Frauen-Regionalliga: SC Freiburg II macht sein Meisterstück

Die Mannschaft des SC Freiburg II hat es geschafft: bereits am 20. Spieltag setzte sie sich mit einem 2:1-Erfolg beim 1. FC Nürnberg die Meisterkrone in der Frauen-Regionalliga Süd auf und steht damit als vorerst letzter Direktaufsteiger in die 2. Frauen-Bundesliga Süd fest. Überlegen marschierte die Elf von SC-Trainerin Myriam Krüger durch die Spielzeit 2017/18 und ist bei acht Punkten Vorsprung an den letzten Spieltagen von der Konkurrenz nicht mehr einholbar. Damit geht der Meistertitel bereits im zweiten Jahr in Folge nach Südbaden, nachdem im Vorjahr der SC Sand II triumphierte. Dagegen wahrte der TSV Jahn Calden seine Mini-Chance auf den Klassenerhalt, benötigt aber gegen den ETSV Würzburg am kommenden Spieltag einen hohen Sieg, wenn die Möglichkeiten auf ein weiteres Jahr in der Regionalliga intakt bleiben sollen. Eine wahre Torshow lieferte Tanja Arnold vom FV Löchgau ab, die sich mit sechs (!!!) Treffern gegen den Hegauer FV an die Spitze der Torjägerinnenliste schoss.

Bereits vor dem Spieltag war klar, dass sich der SC Freiburg II mit einem Sieg in Nürnberg zum neuen Regionalliga-Meister krönen kann, doch die Aufgabe der Breisgauerinnen beim Tabellenvierten aus Mittelfranken war sicher keine Leichte. Umso wertvoller war für die Gäste nach einer guten halben Stunde der Führungstreffer, für den Daria Streng verantwortlich zeichnete und ihrer Mannschaft damit schon ein bisschen Druck von den Schultern nehmen konnte. Als wenige Zeigerumdrehungen nach Beginn der zweiten Halbzeit Vanessa Ziegler auf 2:0 für den Spitzenreiter erhöhte, spielte die Krüger-Elf noch befreiter auf und sehnte zugleich den Schlusspfiff von Schiedsrichterin Sigrid Weidenhiller herbei. Doch bis zu den Feierlichkeiten des SCF galt es in der Schlussphase nochmal ein bisschen zu zittern, nachdem Marissa Schultz kurz vor Spielende für die Nürnbergerinnen doch nochmals verkürzen konnte. Doch die Abwehr der Gäste überstand die letzten Spielminuten unbeschadet, sodass mit Abpfiff der Begegnung der Jubel auf Seiten der Gäste grenzenlos ausfiel. Die noch anstehenden Aufgaben gegen die direkten Verfolger aus Frauenbiburg und Löchgau kann der neue Meister aus dem Breisgau nun ganz gelassen angehen, wobei die Freiburgerinnen sicher alles daran setzen werden, der bislang einzigen erlittenen Niederlage in Würzburg keine weitere hinzuzufügen.

Daran, dass der SV Frauenbiburg seine letzte theoretische Chance auf ein Abfangen des Spitzenreiters wahren wollte, ließ die Mannschaft aus Niederbayern gegen den FSV Hessen Wetzlar II keinen Zweifel aufkommen. Schon zur Halbzeit führte der SVF mit 2:0, nachdem Franziska Höllrigl und Alice Zimmermann für den Tabellenzweiten vorgelegt hatten. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeberinnen kontinuierlich und feierten letztendlich einen souveränen 6:1-Erfolg über die Gäste aus Hessen, die bereits seit der Vorwoche als Absteiger feststanden. Im zweiten Durchgang steuerten erneut Höllrigl, Sophia Wiesmeier und Larissa Holdenried die Treffer für die Elf von Trainerin Nina Mittrop bei, die zudem von einem Eigentor der Gäste profitierte. Lediglich Ergebniskosmetik bedeutete der Treffer zum zwischenzeitlich 3:1, den Michelle Topf für die Zweitliga-Reserve aus Wetzlar erzielen konnte.

Unter gleichen Voraussetzungen wie in Frauenbiburg standen sich der FV Löchgau und der Hegauer FV gegenüber: Es empfing ein Spitzenteam der Liga, welches noch eine Mini-Chance auf den Gewinn des Meistertitels hatte, eine Mannschaft, die bereits als Absteiger feststand. Doch am Ende der Begegnung war all dies Makulatur, denn es wurde fast nur noch über eine einzige Spielerin gesprochen. Tanja Arnold steuerte gleich sechs Treffer zum 9:1-Kantersieg der Gastgeberinnen bei und schoss sich damit in die Geschichtsbücher der Frauen-Regionalliga Süd. Schon nach der ersten Viertelstunde stand ein lupenreiner Arnold-Hattrick zu Buche, im zweiten Durchgang ließ es die Torjägerin dann gleich viermal im Gästetor klingeln. Mit nun 14 Saisontreffern ist Arnold jetzt auch die Top-Torschützin der Frauen-Regionalliga Süd. In der Schlussphase konnten dann mit Lena Kühnle (2) und Vanessa Puglisi auch weitere Spielerinnen für den FVL einnetzen, zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Gäste aus dem Hegau längst aufgegeben. Den Ehrentreffer für den HFV hatte Carmen Hirt zum zwischenzeitlichen 5:1 erzielt, was aber kaum für Trost bei der Radice-Mannschaft sorgte, die am Ende ihre höchste Saisonniederlage zu beklagen hatte.

Im Gegensatz zum SV Frauenbiburg und dem FV Löchgau bleibt der kleine Hauch an Hoffnung auf das Erreichen des Saisonziels beim TSV Jahn Calden am Leben. Mit einem 4:2-Sieg über den TSV Schwaben Augsburg verkürzten die Nordhessinnen ihren Rückstand auf die Nichtabstiegsränge auf sechs Zähler, weisen aber zudem mit einem Torverhältnis von -20 gegenüber dem ETSV Würzburg (-7) und dem TSV Schwaben Augsburg (-4) die deutlich schlechtere Tordifferenz auf. Gegen Augsburg avancierte Sharon Braun zur Matchwinnerin für die Jahn-Truppe. Gleich drei Treffer steuerte Braun zum vierten Saisonsieg ihrer Farben bei. Zudem war Johanna Hildebrandt mit ihrem Treffer zum 3:0 unmittelbar vor Ablauf der ersten Spielhälfte erfolgreich. Dass sich die Gäste aus der Fuggerstadt trotz des hohen Rückstands nicht aufgaben, belegen die Treffer von Alexandra Knestel und Bianca Klages, die auf 3:1, bzw. 4:2 verkürzen konnten. Wenn sich der TSV Schwaben im Hinblick auf den Klassenerhalt nicht auf die Tordifferenz verlassen möchte, benötigt er aus seinen beiden Begegnungen gegen Nürnberg und Würzburg noch mindestens einen Zähler. Dagegen werden die Caldenerinnen am kommenden Spieltag in Würzburg voll auf Offensive setzen, um mit einem hohen Sieg bei einem direkten Konkurrenten die Chance auf ein Finale am letzten Spieltag zu erzwingen.

Auch dem ETSV Würzburg fehlt noch ein Zähler, um rechnerisch auf der ganz sicheren Seite zu sein und für ein weiteres Jahr in der Regionalliga planen zu können. Diesen letzten verbleibenden Punkt verpasste der Zweitliga-Absteiger beim FFC Wacker München, wo sich die Gäste aus Unterfranken mit 0:1 geschlagen geben mussten. Den spielentscheidenden Treffer erzielte Verena Pfeifer für die Heimmannschaft aus der bayerischen Landeshauptstadt, die sich bereits zuvor den Klassenerhalt gesichert hatte und in der Tabelle trotz des achten Saisonsiegs unverändert auf Rang 7 liegt. In Würzburg blickt man nun mit Spannung auf die Begegnung gegen den TSV Jahn Calden, an deren Ende man sich eine große Nichtabstiegsparty erhofft.

Ebenfalls mit einem 1:0-Heimsieg endete ein weiteres Duell zweier bayerischer Mannschaften, in dem der FC Ingolstadt 04 die Oberhand über den Aufsteiger SC Regensburg behielt. Den goldenen Treffer zum Erfolg der Spielerinnen aus der Audi-Stadt erzielte Ramona Maier bereits nach zwölf Spielminuten und verhalf den Schanzerinnen damit zu der Chance, im verbleibenden Saisonverlauf noch zwei Plätze in der Tabelle gutmachen zu können. Zu verschmerzen hatte die Mannschaft von FCI-Trainerin Simone Wagner allerdings die schwere Verletzung von Torhüterin Anna-Lena Daum, die nach 65 Minuten vom Feld musste.

 

 

 

 

This entry was posted in Aktuelles, News, Regionalliga Frauen News, Regionalliga Frauen Saison. Bookmark the permalink.