Frauen-RL: SC Würzburg beendet Niederlagenserie

Während der Spitzenreiter SC Freiburg II in der Frauen-Regionalliga Süd weiter von Sieg zu Sieg eilt, beendet der SC Würzburg mit einem Heimsieg über den FC Forstern seine schwarze Serie von vier Niederlagen in Folge. Der SC Sand II war gleich doppelt im Einsatz und klopft ebenso wie der SV Alberweiler langsam ganz oben an. Dagegen gehen die Teams im Tabellenkeller auch am 11. Spieltag wieder leer aus. Die Begegnung zwischen dem SV 67 Weinberg und dem VfB Obertürkheim musste wegen anhaltender Regenfälle und der daraus resultierenden Unbespielbarkeit des Platzes kurzfristig abgesagt werden.

Der 1:0-Sieg über den 1. FC Nürnberg war für den SC Freiburg bereits der zehnte Sieg im elften Saisonspiel. Unangefochten zieht die Bundesliga-Reserve aus dem Breisgau ihre Kreise an der Tabellenspitze und lässt die Konkurrenz wöchentlich vergeblich auf Ausrutscher hoffen. Allerdings hatte die Elf von SC-Coach Malte Herbers gegen die Clubfrauen auch ein bisschen das Glück auf ihrer Seite, denn beide Teams lieferten sich eine heiß umkämpfte Begegnung auf Augenhöhe. Der 1. FC Nürnberg zeigte wenig Respekt vor dem Ligaprimus und bot den Freiburgerinnen über die gesamte Spielzeit die Stirn. Doch letztendlich war es mit Noemi Gentile eine Akteurin der Gastgeberinnen, die in der 68. Minute das goldene Tor des Tages erzielte und somit dafür sorgte, dass der Spitzenreiter auch weiter auf einer Welle des Erfolges durch die Spielzeit 2019/20 reitet. Dadurch muss der 1. FC Nürnberg, der durch ein Nachholspiel gegen den SC Sand II gleich doppelt im Einsatz war am Wochenende, bei nun zwölf Zählern Rückstand auf den Spitzenreiter seine Ambitionen erstmal wieder herunterschrauben.

Acht Punkte hinter dem SC Freiburg II rangiert Eintracht Frankfurt, allerdings haben die Spielerinnen mit dem Adler auf der Brust noch ein Nachholspiel zu absolvieren und könnten den Rückstand somit noch vor der Winterpause verkürzen. Im hessischen Duell gegen den FSV Hessen Wetzlar setzte sich die Elf aus der Mainmetropole schlussendlich deutlich mit 4:0 durch und untermauerte damit ihre Position als erster Verfolger des Tabellenführers. Kaho Fushiki und Alberina Syla waren vor der Pause für die Eintracht erfolgreich, nach dem Seitenwechsel legten Rosalie Sirna und Lisa Mundt weitere Treffer zum klaren Heimsieg nach. Der FSV Hessen Wetzlar, der vor der Partie noch punktgleich mit den Frankfurterinnen war, kassierte damit gleich vier Gegentore in einem Spiel, nachdem die bis dahin beste Abwehr der Liga in den neun Begegnungen zuvor insgesamt lediglich sechs Gegentreffer zugelassen hatte.

Punktgleich mit Eintracht Frankfurt (jeweils 22 Zähler) liegt der SC Sand II nach zwei Siegen innerhalb von drei Tagen jetzt auf Rang 3. Zunächst setzten sich die Südbadnerinnen in einem Nachholspiel vom 4. Spieltag mit 1:0 beim 1. FC Nürnberg durch, wobei Marion Louise Michele Gavat in der 69. Minute den siegbringenden Treffer für die Gäste erzielte. Keine 48 Stunden später führte die Reise den SC Sand zum südbadischen Aufeinandertreffern beim Hegauer FV. Und nachdem es auch in dieser Begegnung im ersten Durchgang keine Treffer zu sehen gab, sollte in der zweiten Spielhälfte erneut Gavat einen maßgeblichen Anteil am nächsten Sieg ihrer Farben haben. Erst brachte Nina Dong den SC Sand II in der 57. Minute in Führung, ehe Gavat mit einem Doppelschlag für klare Verhältnisse sorgte und der Elf von Sand-Trainer Benjamin Ziegler den 3:0-Auswärtssieg sicherte. Für den Hegauer FV wird die Hinrunde der laufenden Saison damit immer desaströser, gerade einmal vier Zähler stehen auf dem Konto des HFV. Dagegen befindet sich der SC Sand II durch seinen siebten Sieg aus den letzten acht Begegnungen weiter auf der Überholspur.

Gleiches gilt für den SV Alberweiler, der nach einem holprigen Start in die Saison immer weiter in Fahrt kommt. Beim Schlusslicht TSV Crailsheim behielt der SVA mit 3:0 die Oberhand und hatte dabei schon früh deutlich gemacht, dass man keine Zweifel am Auswärtssieg aufkommen lassen würde. Schon den ersten Angriff der Partie münzte Solveig Schlitter zur Gästeführung um, Vera Ellgass legte in der 7. Minute zum 0:2 nach. Spätestens mit dem Treffer zum 0:3, den Tamara Würstle in der 35. Minute per Strafstoß erzielte, war klar, dass der SVA seinen fünften Erfolg in Serie einfahren würde. Mit nun 19 Punkten auf der Habenseite machte das Team von Trainerin Chantal Bachteler auch in der Tabelle einen großen Satz und überflügelte gleich drei Konkurrenten. Euphorie auf der einen Seite, Frustration auf der anderen. Der TSV Crailsheim wartet als Schlusslicht auch nach elf Spielen noch auf seinen ersten Saisonsieg und droht somit das Ziel Klassenerhalt schon früh aus den Augen zu verlieren. Satte 14 Zähler Rückstand aufs rettende Ufer haben die Württembergerinnen schon zu beklagen und sehen nun dem nächsten „Endspiel“ beim FC Forstern entgegen.

Eben jener FC Forstern belegt aktuell Rang 9 und damit den letzten Rang, der nach Abschluss der Saison den Klassenerhalt mit sich bringt. Allerdings kassierten die Oberbayern am 11. Spieltag eine Niederlage beim SC Würzburg, der das Feld nach zuvor vier Niederlagen in Serie erstmals wieder als Sieger verlassen konnte. Dabei begann die Partie für die Gäste aus Forstern verheißungsvoll, denn in der 17. Minute war Pija Reininger für den FCF zur Stelle und netzte zur Führung ein. Diese hatte zwar auch noch zur Halbzeitpause Bestand, doch nach dem Seitenwechsel drehten die Gastgeberinnen aus Würzburg auf. Theresa Damm markierte in der 51. Minute den Ausgleich, ehe Lorina Romeis das Spiel mit ihrem Treffer in der 67. Spielminute endgültig zu Gunsten der Gastgeberinnen drehte. Zwar warf der FC Forstern in der Schlussphase nochmals alles in die Waagschale, um doch noch etwas Zählbares aus Würzburg zu entführen, doch ein Konter in der Nachspielzeit brachte das 3:1 und damit die Entscheidung in der Partie, für die Nicole Kreusser verantwortlich zeichnete.

Von der Niederlage des FC Forstern profitierte der TSV Jahn Calden, der sich in der torreichsten Begegnung des elften Spieltages mit 7:3 gegen die TSG Neu-Isenburg durchsetzte und nach Punkten mit dem FC Forstern gleichziehen konnte (jeweils 15 Zähler). Insbesondere Johanna Hildebrandt erwischte einen Sahnetag und steuerte gleich vier Treffer zum Kantersieg ihres TSV Jahn bei. Zwar hatte auch der Aufsteiger aus Neu-Isenburg mit Damla Bulut eine dreifache Torschützin in seinen Reihen, doch das reichte gegen eine starke Offensive der Gastgeberinnen an diesem Tag nicht aus. Denn neben Hildebrandt waren auch Lena Wiegand sowie zweimal Sharon Braun für Calden erfolgreich, sodass zwar die erste Spielhälfte noch knapp endete (3:2), im zweiten Durchgang jedoch keine Zweifel mehr am Heimsieg der Elf aus Nordhessen aufkamen. Die TSG Neu-Isenburg verpasste es somit, nach ihrem in der Vorwoche erzielten ersten Saisonsieg nachzulegen, wohingegen der TSV Jahn Calden seinen zweiten Sieg in Serie einfahren und damit den unmittelbaren Anschluss ans rettende Ufer herstellen konnte.

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