Frauen-RL: Feier in Freiburg, Trauer in Calden

Jubel und Freude auf der einen, Enttäuschung und Trauer auf der anderen Seite. Während Spielleiterin Silke Sinning die Reserve des SC Freiburg nach ihrem letzten Heimspiel zum neuen Meister der Frauen-Regionalliga Süd kürte, verspielte der TSV Jahn Calden durch eine Niederlage in Würzburg auch seine allerletzte theroretische Chance auf den Klassenerhalt und muss neben dem Hegauer FV und dem FSV Hessen Wetzlar II den bitteren Gang in die Oberliga antreten.

Auch wenn auf Seiten des TSV Jahn Calden nur noch ein ganz leises Fünkchen Hoffnung auf den Ligaverbleib bestand, schmerzte die 0:2-Niederlage in Würzburg die Mannschaft um Trainer Wolfgang Berndt sehr. Dabei war den 140 Zuschauern schon nach einer guten halben Stunde klar, dass aus dem Kantersieg des TSV Jahn Calden, den die Nordhessen gegen den direkten Konkurrenten aus Würzburg benötigt hätten, wohl nichts werden würde. Marie-Christine Seeger und Magdalena Jakober hatten mit ihren Treffern den ETSV Würzburg auf die Siegerstraße gebracht und damit die Weichen der Gastgeberinnen auf Klassenerhalts-Party nach Abpfiff gestellt. Da im weiteren Spielverlauf keine weiteren Treffer mehr fallen sollten, war der Jubel bei den Unterfranken nach Abpfiff entsprechend groß, da man nun auch rechnerische Gewissheit hat, auch im nächsten Spieljahr in der Frauen-Regionalliga Süd vertreten zu sein. Bittere Enttäuschung dagegen bei den Gästen aus Calden angesichts des enttäuschenden Endes einer bitteren Saison. Spielte man in den vergangenen Spielzeiten oftmals um die vorderen Tabellenplätze mit, so war in der Saison 16/17 der Hessen von Beginn an der Wurm drin. Schon seit dem 4. Spieltag belegte der TSV Jahn einen der Abstiegsplätze und schaffte danach nicht mehr den Sprung über den erlösenden Strich, auch wenn man sich zuletzt nochmals tapfer gegen den drohenden Abstieg wehrte.

Dagegen tat die 0:1-Niederlage gegen den Tabellenzweiten SV Frauenbiburg der Freude der Freiburger Spielerinnen über den Meistertitel und dem damit verbundenen Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga nur bedingt Abbruch. Zwar musste die Elf von SC-Trainerin Myriam Krüger damit den SV Frauenbiburg in der Rückrundentabelle noch an sich vorbeiziehen lassen, doch da die Freiburgerinnen bereits in der Vorwoche den Meistertitel perfekt gemacht hatten, knallten nach Spielende trotz der zweiten Saisonniederlage die Sektkorken im Breisgau. Spielleiterin Silke Sinning nahm dann nach dem Schlusspfiff die Meisterehrung vor und gratulierte dem SC Freiburg, der als Vorjahresaufsteiger den direkten Durchmarsch von der Oberliga Baden-Württemberg in die 2. Frauen-Bundesliga

Meisterjubel beim SC Freiburg II

schaffte.

„Trotz der Niederlage im heutigen Spitzenspiel kann man von einer mehr als überzeugenden Saison des SC Freiburg II in der Frauen-Regionalliga Süd sprechen. Wer sich so souverän bereits am drittletzten Spieltag den Meistertitel sichert, der darf am Ende auch hochverdient feiern und hat sicher alle Chancen, auch in der nächsthöheren Spielklasse zu bestehen, auch wenn dies im kommenden Jahr in der 2. Frauen-Bundesliga angesichts der bevorstehenden Strukturreform eine äußerst hohe Herausforderung wird. Wir drücken der Mannschaft, der Trainerin und allen Verantwortlichen natürlich alle verfügbaren Daumen dafür, dass man der diesjährigen Regionalliga-Meisterschaft viele weitere Highlight folgen lassen kann. Für den Moment gönnen wir aber dem SC eine tolle Titelsause, die sich die Spielerinnen durch fantastische Leistungen redlich verdient haben“, so Sinning, ehe sie SC-Spielführerin Lisa Schüler den Meisterwimpel überreichte.

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