Frauen-RL: Verfolger des SC Freiburg II patzen

Als Gewinner des 14. Spieltags in der Frauen-Regionalliga Süd geht erneut der Spitzenreiter SC Freiburg II hervor, der sich selbst gegen den TSV Jahn Calden durchsetzen konnte und zudem davon profitierte, dass die Verfolger aus Frauenbiburg und Löchgau Punkte liegen ließen. Dadurch beträgt der Vorsprung der Breisgauer acht Spieltage vor Saisonende nun bereits acht Zähler. Durch ein torloses Remis beim FSV Hessen Wetzlar II büßte der ETSV Würzburg zwar einen Platz in der Tabelle ein, wahrte gleichzeitig aber seinen Vorsprung auf die Abstiegsränge. Die Hoffnungen des Tabellenschlusslichts aus dem Hegau auf den Klassenerhalt erhalten den nächsten Dämpfer.

Nachdem der Hegauer FV aus seinen vorherigen drei Begegnungen insgesamt fünf Punkte einfahren konnte, wollte die Mannschaft aus Südbaden nun gegen den SC Regensburg nachlegen, um die leise Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben zu erhalten. Doch der Aufsteiger aus der Oberpfalz war mit breiter Brust angereist, spielt die Mannschaft von Trainerin Birgit Fellner doch eine starke Saison und hat sich bereits ein ordentliches Polster auf die Abstiegsränge erspielt. Und einmal mehr konnte sich der SCR auf seine Top-Torjägerin Marina Keilholz verlassen, die nach einer halben Stunde Spielzeit Nervenstärke bewies und einen Strafstoß zum spielentscheidenden Treffer verwandeln konnte. Im weiteren Spielverlauf hielt die Gästeabwehr den Hegauer Angriffen Stand, wodurch der Aufsteiger in der Tabelle auf Rang 4 klettern konnte. Ernüchterung dagegen bei den Gastgeberinnen, die nun wieder zehn Zähler Rückstand aufs rettende Ufer aufweisen.

So groß die Enttäuschung beim Hegauer FV, so groß war die Erleichterung beim FFC Wacker München, der in Nürnberg mit 2:1 die Oberhand behielt und somit seine ersten Zähler im Kalenderjahr 2017 einheimste. In einer heiß umkämpften Partie lag die Wacker-Elf zur Pause nach einem Treffer von Anna Wachal zwar noch mit 0:1 in Rückstand, doch nach einer guten Stunde drehten Lisa Flötzner und Bernadette Angstwurm mit einem Doppelschlag innerhalb von vier Minuten die Partie zu Gunsten der Gäste. Zwar drängte der 1. FCN in der Schlussphase vehement auf den Ausgleich und konnte nach einem Platzverweise gegen Wacker-Spielführerin Caroline Rieger rund 15 Minuten in Überzahl bestreiten, doch mit Glück und Geschick verteidigten die Gäste ihren knappen Vorsprung und durften somit nach dem Schlusspfiff ihren fünften Saisonsieg bejubeln, der den Vorsprung des FFC Wacker auf die gefährdeten Ränge auf sechs Punkte anwachsen ließ. Dagegen fiel der 1. FC Nürnberg hinter den SC Regensburg auf Rang 5 zurück und befindet sich mit 21 Zählern auf der Habenseite jenseits von Gut und Böse.

In einer Partie von großer Bedeutung standen sich der FSV Hessen Wetzlar II und der ETSV Würzburg gegenüber. Die Zweitligareserve aus Wetzlar rangiert auf dem zehnten Rang, der in Abhängigkeit von der Anzahl der Absteiger aus der 2. Frauen-Bundesliga Süd am Saisonende den Abstieg in die Oberliga zur Folge haben kann. Entsprechend motiviert waren die Gastgeberinnen, ihr Punktekonto weiter aufzustocken, zumal sie das Hinspiel in Würzburg bereits mit 3:0 für sich entschieden hatten. Der ETSV Würzburg hatte vor der Begegnung mit 16 Zählern gerade einmal fünf Punkte mehr als der FSV Hessen und war bestrebt, seinen Vorsprung möglichst auszubauen. Da es jedoch den Sturmreihen beider Teams an Durchschlagskraft fehlte, trennten sich die Kontrahenten mit einem torlosen Unentschieden. Bemerkenswert war dabei besonders, dass Schiedsrichterin Felina Dietsch trotz der Bedeutung der Partie für beide Teams ohne eine einzige Verwarnung auskam.

Dagegen befindet sich das Überraschungsteam aus der Hinrunde weiterhin auf der Suche nach seiner Form, bereits seit vier Spieltagen wartet der FV Löchgau nun auf seinen achten Saisonsieg und verliert dadurch zunehmend den Anschluss an den Spitzenreiter aus Freiburg, mit dem man sich über die Winterpause noch auf Augenhöhe befand. In der torreichsten Partie des 14. Spieltages unterlag die Elf von FVL-Trainerin Stefanie Schuster dem TSV Schwaben Augsburg mit 2:3. Dabei erwischten die Gäste aus Augsburg einen Start nach Maß in die Partie, Selina Schmidt konnte bereits den ersten Schwaben-Angriff zur Führung nutzen. Nach 30 Minuten legte Mona Budnick zum 0:2 nach, ehe die Zuschauer lange auf den nächsten Treffer warten mussten. In der 80. Spielminute verkürzte Tanja Arnold für den FV Löchgau, was bei den Gastgeberinnen wieder Hoffnung auf einen Punktgewinn aufkeimen ließ. Doch erneut war es Mona Budnick, die für den TSV Schwaben die umgehende Antwort parat hatte und den alten Abstand wieder herstellte. In der vierten Minute der Nachspielzeit konnte zwar Lisa Gayer erneut für den FVL verkürzen, doch fiel dieser Treffer zu spät, um noch entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Partie zu haben.

Neben dem FV Löchgau leistete sich mit dem SV Frauenbiburg auch ein weiterer Verfolger des Spitzenreiters am 14. Spieltag einen Ausrutscher, wobei die Elf von Trainerin Nina Mittrop gegen den FC Ingolstadt 04 beim 2:2-Remis immerhin einen Zähler einfuhr. Die Gastgeberinnen aus Niederbayern sahen sich sogar zweimal einem Rückstand ausgesetzt, nachdem erst Jana Helmschmidt, später dann Nadine Zenger für ihren FCI einnetzen konnten. Doch der Tabellenzweite konnte auf die Treffer jeweils mit eigenen Torerfolgen antworten, für die Anita Wimmer und Franziska Höllrigl verantwortlich zeichneten. Da alle vier Treffer in diesem Spiel bereits im ersten Durchgang fielen, zeigte der Videowürfel bereits zur Halbzeitpause das spätere Endergebnis an. Für den SV Frauenbiburg war es erst das zweite Mal in der Spielzeit 2016/17, dass die Abwehr mehr als einen Gegentreffer in einer Begegnung hinnehmen musste.

Weniger Gegentore als der SV Frauenbiburg kassierte lediglich der Spitzenreiter SC Freiburg II, dessen Torhüterin Louisa Moser auch gegen den TSV Jahn Calden eine weiße Weste wahrte. Dennoch hatte der Tabellenführer gegen das Kellerkind aus Nordhessen mehr Mühe als erwartet. Nach einer torlosen ersten Spielhälfte brach Vanessa Ziegler in der 56. Spielminute schließlich den Bann, ehe Sabine Stoller nur wenige Minuten später auf 2:0 erhöhen konnte. Dies sollte jedoch auch der letzte Treffer des Tages bleiben, wodurch mit dem Schlusspfiff ein hart erkämpfter 2:0-Arbeitssieg des Ligaprimus‘ zu Buche stand. Der TSV Jahn Calden hingegen schrammte nur knapp an einem Achtungserfolg vorbei und sieht sich mit lediglich neun Punkten auf der Habenseite weiterhin einer äußerst prekären Situation ausgesetzt. Der Rückstand auf den Tabellenneunten aus Würzburg beträgt bereits acht Zähler.

 

 

 

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