Frauen-RL Süd: TSV Jahn Calden gewinnt Spitzenspiel

Am 5. Spieltag in der Frauen-Regionalliga geht der TSV Jahn Calden als Sieger aus dem Spitzenspiel beim Karlsruher SC hervor und übernimmt die Tabellenführung der Qualigruppe 1. In der Qualigruppe 2 wahrt der 1. FC Nürnberg mit dem dritten Sieg im dritten Spiel seine weiße Weste und grüßt ebenfalls von ganz oben.

Zwei spielerisch starke Mannschaften trafen in Karlsruhe aufeinander, wo der Spitzenreiter KSC die ebenfalls noch ungeschlagene Mannschaft des TSV Jahn Calden zu Gast hatte. Zwar erarbeitete sich der Aufsteiger aus der badischen Fächerstadt schon im ersten Durchgang ein optisches Übergewicht, doch die Gäste aus Calden hielten motiviert dagegen und hatten ihrerseits die gefährlicheren Torszenen zu verzeichnen. Eine davon führte auch zur Führung der Nordhessinnen, Jacqueline Baumgärtel netzte nach einer knappen halben Stunde zur Jahn-Führung ein. Ein ähnliches Bild ergab sich auch in der zweiten Spielhälfte: Der KSC suchte mit Macht den Ausgleich, der TSV Jahn Calden setzte mit Kontern immer wieder gefährliche Nadelstiche. Und diese Taktik ging auf, denn Torjägerin Johanna Hildebrandt war in der 64. Minute zur Stelle und erhöhte mit ihrem bereits achten Saisontreffer auf 0:2. Doch lange währte die Sicherheit ob des nun höheren Vorsprungs nicht, denn nicht einmal zwei Zeigerumdrehungen nach dem zweiten Gästetreffer bekam der KSC einen Strafstoß zugesprochen, den Lisa Grünbacher souverän zum Anschlusstreffer in die Maschen jagte. Zwar bekamen die Gastgeberinnen dadurch wieder Hoffnung auf einen Punktgewinn, doch die Gästeabwehr hielt in der Schlussphase dem Drängen der Elf von KSC-Trainerin Romina Konrad Stand und sicherte so nicht nur den knappen 1:2-Sieg im Spitzenspiel, sondern verschaffte dem TSV Jahn Jahn Calden zugleich auch den Sprung an die Tabellenspitze. Trotz seiner ersten Saisonniederlage liegt der Karlsruher SC mit lediglich einem Zähler Rückstand auf den neuen Spitzenreiter auf Rang 2.

Punktgleich mit dem Karlsruher SC befindet sich der SC Sand II als Tabellendritter ebenfalls in direkter Schlagdistanz zur Tabellenspitze. Im südbadischen Duell der beiden Bundesliga-Reserveteams beim SC Freiburg II konnte die Mannschaft von Coach Benjamin Bücheler Wiedergutmachung für die in der Vorwoche bei Eintracht Frankfurt erlittene Niederlage betreiben und fuhr mit einem hart umkämpften 2:1 ihren vierten Sieg im fünften Spiel ein. Früh schienen die Weichen auf einen Sieg der Gäste aus Sand gestellt zu sein, als Julia Rauch bereits in der 4. Minute zur Gästeführung ins Schwarze traf. Doch kurz vor dem Seitenwechsel stellte Alina Bantle mit dem Freiburger Ausgleichstreffer die Uhren wieder auf Null. Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs gelang den Gästen ein früher Treffer. Lea Wioland behielt vom Elfmeterpunkt aus die Nerven und erzielte die abermalige Gästeführung, welche anschließend mit viel Leidenschaft und großem Engagement bis zum Schlusspfiff verteidigt werden konnte. Während sich der SC Sand II mit nun 12 Zählern auf der Habenseite im Spitzenfeld der Tabelle behauptet, tut sich der Freiburg II als Vorjahresmeister weiterhin schwer. Mit gerade einmal drei Zählern auf dem Konto müssen sich die Breisgauerinnen ordentlich strecken, wollen sie noch den Sprung in die obere Tabellenhälfte und die damit verbundene Qualifikation für die anschließende Meisterrunde erreichen.

Das Gleiche gilt für die dritte Mannschaft der Frankfurter Eintracht, die gegen den FSV Hessen Wetzlar zwar einen Zähler am heimischen Riederwald behalten konnte, mit nunmehr vier Punkten aus fünf Begegnungen aber ebenfalls auf einen sehr durchwachsenen Start in die Spielzeit 20/21 zurückblickt. Celine Karich netzte gegen Wetzlar schon in der 2. Minute zur Eintracht-Führung ein und verlieh ihrer Elf damit Rückenwind. Bei weiteren Torchancen hätte die spielbestimmende Eintracht die Führung bis zum Pausenpfiff weiter ausbauen können, doch scheiterte sie immer wieder an Pech, Gästetorhüterin Janina Beffart oder dem Aluminium. Umgekehrt stellte sich dann der zweite Durchgang dar. Zwar war die Eintracht weiter tonangebend, doch diesmal waren es die Gäste aus Wetzlar, die in Person von Ann-Kathrin Kundermann einen frühen Treffer für sich verzeichnen konnten (50.). Und auch in Sachen Aluminiumtreffer konnte der FSV Hessen Wetzlar ausgleich, denn zwei Abschlüsse in der 75. Spielminute sowie spät in der Nachspielzeit landeten an der Querlatte. So blieb es schlussendlich beim 1:1-Unentschieden in einem attraktiven Hessenduell mit zahlreichen Torraumszenen auf beiden Seiten.

Die Begegnung zwischen den Offenbacher Kickers und der TSG Neu-Isenburg wurde kurzfristig abgesagt, nachdem auch der Hessische Fußball-Verband alle Verbandsspiele in Stadt und Landkreis Offenbach wegen der hohen Inzidenzzahlen aus dem Programm genommen hatte.

In der Qualigruppe 2 wurde der 1. FC Nürnberg seiner Favoritenrolle im Gastspiel beim Schlusslicht TSV Crailsheim früh gerecht. Jessica May und Nastassja Lein hatten bereits nach einer Viertelstunde eine beruhigende 2:0-Führung für die Clubfrauen herausgeschossen, die dem Spiel auch danch weiter ihren Stempel aufdrückten. Zwar erholte sich der TSV Crailsheim von den frühen Rückschlägen, doch blieben die Offensivbemühungen der Württembergerinnen gegen eine routinierte Nürnberger Mannschaft an diesem Tag erfolglos. Als die Gastgeberinnen in der Schlussphase nochmals alles auf eine Karte setzten, nutzten die Gäste aus Mittelfranken den sich bietenden Raum, um endgültig den Deckel auf die Partie zu machen. Ein Doppelschlag von Sophie Fournier (83.‘) und Kim Urbanek (84.‘) besiegelte den 0:4-Endstand. Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel befindet sich die Elf von FCN-Coach Osman Cankaya weiter auf einem Höhenflug und übernimmt erstmalig die Tabellenführung, obwohl sie ein Spiel weniger als die direkten Verfolger ausgetragen hat. Dagegen droht der gebeutelte TSV Crailsheim früh den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren. Mit vier Niederlagen auf dem Konto und lediglich einem erzielten Treffer bleibt das Team aus dem Schönebürgstadion Träger der roten Laterne.

In Fahrt scheint auch der SV 67 Weinberg zu kommen, der sich in seinen ersten beiden Saisonspielen noch mit Punkteteilungen zufrieden geben musste, nun aber mit einem 3:1-Heimsieg über den Aufsteiger FFC Wacker München seinen zweiten Dreier in Folge einfahren konnte. Jedoch tat sich der ehemalige Zweitligist dabei lange schwer gegen die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt. In einer umkämpften ersten Spielhälfte hatten beide Teams nur wenige Torabschlüsse zu verzeichnen, sodass die Seiten mit einem torlosen Zwischenstand gewechselt wurden. Dies änderte sich nach dem Anpfiff zum zweiten Durchgang. Der SV 67 Weinberg agierte nun zielstrebiger und setzte seine Überlegenheit auch in Tore um. Annika Kömm mit zwei Treffern (52. und 59. Minute) sowie Nina Heisel (69.‘) brachten die Elf von Trainer Stefan Abel auf die Siegerstraße. Zwar gelang dem FFC Wacker unmittelbar nach dem dritten Treffer der Gastgeberinnen noch das Anschlusstor, welches Sonja Kolb per Strafstoß erzielte, doch dies änderte nichts mehr daran, dass die drei Zähler in Mittelfranken bleiben sollten. Der somit weiterhin ungeschlagene SV Weinberg überflügelte in der Tabelle den spielfreien SV Alberweiler und rangiert als Tabellenzweiter in Lauerstellung zum Spitzenreiter aus Nürnberg. Dagegen bezahlte der FFC Wacker München nach der deutlichen Niederlage in der Vorwoche gegen den SV Alberweiler erneut Lehrgeld gegen ein favorisiertes Team und musste seine dritte Saisonniederlage einstecken. Am kommenden Spieltag reist die Mannschaft von Trainer Dragan Terzic dann selbst als Favorit zum Schlusslicht nach Crailsheim.

Mit dem knappsten aller Ergebnisse behielt der VfB Obertürkheim die Oberhand in seinem Heimspiel gegen den FC Forstern und liegt nun punktgleich mit dem SV 67 Weinberg auf Rang 3. Am 5. Spieltag avancierte Teresa Böpple zur Matchwinnerin für ihren VfB, als sie unmittelbar nach Beginn des zweiten Durchgangs das Tor des Tages zum 1:0-Heimsieg erzielte. Zwar zeigten sich auch die Gäste aus Forstern defensiv stabil, doch mangelte es im Gegenzug an offensiver Durchschlagskraft. Und gab es gegen den Obertürkheimer Abwehrverbund doch mal ein Durchkommen, fanden die Oberbayern ihre Meisterhin in VfB-Keeperin Vanessa Diehl, die ihren Kasten zum ersten Mal in der neuen Saison sauber halten konnte. Damit bleibt der VfB Obertürkheim weiterhin ungeschlagen und mischt kräftig mit im Kampf um die Spitzenränge, welche nach Abschluss der Vorrundenphase den Einzug in die Meisterrunde bedeuten. Die Hoffnung darauf bleibt jedoch auch beim FC Forstern am Leben, denn trotz ihrer dritten Saisonniederlage weisen die Oberbayern lediglich fünf Zähler Rückstand auf die Teams aus Weinberg und Obertrükheim auf.

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