mona Budnick noch vor dem Seitenwechsel der erste Treffer für die Gäste aus Augsburg, ehe wenige Zeigerumdrehungen nach Beginn des zweiten Durchgangs Nicole Demel sogar für den TSV Schwaben nachlegen, doch davon ließ sich die Elf von Sand-Trainer Georg Forscht nicht aus der Ruhe bringen. Nach einer Stunde Spielzeit war erneut Veth zur Stelle und markierte mit ihrem dritten Tagestreffer den Endstand. Mit dem zweiten Saisonsieg gelang dem SC Sand II der Sprung auf Tabellenplatz 4, wohingegen der TSV Schwaben Augsburg noch keinen Zähler verbuchen konnte und nach der nächsten empfindlichen Niederlage unverändert das Tabellenende ziert.

Hinter dem SC Sand rangieren mit ebenfalls jeweils sechs Zählern auf der Habenseite der SV 67 Weinberg und der FV Löchgau, die sich am dritten Spieltag im direkten Duell gegenüberstanden. Der FV Löchgau war ambitioniert, seine bis dahin makellose Bilanz weiter auszubauen, doch auch die Gäste aus Mittelfranken wollten alles daran setzen, den Kontakt zur Tabellenspitze nicht frühzeitig abreißen zu lassen, nachdem sie sich in der Vorwoche bereits der Frankfurter Eintracht hatten geschlagen geben müssen. Letztendlich sollte ein einziges Tor die Begegnung entscheiden, welches nach einer knappen halben Stunde Ellen Riess für den SV 67 Weinberg erzielen konnte und damit neben SVW-Torhüterin Anja Treiber, die ihren Kasten sauber hielt, zur Matchwinnerin avancierte. Während man auf Seiten des FV Löchgau nach Spielende mit den vergebenen Chancen und der daraus resultierenden ersten Saisonpleite haderte, freute man sich in Weinberg über die gelungene Wiedergutmachung für die Niederlage aus der Vorwoche und darüber, dass man nach Punkten mit dem FV Löchgau gleichziehen konnte.

Den nächsten Nackenschlag kassierte die SpVgg Greuther Fürth, auch wenn ein

Torjubel SpVgg Greuther Fürth

Remis gegen den letztjährigen Zweitligisten TSV Crailsheim für den Aufsteiger sicher ein achtbares Ergebnis und zugleich den ersten Punktgewinn in der Frauen-Regionalliga darstellt. Doch angesichts des Spielverlaufs, der den Zuschauern erst in der Schlussphase Tore bot, hätte durchaus mehr für die Fürtherinnen rausspringen können. Nachdem beide Abwehrreihen bis in die Schlussviertelstunde hinein stabil standen, war es Nina Habenschaden, die in der 77. Spielminute den Bann brach und die Gastgeberinnen in Führung brachte. Diese hatte bis unmittelbar vor Spielende bestand, doch der TSV Crailsheim wollte sich nicht mit der Niederlage abfinden und belohnte sich in Person von Celine Pollak in der 89. Minute noch mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1-Endstand. Da dieses Resultat auch für die Gäste aus Crailsheim den ersten Zähler der noch jungen Saison bedeutete, stehen die Kontrahenten nur durch die Tordifferenz voneinander getrennt im unteren Tabellendrittel.

Zu einer Punkteteilung kam es auch zwischen dem FFC Wacker München und dem ETSV Würzburg, wobei sich angesichts eines zwischenzeitlichen 0:2-Rückstands insbesondere die Gäste aus Unterfranken über den Zähler freuen dürfen. Mit einem Doppelschlag innerhalb von vier Minuten waren die Gastgeberinnen des FFC Wacker nach gut 20 Minuten in Führung gegangen, Lisa Flötzner und Sabrina Gahr hatten für ihre Farben eingenetzt. Doch der ETSV bewies Moral und konnte noch vor dem Seitenwechsel durch Medina Desic den Anschlusstreffer erzielen. Im zweiten Durchgang knüpften die Würzburgerinnen an ihre Bemühungen aus der ersten Spielhälfte an und traten dann auch dank des Ausgleichteffers zum 2:2 durch Marie-Christine Seeger mit einem Zähler im Gepäck die Heimreise an. Für den FFC Wacker bedeutete das 2:2 bereits das zweite Unentschieden in Folge, jedoch ist die Elf von Trainer Stefan Schubert weiterhin ungeschlagen. Die Gäste aus Würzburg weisen nach drei Spieltagen eine ausgeglichene Bilanz auf.

 

 

 

 

 

 

 

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