Frauen-RL: Aufsteiger überraschen weiterhin

Nach dem zweiten Spieltag in der Frauen-Regionalliga Süd stehen drei Teams an der Spitze, die jeweils die Maximalausbeute von sechs Zählern einfahren konnten. Neben dem FV Löchgau, der bereits in der Vorsaison lange um die Meisterschaft mitspielte, sind dies mit Eintracht Frankfurt und dem SV Alberweiler zwei Aufsteiger, die bereits zu Saisonbeginn zeigen, dass sie auch in der Regionalliga ein Wörtchen mitreden können. Dagegen warten noch vier Teams auf ihren Punktgewinn in der neuen Spielzeit, darunter mit dem TSV Crailsheim auch ein Zweitliga-Absteiger.

Die rund 200 Zuschauer/innen, die zum württembergischen Duell zwischen dem TSV Crailsheim und dem FV Löchgau erschienen waren, sahen im Crailsheimer Schönebürgstadion einen Auftakt nach Maß für die Gastgeberinnen. Simone Klenk brachte ihren TSV bereits in der 4. Spielminute in Führung. Doch der FV Löchgau schüttelte sich den frühen Rückschlag schnell aus den Trikots und konnte in Person von Katja Milbradt eine Viertelstunde später ausgleichen. Trotz intensiver Bemühungen auf beiden Seiten stellte das 1:1 dann auch den Pausenstand dar, worüber sich insbesondere der FV Löchgau angesichts eines von den Gastgeberinnen verschossenen Strafstoßes freute. Ganz bitter wurde es für den TSV Crailsheim dann kurz nach dem Seitenwechsel, als ein unglückliches Eigentor dem Gast aus Löchgau die Führung einbrachte. Und die Löchgauer Abwehr sowie Torhüterin Elisa Mandarello hielten den Crailsheimer Angriffen im weiteren Spielverlauf Stand, sodass mit dem Schlusspfiff nicht nur ein knapper 2:1-Auswärtssieg, sondern zugleich auch die Tabellenführung für die Elf von FVL-Trainerin Stefanie Schuster zu Buche stand, wohingegen der TSV Crailsheim nach der Auftaktpleite in Frankfurt den nächsten Rückschlag kassierte.

Die Frankfurter Eintracht ließ ihrem Dreier gegen Crailsheim am ersten Spieltag nun den nächsten Sieg gegen einen letztjährigen Zweitligisten folgen. Beim SV 67 Weinberg, der am ersten Spieltag noch souverän in Regensburg die Oberhand behalten hatte, setzte sich sie die von Christian Yarussi gecoachte Eintracht mit 2:0 durch und sorgte für das nächste Ausrufezeichen. Die Japanerin Kanako Fuse sorgte nach 25 Spielminuten für die Gästeführung, die auch mit Ablauf des ersten Durchgangs Bestand hatte. Nach dem Seitenwechsel stellte die kurz zuvor eingewechselte Helen Weber in einer umkämpften Partie mit insgesamt sechs gelben Karten bereits in der 66. Spielminute den 0:2-Endstand her. Nach dem Abpfiff war der Jubel beim hessischen Aufsteiger angesichts eines optimalen Saisonstarts entsprechend groß.

Mit dem SV Alberweiler weist ein weiterer Aufsteiger nach zwei Spieltagen eine makellose Bilanz auf. Beim TSV Schwaben Augsburg setzte sich die Mannschaft von Trainer Peter Kalmbach verdient mit 2:1 durch. Dabei hatte es zunächst danach ausgesehen, als ob die Augsburgerinnen Wiedergutmachung für ihre

Augsburg – Alberweiler (Foto: Peter Herle)

2:6-Auftaktklatsche in Frauenbiburg betreiben könnten, denn Routinier Mona Budnick verwertete einen Freistoß von Nicole Demel nach einer halben Stunde per Kopf zur Führung der Gastgeberinnen. Doch der SVA schlug zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt zurück. Unmittelbar vor Ablauf der ersten 45 Minuten glich Larissa Mohr zum 1:1 für die Gäste aus. Anschließend bewies SVA-Trainer Kalmbach ein glückliches Händchen, denn zum zweiten Durchgang brachte er Janina Friese ins Spiel, der mit einem Jokertor in der 76. Minute dann der siegbringende Treffer für den SV Alberweiler gelingen sollte, der somit auch nach drei Pflichtspielen (inklusive DFB-Pokal) eine weiße Weste aufweist.

Hinter dem Spitzentrio folgt ein weiteres Trio aus Bayern, das nach zwei Spieltagen noch ungeschlagen ist. Dazu gehören mit dem FC Ingolstadt 04 und dem FFC Wacker München zwei Teams, die sich am zweiten Spieltag im direkten Aufeinandertreffen mit einem torlosen Remis voneinander trennten. Nachdem beide Mannschaften zum Saisonauftakt bereits drei Zähler eingefahren hatten (Ingolstadt siegte 4:1 in Fürth, München siegte 2:0 gegen Nürnberg), dürfte in beiden Lagern Zufriedenheit angesichts eines ordentlichen Starts in die neue Spielzeit herrschen. Gleiches gilt für den SV Frauenbiburg, auch wenn dieser ein hartes Stück Arbeit in Nürnberg zu verrichten hatte, wo die Gästeelf lange einem Rückstand hinterherlaufen musste. Antonia Heider hatte im ersten Durchgang den Club mit 1:0 in Führung gebracht, ehe Nadine Nischler in der 56. Spielminute sogar auf 2:0 für die Gastgeberinnen stellen konnte. Doch die Gäste aus Niederbayern bewiesen Moral und steckten nicht auf. Nach dem Anschlusstreffer durch Anita Wimmer in der 65. Spielminute blieb noch genug Zeit, um etwas Zählbares aus Mittelfranken mitzunehmen. Doch es dauerte bis in die Schlussphase hinein, ehe der Mittrop-Elf der Ausgleich gelang. In der 83. Spielminute schlug erneut Wimmer zu und sorgte für den 2:2-Endstand in einer spannenden Regionalliga-Begegnung.

Einen Fehlstart verhinderten der SC Sand II sowie der ETSV Würzburg, denen am zweiten Spieltag jeweils der erste Saisonsieg gelang. Für den Zweitligaabsteiger aus Sand avancierte gegen den SC Regensburg dabei Madeleine Kurek wenige Zeigerumdrehungen vor Spielende zur Matchwinnerin. Als alles schon auf ein 0:0 hindeutete, gelang Kurek doch noch der erlösende Treffer für die Südbadnerinnen, die somit die 0:1-Auftaktpleite in Alberweiler ausmerzen konnten. Enttäuschung herrscht dagegen angesichts des Last-Minute-Nackenschlags in Regensburg, wo man sich trotz des schweren Auftaktprogramms gegen zwei letztjährige Zweitligisten sicher mehr erhofft hatte.

Erleichtert zeigt sich auch der ETSV Würzburg, der nach der Niederlage in Löchgau gegen die SpVgg Greuther Fürth schon leicht unter Druck stand. Doch Medina Desic und Theresa Damm sorgten mit ihren Treffern im ersten Durchgang schon für

Torjubel ETSV Würzburg (Foto: Paul Zottmann)

Sicherheit auf Seiten der Gastgeberinnen, ehe Jennifer Röding unmittelbar nach dem Seitenwechsel mit ihrem Treffer zum 3:0 schon für eine Vorentscheidung sorgte. Zwar keimte bei den Gästen nach dem Anschlusstreffer durch Lara Schmidt, die bereits am ersten Spieltag gegen Ingolstadt eingenetzt hatte, nochmals Hoffnung auf, doch in Person von Fatma Soytekin fand der ETSV in der Nachspielzeit die passende Antwort darauf und fuhr einen letztendlich souveränen 4:1-Heimsieg gegen den fränkischen Aufsteiger ein. Dagegen bezahlen die Fürtherinnen trotz großen kämpferischen Einsatzes weiter Lehrgeld und zieren nach einer ernueten 1:4-Niederlage nach zwei Spieltagen das Tabellenende.

 

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