Juniorinnen-Futsal: 1. FFC Frankfurt und SC Freiburg feiern Meisterschaften

Spannender hätte die 4. Auflage der Süddeutschen Futsal-Meisterschaften der C-Juniorinnen in Wertheim (Baden) kaum verlaufen können. Erst die letzten beiden Begegnungen des Wettbewerbs brachten eine Entscheidung darüber, welche beiden Teams den SFV bei den Deutschen Futsal-Meisterschaften am 14. März 2021 in Wuppertal vertreten. Letztlich setzten sich der 1. FFC Frankfurt als neuer Süddeutscher Meister sowie der Karlsruher SC als Vizemeister durch und freuen sich auf ihr nächstes Futsal-Highlight. Vor Beginn des Turniers setzten alle teilnehmenden Mannschaften ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Gewalt.

Mit einem knappen 1:0-Erfolg über
den Bayerischen Meister SpVgg Greuther Fürth startete der 1. FFC Frankfurt
erfolgreich in das Turnier. In ihrer folgenden Partie gegen den SV Alberweiler
(Württembergischer Meister) mussten sich die Hessinnen zwar mit einem 1:1-Remis
begnügen, doch ließen sie anschließend den höchsten Sieg des Tages folgen: Mit
dem 6:0-Erfolg über den Südbadischen Meister Hegauer FV setzten die
FFC-Juniorinnen nicht nur ein dickes Ausrufezeichen, sondern bereiteten sich
selbst auch eine hervorragende Ausgangslage im Hinblick auf die Qualifikation
für den DFB-Wettbewerb. Diese machte der 1. FFC Frankfurt schließlich mit einem
weiteren Sieg (3:0) über den Karlsruher SC perfekt. Mit 10 Punkten aus vier
Begegnungen, in denen der Hessische Meister lediglich einen Gegentreffer
hinnehmen musste, feierte das Team um Trainer Mirko Tinz nach Abschluss des
Wettbewerbs auch den hochverdienten Titel des Süddeutschen Meisters 2020,
Spielführerin Jana Faude nahm freudestrahlend die Meisterschale aus den Händen
von Daniela Quintana (SFV-Verantwortliche für Mädchenfußball) in Empfang.

Für den Karlsruher SC war die
Ausgangslage vor seinem letzten Turnierspiel klar: Mit vier Zählern auf der
Habenseite (2:0 über den Hegauer FV, 2:2 gegen den SV Alberweiler und 0:3 gegen
den 1. FFC Frankfurt) brauchte es zwingend einen Sieg über die SpVgg Greuther
Fürth, um sich als Süddeutscher Vizemeister für die Deutsche Meisterschaft zu
qualifizieren. Da jedoch auch die Fürther aus ihren vorherigen drei Begegnungen
vier Punkte eingefahren hatten (0:1 gegen Frankfurt, 4:0 gegen den Hegauer FV,
1:1 gegen den SV Alberweiler), wurde das direkte Duell der beiden Teams zu
einem echten Endspiel um Rang 2 und das damit verbundene Ticket zum
DFB-Turnier. Lange Zeit hielten sich beide Abwehrreihen schadlos, ehe der KSC
doch zuschlagen konnte. Mit der Führung im Rücken spielte der Badische Meister
anschließend befreit auf und legte in der Schlussminute den entscheidenden
Treffer zum 2:0-Endstand nach. Damit überflügelten die Karlsruherinnen auf der
Zielgeraden noch den SV Alberweiler, der das Turnier zwar ungeschlagen beendete
(ein Sieg, drei Unentschieden), schlussendlich aber mit dem Bronzerang Vorlieb
nehmen musste.

Daniela Quintana sowie Florian
Weißmann und Rouven Ettner (SFV-Vorstandsmitglieder) gratulierten im Rahmen der
Siegerehrung allen teilnehmenden Mannschaften zu einem attraktiven und
sportlich überaus fair geführten Wettbewerb. „Die teilnehmenden Mannschaften sind
als Meister ihres Landesverbandes zur Süddeutschen Meisterschaft gereist,
wodurch wir hier tatsächlich die fünf besten süddeutschen Futsal-Teams dieser
Saison gesehen haben. Alle Teams sind dem auch gerecht geworden und haben den
Zuschauer/innen tollen Hallensport geboten. Wir gratulieren dem 1. FFC
Frankfurt sowie auch dem Karlsruher SC zum heutigen Erfolg und drücken alle
Daumen dafür, dass beide Teams ihre Erfolgsserie dann auch in Wuppertal
fortsetzen können.“ so Ettner.

Im Anschluss an das Turnier der C-Juniorinnen folgte die Süddeutsche Meisterschaft der B-Juniorinnen ebenfalls in der hervorragend präparierten Wertheimer Main-Tauber-Halle. Als Meister der süddeutschen Landesverbände hatten sich ausschließlich Teams aus der B-Juniorinnen-Bundesliga qualifiziert. Und das Kräftemessen der B-Juniorinnen stand dem vorherigen Wettbewerb der jüngeren Altersklasse in puncto Spannung in nichts nach.

Mit der Schlusssirene der letzten
Begegnung standen gleich drei Mannschaft mit gleicher Punktzahl auf den
vorderen Rängen, sodass der direkte Vergleich unter diesen drei Mannschaften
den Ausschlag darüber geben musste, welche beiden Teams zu den Deutschen
Meisterschaften der B-Juniorinnen nach Wuppertal fahren. Bis drei Sekunden vor
Ende des Turniers wähnte sich dabei noch der Titelverteidiger, SV Alberweiler,
erneut als Süddeutscher Meister. Doch durch einen Last-Minute-Gegentreffer gab
der Württembergische Meister den erneuten Titelgewinn noch aus der Hand und
musste den SC Freiburg in der Tabelle passieren lassen. Immerhin durfte sich
der SV Alberweiler mit der Vizemeisterschaft und der Qualifikation für den
DFB-Wettbewerb trösten, wohingegen die TSG 1899 Hoffenheim das bittere
Nachsehen hatte.

Dabei hatten die
Hoffenheimerinnen einen Auftakt nach Maß in die Süddeutsche Meisterschaft
erwischt. Einem souveränen 3:0-Sieg über den Hessischen Meister SC Dortelweil
ließ der Badische Meister einen knappen 2:1-Sieg über den FC Bayern München
folgen und hatte damit die Maximalausbeute von sechs Zählern aus zwei Partien
eingeheimst. Das anschließende Remis gegen den SC Freiburg hielt die Hoffnung
am Leben, ehe die TSG im letzten Turnierspiel trotz zweimaliger Führung eine
2:3-Niederlage gegen den SV Alberweiler hinnehmen musste, welche letztendlich
zum Leidwesen der badischen Fans dafür sorgte, dass die TSG das Turnier auf dem
undankbaren dritten Rang beendete.

Genau umgekehrt lief es für den
Bayerischen Meister aus München. Zwei Niederlagen zum Auftakt (1:2 gegen
Hoffenheim, 0:1 gegen den SV Alberweiler) ließen die Hoffnungen auf die Teilnahme
an den Deutschen Meisterschaften schon auf ein Minimum sinken. Die zwei
darauffolgenden Siege über Dortelweil (3:0) und den SC Freiburg (2:1) sorgten
zwar für ein versöhnliches Ende der Futsal-Saison des FC Bayern, doch reichte
es dennoch am Ende „nur“ zu Rang 4 bei der Süddeutschen Meisterschaft.

Groß war der Jubel des SC
Freiburg nach Turnierende. Zwar hatten die Breisgauerinnen es in ihrer letzten
Begegnung durch die Niederlage gegen den FC Bayern zunächst verpasst, sich aus
eigener Kraft zum Süddeutschen Meister zu krönen. Doch der SC Dortelweil
leistete im letzten Turnierspiel unverhoffte Schützenhilfe gegen den SV
Alberweiler, als er aus einem 0:2-Rückstand eben jene drei Sekunden vor Ende
noch ein 2:2 machte. Für den SC Freiburg bedeutete dies, dass seine sieben
Zähler dank der Ergebnisse gegen die schlussendlich punktgleichen Konkurrenten
(1:0 gegen Alberweiler, 0:0 gegen Hoffenheim) doch noch zum Turniersieg reichen
sollten.

Besondere Wertschätzung erfuhr
die Süddeutsche Meisterschaft der B-Juniorinnen auch durch die Anwesenheit von
U17-Nationaltrainerin Friederike Kromp, die vor der Siegerehrung im Rahmen
eines Interviews auch Einblicke in ihre fußballerische Vergangenheit gab und
dabei bedauerte, dass zu ihrer aktiven Zeit noch kein Futsal gespielt wurde.
Darüber hinaus zollte sie den teilnehmenden Mannschaften großen Respekt für die
in Wertheim dargebotenen Leistungen.

Kromp nahm dann auch gemeinsam mit Daniela Quintana
und Rouven Ettner die Siegerehrung vor. Während beim SV Alberweiler noch
gemischte Gefühle über Rang 2 vorherrschten, fiel die Freude des SC Freiburg
über den Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft entsprechend groß aus. „Dass
hier ausnahmslos Bundesligisten am Start waren, hat sich auch im Niveau der
Spiele gezeigt. So eine denkbar knappe Entscheidung über die Qualifikation zu
den Deutschen Meisterschaften belegt, wie ausgeglichen das heutige Turnier war.
Dazu haben alle Mannschaften ihren Teil beigetragen, wozu wir sehr herzlich
gratulieren. Dem SC Freiburg und dem SV Alberweiler wünschen wir nun viel
Erfolg in Wuppertal, den Spielerinnen aller Teams natürlich weiterhin eine
erfolgreiche und hoffentlich verletzungsfreie Karriere.“  erklärte Ettner, ehe er die Meisterschale in
die Freiburger Hände übergab. Einen großen Applaus gab es von den Mannschaften,
ihren Trainern und Betreuern sowie den Zuschauern für den FC Wertheim-Eichel,
der das Turnier mit zahlreichen Helfern bestens vorbereitet und auch im Verlauf
des Tages keine Wünsche offen gelassen hatte. Daniela Quintana dankte dem
Verantwortlichen Roland Grottenthaler stellvertretend für den gesamten Verein.

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