Frauen-Regionalliga: Sindelfingen II steigt ab, Torfestival in Augsburg

Nach dem 21. und damit vorletzten Spieltag steht in der Frauen-Regionalliga Süd der VfL Sindelfingen II als zweiter Absteiger neben dem 1. FFC Frankfurt III fest. Die Niederlage des VfL in Löchgau sowie der gleichzeitige Sieg der Frankfurter Eintracht gegen den 1. FFC besiegelten den Abstieg der Sindelfinger auch rechnerisch. Während sich Löchgau, Derendingen und Ingolstadt über den Klassenerhalt freuen dürfen, wird Eintracht Frankfurt die Saison als Zehnter abschließen und muss darauf hoffen, dass kein Verein aus der 2. Frauen-Bundesliga in die Regionalliga Süd absteigt. Unterdessen wurde die SG Eintracht Wetzlar im Anschluss an ihr vorerst letztes Heimspiel in der Regionalliga für die souverän errungene Meisterschaft geehrt.

Wetzlar kleinEines Meisters würdig begann die Wetzlarer Eintracht ihr Heimspiel gegen den Hegauer FV. Im Duell der beiden bis dahin besten Mannschaften der Rückrunde konnte Rebecca Konhäuser bereits den ersten Angriff der Gastgeberinnen zum Führungstreffer verwerten. Die gleiche Spielerin erhöhte Mitte der zweiten Spielhälfte auf 2:0 und sorgte damit für eine Vorentscheidung, da der Hegauer Anschlusstreffer durch Meike Messmer in der Nachspielzeit zu spät fiel, als dass er dem Spiel noch eine Wende hätte verleihen können. Nach ihrem 18 Saisonsieg wurde die Mannschaft um Trainer Volker Münn von Spielleiterin Silke Sinning für ihre überragende Saison augezeichnet. Freudestrahlend nahm Spielführerin Julia Schlothauer den Meisterwimpel in Empfang, ehe der Wetzlarer Jubel in die nächste Runde ging.Ja zum Meister

Weiterhin auf Rang 2 liegt der TSV Schwaben Augsburg, obwohl dieser sich nach einer wahren Torflut dem TSV Jahn Calden geschlagen geben musste. Zwar erzielten die Augsburgerinnen in der Begegnung ganze fünf Treffer (durch Melanie Seidler (2), Mona Budnick, Mara Schanz und Ursula Neidlinger), da jedoch die Caldener sogar sieben Mal über einen Torerfolg jubeln durften, stand am Ende die sechste Saisonniederlage für die Augsburgerinnen zu Buche. Für die Gäste aus Nordhessen, die am 1. FC Nürnberg wieder auf Rang 5 vorbeiziehen konnten, waren beim 7:5-Auswärtssieg Sharon Braun mit einem Hattrick, Arlene Rühmer mit einem Doppelpack sowie Fabienne Schlieper und Sophie Waldherr erfolgreich.

Nach Punkten konnte der FFC Wacker München mit dem TSV Schwaben Augsburg gleichziehen, jedoch verpasste es das Team aus der bayerischen Landeshauptstadt durch ein 1:1 beim FC Ingolstadt 04, wieder auf Rang 2 vorzurücken. Anna Spitthoff erzielte für den FFC Wacker den Ausgleich zum 1:1-Endstand, nachdem Stefanie Hamberger die Gastgeberinnen zuvor in Führung gebracht hatte. Dennoch herrschte nach Abpfiff ausgelassene Freude beim Aufsteiger aus Ingolstadt, das Remis sicherte der Elf von Trainerin Simone Wagner den letzten fehlenden Punkt, um den Klassenerhalt endgültig in der Tasche zu haben.

Über den Klassenerhalt dürfen auch die beiden württembergischen Mannschaften des TV Derendingen und des FV Löchgau jubeln. Die Derendinger beendeten ihren Negativlauf mit einem 3:2-Heimsieg über den 1. FC Nürnberg und weisen damit uneinholbare vier Punkte Vorsprung auf Rang 10 auf. Simone Leins und Meike Bessner brachten die Mannsachaft aus dem Tübinger Stadtteil zweimal in Führung, doch zweimal konnte der 1. FC Nürnberg das mit dem Ausgleich beantworten. Marina Büttel und Nicole Munzert waren für die Mittelfranken erfolgreich. Erste der zweite Treffer von Meike Bessner brachte die Entscheidung zu Gunsten der Derendinger, die damit Wiedergutmachung für die 1:10-Schlappe aus der Vorwoche gegen Augsburg betreiben konnten und sich angesichts des errungenen Ligaverbleibs nach Schlusspfiff erleichtert in den Armen lagen.

Freud und Leid bekamen die Zuschauer in Löchgau zu sehen, wo der gastgebende FV den VfL Sindelfingen II empfing. Katja Milbradt brachte ihre Löchgauerinnen früh auf die Siegerstraße, doch anschließend war lange Zittern angesagt. Erst der Treffer von Lisa Gayer zum 2:0 kurz vor Schluss sorgte für Erlösung beim Team von Trainer Christopher Breymann, das damit ebenfalls sicher für die nächste Regionalliga-Saison planen kann. Enttäuschung und Trauer herrschten dagegen beim VfL Sindelfingen II, der nach seiner 13. Saisonniederlage keine Chance mehr hat, am letzten Spieltag doch noch das rettende Ufer zu erreichen. Bei fünf Punkten Rückstand auf Rang 10 müssen die Sindelfingerinnen den bitteren Gang in die Oberliga Baden-Württemberg antreten.

Hoffnung besteht dagegen weiterhin bei der Frankfurter Eintracht, die im Stadtderby gegen den bereits als Absteiger feststehenden 1. FFC III mit 2:0 die Oberhand behielt. Nach einer torlosen ersten Spielhälfte sicherten Selina Dambier und Pia Fischer mit ihren Treffern der Eintracht Rang 10, den sie unabhängig von den Ergebnissen des letzten Spieltages nicht mehr verlassen wird. Somit gilt die Frankfurter Hoffnung einem erfolgreiche Abschneiden der süddeutschen Teams in der 2. Frauen-Bundesliga, wo unter anderem der VfL Sindelfingen, der ETSV Würzburg und 1899 Hoffenheim II noch um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Sollte eine dieser Mannschaften absteigen, hätte dies auch für Eintracht Frankfurt den Abstieg in die Hessenliga zur Folge.

 

 

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