Frauen-RL: SC Freiburg II und SC Würzburg wahren weiße Weste

Von den vier Mannschaften, die nach dem zweiten Spieltag die Maximalausbeute an Zählern auf dem Konto hatten, konnten mit dem SC Freiburg II und dem SC Würzburg zwei Teams auch ihr drittes Saisonspiel siegreich gestalten. Dagegen mussten Eintracht Frankfurt und der FSV Hessen Wetzlar erstmals Punkte liegen lassen. Der Hegauer FV konnte dagegen seinen ersten Saisonsieg verbuchen.

Das südbadische Duell zwischen den beiden Bundesliga-Reserven des SC Sand und des SC Freiburg verlief lange ausgeglichen. Erst spät sollte hier die Entscheidung fallen, welche der SC Freiburg durch einen Treffer von der zuvor eingewechselten Jessica Reinhardt in der 86. Spielminute zu seinen Gunsten herbeiführen und mit dem knappen 1:0-Sieg die Tabellenführung verteidigen konnte. Während im Breisgau große Freude über einen perfekten Start in die neue Spielzeit vorherrscht, kommt der Vizemeister der Vorsaison aus Sand noch nicht richtig in Schwung. Nach drei Begegnungen weist die Elf von Trainer Benjamin Ziegler erst einen Zähler auf. Vielleicht kommt die Pause, welche durch die Teilnahme des 1. FC Nürnberg (nächste Spielgegner des SC Sand) an der zweiten Runde des DFB-Pokals bedingt ist, dem SC Sand somit ganz Recht.

Mit dem SC Würzburg sorgt weiterhin ein Aufsteiger für Aufsehen in der Frauen-Regionalliga Süd. Mit 3:2 setzten sich die Unterfranken beim TSV Jahn Calden durch und unterstrichen damit erneut, dass sie auch in der Regionalliga eine gute Rolle spielen können. Kurioserweise fielen in Calden drei der insgesamt fünf Treffer per Strafstoß. Die frühe Führung der Gastgeberinnen, für die Emma Becker verantwortlich zeichnete, egalisierten die Gäste gerade einmal fünf Zeigerumdrehungen später. Josefin Hoffer war für den SCW vom Punkt aus erfolgreich. Genau umgekehrt verlief dann der Start in die zweite Spielhälfte. Meike Bohn sorgte für die Gästeführung, ehe der TSV Jahn einen Strafstoß zugesprochen bekam, den Franziska Tux nervenstark zum erneuten Ausgleich verwandelte. Doch in einem Spiel mit vielen Torraumszenen zeigte die Schiedsrichterin in der 77. Minute abermals auf den Punkt. Josefin ließ auch bei ihrem zweiten Versuch nichts anbrennen und sicherte ihrem SC Würzburg damit den knappen und hart erkämpften Auswärtssieg.

Die Vorzeichen im Duell zwischen dem VfB Obertürkheim und Eintracht Frankfurt ließen vor dem Spiel vermuten, dass die Gäste aus der Mainmetropole ihren nächsten Dreier einfahren würden. Doch der Aufsteiger aus Stuttgart hatte dagegen etwas einzuwenden. Vor über 200 Zuschauern fasste sich Teresa Böpple in der 31. Minute ein Herz und brachte ihren VfB mit einem tollen Treffer aus der Distanz in Führung. Doch davon ließ sich die Frankfurter Eintracht nicht beirren und antwortete noch vor dem Pausenpfiff, als Rosalie Sirna den Ausgleich markierte. Zwar hatten beide Teams im zweiten Durchgang noch Chancen auf weitere Treffer, doch sollte es bis zum Spielende beim 1:1 bleiben. Damit büßten die Frankfurterinnen zwar erstmals Punkte ein, bleiben aber ungeschlagen. Der VfB Obertürkheim hat nach drei Begegnungen eine ausgeglichene Bilanz (je ein Sieg, eine Niederlage, ein Remis) vorzuweisen.

Ein heiß umkämpftes Duell lieferten sich der Aufsteiger VfB Obertürkheim und Eintracht Frankfurt. (Foto: Bernd Höppler)

Dagegen scheint ein weiterer Aufsteiger noch nicht richtig in der Regionalliga angekommen zu sein. Für die TSG Neu-Isenburg setzte es nach zwei deutlichen Klatschen zu Beginn auch am dritten Spieltag eine Niederlage. Die Hessen mussten sich dem 1. FC Nürnberg mit 1:4 geschlagen geben und sind nun die einzige Mannschaft, welche noch keinen Zähler verbuchen konnte. Da dürfte es kaum einen Trost darstellen, dass Ginalolita Buglisi den ersten Treffer in der Neu-Isenburger Regionalliga-Historie erzielen konnte. Da auch der nächste Spielgegner des Aufsteigers, der FSV Hessen Wetzlar am kommenden Wochenende im DFB-Pokal aktiv ist, hat die Mannschaft um TSG-Trainerin Simone Hartmann nun zwei Wochen Zeit, um die Uhren nochmals auf Null zu stellen. In Nürnberg freut man sich dagegen über den zweiten Sieg im zweiten Auswärtsspiel und hält den Anschluss an die Tabellenspitze. Sophie Fournier war für die Club-Frauen im ersten Durchgang doppelt erfolgreich, Nastassja Lein steuerte einen weiteren Treffer zur 3:1-Pausenführung bei. Nach dem Seitenwechsel sorgte schließlich Lisa Ebert für das Endresultat und ließ ihr Team damit auf Tabellenrang 4 klettern.

Dicht hinter dem 1. FC Nürnberg folgt der FC Forstern, der seinen zweiten Sieg in Folge einfahren konnte. Gegen den bislang ungeschlagenen FSV Hessen Wetzlar landeten die Oberbayern einen letztendlich deutlichen 4:0-Heimsieg und haben damit ihre Auftaktniederlage gegen den Spitzenreiter aus Freiburg längst wieder wettgemacht. Merve Kantar und Martina Mittermaier schossen für den FCF eine 2:0-Pausenführung heraus, ehe erneut Kantar und Jokerin Evi Kopp das Ergebnis in der zweiten Spielhälfte in die Höhe schraubten. Während die Gastgeberinnen damit Selbstvertrauen für das anstehende Pokalspiel gegen die Bundesliga-Mannschaft des Freiburg sammeln konnten, mussten die Gäste aus Wetzlar ihre erste Pflichtspielniederlage der Saison einstecken und haben nun mit der TSG 1899 Hoffenheim eine ebenfalls sehr hohe Hürde im DFB-Pokal vor Augen.

Jubelnd drehen die Spielerinnen des FC Forstern ab, Merve Kantar hat soeben den Führungstreffer gegen den FSV Hessen Wetzlar erzielt. (Bild: Eicke Lenz, FC Forstern)

Zu einer Punkteteilung kam es zwischen dem SV 67 Weinberg und dem SV Alberweiler, wobei sich insbesondere der SV Alberweiler angesichts zweier Aluminiumtreffer im zweiten Durchgang ärgern dürfte, dass nicht mehr Zähler heraussprangen. Der letztjährige Zweitligist aus Weinberg ging durch seine Torjägerin Nina Heisel zwar in der 38. Minute in Führung, doch das verlieh dem Spiel der Mannschaft von Trainer Jürgen Schmidt keine Sicherheit. So kamen die Gäste beinahe postwendend zum Ausgleich, Lena Bucher war für ihre Farben erfolgreich. Im zweiten Durchgang war der SVA dem Siegtreffer näher, doch fehlte es an diesem Tag an Glück im Abschluss, sodass die Bachteler-Elf weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg warten muss. Der SV 67 Weinberg empfängt nun im DFB-Pokal den 1. FC Saarbrücken, wohingegen der SV Alberweiler bedingt durch die Pokalteilnahme des FC Forstern ein spielfreies Wochenende bevorsteht.

Das Aufatmen beim Hegauer FV über den ersten Saisonsieg ist groß. Das Duell gegen den TSV Crailsheim entwickelte sich zu einer zerfahrenen Begegnung, in der es im ersten Durchgang kaum nennenswerte Torchancen zu sehen gab. Im zweiten Durchgang kamen die Gastgeberinnen dann zunehmend stärker auf, wobei sie auch von der Unsicherheit der Gäste profitierten. So fiel der einzige Treffer des Tages, für den die Hegauer Torjägerin Luisa Radice verantwortlich zeichnete, nicht unverdient. Mit den drei Punkten machte der Hegauer FV gleich drei Plätze in der Tabelle gut, während der TSV Crailsheim seine zweite Saisonniederlage kassierte und auf Rang 11 abrutschte.

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