Frauen-Regionalliga: Vorentscheidung im Titelrennen, 1. FFC Frankfurt III steht als Absteiger fest

Mit einem Sieg beim ärgsten Verfolger in Augsburg hat Eintracht Wetzlar am 18. Spieltag in der Frauen-Regionalliga Süd endültig Kurs in Richtung Meistertitel genommen. Bei neun Punkten Vorsprung und nur noch vier zu absolvierenden Begegnungen dürften die Hoffnungen der Konkurrenz, das Team von Trainer Volker Münn noch abfangen zu können, auf ein Minimum gesunken sein. Im Kampf um den Klassenerhalt fahren Nürnberg, Löchgau und Eintracht Frankfurt wichtige Siege ein. Dagegen steht mit dem 1. FFC Frankfurt III der erste Absteiger fest.

Das Spitzenspiel in Augsburg hielt, was es im Vorfeld versprochen hatte. Der gastgebende TSV Schwaben wollte mit einem Sieg über den Spitzenreiter aus Wetzlar das Rennen um Augsburg kleindie Meisterschaft wieder spannend machen und ging entsprechend motiviert zu Werke, was sich auch im frühen Führungstreffer durch Selina Schmidt niederschlug. Doch der Tabellenführer hielt dagegen und schaffte wenig später nicht nur den Ausgleich durch Kathrin Schermuly, sondern ging noch vor dem Pausenpfiff durch Johanna Straube selbst in Führung. Beide Teams begegneten sich auch in der zweiten Spielhälfte auf Augenhöhe, das Spiel nahm weiter an Intensität zu. Trotzdem sollte kein weiterer Treffer mehr fallen, was beim TSV Schwaben Augsburg nach Schlusspfiff entsprechend für Enttäuschung, bei der Wetzlarer Eintracht für ausgelassenen Jubel über einen Big-Point im Titelkampf sorgte.

Von der Augsburger Niederlage profitierte der FFC Wacker München, der sich beim VfL Sindelfingen II mit 2:0 durchsetzen und dadurch bis auf einen Punkt an den TSV Schwaben Augsburg heranrücken konnte. Bernadette Angstwurm brachte die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt Mitte der ersten Spielhälfte in Führung. Im weiteren Spielverlauf bestätigte die Münchener Abwehr einmal mehr, wie schwer diese zu knacken ist und ließ keinen Gegentreffer zu. Ein verwandelter Strafstoß durch Caroline Rieger brachte in der Schlussminute letztendlich die endgültige Entscheidung. Durch die Niederlage und die gleichzeitigen Erfolge der Konkurrenz im Abstiegskampf weist der VfL Sindelfingen II nun bereits sechs Zähler Rückstand auf das rettende Ufer auf, kann jedoch im Nachholspiel beim TSV Jahn Calden (1.5.) noch einmal verkürzen.

Die Caldener hatten am 18. Spieltag jedoch gegen eine andere Mannschaft, die sich mitten Calden klein2im Kampf um den Klassenerhalt befindet, das Nachsehen. Im hessischen Duell gegen Eintracht Frankfurt setzte es eine 0:1-Heimniederlage für die Jahn-Truppe, die lediglich eines ihrer sechs Spiele nach der Winterpause gewinnen konnte und in der Tabelle mittlerweile auf Rang 5 zurückfiel. Matchwinnerin für die Frankfurterinnen war Gina Buglisi, die in der 15. Spielminute den Treffer des Tages erzielte. Zwar verbleibt die Eintracht trotz ihres sechsten Saisonsieges auf einem potenziellen Abstiegsrang, doch konnte sie nach Punkten mit dem FC Ingolstadt 04 gleichziehen (jeweils 20 Zähler), der sich momentan auf Rang 9 und damit über dem bedrohlichen Strich befindet.

Durch ein torloses Unentschieden beim Hegauer FV behaupteten die Ingolstädter zwar einen Nichtsabstiegsrang, mussten gleichzeitig jedoch den FV Löchgau an sich vorbeiziehen lassen, der im württembergischen Duell beim TV Derendingen mit 2:1 die Oberhand behielt. Tammy Streicher und Alisa Meinzer steuerten die Treffer zum Sieg des FVL bei. Der Derendinger Anschlusstreffer durch Nina Weiß in der Nachspielzeit fiel zu spät, um dem Spiel noch eine Wende geben zu können. Dadurch geraten auch die Derendinger wieder in Bedrängnis, der Vorsprung des Aufsteigers auf die Gefahrenzone beträgt nur noch vier Punkte.

Punktgleich mit dem TV Derendingen liegen die Damen des 1. FC Nürnberg auf Rang 7. Beim Tabellenletzten 1. FFC Frankfurt III setzte sich die Mannschaft aus Mittelfranken mit einem knappen 1:0-Sieg durch. Marina Büttel erzielte den Treffer des Tages, der dem Club wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg sicherte. Gleichzeitig besiegelte er auch den Abstieg der Frankfurterinnen, die nach nur einem Jahr Ligazugehörigkeit nun auch rechnerisch als Absteiger feststehen. Mit lediglich sieben Zählern auf der Habenseite ist der Rückstand von 13 Punkten auf den FC Ingolstadt 04 nicht mehr aufzuholen. Dennoch könnte das Team von Trainerin Ingrid Zimmermann noch das Zünglein an der Waage im Abstiegskampf spielen, da das Restprogramm noch drei Duelle gegen Teams vorsieht, die sich noch nicht auf der sicheren Seite befinden.

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