Frauen-RL, 13. Spieltag: SC Freiburg setzt sich ab

Nachdem sich der SC Freiburg II bereits in der Vorwoche einen Vorsprung an der Tabellenspitze verschaffen konnte, bauten die Breisgauerinnen diesen am 13. Spieltag in der Frauen-Regionalliga Süd aus und weisen nun ein Polster von sechs Zählern auf die Verfolger auf. Neuer Tabellenzweiter ist der SV Frauenbiburg, der sich beim FV Löchgau durchsetzte und damit dank der besseren Tordifferenz auch am Spielgegner vorbeiziehen konnte. Im Tabellenkeller schöpft der TSV Jahn Calden nach dem Rückschlag in der Vorwoche wieder neue Hoffnung.

Beim Auswärtsspiel in München brauchte der Spitzenreiter aus Freiburg zwar relativ lange, ehe er ins Rollen kam. Doch dafür fiel dieses Rollen dann umso intensiver aus. Dem gastgebenden FFC Wacker gelang es zunächst, sich der Angriffe des SC Freiburg zu erwehren. Und als Mia Mayer ihre Münchnerinnen kurz vor dem Seitenwechsel sogar mit 1:0 in Führung bringen konnte, roch es kurz nach einem Überraschungssieg des Tabellenachten. Doch der Spitzenreiter aus dem Breisgau besann sich auf seine Stärken und glänzte zu Beginn  des zweiten Durchgangs mit gnadenloser Effektivität. Innerhalb von 20 Minuten erzielten Sofia Borges, Ecem Cumert (2) und Vanessa Ziegler gleich vier Treffer für die Freiburgerinnen und entschieden damit die Begegnung vorzeitig. Da anschließend keine weiteren Treffer mehr fielen, bedeutete das 1:4 zugleich auch den Endstand und den neunten Saisonsieg für die Elf von SC-Trainerin Myriam Krüger, die damit weiterhin ungeschlagen an der Tabellenspitze thront.

Zum Duell der direkten Verfolger des SC Freiburg kam es in Löchgau. Der gastgebende FVL, der am letzten Spieltag vor der Winterpause nur um Sekunden die Herbstmeisterschaft verpasst hatte, hatte zum Auftakt des Restprogramms beim 2:2 in Nürnberg bereits Punkte liegen lassen und wollte nun Wiedergutmachung betreiben. Doch die Löchgauerinnen sahen sich einem hochmotivierten Gast aus Frauenbiburg gegenüber, der seinerseits den Anschluss an die Tabellenspitze halten wollte. Dies untermauerte die SVF-Mannschaft mit einem Doppelschlag nach einer guten halben Stunde, Anja Riebesecker und Franziska Höllrigl brachten die Gäste innerhalb von vier Minuten mit 2:0 in Front. Damit war auch bereits eine Vorentscheidung gefallen, denn die stabile Abwehr des SV Frauenbiburg, die im bisherigen Saisonverlauf erst sieben Gegentreffer hinnehmen musste, hielt den Bemühungen des FV Löchgau Stand. Spätestens als Höllrigl in der 79. Spielminute ihren zweiten Treffer erzielte, gaben die Gastgeberinnen die Hoffnung auf einen Heimsieg auf. In der Tabelle liegen nun beide Mannschaften nach Punkten gleichauf und schielen auf einen Ausrutscher des SC Freiburg II.

Zwar liegt der 1. FC Nürnberg hinter dem FV Löchgau unverändert auf Rang 4, doch verpassten die Club-Frauen ihrerseits den Sprung ins direkte Verfolgerfeld. Im oberbayerisch-fränkischen Derby beim FC Ingolstadt 04 musste sich die Mannschaft von Coach Alexander Zeltner mit 0:1 geschlagen geben. Kurios dabei war, dass der spielentscheidende Treffer bereits in der ersten Spielminute fiel. Katharina Schmittmann avancierte mit ihrem goldenen Treffer zur Matchwinnerin für den FCI, der durch den denkbar knappen Erfolg in der Tabelle gleich drei bayerische Vereine überflügeln und in die obere Tabellenhälfte vorstoßen konnte. Dennoch beträgt der Vorsprung des FC Ingolstadt 04 auf den ersten potenziellen Abstiegsrang lediglich sechs Punkte, sodass sich die Wagner-Elf weiter strecken muss.

Genau diesen Rang 10, der am Saisonende in Abhängigkeit von der Anzahl der Absteiger aus der 2. Frauen-Bundesliga Süd den Abstieg aus der Frauen-Regionalliga bedeuten könnte, belegt unverändert der FSV Hessen Wetzlar II. Im Kellerduell zweier hessischer Vertreter hatte die Zweitliga-Reserve aus Wetzlar beim TSV Jahn Calden nichts zu bestellen und musste sich deutlich mit 4:0 geschlagen geben. Arlene Ruehmer, Sharon Braun, Sophie Waldherr und Johanna Hildebrandt steuerten je einen Treffer zum deutlichen Jahn-Heimsieg bei und hielten somit die beinahe schon letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben, nachdem die Nordhessinen nach einer Niederlage in der Vorwoche beim Hegauer FV zwischenzeitlich die rote Laterne übernommen hatten, diese jedoch durch ihren zweiten Saisonsieg nun umgehend in den Hegau zurückreichen konnten. Zudem verringerte der TSV Jahn Calden seinen Rückstand auf den FSV Hessen Wetzlar II auf zwei Zähler.

Beflügelt von seinem ersten Saisonsieg aus der Vorwoche reiste der Hegauer FV zum ETSV Würzburg und war fest gewillt, das Feld in der Frauen-Regionalliga Süd weiter von hinten aufzurollen. Diese Hoffnung darauf gewann weiter an Nahrung, als Jana Kaiser nach einer guten Viertelstunde zur Gästeführung einnetzen konnte. Doch der ETSV Würzburg, der in der Vorsaison selbst noch Zweitligist war und nun in der Regionalliga auch noch Zähler für den Klassenerhalt benötigt, stemmte sich im zweiten Durchgang gegen die drohende Heimniederlage und belohnte sich in Person von Maria Ansmann, die einen Strafstoß zum Ausgleich verwandeln konnte. Das 1:1 war zugleich auch der Endstand, die Bemühungen beider Mannschaften in der Schlussphase des Spiels waren nicht mehr von Erfolg gekrönt.

Ebenfalls mit einer Punkteteilung gingen der TSV Schwaben Augsburg und der SC Regensburg auseinander. Dabei gestaltete sich das schwäbisch-oberpfälzische Aufeinandertreffen als sehr abwechslungsreich. Früh brachte Susanne Waitz die Gäste aus Regensburg in Führung, doch Ursula Neidlinger per Strafstoß mit dem Ausgleich für den TSV Schwaben antworten, sodass mit einem 1:1-Zwischenstand die Seiten gewechselt wurden. Es dauerte bis in die Schlussphase hinein, ehe weitere Treffer fallen sollten. Routinier Mona Budnick sorgte für die erste Führung der Gastgeberinnen aus Augsburg, doch auch diese sollte nicht bis zum Spielende Bestand haben. Denn in der letzten Spielminute konnte der SCR doch nochmals zuschlagen, Sarah Edlbauer sorgte mit ihrem 2:2-Ausgleichstreffer für Jubel auf Seiten der Regensburgerinnen, die es durch den Last-Minute-Treffer auch verhindern konnten, dass der TSV Schwaben in der Tabelle vorbeizieht.

 

 

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