Frauen-RL: SC Freiburg II schüttelt Verfolger ab

Weiterhin souverän zieht der SC Freiburg II seine Kreise an der Tabellenspitze der Frauen-Regionalliga Süd. Mit einem 3:0-Erfolg bei Eintracht Frankfurt freuten sich die Breisgauer nicht nur über einen Sieg über einen Verfolger, sondern profitierten zudem von der Heimpleite des SC Würzburg gegen den FSV Hessen Wetzlar. Der VfB Obertürkheim feierte indes im Aufsteigerduell gegen die TSG Neu-Isenburg seinen zweiten Saisonsieg.

Im Spitzenspiel des 9. Spieltages traf die Frankfurter Eintracht auf den Spitzenreiter aus Freiburg. Die Hessinnen zeigten sich motiviert, den Rückstand auf den Ligaprimus zu verkürzen und hatten im ersten Durchgang nicht nur Feldvorteile, sondern auch Gelegenheiten auf den Führungstreffer. Die Gäste aus Südbaden überstanden dies jedoch schadlos und erzielten sogar ihrerseits in der 35. Minute den ersten Treffer der Begegnung. Pia Züfle netzte für den SC ein. Diese Führung verlieh der Elf von Trainer Malte Herbers weitere Sicherheit. So war es nach dem Seitenwechsel die Bundesliga-Reserve, die der Partie ihren Stempel aufdrückte, was sich schließlich auch in Toren bezahlt machte. Jessica Reinhardt erhöhte in der 67. Minute auf 0:2, ehe die Gäste wenig später einen Strafstoß zugesprochen bekamen, den Jenny Beyer nervenstark zum Endstand von 0:3 verwandelte. Nach seinem achten Saisonsieg weist der SC Freiburg II nun bereits fünf Zähler Vorsprung auf die Konkurrenz auf und scheint bestens gewappnet für das nächste Topspiel am kommenden Wochenende, wenn der neue Tabellenzweite SV 67 Weinberg in Freiburg gastiert.

Mit 3:0 behielt der SC Freiburg II die Oberhand bei Verfolger Eintracht Frankfurt und baute seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf fünf Zähler aus. (Foto: Bernd Höppler)

Zum ersten Verfolger des Spitzenreiters schwangen sich die Weinbergerinnen durch einen überzeugenden 5:1-Heimsieg über den SC Sand II auf. Der Zweitliga-Absteiger aus Mittelfranken erwischte einen guten Start in die Partie und führte nach einer halben Stunde durch Treffer von Annika Kömm und Nina Heisel bereits mit 2:0. Die letzten Zweifel daran, wer das Feld als Sieger verlassen würde, beseitigte der SVW dann kurz nach Beginn der zweiten Spielhälfte. Leonie Haberäcker (54. Minute) und erneut Nina Heisel (59.‘) erhöhten auf 4:0, Ellen Riess legte in der 70. Minute sogar noch einen weiteren Treffer nach. Damit war die Messe gelesen, auch wenn Anne Rotzinger in der Schlussminute zumindest noch der Ehrentreffer für die Gäste aus Sand gelang. Während der SV 67 Weinberg seinen sechsten Saisonsieg feiern und Wiedergutmachung für die Niederlage der Vorwoche betreiben konnte, musste der SC Sand II das Feld nach zuvor vier Siegen in Serie erstmals wieder ohne Zähler verlassen und fiel dadurch in der Tabelle auf Rang 9 zurück.

Auch der 1. FC Nürnberg schielt weiter nach ganz oben. Beim TSV Crailsheim landeten die Club-Frauen einen letztlich ungefährdeten Sieg und halten bei sechs Zählern Rückstand auf den SC Freiburg II und einem Nachholspiel in der Hinterhand weiterhin den Kontakt zur Spitze. Dabei waren es zunächst die Gastgeberinnen, die besser ins Spiel fanden, denn nach gerade einmal fünf Minuten erzielte Lisa Wich die Führung für ihren TSV. Davon zeigten sich die Nürnbergerinnen allerdings unbeeindruckt und drehten das Spiel noch in der ersten Spielhälfte. Eva Bahm und Nastassja Lein sorgten mit ihren Treffern für den Pausenstand von 1:2. Auch im zweiten Durchgang blieben die Gäste am Drücker und belohnten sich für ein gutes Auswärtsspiel selbst. Jessica May und Leonie Vogel legten jeweils einen Treffer für den FCN nach und stellten damit den Endstand von 1:4 her. Angesichts der achten Niederlage in Folge herrscht beim TSV Crailsheim Tristesse, zumal auch Maren Schmitt verletzt ausgewechselt werden musste. Mit nun bereits zwölf Zählern Rückstand auf das rettende Ufer wird die restliche Saison zunehmend zur Mammutaufgabe für den TSV Crailsheim.

Vollkommen außer Tritt scheint der SC Würzburg gekommen zu sein. Die 0:3-Heimniederlage gegen den FSV Hessen Wetzlar bedeutete bereits die dritte Pleite in Folge für das Team von Trainerin Anna Fries. Zwar weist der Aufsteiger durch seine Siegesserie zum Saisonstart mit 18 Zählern auf der Habenseite weiterhin eine beeindruckende Bilanz auf, musste jedoch mit Weinberg und Nürnberg in der Tabelle gleich zwei Mannschaften an sich vorbeiziehen lassen. Knackpunkt im Spiel gegen Wetzlar war die Phase unmittelbar vor und nach der Halbzeitpause. Zunächst das 0:1, welches unmittelbar vor Ablauf der ersten 45 Minuten fiel. Ann-Kathrin Kundermann war mit ihrem sechsten Saisontreffer für die Gäste erfolgreich. Und kaum waren die Mannschaften nach der Pause zurück auf dem Feld, fiel schon das 0:2 durch Zoe Brückel. Von diesem Nackenschlag erholten sich die Gastgeberinnen trotz aller Bemühungen nicht mehr, gegen die stärkste Abwehr der Liga gab es an diesem Tag kein Durchkommen. Stattdessen fiel in der Nachspielzeit sogar noch ein weiteres Tor für den FSV Hessen Wetzlar, Anna Efimenko erhöhte auf 3:0 für ihre Farben. Obwohl sich der FSV Hessen Wetzlar auf den ersten Blick im Mittelfeld der Tabelle (Rang 6) befindet, sind die Hoffnungen in Hessen auf den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga weiterhin intakt.

Die obere Tabellenhälfte wird nach dem 9. Spieltag komplettiert durch den FC Forstern. In einem umkämpften Spiel setzten sich die Oberbayern mit 2:0 beim Hegauer FV durch und freuten sich anschließend über ihren fünften Saisonsieg. Die Entscheidung im Hegau sollte nach einer torlosen ersten Spielhälfte jedoch erst in Durchgang 2 fallen. Hier zeichneten Stefanie Kothieringer und Theresa Eder für jeweils einen Treffer der Gäste verantwortlich und sicherten der Elf von Trainer Thilo Herberholz damit drei Zähler. Während der FCF damit seinen Vorsprung auf die Abstiegszone auf sechs Zähler ausbauen konnte, verbleibt der Hegauer FV bei vier Punkten und hängt weiterhin tief im Tabellenkeller fest.

Überraschend deutlich fiel der Sieg des SV Alberweiler beim TSV Jahn Calden aus. Mit 6:2 setzten sich die Gäste durch in einem Duell zweier Teams, die man vor der Saison weiter oben erwartet hätte. Der TSV Jahn Calden verbuchte zwar einen Blitzstart, als Johanna Hildebrandt bereits den ersten Angriff zur Führung nutzen konnte, sah sich aber nach einer halben Stunde durch einen Doppelschlag von Solveig Schlitter mit einer Führung des SV Alberweiler konfrontiert. Diese egalisierte Sharon Braun zwar umgehend zum erneuten Ausgleich, doch noch vor der Pause durften die Gäste wieder jubeln, als Katharina Rapp auf 2:3 stellte. Diese Führung ließ sich der SVA im zweiten Durchgang nicht mehr nehmen und schraubte das Ergebnis sogar in die Höhe. Annika Enderle, Vera Ellgass und Nina Seitz sorgten schlussendlich mit ihren Treffern für klare Verhältnisse. Der TSV Jahn Calden verpasste damit die Chance, den Gegner wieder zu überflügeln und die Abstiegsränge zu verlassen. Mit neun Zählern auf der Habenseite weisen die Nordhessen auf dem ersten Abstiegsplatz nun vier Zählern Rückstand auf den SC Sand II und den SV Alberweiler auf.

Das Duell zwischen den Aufsteigern VfB Obertürkheim und TSG Neu-Isenburg war zugleich ein Aufeinandertreffen zweier Teams, die eine lange Durststrecke beenden wollten. Während die Gastgeberinnen aus Stuttgart zuvor lediglich einen Zähler aus ihren letzten sechs Begegnungen eingeheimst hatten, warteten die Gäste aus dem Großraum Frankfurt sogar noch auf ihren ersten Zähler in der Regionalliga überhaupt. Die Hoffnung darauf wuchs, als Caren Biermann die TSG nach einer Viertelstunde in Führung bringen konnte. Doch lange währte diese Hoffnung nicht, denn anschließend machte der VfB Obertürkheim kurzen Prozess mit den Gästen. Svenja Merten, Teresa Böpple und Alisa Meinzer erzielten Treffer für den VfB zum 3:1-Pausenstand. In der zweiten Spielhälfte wurde es dann noch deutlicher. Lisa Medwed mit zwei Treffern, Vanessa Freier und Sophie Gairing erhöhten auf 7:1, was zugleich auch das Endergebnis bedeutete. Mit einem weiteren Sieg beim SC Sand II am kommenden Wochenende könnte der VfB Obertürkheim dann den direkten Anschluss ans rettende Ufer herstellen, wohingegen die TSG Neu-Isenburg weiterhin punktlos Träger der roten Laterne bleibt und nun im nächsten Kellerduell gegen den Hegauer FV auf einen Befreiungsschlag hofft.

Zwar ging die TSG Neu-Isenburg in Führung, doch letztendlich feierte der VfB Obertürkheim einen 7:1-Kantersieg im Aufsteigerduell. (Foto: Nadine Gairing, VfB Obertürkheim)
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