Frauen-RL Süd: Erster Sieg für SpVgg Greuther Fürth

Während die Frauen-Regionalliga Süd nach dem 7. Spieltag nun von einem Trio mit jeweils 14 Punkten auf dem Konto angeführt wird, gibt es am unteren Ende der Tabelle einen Wechsel. Die SpVgg Greuther Fürth landet nach sechs vergeblichen Anläufen in Regensburg ihren ersten Saisonsieg und reicht dadurch die rote Laterne nach Augsburg weiter. Der FFC Wacker München und der FC Ingolstadt 04 stellen indes den Anschluss an die Spitzenpositionen her.

Der bisherige Spitzenreiter Eintracht Frankfurt ging beim Frauenbiburg erstmals in der Spielzeit 2017/18 ohne Zähler vom Feld und musste neben dem SV Alberweiler auch den SC Sand II an sich vorbeiziehen lassen. Zwar bewies das Team aus der hessischen Mainmetropole eine tolle Moral, doch letztendlich konnten die Gäste ihre Aufholjagd in der letzten halben Stunde nicht mehr krönen. Mehr als die Treffer durch Annika Leber und Kanako Fuse sprangen für die Eintracht nicht heraus. Da jedoch die niederbayerischen Gastgeberinnen nach einer Stunde Spielzeit bereits mit 3:0 in Führung gelegen hatten, reichte das für den dritten Saisonsieg des SVF, der sich dadurch auch wieder etwas mehr von den Abstiegsrängen distanzieren konnte. Antonia Johann, Vanessa Meingaßner und Franziska Höllrigl zeichneten für die Frauenbiburger Treffer verantwortlich und schossen ihr Team damit auf Rang 7. In einem engen Feld trennen den SVF lediglich vier Zähler von der Tabellenspitze, aber ebenso nur vier Zähler von den Abstiegsplätzen.

Neuer Tabellenzweiter ist die Bundesliga-Reserve des SC Sand, die im Duell zweier letzjähriger Zweitligisten gegen den TSV Crailsheim mit 4:2 die Oberhand behielt. Dabei verdankte die Mannschaft von Sand-Trainer Georg Forscht ihren vierten Saisonsieg einem Doppelpack innerhalb von zwei Minuten in der Schlussphase der Partie. Bis dahin hatte es lange nach einem Remis ausgesehen, nachdem Laurene Marjorie Leopoldes und Christine Veth für die Gastgeberinnen sowie zweimal Luisa Scheidel für die Gäste aus Crailsheim zum zwischenzeitlichen 2:2 eingenetzt hatten. Doch in der 84. Minute schlug Claire Savin erneut für den SC Sand II zu und stellte damit die Weichen auf Heimsieg, ehe nur wenige Sekunden später Natalie Hezel nachlegen konnte und damit den Deckel auf eine spannende und umkämpfte Partie machte. Der SC Sand II belegt damit nun einen der beiden Ränge, die am Ende der Spielzeit zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 2. Frauen-Bundesliga Süd berechtigen, wohingegen der TSV Crailsheim auf Rang 10 zurückfiel und damit unmittelbar über der Abstiegszone rangiert.

Das absolute Spitzenspiel des 7. Spieltags stieg in Alberweiler, wo der bislang ungeschlagene Aufsteiger den SV 67 Weinberg zum Aufeinandertreffen des Tabellenzweiten gegen den Tabellendritten begrüßte. Knapp 200 Zuschauer/innen bekamen eine intensive Begegnung zu sehen, in der sich beide Mannschaften auf ihre Abwehrreihen verlassen konnten, sodass sich das Geschen zumeist im Mittelfeld abspielte. Gefährlich wurde es vor den Toren überweigend nach Standardsituationen, doch weder der SV Alberweiler, noch die Gäste aus Mittelfranken konnten daraus Kapital schlagen. So blieb es bis zum Schlusspfiff beim torlosen Remis, das den weiterhin ungeschlagenen Gastgeberinnen zum Sprung an die Tabellenspitze verhalf. Mit lediglich zwei Gegentreffern ist die Defensive der Elf von Peter Kalmbach weiterhin der Garant für einen erfolgreichen Saisonverlauf.Der SV 67 Weinberg hat mit nun 13 Zählern zwar nur einen Punkt weniger auf dem Konto als der SV Alberweiler, doch fiel die Mannschaft von Trainerin Christina Schellenberg durch den gleichzeitigen Sieg des SC Sand II auf Rang 4 zurück.

Den Anschluss an die Spitze stellten auch der FFC Wacker München und der FC Ingolstadt 04 her, die sich als Tabellennachbarn auf den Rängen 5 und 6 mit jeweils elf Zählern in unmittelbarer Schlagdistanz zum Spitzentrio befinden. Insbesondere der FFC Wacker München war bei seinem Erfolg über den FV Löchgau nach einer torlosen ersten Spielhälfte aber auch auf eine Portion Glück angewiesen, denn der entscheidende Treffer zum 2:1-Heimsieg fiel erst wenige Zeigerumdrehungen vor Ablauf der 90 Minuten. Bernadette Angstwurm avancierte zur vielumjubelten Matchwinnerin für die Heimelf, nachdem zuvor bereits Sonja Kolb die Führung der Gäste aus Württemberg egalisiert hatte. Für den FV Löchgau war es dagegen kein Trost, dass Katja Milbradt kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs den Führungstreffer erzielte und mit ihrem siebten Saisontor die alleinige Führung in der Torjägerliste übernahm.

Noch knapper gestaltete sich das Aufeinandertreffen des 1. FC Nürnberg und des FC Ingolstadt 04, in dem lediglich ein einziger Treffer fallen sollte. Dieser gelang bereits nach 18 Minuten den Gästen aus Ingolstadt in Person von Stefanie Hamberger. Im weiteren Spielverlauf hielt FCI-Keeperin Franziska Maier ihren Kasten sauber und ebnete der Elf von Trainer Johann Herrler damit den Weg zum dritten Saisonsieg. Auf Seiten des 1. FC Nürnberg hadert man dagegen mit der Torausbeute. Mit lediglich sieben erzielten Treffern weisen die „Clubberinnen“ die bislang schwächste Ausbeute aller Mannschaften auf und stecken dadurch trotz einer recht stabilen Abwehr mit fünz Zählern auf der Habenseite in der Abstiegszone fest.

Einen weiteren Befreiungsschlag verpasste auch der SC Regensburg, der das bis dahin sieglose Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth zu Gast hatte und sich Hoffnungen auf den dritten Sieg in Serie machte. Doch bereits nach elf Spielminuten setzte es den ersten Rückschlag für den SCR, als Nina Habenschaden die Führung für die Kleeblatt-Frauen erzielte. Es dauerte eine Weile, bis sich die Elf von Regensburg-Coach Birgit Fellner davon erholte, doch noch vor dem Seitenwechsel gelang Toni Tewes der Ausgleich für die gastgeberinnen. Wer nun glaubte, dass die SpVgg Greuther Fürth im zweiten Durchgang einbrechen würde, sah sich getäuscht. Das Schlusslicht bot nicht nur weiterhin erfolgreich Paroli, sondern feierte am Ende sogar seinen ersten Saisonsieg. Nadine Lang sorgte mit ihrem Treffer zum 1:2-Endstand in der 80. Spielminute für bislang unbekannte Glücksgefühle auf Seiten der Gäste, die dadurch auch das Tabellenende verlassen konnten und neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt schöpfen.

Neuer Träger der roten Laterne ist der TSV Schwaben Augsburg, der gegen den ETSV Würzburg nicht über ein 1:1-Unentschieden hinauskam und somit weiterhin auf seinen zweiten Saisonsieg warten muss. Dabei begann die Partie für die gastgeberinnen verheißungsvoll, denn nach Ablauf der ersten 45 Minuten lagen sie durch einen Treffer von Routinier Mona Budnick noch mit 1:0 in Führung. Doch die Beyrle-Elf konnte in der zweiten Spielhälfte nicht mehr nachlegen und kassierte stattdessen bereits in der 50. Spielminute den Ausgleich durch Marie-Christine Seeger. Trotz intensiver Bemühungen beider Teams sollte es dabei bis zum Schlusspfiff bleiben, was insbesondere auf Seiten des TSV Schwaben nach dem Spiel für Enttäuschung sorgte, als man vom Ergebnis aus Regensburg und das damit verbundene Abrutschen ans Tabellenende für Enttäuschung sorgte. Doch auch der ETSV Würzburg blickt nach sieben Spieltagen auf einen holprigen Start in die Saison zurück. Zwar hat die Scheder-Elf, die stark ersatzgeschwächt nach Augsburg gereist war, noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Doch bei bislang acht Zählern auf dem Konto befindet man sich noch in direkter Nähe zu den Rängen, die nach Abschluss der Spielrunde den Gang in die Oberliga bedeuten.

 

This entry was posted in 2017, Aktuelles, News, Regionalliga Frauen News, Regionalliga Frauen Saison. Bookmark the permalink.