Frauen-RL: Nürnberg überrennt den SC Würzburg

Der Tabellenführer der Frauen-Regionalliga Süd, SC Freiburg II, konnte sich am 8. Spieltag durch einen Heimsieg über Crailsheim wieder mit drei Zählern von der Konkurrenz absetzen, da der bis dahin punktgleiche Verfolger aus Würzburg in Nürnberg einen gebrauchten Tag erwischte und eine herbe Niederlage kassierte. Der 1. FC Nürnberg und Eintracht Frankfurt gewinnen die Verfolgerduelle und liegen in Lauerstellung, dagegen warten mit dem TSV Crailsheim und der TSG Neu-Isenburg weiter zwei Teams auf ihren ersten Saisonsieg.

Der Spitzenreiter aus Freiburg tat sich gegen den TSV Crailsheim eine Halbzeit lang schwer, mit einem torlosen Remis wurden die Seiten gewechselt. Doch unmittelbar nach Wiederanstoß brach bei der Bundesliga-Reserve aus Südbaden der Bann, insbesondere bei Sturmführerin Vanessa Ziegler. Ihr gelang innerhalb von neun Minuten ein lupenreiner Hattrick, womit die Begegnung in der 54. Minute beim Stand von 3:0 auch entschieden war. Im weiteren Spielverlauf ließen die Crailsheimerinnen keinen weiteren Gegentreffer zu, dennoch bedeutete das 0:3 die bereits siebte Niederlage im achten Saisonspiel. Neben Aufsteiger TSG Neu-Isenburg ist der TSV das einzige bislang sieglose Team und hofft trotz einer Verletzungsmisere auf den baldigen Befreiungsschlag. Dagegen zeigte sich der SC Freiburg II von seiner ersten Saisonniederlage gut erholt und führt das Feld nun wieder mit drei Zählern Vorsprung an.

Lange tat sich der Spitzenreiter aus Freiburg gegen das Kellerkind aus Crailsheim schwer, doch letztendlich feierten die Gastgeberinnen einen standesgemäßen 3:0-Heimsieg und setzten sich damit weiter von der Konkurrenz ab. (Foto: SC Freiburg)

Beim SC Würzburg lief in der Auswärtspartie beim 1. FC Nürnberg rein gar nichts zusammen. Mit 0:8 geriet der Aufsteiger unter die Räder und kassierte damit die zweite Niederlage in Folge, nachdem das Team von Trainerin Anna Fries seine ersten sechs Saisonspiele siegreich beendet hatte. Bereits nach 20 Minuten hatten die Gastgeberinnen eine beruhigende 3:0-Führung herausgeschossen und den Gästen, bei denen Torjägerin Medina Desic schmerzlich vermisst wurde, damit den Zahn gezogen. In Durchgang 2 schraubten die Club-Frauen das Ergebnis weiter in die Höhe, wobei sich insbesondere Nastassja Lein treffsicher zeigte. Gleich vier Treffer steuerte sie zum Kantersieg bei, Lisa Ebert und Rebecca Leinberger trafen jeweils doppelt. Zwar liegt der 1. FC Nürnberg nach seinem fünften Saisonsieg unverändert auf Rang 5, hat aber noch ein Nachholspiel in der Hinterhand und schielt bei sechs Zählern Rückstand auf den SC Freiburg II intensiv in Richtung Tabellenspitze.

Torreich verlief auch das zweite Verfolgerduell zwischen der Frankfurter Eintracht und dem SV 67 Weinberg. Zunächst schien es, als würden die Gastgeberinnen einen deutlichen Sieg einfahren können. Mit einem Doppelschlag innerhalb kürzester Zeit brachten Lisa Mundt und Rosalie Sirna ihre Eintracht in Führung. Zwar erzielte Ellen Riess nach einer halben Stunde den Anschlusstreffer für die Gäste aus Mittelfranken, doch nach dem Seitenwechsel trafen erneut Sirna (49.‘) sowie Alberina Syla (58.‘) wieder für die Eintracht, die damit zwischenzeitlich auf 4:1 gestellt hatte. Doch der letztjährige Zweitligist aus Weinberg bewies Moral. Nach dem vierten Treffer der Gastgeberinnen dauerte es gerade einmal sieben Minuten, da waren die Gäste wieder in direkter Schlagdistanz, denn Nina Heisel und Annika Kömm hatten mit ihren Treffern den Anschluss zum 4:3 hergestellt. In der Schlusspahse der hektischen Begegnung fiel kein weiterer Treffer, sodass die Eintracht nach Punkten mit dem SV 67 Weinberg nicht nur gleichziehen (jeweils 16 Zähler), sondern diesen aufgrund der besseren Tordifferenz sogar überflügeln konnte.

Mit vielen Emotionen wurde das Verfolgerduell zwischen Eintracht Frankfurt und dem SV 67 Weinberg geführt. Am Ende setzte sich die Eintracht knapp mit 4:3 durch. (Foto: Eintracht Frankfurt)

Nach einem Stotterstart in die neue Spielzeit kommt der SC Sand II langsam in Schwung, auch wenn der 6:1-Erfolg bei Schlusslicht TSG Neu-Isenburg für die Elf von Trainer Benjamin Ziegler unter die Kategorie Pflichtsieg fällt. Gleich fünf verschiedene Spielerinnen zeichneten beim SC Sand für die sechs Treffer verantwortlich. Neben Lea Wioland, die doppelt einnetzen konnte, trugen sich Madeleine Kurek, Anne Rotzinger, Mona Lohmann und Louisa Frank in die Torschützenliste ein und sorgten damit für den vierten Saisonsieg der Gäste aus Südbaden. Die TSG Neu-Isenburg konnte zwar in der Schlussphase in Person von Meike Weber noch den Ehrentreffer zum Endstand markieren, wartet aber weiterhin auf den ersten zählbaren Erfolg ihrer noch jungen Regionalliga-Historie. Die nächste Chance darauf bietet sich am anstehenden Spieltag im Aufsteigerduell beim VfB Obertürkheim, in dem die beiden Kellerkinder schon vor Anpfiff unter Druck stehen.

Im nordhessischen Aufeinandertreffen zwischen dem FSV Hessen Wetzlar und dem TSV Jahn Calden sorgten die Gastgeberinnen schnell für klare Verhältnisse. Ann-Kathrin Kundermann mit einem Dreierpack sowie Selina Heinzeroth hatten schon nach 37 Minuten alle Restzweifel daran, dass der FSV Hessen Wetzlar das Feld als Sieger verlassen würde, beseitigt. Im zweiten Durchgang ließ es der Zweitliga-Absteiger dann etwas ruhiger angehen, legte aber noch einen weiteren Treffer zum 5:0-Endstand nach. Erneut Selina Heinzeroth sorgte für Jubel bei ihren Farben. Während der FSV Hessen Wetzlar nun mit 13 Zählern noch in der oberen Tabellenhälfte rangiert, rutschte der TSV Jahn Calden durch seine fünfte Saisonpleite ab in die Abstiegszone und trifft in der kommenden Woche auf den direkten Tabellennachbarn SV Alberweiler.

Mit dem gleichen Endergebnis sowie der exakt gleichen Torfolge wie im Duell zwischen Frankfurt und Weinberg behielt der FC Forstern die Oberhand über den VfB Obertürkheim. Pija Reininger und Helena Altenweger für den FCF, sowie Teresa Böpple für Obertürkheim trafen zum 2:1-Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel trafen beide Team je zwei weitere Male. Zunächst erneut Reininger und Theresa Eder für den FC Forstern, in der Schlussphase verkürzte dann Vanessa Freier für ihren VfB mit einem Doppelpack. Doch diese beiden Treffer fielen zu spät, als dass sie dem Spiel noch eine Wende hätten verleihen können, mit dem Schlusspfiff stand ein 4:3-Erfolg des FC Forstern zu Buche, der sich mit seinem vierten Saisonsieg ein kleines Polster auf die Abstiegszone verschaffen konnte. Dagegen beklagt der VfB Obertürkheim seine fünfte Niederlage in Folge und hängt trotz zumeist äußerst knapper Ergebnisse tief im Tabellenkeller fest.

Den Sprung aus der Abstiegszone heraus schaffte indes der SV Alberweiler, der den Hegauer FV mit 2:0 bezwang und dadurch den TSV Jahn Calden in der Tabelle überholen konnte. Der Führungstreffer gelang dem SVA dabei zu einem psychologisch denkbar günstigen Zeitpunkt. Unmittelbar vor Ende des ersten Durchgangs ließ Solveig Schlitter die SVA-Anhänger jubeln und versetzte dem Hegauer FV damit einen empfindlichen Nackenschlag. Auch in der zweiten Spielhälfte sollte es eine Weile dauern, ehe die Zuschauer/innen wieder einen Treffer zu sehen bekamen. In der 79. Spielminute markierte Leonie Schick das 2:0 und sorgte damit für die Entscheidung zu Gunstern der Gastgeberinnen, wohingegen die Gäste aus Südbaden die Heimreise erneut mit leeren Händen antreten mussten. Das 0:2 bedeutete für den Hegauer FV bereits die fünfte Niederlage im siebten Spiel, der Rückstand auf den SV Alberweiler und das rettende Ufer beträgt damit schon sechs Punkte.

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