Frauen-RL: Hoffenheim geehrt, Memmingens Abstieg besiegelt

Während die Spielerinnen von 1899 Hoffenheim am 20. Spieltag vor der Begegnung gegen Eintracht Frankfurt durch die Vorsitzende des badischen Frauen- und Mädchenausschusses, Daniela Quintana, offiziell für die errungene Meisterschaft in der Frauen-Regionalliga geehrt wurden (Bild auf der Startseite: Uwe Grün – Kraichgaufoto), spitzt sich der Kampf um den Klassenerhalt weiter zu. Durch Siege des FFC Wacker München und des 1. FC Nürnberg gerät nun auch der Hegauer FV wieder in Bedrängnis. Dagegen wird die Hoffnung des SV Gläserzell nach der Niederlage gegen Calden zusehend geringer.

TSG - Eintracht Frankfurt klein

Bild: Uwe Grün

Als ob es einer weiteren Bestätigung der Dominanz der Hoffenheimer bedurft hätte, ließen es die Spielerinnen von Trainer Siegfried Becker im Anschluss an die offizelle Meisterehrung nochmals richtig krachen. Mit einer 7:1-Packung schickten sie die Frankfurter Eintracht auf die Heimreise. Wie schon während der gesamten Saison zeichneten sich die Kraichgauerinnen durch Ausgeglichenheit aus: sechs verschiedene Spielerinnen steuerten Treffer zum Kantersieg bei, lediglich Fabienne Dongus gelang ein Doppelpack. Die Frankfurter fielen dagegen auf Rang 7 zurück und führen mit 29 Punkten die zweite Tabellenhälfte an.

Da sich die Verfolger FV Löchgau und Eintracht Wetzlar im direkten Duell beim 1:1 gegenseitig Punkte abnahmen, festigte der TSV Schwaben Augsburg durch einen 3:2-Heimsieg über den Hegauer FV Rang 2. Carolin Graf, Patricia Losert und Ursula Neidlinger brachten die Gastgeberinnen in Augsburg scheinbar beruhigend mit 3:0 in Führung. Jedoch stemmten sich die Gäste aus dem Hegau aufopferungsvoll gegen die drohende Niederlage und sorgten durch Treffer von Nadine Grützmacher und Luisa Radice wieder für Spannung. Beim 3:2 blieb es dann jedoch bis zum Schlusspfiff, wodurch sich die Hegauerinnen (22 Punkte) nun endgültig mitten im Abstiegskampf befinden. Mit dem VfL Sindelfingen II sowie dem souveränen Meister aus Hoffenheim steht der Mannschaft aus Südbaden ein schwieriges Restprogramm bevor.

Die Konkurrenten um den Klassenerhalt punkteten mit Ausnahme des SV Gläserzell dreifach. Einen hauchdünnen 1:0-Sieg in Memmingen feierte der FFC Wacker München. Sara Schaible erzielte das Tor des Tages und sorgte damit nicht nur dafür, dass ihr FFC Wacker mit nun 20 Punkten weiter einen Punkt Vorsprung auf einen potenziellen Abstiegsplatz aufweist, sondern auch für den endgültigen Abstieg der Gastgeberinnen. Der FC Memmingen kann nun auch rechnerisch keine Abschlussplatzierung mehr erreichen, die eine weitere Spielzeit in der Frauen-Regionalliga ermöglichen könnte.

Der 1. FC Nürnberg landete ebenfalls einen Auswärtssieg. Auch durch ein Eigentor zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich ließen sich die Spielerinnen von Trainer Kenan Koc nicht aus der Bahn werfen. Nicole Munzert und Luisa Richert sorgten mit ihren Treffern für einen 2:1-Sieg beim VfL Sindelfingen II. Durch den Münchner Erfolg in Memmingen bedeutete der Sieg für die Mittelfranken jedoch keinen Sprung in der Tabelle. Sie befinden sich mit 19 Zählern weiter auf Rang 10, der am Ende nur dann zum Klassenerhalt verhilft, wenn keine süddeutsche Mannschaft aus der 2. Frauen-Bundesliga absteigt.

Die Horrorserie des SV Gläserzell fand auch am 20. Spieltag kein Ende. Nach der 1:3-Heimniederlage im hessischen Duell gegen den TSV Jahn Calden wartet der Aufsteiger seit mittlerweile 12 Begegnungen auf seinen vierten Saisonerfolg. Um die letzte Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, bedarf es für die Gläserzellerinnen am kommenden Spieltag zwingend einen Sieg in Frankfurt. Sollte zeitgleich der 1. FC Nürnberg nicht gegen Hoffenheim gewinnen, gäbe es am letzten Spieltag ein echtes Endspiel zwischen Gläserzell und dem 1. FC Nürnberg. Die Caldener Treffer in Gläserzell erzielten Lisa Waldherr, Arlene Ruehmer und Jil Ludwig.

 

 

 

 

 

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