Frauen-RL: Freiburg gewinnt Spitzenspiel in Frauenbiburg

Spitzenreiter SC Freiburg II behielt am 10. Spieltag in der Frauen-Regionalliga Süd beim bis dahin ebenfalls noch ungeschlagenen Tabellendritten SV Frauenbiburg die Oberhand und behauptete dadurch die Tabellenführung vor dem FV Löchgau, der sich gegen den FSV Hessen Wetzlar II durchsetzte. Der Hegauer FV heimst in Ingolstadt seinen zweiten Zähler ein, der FFC Wacker München macht durch Heimsieg über Regensburg einen großen Schritt aus der Abstiegszone heraus.

Es war nicht allzu verwunderlich, dass das Spitzenspiel zwischen dem SV Frauenbiburg und dem SC Freiburg II durch einen einzigen Treffer entschieden wurde. Trafen in Niederbayern doch nicht nur die beiden einzigen bislang ungeschlagenen Mannschaften aufeinander, sondern auch die mit Abstand stabilsten Abwehrreihen der Regionalliga Süd. Diese untermauerten auch im direkten Aufeinandertreffen ihre Qualität, sodass sich das Geschehen zunächst meist zwischen den Strafräumen abspielte. Nach einer guten halben Stunde Spielzeit schafften es jedoch die Gäste aus dem Breisgau, den Abwehrriegel des SVF zu knacken. Sylvia Arnold konnte für die Elf von Trainerin Myriam Krüger einnetzen. Dies war zugleich auch schon der spielentscheidende Treffer, denn im weiteren Spielverlauf hielt die Defensive beider Mannschaften den gegnerischen Angriffen wieder Stand, sodass mit dem Schlusspfiff die erste Saisonniederlage für die Gastgeberinnen zu Buche stand. Zufriedene Gesichter herrschten dagegen beim SC Freiburg vor, der im Kampf um die Meisterschaft einen wichtigen Auswärtsdreier bei einem direkten Konkurrenten einfahren konnte und am letzten Vorrundenspieltag den FV Löchgau zum nächsten Spitzenspiel empfängt.

Auch der FV Löchgau konnte weiteres Selbstvertrauen fürs Spitzenspiel sammeln. Die Überraschungsmannschaft von Trainerin Stefanie Schuster, die in der Vorsaison noch bis kurz vor Saisonende im Abstiegskampf steckte, fuhr gegen den Aufsteiger FSV Hessen Wetzlar II einen 2:0-Heimsieg ein. Matchwinnerin für den FVL war dabei Sanja Holetic, die sowohl nach einer Viertelstunde den Führungstreffer erzielte, als auch Mitte der zweiten Spielhälfte den Endstand herstellte. Mit nun 23 Zählern auf dem Konto bleiben die Württembergerinnen dem SC Freiburg II dicht auf den Fersen und könnten nächste Woche mit einem Auswärtssieg beim Spitzenreiter erstmals selbst die Spitze der Regionalliga erklimmen. Dagegen geraten die Gäste aus Hessen zunehmend unter Zugzwang, soll der Anschluss ans rettende Ufer nicht frühzeitig verloren gehen. Die Möglichkeit auf weitere Punkte bietet sich der Zweitliga-Reserve am kommenden Wochenende, wenn sie den direkten Tabellennachbarn aus Ingolstadt empfängt. Zudem haben die Wetzlarer vor der Winterpause auch noch ein Nachholspiel beim Schlusslicht Hegauer FV vor der Brust.

Zwei punktgleiche Mannschaften begegneten sich in Augsburg, wo der gastgebende TSV Schwaben den 1. FC Nürnberg zu einem schwäbisch-fränkischen Duell empfing. Nach einer torlosen ersten Spielhälfte ging es kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs Schlag auf Schlag. Die Gäste gingen durch Lisa Tietz in Führung, doch im direkten Gegenzug konnte Claudia Schwarz den Ausgleich für ihre Augsburgerinnen markieren. Somit sah es wieder nach einer Punkteteilung aus, ehe die unmittelbat zuvor eingewechselte Nadine Nischler in der 80. Spielminute erneut für den 1. FC Nürnberg erfolgreich war und den 2:1-Siegtreffer markierte. Die Club-Frauen feierten dadurch ihren fünften Saisonsieg, wohingegen der TSV Schwaben Augsburg mit einer nun ausgeglichenen Bilanz (jeweils vier Siege und Niederlagen sowie zwei Unentschieden) als Tabellensechster gerade noch in der oberen Tabellenhälfte rangiert.

Vor dem TSV Schwaben Augsburg liegt jetzt punktgleich der Zweitligaabsteiger ETSV Würzburg. Wie auch der FV Löchgau gegen Wetzlar hatten die Würzburgerinnen beim TSV Jahn Calden eine Doppeltorschützin in ihren Reihen. Nicole Kreusser sicherte dem ETSV mit ihren beiden Treffern den 2:0-Auswärtssieg beim TSV Jahn Calden und sorgte damit für eine Fortführung des wechselhaften Saisonverlaufs ihrer Mannschaft. Die Elf von Trainer Michael Rieger liegt nun wieder auf Rang 5, was zugleich auch die bislang beste Platzierung in der Spielzeit 2016/17 für die Unterfranken bedeutet. Als Vorletzter wartet der TSV Jahn Calden dem gegenüber weiter auf den herbeigesehnten Befreiungsschlag. Bei mittelweile fünf Zählern Rückstand aufs rettende Ufer steht fest, dass die Keskin-Elf auf einem Abstiegsrang überwintern wird. Zumindest soll am 11. Spieltag mit einem Erfolg beim SC Regensburg noch der direkte Anschluss an die Konkurrenz hergestellt werden.

Ebenfalls auf einem Abstiegsrang wird der Hegauer FV überwintern, der trotz eines beim FC Ingolstadt 04 eingefahrenen Zählers unverändert Träger der roten Laterne ist. Doch auch wenn die Radice-Mannschaft weiter auf ihren ersten Saisonsieg wartet, dürfte das Remis in Oberbayern bei den Südbadnerinnen als Punktgewinn eingestuft werden, den man sich aufgrund einer tollen Moral verdiente. Nach Ablauf der ersten 45 Minuten hatte noch keine der beiden Mannschaften einen Treffer für sich zu verzeichnen. Doch in der zweiten Spielhälfte stellten die Gastgeberinnen die Weichen scheinbar auf Sieg. Zunächst dezimierten sich die Gäste durch eine gelb/rote Karte selbst, ehe Alina Mailbeck einen Strafstoß zur FCI-Führung verwandeln und damit den Torbann brechen konnte. Doch der HFV steckte nicht auf und hielt die Begegnung trotz numerischer Unterzahl bis in die Schlussphase hinein offen. In dieser war es schließlich Luisa Radice vorbehalten, den Ausgleichstreffer zu erzielen und ihrer Mannschaft damit den zweiten Zähler auf der Habenseite zu sichern. Mit zwei Heimspielen gegen den FFC Wacker München und den FSV Hessen Wetzlar II vor der Brust hat der Hegauer FV vor der Winterpause trotz einer katastrophalen Hinrunde noch die Chance, den Anschluss ans untere Mittelfeld herzustellen.

Im unteren Tabellenmittelfeld rangiert nun eben jener FFC Wacker München, der am letzten Vorrundenspieltag zum Hegauer FV reist. Dank eines Heimerfolgs über den SC Regensburg konnten sich die Wacker-Spielerinnen vom ganz großen Druck ein wenig befreien und zugleich einen Rang in der Tabelle gut machen. Zur Matchwinnerin für die Gastgeberinnen aus der bayerischen Landeshauptstadt avancierte Annalisa Rützel, die bereits nach 17 Spielminuten den Treffer des Tages gegen den SC Regensburg markierte und damit das Punktekonto des FFC Wacker auf 12 aufstocken konnte. Damit zogen die Münchnerinnen auch nach Punkten mit dem Aufsteiger aus Regensburg gleich. Beide Mannschaften weisen aktuell fünf Zähler Vorsprung auf den FSV Hessen Wetzlar II auf, der dank der Nachholbegegnung im Hegau jedoch noch noch sechs Punkte vor der Winterpause einfahren könnte.

 

 

 

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