Frauen-RL: SV Alberweiler macht Liga wieder spannend

Mit 2:1 behielt der SV Alberweiler am letzten Vorrundenspieltag in der Frauen-Regionalliga Süd die Oberhand beim Tabellenführer SC Freiburg II und sorgte damit dafür, dass die Verfolger wieder dicht an den Spitzenreiter heranrücken. Im Tabellenkeller gelang dem TSV Crailsheim nach zwölf vergeblichen Anläufen der erste Saisonsieg. Der VfB Obertürkheim verpasste indes in Calden die Chance, den unmitelbaren Anschluss ans rettende Ufer herzustellen. Da der 1. FC Nürnberg im DFB-Pokal im Einsatz war, wird die Begegnung der Club-Frauen gegen Wetzlar erst im Dezember ausgetragen.

Bei schwierigen Witterungsbedingungen trafen der SC Freiburg II und der SV Alberweiler im Spitzenspiel aufeinander. Doch davon ließen sich beide Teams nicht beirren und lieferten sich von Beginn an ein schnelles und heiß umkämpftes Duell. So dauerte es auch nicht lange, bis dass der erste Treffer der Partie fallen sollte. Annika Enderle netzte in der 6. Minute zur Führung der Gäste aus Württemberg ein, die jedoch nicht lange Bestand haben sollte. Denn nicht einmal fünf Zeigerumdrehungen später war Jessica Reinhardt für ihren SC Freiburg zur Stelle und stellte mit dem Ausgleichstreffer die Uhren wieder auf Null. Im weiteren Verlauf neutralisierten sich die Mannschaften weitestgehend, sodass sich das Geschehen zuzmeist im Mittelfeld abspielte und der Spielstand von 1:1 auch das Pausenergebnis darstelle. Nach dem Seitenwechsel kam der SV Alberweiler zunehmend stärker auf, wobei die Begegnung auch von steigenden Emotionen geprägt war. In der 63. Minute sollte schließlich der siegbringende Treffer fallen. Vera Ellgass konnte die SC-Torhüterin überwinden und sorgte für die erneute Führung des SVA. Zwar warf der Ligaprimus anschließend alles in die Waagschale, um das Spielfeld nicht ohne Zähler verlassen zu müssen, doch die Defensive der Gäste hielt den Freiburger Angriffen Stand und brachte den Auswärtssieg über die Zeit. Während das 1:2 für den SC Freiburg II erst die zweite Niederlage der Saison bedeutete, bestätigte der SV Alberweiler seine gute Verfassung und könnte bis zur Winterpause noch weiter an den Tabellenführer heranrücken.

Zu Saisonbeginn marschierte der SC Würzburg lange im Gleichschritt mit dem Spitzenreiter, ehe eine zwischenzeitliche Niederlagenserie den Aufsteiger aus Würzburg zurückwarf. Doch davon scheint sich die Mannschaft von SCW-Trainerin Anna Fries gut erholt zu haben, denn im Verfolgerduell gegen den bisherigen Tabellenzweiten SC Sand II gelang dem Aufsteiger ein überzeugender 5:2-Heimsieg. Schon nach zehn Spielminuten hatten sich die Gastgeberinnen durch Treffer von Theresa Damm und Medina Desic eine 2:0-Führung herausgeschossen. Zehn Minuten nach Beginn der zweiten Spielhälfte legte erneut Desic nach und schien mit dem 3:0 eine Entscheidung herbeigeführt zu haben. Doch die Gäste steckten trotz des Rückstandes nicht auf und kamen nach einer Stunde durch Madeleine Kurek zum Anschlusstreffer. Die aufkeimende Hoffnung des SC Sand wurde jedoch begraben, als auch Theresa Damm ihren zweiten Treffer des Tages markierte (78. Minute). In der Schlussphase waren dann beide Mannschaften noch je einmal erfolgreich. Zunächst verkürzte Marion Louise Michele Gavat auf 4:2, ehe in der Nachspielzeit Maria Ansmann mit ihrem Treffer zum 5:2 den Deckel auf die Partie machte. Mit nun 27 Zählern auf dem Konto hievte sich der SC Würzburg zurück auf Rang 2 und weist vier Punkte Rückstand auf den SC Freiburg II auf. Dagegen musste sich der SC Sand II nach zuletzt vier Siegen in Folge mal wieder geschlagen geben und büßte in der Tabelle zwei Ränge ein.

Neben dem SC Würzburg gelang es nämlich auch der Frankfurter Eintracht, in der Tabelle am SC Sand II vorbeizuziehen. Die Hessinnen setzten sich mit 2:0 gegen den FC Forstern durch und stockten ihr Puntekonto dadurch auf 26 Zähler auf. Die beiden Treffer zum achten Saisonsieg der Eintracht fielen schon sehr früh in der Partie. Torjägerin Annika Leber schlug bereits in der fünften Minute für die Mannschaft mit dem Adler auf der Brust zu, ehe nur zwei Minuten später Kahoi Fushiki zum späteren Endergebnis nachlegen konnte. Zwar ergaben sich auch anschließend noch Tormöglichkeiten auf beiden Seiten, doch weitere Treffer bekamen die Zuschauer/innen in einer fair geführten Begegnung nicht zu sehen. Mit einem Nachholspiel in der Hinterhand (am 8.12. gegen den Hegauer FV) schnuppern die Frankfurterinnen an der Tabellenspitze, wohingegen die Blicke des FC Forstern sich wieder intensiver nach unten richten. Nur dank der besseren Tordifferenz rangieren die Oberbayern vor dem punktgleichen TSV Jahn Calden, der als Tabellenzehnter den ersten Abstiegsplatz belegt. Zudem steht für den FC Forstern am ersten Rückrundenspieltag in der kommenden Woche beim SC Freiburg II eine sehr hohe Hürde bevor.

Ein umkämpftes Spiel lieferten sich Eintracht Frankfurt und der FC Forstern. Dank eines frühen Doppelschlags setzte sich die Eintracht durch und verkürzte den Rückstand auf den Spitzenreiter aus Freiburg. (Foto: Bernd Höppler)

Einen unerwarteten Punktverlust musste zum Abschluss der Hinrunde der SV 67 Weinberg verschmerzen. Beim abstiegsbedrohten Hegauer FV kam der letztjährige Zweitligist nicht über ein torloses Remis hinaus und hatte im ersten Durchgang in einigen Szenen sogar Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Die Gastgeberinnen aus Südbaden bestätigten ihre Abschlussschwäche, die sich bereits über die gesamte Saison hinzieht. Gerade einmal drei Treffer erzielte der HFV in seinen zwölf Partien. Auf der anderen Seite hatte der SV 67 Weinberg zweimal Aluminiumpech bei seinen Angrifssbemühungen. Mit fortwährender Spieldauer erzeugten die Gäste aus Mittelfranken zunehmend mehr Druck auf den Gegner, doch auch dem SVW mangelte es an diesem Tag am Glück im Abschluss. So war das Endergebnis von 0:0 am Ende zwar folgerichtig, brachte aber keines der Teams entscheidend voran. Der Hegauer FV steckt mit fünf Zählern weiter tief im Tabellenkeller, der SV 67 Weinberg weist elf Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze auf und muss sich zudem sorgen, nicht noch weiter in der Tabelle abzufallen. Denn auf den TSV Jahn Calden hat die Mannschaft von Trainer Jürgen Schmidt nur noch zwei Zähler Vorsprung.

Dass der TSV Jahn Calden wieder unmittelbaren Anschluss an die Nichtabstiegsränge hat, hat die Elf von Trainer Jörg Wolff einem 3:1-Heimsieg über den VfB Obertürkheim zu verdanken. In einem Duell, in dem in der ersten Spielhälfte beiden Teams die Bedeutung der Partie anzumerken war, siegten die Gastgeberinnen aus Nordhessen dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang letztendlich verdient, auch wenn die Gäste aus Stuttgart ihrerseits durchaus Chancen hatten, das Spiel für sich zu entscheiden. Franziska Tux brachte den Jahn in der 19. Minute in Führung, doch mit einem abgefälschten Freistoß erzielte Lara Barth kurz vor Ablauf der ersten 45 Minuten den Ausgleich für ihren VfB. Nachdem die Gäste zu Beginn der zweiten Spielhälfte die Chance auf den Führungstreffer auf dem Fuß hatten, diese aber vergaben, kamen die Gastgeberinnen besser ins Spiel. So war es Arlene Rühmer, die nach einer guten Stunde mit einem Schuss von der Strafraumgrenze für die ernuete Führung des TSV Jahn sorgte, ehe in der 76. Minute Johanna Hildebrandt zur Stelle war und nach einem schönen Spielzug auf 3:1 erhöhte. Zwar gab der VfB Obertürkheim nicht auf und hatte Chancen auf den Anschlusstreffer, doch auf der Gegenseite hatten auch die Caldenerinnen Möglichkeiten auf die endgültige Entscheidung. Letztendlich blieb es beim 3:1, wodurch der TSV Jahn Calden (18 Punkte) seinen Vorsprung auf den Spielgegner auf acht Zähler ausbauen konnte.

Einen Tausch der Tabellenplätze hatte das absolute Kellerduell zwischen dem TSV Crailsheim und der TSG Neu-Isenburg zur Folge. Der TSV Crailsheim bezwang die Gäste aus Hessen in einer zerfahrenen Partie mit 3:2 und reichte durch seinen ersten Saisonsieg die rote Laterne an die TSG weiter. Die Weichen auf den Heimsieg schienen früh gestellt zu sein, denn Sophia Klärle und Theresa Frech hatten die Gastgeberinnen mit ihren Treffern im ersten Durchgang mit 2:0 in Front geschossen. Doch nach dem Seitenwechsel kam die TSG stärker auf und belohnte sich für ihre Bemühungen mit zwei Treffern zum 2:2-Ausgleich. Beide Male war Damla Bulut für ihre Farben erfolgreich, wodurch sich das Spiel zwischenzeitlich zu Gunsten der Neu-Isenburgerinnen zu wenden schien. Doch in die Drangphase der Gäste hinein konnten erneut der TSV wieder zuschlagen. Die kurz zuvor eingewechselte B-Juniorin Marlen Schmelzle behielt im Eins-gegen-Eins-Duell gegen die Gästekeeperin die Nerven und vollstreckte in der 84. Minute zum Siegtreffer. Nach dem Schlusspfiff war die Erleichterung beim TSV Crailsheim über den ersten Saisonsieg beinahe greifbar, auch wenn es bei immer noch 14 Zählern Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze in der Rückrunde beinahe eines Wunders bedarf, soll der Klassenerhalt noch erreicht werden. Große Enttäuschung dem gegenüber beim Ausfteiger aus Neu-Isenburg, der nicht nur den Schmerz über die Niederlage wegstecken muss, sondern die Hinrunde auch als Schlusslicht beendet.

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