Frauen-RL: Gleich vier Teams mit Maximalausbeute nach zwei Spieltagen

Obwohl die Frankfurter Eintracht nach dem 7:0-Auftaktsieg in Neu-Isenburg auch ihr zweites Saisonspiel ohne Gegentreffer gewinnen konnte, rutschte sie in der Tabelle um einen Rang zurück. Der SC Freiburg II grüßt nun von ganz oben dank eines 9:0-Schützenfestes gegen die TSG Neu-Isenburg, die damit in der Regionalliga nun zwei herbe Rückschläge erleiden musste. Dagegen weist mit dem SC Würzburg ein anderer Aufsteiger nach zwei Begegnungen die Maximalausbeute an Zählern auf, gleiches trifft auf den FSV Hessen Wetzlar zu.

Tat sich die Bundesliga-Reserve des SC Freiburg zum Saisonauftakt beim 2:1 in Forstern noch schwer, ließ es die Elf aus dem Breisgau gegen den Aufsteiger aus Neu-Isenburg nun richtig krachen. Schon nach dem ersten Durchgang herrschten bei einem Zwischenstand von 3:0 klare Verhältnisse, nach dem Seitenwechsel drehte die Mannschaft von SC-Trainer Malte Herbers dann so richtig auf und legte sechs weitere Treffer zum 9:0-Kantersieg nach. Marie Philipzen war gleich dreifach für den Sport-Club erfolgreich, Jessica Reinhardt traf doppelt. Dazu steuerten Vanessa Ziegler, Noemi Gentile und Selina Fockers je einen weiteren Treffer bei. Das Tor zum 9:0-Endstand erzielte in der Schlussminute Ines Emilia Kbida und hievte den SC Freiburg damit an die Tabellenspitze.

Trotz eines 3:0-Sieges über den SC Sand II fiel die Frankfurter Eintracht dadurch auf Rang 2 zurück, was aber der Freude in der Mainmetropole über einen perfekten Saisonstart keinen Abbruch tut. Gegen den Vizemeister der Vorsaison markierte Ebru Uzungüney schon früh den Führungstreffer für die Eintracht, Routinier Annika Leber legte kurz vor Ende der ersten Spielhälfte nach. In der zweiten Halbzeit stand die Abwehr der Gastgeberinnen weiter stabil, das Tor zum 3:0 durch die zuvor eingewechselte Vanessa Klich bedeutete in der 83. Minute schließlich die endgültige Entscheidung. Mit der Bilanz von zwei Siegen und 10:0 Toren unterstreicht die Mannschaft von Eintracht-Coach Christian Yarussi eindrucksvoll ihre Ambitionen, wohingegen man beim SC Sand mit einem Zähler aus zwei Partien auf einen mäßigen Start in die neue Spielzeit zurückschaut.

Nach dem 4:1-Erfolg bei Mitaufsteiger VfB Obertürkheim am ersten Spieltag ging der SC Würzburg auch in seinem ersten Heimspiel mit dem gleichen Ergebnis als Sieger vom Feld. Von Beginn an war der Aufsteiger aus Unterfranken gegen den Hegauer FV überlegen, was sich auch in den Treffern von Merle Dierks, Medina Desic und Daniela Hofmann bezahlt machte. Zwar gelang den Gästen kurz nach Wiederanpfiff in Person von Luisa Radice der Anschlusstreffer, doch davon ließen sich die Würzburgerinnen nicht aus der Bahn bringen. Erneut Hofmann war in der 78. Minute zur Stelle und erzielte den Treffer zum 4:1-Endergebnis. Während in Würzburg die Aufstiegseuphorie anhält, kommen beim Hegauer FV schon nach zwei Spieltagen Erinnerungen an eine verheerende Hinrunde der Vorsaison auf.

Der Zweitligaabsteiger FSV Hessen Wetzlar komplettiert das Feld der Teams, die ihre ersten zwei Saisonspiele beide siegreich gestalten konnten. Dabei hatte der FSV Hessen gegen den SV Alberweiler in einer engen Partie aber ein hartes Stück Arbeit zu verrichten, am Ende sollte ein einziger Treffer den Ausschlag für den Sieg über die Gäste aus Württemberg geben. Diesen markierte Zoe Brückel in der 76. Spielminute und avancierte damit zur Matchwinnerin für das Team von Trainerin Julia Schlothauer. Neben Eintracht Frankfurt sind die Nordhessen damit die einzige Mannschaft, welche in der neuen Spielzeit noch keinen Gegentreffer hinnehmen musste. Der SV Alberweiler, der in den vergangenen Jahren stets im Spitzenfeld der Liga mitmischte, steht aktuell noch ohne zählbaren Erfolg da und hat mit dem Auswärtsspiel beim SV 67 Weinberg die nächste hohe Hürde vor der Brust.

Heiß umkämpft war die Begegnung zwischen dem FSV Hessen Wetzlar und dem SV Alberweiler. (Foto: Martin Schäfer, FSV Hessen Wetzlar)

Mit unterschiedlichen Voraussetzungen gingen der 1. FC Nürnberg und der FC Forstern in das direkte Duell der beiden bayerischen Clubs. Während man in Nürnberg beflügelt durch den 6:2-Auftaktsieg in Alberweiler auf den zweiten Sieg hoffte, setzte der FC Forstern alles daran, die Auftaktniederlage gegen Freiburg vergessen zu machen. Doch dieses Unterfangen begann denkbar unglücklich, denn ein Eigentor bescherte den Gastgeberinnen nach 13 Minuten die Führung, welche auch bis zum Habzeitpfiff Bestand haben sollte. Die Pausenansprache von Forstern-Trainer Thilo Herberholz zeigte jedoch Wirkung. Mit dem ersten Angriff im zweiten Durchgang erzielte Merve Kantar, ehe die gleiche Spielerin nach einer guten Stunde erneut erfolgreich war und nun ihre Farben in Führung schoss. Den sich dadurch bietenden Raum für Konter nutze schließlich Pija Reininger, die in der 81. Minute zum Endstand von 3:1 für den FC Forstern einnetzte.

Einen verpatzten Heimauftakt hatte auch der TSV Jahn Calden zu beklagen, der sich dem SV 67 Weinberg mit 0:3 geschlagen geben musste. Dank des 5:0-Sieges am ersten Spieltag beim Hegauer FV rangieren die Nordhessen dennoch weiterhin in der oberen Tabellenhälfte. Für den SV 67 Weinberg, der Wiedergutmachung für seine Niederlage gegen Wetzlar betreiben konnte, war in der ersten Spielhälfte in Calden Nina Heisel gleich doppelt erfolgreich und legte damit den Grundstein für den Auswärtssieg. Nach 70 Minuten bewies SV-Coach Jürgen Schmidt schließlich ein glückliches Händchen, als er Meike Kellermann einwechselte. Mit ihrer ersten Aktion traf die Jokerin zum 3:0 und machte damit endgültig den Deckel auf den ersten Sieg des letztjährigen Zweitligisten aus Mittelfranken.

Der TSV Jahn Calden hatt in seinem ersten Heimspiel der neuen Spielzeit gegen den SV 67 Weinberg das Nachsehen. (Foto: Heiko Ludwig, TSV Jahn Calden)

Grund zu Jubeln hatte schließlich auch der VfB Obertürkheim, der im württembergischen Derby beim TSV Crailsheim den ersten Sieg seiner noch jungen Regionalliga-Historie einfuhr. Dabei glänzte der Aufsteiger aus Stuttgart mit Toren zu psychologisch denkbar günstigen Zeitpunkten. Zunächst erzielte Lydia Schwaab bereits in der zweiten Spielminute die Führung, welche unmittelbar vor Ablauf der ersten 45 Minuten durch Katharina Strohm ausgebaut werden konnte. Von diesem Schreckmoment erholte sich der TSV Crailsheim auch im zweiten Durchgang nicht mehr, alle Offensivbemühungen der Gastgeberinnen sollten an diesem Tag erfolglos bleiben. Amelie Fischer krönte in der Nachspielzeit schließlich den Tag für ihren VfB Obertürkheim und legte zum Endstand von 0:3 nach.

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