Frauen-RL: Frauenbiburg und Sand fahren erste Zähler ein

Während nach dem dritten Spieltag in der Frauen-Regionalliga Süd immer noch drei Teams punktlos am Tabellenende stehen, landeten der SV Frauenbiburg und der SC Sand II den Befreiungsschlag und konnten ihre ersten Zähler einfahren. An der Tabellenspitze sind sogar fünf Mannschaften noch ohne Niederlage, doch lediglich dem Aufsteiger FC Forstern gelang es, aus allen seiner drei Begegnungen als Sieger hervorzugehen.

Trennten den VfL Sindelfingen Ladies und den FC Forstern in der vergangenen Saison sogar noch zwei ganze Spieklassen, waren die Vorzeichen vor dem dritten Spieltag in der Regionalliga schon ganz anders: Der Zweitliga-Absteiger aus Sindelfingen tut sich noch schwer damit, in der Regionalliga Fuß zu fassen. Dem gegenüber fährt der Aufsteiger aus Bayern wettbewerbsübergreifend einen Erfolg nach dem anderen ein. So auch in Sindelfingen, wo der FC Forstern zwar seinen ersten Gegentreffer in der Regionalliga hinnehmen musste, dies jedoch der Freude über den dritten Sieg im dritten Spiel keinen Abbruch tat. Denn Pija Reininger hatte die Gäste in der 18. Minute in Führung geschossen, ehe Sandra Obermeier (36.‘) für den Aufsteiger noch vor dem Seitenwechsel die passende Antwort auf den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer durch Jana Spengler (27.‘) geben konnte. Nach dem Seitenwechsel sollten keine weiteren Treffer fallen, sodass der FC Forstern als einziges Team ohne Verlustpunkt nun von der Tabellenspitze grüßt und am kommenden Wochenende in der 2. Runde des DFB-Pokals zu einem spannenden Vergleich zum Südwest-Regionalligisten 1. FFC Niederkirchen reist. Dagegen geraten die Ladies aus Sindelfingen schon zu Saisonbeginn ein bisschen unter Druck und sind nach drei Niederlagen zum Auftakt vielleicht froh, dass das am nächsten Spieltag anstehende Duell beim Hegauer FV wegen der DFB-Pokal-Teilnahme des Gegners auf Ende September verlegt wurde. So hat die Elf von VfL-Coach Muhidin Avdusinovic nun Zeit, sich den misslungenen Saisonstart aus den Trikots zu schütteln.

Zu einem direkten Aufeinandertreffen zweier bis dahin ungeschlagener Mannschaften kam es in Crailsheim, wo der gastgebende TSV den Spitzenreiter FC Ingolstadt 04 zu Gast hatte. In einer umkämpften Begegnung, die vom beidseitigen Respekt für den Gegner geprägt war, sollten im ersten Durchgang noch keine Treffer fallen. Auch nach dem Seitenwechsel dauerte es eine knappe halbe Stunde, bis dass ein Team erstmals Grund zu jubeln hatte. Anna-Maria Buckel war es vorbehalten, die Gäste aus der Audi-Stadt in Führung zu bringen. Doch diese hatte nicht lange Bestand, denn die Gastgeberinnen schlugen gerade einmal sieben Zeigerumdrehungen später zurück. Luisa Scheidel war für den TSV Crailsheim nach einem Eckball zur Stelle und markierte den Ausgleich zum 1:1, was zugleich auch das gerechte Endresultat darstellte. Beide Mannschaften sind somit weiter ungeschlagen und konnten weiteres Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben gewinnen.

Gleiche Voraussetzungen, gleiches Endergebnis in Calden. Mit dem TSV Jahn Calden und dem 1. FC Nürnberg trafen dort ebenfalls zwei Teams aufeinander, die ihre ersten beiden Begegnungen jeweils siegreich hatten gestalten können. Und auch in dieser Partie waren es die Gäste, die in Führung gingen. Lisa Tietz war in der 26. Spielminute für den FCN erfolgreich und schaffte damit die Grundlage für ein erfolgreiches Auswärtsspiel, denn in ihren beiden Begegnungen zuvor hatte den Clubfrauen jeweils ein Treffer gereicht, um letztendlich auch den Platz als Sieger zu verlassen. Doch der Aufsteiger aus Nordhessen bewies im zweiten Durchgang Moral und stemmte sich gegen die drohende Niederlage. Und schon in der 63. Minute konnte sich die Jahn-Elf für ihren Aufwand belohnen, als Sharon Braun zum 1:1-Ausgleich einnetzen konnte. Anschließend standen die Abwehrreihen beider Mannschaften wieder stabil und ließen keinen weiteren Treffer des Gegners mehr zu, wodurch auch der TSV Jahn Calden und der 1. FC Nürnberg zu den Teams gehören, die noch keine Niederlage in der Spielzeit 2018/19 einstecken mussten. Während dem TSV Jahn am kommenden Wochenende mit der Partie im DFB-Pokal gegen Werder Bremen ein echtes Highlight bevorsteht, geht der Weg des 1. FC Nürnberg nach Freiburg, wo der vierte Spieltag in der Frauen-Regionalliga ohne Niederlage überstanden werden soll.

Den Anschluss an die Tabellenspitze wahrten auch der SV Alberweiler und der FFC Wacker München, die jeweils ihren zweiten Saisonsieg einfahren konnten. Dabei legte der SV Alberweiler beim SC Regensburg mit einem 5:0-Kantersieg sogar das bislang höchste Ergebnis in der neuen Regionalliga-Spielzeit hin. Mit einem Doppelschlag innerhalb von vier Minuten legten die Gäste aus Württemberg den Grundstein für den Sieg. Alberina Syla zeichnete dabei für beide Treffer verantwortlich (24.‘ und 27.‘). Das Schlusslicht aus Regensburg bot dem SVA zwar anschließend tapfer Paroli, doch in der Schlussphase wurde es letztendlich deutlich. Lena Bucher mit zwei Treffern sowie Nina Seitz schraubten das Ergebnis in die Höhe und belegten eindrucksvoll, dass sich der SV Alberweiler von der Auftaktniederlage in Freiburg erholt hat. Dagegen sollte der SC Regensburg bald seine ersten Zähler einfahren, wenn die Mannschaft nicht erneut eine Zittersaison wie im vorherigen Spieljahr erleben möchte.

Der FFC Wacker München behielt beim SC Freiburg II die Oberhand und konnte dabei in beiden Spielhälften jeweils zweimal einnetzen. Den Führungstreffer der Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt konnte die Bundesliga-Reserve aus dem Breisgau zwar noch umgehend mit dem Ausgleich beantworten, doch der Treffer zum 2:4-Endstand durch Sanja Homann stellte in der 80. Spielminute nur noch Ergebniskosmetik dar. Für München waren Lisa Flötzner (2x), Verena Pfeifer und Sonja Kolb erfolgreich. Durch seine zweite Saisonniederlage fiel der Zweitliga-Absteiger aus Freiburg auf Rang 11 zurück.

Am SC Freiburg II vorbei zogen der SV Frauenbiburg und der SC Sand II, die am dritten Spieltag jeweils ihren ersten Saisonerfolg feiern konnten. Während der SC Sand II den südbadischen Mitkonkurrenten Hegauer FV mit einer Niederlage auf die Heimreise schickte, gelang dem SV Frauenbiburg wie schon

SV Frauenbiburg – Eintracht Frankfurt (Foto: SV Frauenbiburg)

im Vorjahr ein Heimsieg über Eintracht Frankfurt. In Niederbayern erzeugten die Gäste aus Frankfurt von Beginn an Druck und drängten auf den Führungstreffer. Jedoch ließ es der Vorjahresmeister im Angriff an der nötigen Konsequenz vermissen, was sich kurz vor Ende des ersten Durchgangs rächen sollte, als Julia Rauner den SV Frauenbiburg in Front schoss. Nach dem Seitenwechsel intensivierte die Eintracht ihre Angriffsbemühungen, was sich in der 54. Minute in Form des Ausgleichstreffers durch Lise Munk auszahlte. Doch nur kurze Zeit später wurde den Gasgeberinnen ein Strafstoß zugesprochen, den die unmittelbar zuvor eingewechselte Andrea Kurz zur erneuten Führung ihres SVF verwandelte, wodurch die Hessen wieder unter Zugzwang gerieten. Auf den erneuten Ausgleich drängend lockerte die Mannschaft aus der Mainmetropole ihre Abwehrreihen, was die kaltschnäuzigen Gastgeberinnen zu nutzen wussten. Anja Riebesecker markierte in der 78. Spielminute den Treffer zum 3:1, der die Entscheidung in der Begegnung und zugleich auch den Endstand brachte. Während beim SV Frauenbiburg nach dem Schlusspfiff Erleichterung angesichts der ersten Zähler vorherrschte, betrauert man bei der Frankfurter Eintracht trotz einer guten Leistung im Auswärtsspiel einen unglücklichen Saisonstart mit lediglich drei Punkten aus drei Begegnungen.

Das südbadische Duell zwischen dem SC Sand II und dem Hegauer FV stellte auch ein Kräftemessen zweier Teams dar, welche bislang noch nicht richtig in die Saison gefunden und je zwei Niederlagen zum Auftakt kassiert hatten. Dennoch nahm die Partie schon früh an Fahrt auf, als Lea Scharf bereits in der 3. Spielminute den ersten Saisontreffer für die Gäste aus dem Hegau erzielte. Davon unbeeindruckt fanden die Gastgeberinnen schnell zurück zu ihrem Spiel und drehten die Partie noch vor dem Pausenpfiff. Anne Rotzinger glich zunächst aus, ehe Madeleine Kurek den SC Sand mit der letzten Aktion des ersten Durchgangs in Führung brachte. Und die zweite Hälfte begann so wie die Erste geendet hatte. Jennifer Schlee erhöhte in der 49. Minute auf 3:1 und verpasste den Gästen damit den nächsten psychologischen Nackenschlag, von dem sie sich im weiteren Spielverlauf nicht mehr richtig erholen sollten. Statt durch den Anschlusstreffer nochmals Spannung aufkommen zu lassen, musste die Elf von Gästetrainer Gino Radice in der Schlussminute sogar noch das 4:1 einstecken. Erneut war Anne Rotzinger für die Gastgeberinnen erfolgreich. Während der SC Sand damit Aufwind für das anstehende Duell beim noch ungeschlagenen FC Ingolstadt 04 sammelte, wartet man beim Aufsteiger aus dem Hegau weiterhin auf die ersten Zähler und wird froh sein, dass man am kommenden Wochenende ohne Druck in das Pokalspiel gegen den Zweitligisten 1. FC Saarbrücken gehen kann.

 

 

 
 
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