Frauen-RL: Bayerisches Quartett führt Tabelle an

Da mit dem FC Forstern, dem Hegauer FV, dem TSV Jahn Calden und dem SV Alberweiler gleich vier süddeutsche Regionalligisten die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht hatten, wurden am Wochenende nur vier Begegnungen des vierten Spieltags in der Frauen-Regionalliga Süd absolviert. Dabei wahrten der 1. FC Nürnberg und der FC Ingolstadt 04  ihre weiße Weste und zogen mit jeweils deutlichen Siegen in der Tabelle am bisherigen Spitzenreiter FC Forstern vorbei, der seinerseits gleichzeitig sein DFB-Pokalspiel beim 1. FFC Niederkirchen (Regionalliga Südwest) siegreich gestaltete. Das Schlusslicht SC Regensburg ging indes auch in seiner vierten Partie ohne Punkte vom Feld.

FC Ingolstadt 04 – SC Sand II (Foto: FC Ingolstadt 04)

Gleich fünf Treffer schenkte der neue Tabellenführer aus Ingolstadt den Gästen vom SC Sand II ein. Dabei hatte es im ersten Durchgang noch nicht nach einem Torreigen ausgesehen, denn bis dahin war es lediglich FCI-Spielführerin Ramona Maier gelungen, die Sander Torhüterin zu überwinden. Doch unmittelbar nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeberinnen mit einem Doppelschlag nach. Binnen drei Minuten erhöhten Stefanie Reischmann und Ricarda Kießling auf 3:0 und brachten ihre Farben damit auf die Siegerstraße. Zwar konnte Katja Milbradt nach 67 Minuten den Anschlusstreffer für die Bundesliga-Reserve aus Südbaden markieren, doch erneut Kießling stellte in der 81. Spielminute den alten Abstand wieder her. Auch davon ließen sich die Gäste jedoch nicht entmutigen und antworteten prompt mit ihrem zweiten Treffer, für den Anne Rotzinger verantwortlich zeichnete. Der Schlusspuinkt war aber wieder den Gastgeberinnen aus der Audistadt vorbehalten, Anna-Maria Buckel sorgte in der Schlussminute für den 5:2-Endstand und zugleich auch dafür, dass der FCI nach vier Spieltagen mit 12 erzielten Treffern den erfolgreichsten Angriff der Liga stellt.

Dem gegenüber hat der 1. FC Nürnberg, der punktgleich mit dem Spitzenreiter auf Rang 2 steht, seine bisherigen Erfolge vor allem einer stabilen Defensive zu verdanken, an der sich nun auch der SC Freiburg II die Zähne ausbiss. Die Gäste aus Mittelfranken starteten druckvoll in die Partie und hatten schon früh den ersten Treffer auf dem Fuß. Doch es dauerte bis zur 19. Minute, ehe Nadine Nischler schließlich zur Führung für den FCN einnickte. Diese hatte auch im weiteren Spielverlauf Bestand, denn die routinierten Gäste ließen kaum Chancen der Gastgeberinnen zu. Ein von Anna Madl in der 53. Spielminute verwandelter Handelfmeter bedeutete so auch fast schon die Vorentschiedung zu Gunsten der Gäste aus Nürnberg, die somit erstmals in der neuen Spielzeit mehr als einen Treffer pro Begegnung erzielt hatten. Und die Gäste spielten weiter hoch konzentriert, die zuvor eingewechselte Lisa Tietz legte sogar noch einen weiteren Torerfolg für die Gäste nach und sorgte somit für den Endstand von 0:3, mit dem sich die Clubfrauen auf Rang 2 der Tabelle vorschieben konnten. Dagegen blickt der SC Freiburg II auf einen Heimspiel-Marathon zum Saisonauftakt zurück, der mit lediglich drei Zählern aus vier Partien sehr durchwachsen für die Elf von SC-Trainerin Myriam Krüger ausgefallen ist.

Hinter dem FC Forstern komplettiert der FFC Wacker München ein bayerisches Quartett an der Tabellenspitze. Im Heimspiel gegen den SV Frauenbiburg trumpfte insbesondere Julia Dietsch auf, die in Halbzeit 1 gleich dreimal für die Gastgeberinnen erfolgreich war. Zwar hielt Lena Lederer mit dem zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer die Hoffnungen der Gäste aus Niederbayern am Leben, doch nach dem Seitenwechsel waren es erneut die Kickerinnen aus der bayerischen Landeshauptstadt, die in Person von Verena Pfeifer zum 4:1 vorlegten. Im direkten Gegenzug bekamen wiederum die Gäste einen Strafstoß zugesprochen. Yvonne Dengscherz ließ sich diese Möglichkeit nicht entgehen und verkürzte nochmals für den SVF. Doch die weiteren Bemühungen des SV Frauenbiburg blieben erfolglos, sodass mit dem Schlusspfiff ein 4:2-Heimsieg des FFC Wacker München zu Buche stand.

Die einzige Begegnung, in der das siegreiche Team nicht aus dem Freistaat Bayern stammte, fand in Frankfurt statt, wo der Vorjahresmeister das aktuelle Schlusslicht aus Regensburg zu Gast hatte. Doch so deutlich die Favoritenrolle vor der Partie bei der Frankfurter Eintracht lag, so schwer machten die Gäste des SCR den Gastgeberinnen das Leben. Aus einer gesicherten Defensive heraus versuchten die mit einem Rumpfkader angereisten Regensburger, die Eintracht anlaufen zu lassen und ihrerseits mit Kontern Nadelstiche zu setzen. Und die Taktik ging zunächst auf, denn den Frankfurterinnen gelang es trotz optischer Feldvorteile kaum, zwingende Chancen zu kreieren. So dauerte es bis zur 31. Minute, ehe Nina Neumann das ersehnte 1:0 erzielte. Doch in der Halbzeitpause schöpfte das Schlusslicht angesichts des nur knappen Rückstands neue Hoffnung. Und die zweite Hälfte war noch keine drei Minuten alt, als Toni Tewes den Ausgleich für die Elf des Regensburger Trainergespanns Fersch/Schmidt markierte. Anschließend sah es lange so aus, als sollte das 1:1 auch bis zum Schlusspfiff Bestand haben, denn Torchancen waren weiterhin Mangelware. Doch in der Schlussphase gelang der Eintracht doch noch der Lucky-Punch. Kanako Fuse erzielte in der 84. Spielminute den 2:1-Siegtreffer für die Gastgeberinnen und sorgte damit für große Erleichterung auf Seiten der Hessen. Dem gegenüber konnte sich der SC Regensburg nicht für einen ordentlichen Auswärtsauftritt belohnen und wartet auch nach vier Spieltagen weiter auf seinen ersten Zähler.

 

 

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