Frauen-RL: TSV Crailsheim landet Big Points im Abstiegskampf

Da die Begegnung des SV 67 Weinberg gegen den FFC Wacker München der Unbespielbarkeit der Weinberger Spielstätte zum Opfer fiel, fanden auch am 18. Spieltag in der Frauen-Regionalliga Süd nicht alle geplanten Spiele statt. Mit dem FV Löchgau und der SpVgg Greuther Fürth haben lediglich zwei Vereine alle 18 Begegnungen ausgetragen, wohingegen der SV Alberweiler erst 14 Spiele absolviert hat. Auch der FFC Wacker München ist von den zahlreichen Spielausfällen besonders betroffen. So fand zwar Mitte Februar das Nachholspiel der Münchnerinnen in Nürnberg statt, seither beschränkt sich die Tätigkeit im Wacker-Lager jedoch wieder auf Trainingsbetrieb. Umso bedeutender war aufgrund der verzerrten Tabelle und der anstehenden Nachholspiele der Erfolg des TSV Crailsheim über den SV Frauenbiburg, durch den sich die Crailsheimer vorerst von den Abstiegsrängen lösen konnten und nun nur noch drei Zähler Rückstand auf den niederbayerischen Spielgegner aufweisen. Im Rennen um den Aufstieg landeten Eintracht Frankfurt und der SV Alberweiler wichtige Siege.

Der Tabellenführer aus Frankfurt belegte, dass er auch nach der Winterpause ein gewichtiges Wort um die Vergabe der beiden potenziellen Aufstiegsplätze mitsprechen möchte und fuhr gegen die SpVgg Greuther Fürth einen deutlichen 4:0-Heimsieg ein. Gleich drei Treffer erzielte Annika Leber für ihre Eintracht, nachdem zuvor Rosalie Sirna den Spitzenreiter per verwandeltem Strafstoß in Führung geschossen hatte. Damit festigten die Hessen ihre Spitzenposition in der Frauen-Regionalliga Süd, auch wenn die Elf von Christian Yarussi zu den Teams gehört, die lediglich ein Nachholspiel in der Hinterhand haben, um weitere Zähler einzuheimsen. Dem gegenüber mussten die Gäste aus Fürth den nächsten Dämpfer im Kampf um den Klassenerhalt einstecken. Nachdem es nach der Winterpause mit vier Zählern aus zwei Spielern zunächst nach einem Aufwärtstrend der SpVgg aussah, setzte es nun in Frankfurt bereits die zweite Niederlage in Folge für das Tabellenschlusslicht, das zudem die schlechteste Tordifferenz aller Regionalligisten aufweist.

Hinter der Frankfurter Eintracht nimmt derzeit der FC Ingolstadt 04 den zweiten Platz ein, der nach Abschluss der Spielrunde 2017/18 zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur 2. Frauen-Bundesliga berechtigt. Auch ihre zweite Begegnung nach der Winterpause konnten die Oberbayern gewinnen und vergrößerten mit ihrem Erfolg über den SC Sand II zugleich auch den Vorsprung auf die Bundesliga-Reserve aus Südbaden. Zur Matchwinnerin für den FCI avancierte Isabel Wörner, die nicht nur die erste Gästeführung egalisiert hatte, sondern in der 83. Spielminute auch den siegbringenden Treffer für die Mannschaft von Trainer Florian Ächter erzielte. Dazwischen hatte Katharina Schmittmann nur fünf Zeigerumdrehungen nach der neuerlichen Gästeführung zum zwischenzeitlichen 2:2 für den FC Ingolstadt 04 eingenetzt. Der SC Sand II kommt dagegen trotz der beiden Treffer durch Anne Rotzinger und Christine Veth nach der Winterpause noch nicht in Tritt und kassierte nach der Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg in der Vorwoche nun den nächsten Rückschlag. Mit 27 Zählern aus 16 Begegnungen beträgt der Rückstand der Mannschaft von Georg Forscht auf den Tabellenzweiten aus Ingolstadt, der jedoch auch bereits 17 Begegnungen ausgetragen hat, nun sechs Zähler.

Einen hart erkämpften Arbeitssieg fuhr indes der SV Alberweiler beim ETSV Würzburg ein und wahrte damit den Anschluss an die Spitzenränge. Durch die hohe Anzahl an Nachholspielen (4) hat es der Aufsteiger sogar noch in der eigenen Hand, sich an die Tabellenspitze der Frauen-Regionalliga Süd zu hieven, auch wenn der Elf von Trainer Peter Kalmbach ein überaus straffes Programm in den kommenden Wochen bevorsteht. In Würzburg sah es lange nach einem torlosen Remis aus, ehe sich die Gastgeberinnen eine Viertelstunde vor Schluss durch eine gelb/rote Karte personell selbst schwächten. Die daraus resultierende Unordnung wusste der SV Alberweiler für sich zu nutzen und markierte in Person von Lena Bucher den goldenen Treffer zum 1:0-Auswärtssieg. Nachdem die Gäste zuletzt am 14. Spieltag Anfang Dezember im Einsatz waren, stellte der Erfolg in Würzburg einen gelungenen Auftakt nach der Winterpause dar. Dem ETSV Würzburg dürfte es hingegen keinen Trost bringen, dass man nach der 3:7-Niederlage in der Vorwoche beim SV Frauenbiburg nun lediglich einen Gegentreffer hinnehmen musste, nachdem man wieder ohne Zähler vom Feld gehen musste. Mit 13 Zählern aus 16 Begegnungen hängen die Unterfranken tief im Tabellenkeller fest, auch wenn das rettende Ufer noch in unmittelbarer Reichweite ist.

Den letzten Platz, der zum Saisonende den Klassenerhalt mit sich bringt, nimmt nun der TSV Crailsheim ein, der gegen den SV Frauenbiburg mit 2:1 die Oberhand behalten und dadurch in der Tabelle gleich an zwei Mannschaften vorbei ziehen konnte. Sämtliche Treffer der Begegnung fielen dabei zwischen der 20. und 30. Spielminute. Zunächst gingen die Gäste aus Frauenbiburg in Führung, für die Laura Wagenhuber mit ihrem siebten Saisontor verantwortlich zeichnete. Doch der TSV Crailsheim antwortete prompt in Form eines Doppelschlags. Simone Klenk drehte das Spiel mit ihren beiden Treffern zu Gunsten der Gastgeberinnen, die mit ihrem vierten Saisonsieg ein Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt setzen konnten. Dagegen verpassten es die Gäste aus Niederbayern, sich ihrerseits durch einen Erfolf möglicherweise vorentscheidend von der Abstiegszone zu entfernen. Wären es für den SVF mit einem Sieg satte sieben Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone gewesen, muss die Mittrop-Elf bei nun lediglich vier Zählern Polster auf Rang 11 wieder zittern, zumal die Konkurrenz aus Regensburg, Augsburg und Würzburg noch ein Spiel mehr zu bestreiten hat.

Auch der FV Löchgau blickt weiterhin mit bangen Blicken nach unten, auch wenn die Schwaben bereits 21 Zähler auf dem Konto, jedoch auch schon 18 Spiele ausgetragen haben. Gegen den SC Regensburg musste der FVL am Ende  froh sein, zumindest einen Zähler ergattern zu haben, denn den Ausgleichstreffer zum 2:2-Endstand erzielte Alisa Meinzer erst in der Nachspielzeit einer spannenden und umkämpften Partie. Dabei hatte die Begegnung schon früh ein Highlight für die gastgeberinnen zu bieten, denn nach nicht einmal fünf Minuten brachte Meike van Elten ihre Farben in Führung. Doch der SC Regensburg erholte sich vom frühen Rückstand und glich nicht nur durch Luisa Köppel (16. Spielminute) aus, sondern ging im zweiten Durchgang seinerseits durch Julia Claus in Fürhung. Diese hielt bis in die Schlussphase hinein, ehe doch noch Alisa Meinzer zur Stelle war und dem SCR den zweiten Sieg in Folge (nach dem 3:1 über Augsburg am 17. Spieltag) aus den Händen riss.

Wenig Anlass zur Hoffnung auf den Klassenerhalt geben derzeit die Resultate des TSV Schwaben Augsburg. Zwar hat das Urgestein der Frauen-Regionalliga Süd mit 14 Zählern auf der Habenseite den Klassenerhalt noch in den eigenen Händen, doch ist die Ausbeute mit null Punkten und 1:10 Toren nach der Winterpause bislang verheerend. Beim 1. FC Nürnberg befand sich der TSV Schwaben Augsburg schon früh auf der Verliererstraße. Nicht einmal 30 Minuten waren absolviert, da lagen die Gäste schon mit 0:3 in Rückstand. Zwar stabilisierte man sich im weiteren Spielverlauf etwas, doch in der Schlussphase brachen schließlich alle Dämme und der TSV Schwaben musste vier weitere Gegentreffer zur 0:7-Klatsche hinnehmen, was in Anbetracht des so engen Tabellenstandes möglicherweise fatale Folgen am Saisonende haben könnte. Entsprechend positiv ist die Gemütslage natürlich beim 1. FC Nürnberg, der mit Lisa Tietz eine vierfache Torschützin in seinen Reihen hatte. Beinahe unbemerkt haben sich die Club-Frauen, für die Nadine Nischler und Leonie Vogel (2) die weiteren Treffer beisteuerten, ins erweiterte Spitzenfeld vorgearbeitet und liegen mit ihren 29 Zählern aus 16 Begegnungen auf Rang 5 in Lauerstellung.

 

 

 

 

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