Frauen-RL: Kantersieg des Spitzenreiters

Mit einem Kantersieg beim Kellerkind SC Regensburg festigte der FC Ingolstadt 04 am zum Auftakt der Rückserie seine Spitzenposition in der Frauen-Regionalliga Süd. Dennoch spürt er weiter den Atem des SC Sand II im Nacken, der das Verfolgerduell gegen den TSV Crailsheim für sich entscheiden konnte. Im Kampf um den Klassenerhalt gingen die Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel allesamt leer aus. Das Spiel TSV Jahn Calden – FFC Wacker München musste kurzfristig abgesetzt werden, da die Gemeinde Calden die Heimspielstätte des Jahn gesperrt hatte.

Das „Nachbarschaftsduell“ zwischen dem SC Regensburg und dem FC Ingolstadt 04 wurde schon früh zur einseitigen Angelegenheit. Der ungeschlagene Tabellenführer legte eine Machtdemonstration hin und lag schon zur Halbzeitpause mit 5:0 in Führung. Zwar ließen es die Oberbayern im zweiten Durchgang etwas ruhiger angehen, dennoch stand mit dem Schlusspfiff ein 7:0-Auswärtssieg zu Buche, der keinen Zweifel daran aufkommen ließ, dass der FCI auch zum Jahresabschluss hin hochkonzentriert und fokussiert bleibt. Gleich drei Treffer steuerte Ramona Maier zum Kantersieg bei und baute damit zugleich ihre Führung in der Torjägerliste aus (16 Saisontreffer). Bei 13 Saisontreffern liegt Anna-Maria Buckel, die sich in Regensburg innerhalb von vier Spielminuten zweimal für einen Torerfolg feiern lassen durfte. Ricarda Kießling und Stefanie Reischmann komplettierten mit je einem Treffer die Reihe der Torschützinnen des Spitzenreiters. Der SC Regensburg ging indes leer aus und hat vor der Winterpause mit dem SV Alberweiler einen weiteren Gegner schweren Kalibers vor der Brust.

Die Maximalausbeute von 33 Zählern fuhr die zweite Mannschaft des SC Sand aus ihren letzten elf Begegnungen ein und muss sich dennoch mit der Rolle des ersten Verfolgers des FC Ingolstadt 04 begnügen. Am 15. Spieltag nahm die die Elf des Trainer-Duos Fabienne Breisacher/Georg Forscht erfolgreich Revanche für die Hinspiel-Niederlage gegen den TSV Crailsheim und vergrößerte damit zugleich ihr Polster auf den Spielgegner. Zur Matchwinnerin für die Südbadnerinnen avancierte Madeleine Kurek, die kurz nach Beginn der zweiten Spielhälfte sowie nochmals in der Schlussphase einnetzen und somit den 2:0-Sieg ihrer Farben sicherstellen konnte. Für den TSV Crailsheim bedeutete das 0:2 die erst zweite Saisonniederlage, die jedoch zugleich ein Abrutschen auf Rang 5 zur Folge hatte. Am nächsten Spieltag steht den Württembergerinnen noch das Gastspiel beim Spitzenreiter bevor, ehe zum Abschluss des Jahren zu einem Nachhholspiel des 4. Spieltags der Tabellendritte SV Alberweiler nach Crailsheim reist.

Den dritten Tabellenplatz erklomm der SV Alberweiler indes durch einen 4:1-Auswärtssieg beim SV Frauenbiburg. Dabei begann die Partie denkbar ungünstig für die Gäste, die bereits mit dem ersten Frauenbiburger Angriff den Rückstand durch Andrea Kurz hinnehmen mussten, welcher wiederum auf Seiten der Gastgeberinnen aus Niederbayern Hoffnungen auf eine Überrschaung weckte. Doch die Mannschaft von Alberweiler-Trainerin Chantal Bachteler beweis anschließend, dass sie zu den Top-Teams der Liga gehört. Lena Bucher (16. Minute) und Nina Seitz (27.‘) drehten die Partie noch vor dem Seitenwechsel. Nach der Halbzeitpause legten Tamara Würstle und Ecem Cumert nach, sodass schon in der 75. Spielminute der spätere Endstand zu verzeichnen war. Mit 28 Zählern auf dem Konto aber auch noch zwei Nachholbegegnungen in der Hinterhand (in Crailsheim und Sindelfingen) liegt der SV Alberweiler in Lauerstellung hinter dem Spitzenduo. Der SV Frauenbiburg sehnt nach einem katastrophalen Verlauf der Hinserie mit lediglich 7 Punkten aus 15 Begegnungen die Winterpause herbei.

Der Sprung von Rang 6 auf Rang 4 gelang dem 1. FC Nürnberg durch einen 3:0-Erfolg beim Schlusslicht VfL Sindelfingen Ladies. Auch in Sindelfingen sollte schon in der ersten

VfL Sindelfingen Ladies – 1. FC Nürnberg (Foto: Jens Martin, Sports Consultants)

Spielminute der erste Treffer fallen, den Nastassja Lein für die Gäste aus Mittelfranken erzielte. Die gleiche Spielerin legte dann zu Beginn des zweiten Durchgangs für die Clubfrauen nach, womit bereits eine Vorentscheidung gefallen war. Die zur Halbzeitpause eingewechselte Lisa Tietz sorgte schließlich in der 87. Minute mit dem dritten Gästetreffer für die endgültige Entscheidung und den dritten Nürnberger Sieg aus den vergangenen vier Begegnungen. Die Ladies aus Sindelfingen behalten nach ihrer elften Niederlage die rote Laterne und hoffen darauf, diese am letzten Spieltag vor der Winterpause doch noch abgeben zu können, wozu es jedoch mindestens einen Zähler im Spiel beim FC Forstern bräuchte.

Eben diesem FC Forstern gelang es am 15. Spieltag im Aufsteigerduell gegen den Hegauer FV, eine lange Sieglosserie von sechs Begegnungen zu beenden. Zwar wurde die Begegnung auf dem Kunstrasenspielfeld in Sankt Wolfgang (knapp 20 km von Forstern entfernt) ausgetragen, dennoch stand der Mannschaft des FCF die Erleichterung über den „Heimsieg“ nach dem Schlusspfiff ins Gesicht geschrieben. Stefanie Kothieringer hatte schon in der 8. Minute für die Führung der Oberbayern gesorgt, doch Tabea Griß glich für die kampfstarken Gäste aus Südbaden eine halbe Stunde später aus. Den besseren Auftakt in den zweiten Durchgang erwischte dann aber wieder der FC Forstern, der durch Pija Reininger erneut vorlegte. Anschließend behauptete der FCF seinen knappen Vorsprung durch eine konzentrierte Abwehrarbeit erfolgreich, man ließ kaum noch Torchancen des Hegauer FV zu. Aber erst in der 86. Minute machten die Gastgeberinnen schließlich mit dem 3:1 den Deckel auf die Partie, wofür erneut Reininger mit ihrem zweiten Treffer des Tages verantwortlich zeichnete. Während also der FC Forstern seinen Negativtrend stoppen konnte, ist der Hegauer FV zum Abschluss des Jahres erneut in einen solchen geraten. Bei vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen dürfte das Hegauer Selbstvertrauen vor dem anstehenden Spiel gegen Seriensieger SC Sand II arg in Mitleidenschaft geraten sein, auch wenn der Rückstand auf das rettende Ufer mit sechs Zählern noch überschaubar ist.

Ein für die Zuschauer/innen äußerst attraktives Duell entwickelte sich zwischen Eintracht Frankfurt und dem SC Freiburg II. Beide Teams begegneten sich mit offenem Visier, was letztendlich zu einer torreichen Punkteteilung führte. Zweimal ging der noch amtierende Regionalliga-Meister aus Frankfurt in Führung. Lise Munk (6. Spielminute) und Annika Leber (54.‘) durften sich hierbei für je einen Treffer feiern lassen. Doch die Bundesliga-Reserve aus dem Breisgau schlug jeweils zurück und glich nicht nur durch Ivana Fuso (28.‘) und Vanessa Ziegler (64.‘) zweimal aus, sondern ging anschließend ihrerseits selbst in Führung. Erneut Fuso brachte ihren SC in der 81. Minute scheinbar auf die Siegerstraße. Doch auch diese Führung sollte nicht bis zum Schlusspfiff Bestand haben, denn die Eintracht legte ebenfalls Comeback-Qualitäten an den Tag. Und dies sogar gleich im direkten Gegenzug, den Nina Neumann mit dem Treffer zum 3:3-Endstand vollenden konnte. Während die Eintracht durch das Remis gleich zwei Mannschaften in der Tabelle passieren lassen musste, zog der SC Freiburg II durch den Punktgewinn am spielfreien TSV Jahn Calden vorbei.

 

 

 

 

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