Nachholspiele Frauen-RL: Turbulente Schlussphase in Weinberg

Drei Nachholspiele standen am Maifeiertag in der Frauen-Regionalliga Süd auf dem Programm. Und auf allen Plätzen wurden die Zuschauer mit reichlich Toren verwöhnt, insgesamt 19 Treffer fielen in den drei Partien. Besonders torhungrig zeigten sich dabei der SV Alberweiler und der SC Sand II, am spannendsten verlief jedoch das Duell zwischen dem SV 67 Weinberg und dem FFC Wacker München.

Mit einem Sieg über die Gäste aus München hätte der SV 67 Weinberg zumindest vorläufig den Spitzenreiter Eintracht Frankfurt überflügeln und sich damit eine noch bessere Position im Rennen um die beiden ersten Tabellenplätze erspielen können. Und es sah in der umkämpften Begegnung auch zunächst so aus, als sollte dies der Mannschaft von Spielertrainerin Christina Schellenberg gelingen, die höchstpersönlich für den Führungstreffer ihrer Farben im ersten Durchgang verantwortlich zeichnete. Doch davon ließen sich die Gäste aus der Landeshauptstadt nicht beirren und boten den gastgeberinnen weiterhin Paroli. Dies zahlte sich in der 57. Spielminute aus, als Anja Katharina Kömpel zum Ausgleich für den FFC Wacker einnetzen konnte. Das 1:1 hatte dann bis in die Schlussphase hinein bestand, in der sich aber die Ereignisse dann überschlagen sollten. Zunächst brachte Verena Pfeifer mit ihrem Treffer in der 80. Minute die Münchnerinnen erstmals in Front, worauf der SV 67 Weinberg aber gerade einmal vier Zeigerumdrehungen später in Person von Top-Torjägerin Nina Heisel die passende Antwort fand. Und als die Nachspielzeit schon angebrochen war, gelangten die Gäste scheinbar erneut auf die Siegerstraße, denn Verena Pfeifer markierte ihren zweiten Treffer des Tages und sorgte für Jubel auf Seiten der Mannschaft von Wacker-Coach Stefan Schubert. Doch damit war das letzte Wort noch nicht gesprochen, denn der Münchner Jubel war noch nicht verhallt, da hatten die Gastgeberinnen abermals zurückgeschlagen. Linda Danowski traf zum 3:3-Endstand in einem von Emotionen geprägten Spiel mit einem dramatischen Schussspurt. Als Tabellenzweiter weist der SV 67 Weinberg nun fünf Zähler Vorsprung auf den SV Alberweiler auf, der jedoch noch ein Spiel mehr als die Schellenberg-Elf zu absolvieren hat.

Zwei Verfolger des Spitzenduso trafen in Alberweiler aufeinander. Der gastgebende SVA empfing den FC Ingolstadt 04, der jedoch zwei Tage zuvor bei der Niederlage in Weinberg seine fast schon letzte Aufstiegschance verspielt hatte. Dies merkte man jedoch den Gästen zunächst nicht an, was sich auch im Führungstreffer durch Vanessa Haim ausdrückte.

SV Alberweiler – FC Ingolstadt 04 (Foto: Peter Herle)

Doch der Schock saß beim SV Alberweiler nicht allzu tief, noch vor dem Seitenwechsel drehte das Team von Trainer Peter Kalmbach die Partie zu seinen Gunsten. Tamara Würstle und Svenja Herle sorgten für die Pausenführung der Gastgeberinnen, die das Tempo auch zu Beginn der zweiten Spielhälfte hochhielten. Erneut Tamara Würstle und Sibel Meyer belohnten ihre Farben mit weiteren Treffern zum zwischenzeitlich 4:1, womit die Begegnung beinahe schon entschieden war. Zwar konnte Alina Mailbeck eine knappe Viertelstunde vor Spielende nochmals für die Gäste aus Oberbayern verkürzen, doch in der 86. Spielminute stellte Annika Enderle mit ihrem Treffer den alten Abstand und damit zugleich den 5:2-Endstand her. Die Aussichten des Aufsteigers aus Baden-Württemberg darauf, die Saison 2017/18 in der Frauen-Regionalliga Süd unter den besten drei Mannschaften zu beenden, sind damit weiter gestiegen, denn mit dem FC Ingolstadt 04 hatte der SV Alberweiler seinen unmittelbaren Verfolger geschlagen und belohnt sich weiterhin für eine äußerst beeindruckende Saison.

Kurzen Prozess machte indes der SC Sand II mit dem bereits als Absteiger feststehenden Schlusslicht ETSV Würzburg und sicherte sich damit auch rechnerisch den Klassenerhalt. Schon zur Pause lag die Bundesliga-Reserve mit 5:0 beinahe uneinholbar in Führung, ehe es die Südbadnerinnen dann im zweiten Durchgang etwas ruhiger angehen ließen. Immerhin hatte der Treffer von Nina Dong zum 6:0-Endergbenis zur Folge, dass der SC Sand II nun mit 66 erzielten Treffern die aktuell erfolgreichste Angriffsreihe der Frauen-Regionalliga Süd vorzuweisen hat. Vor dem Seitenwechsel hatten Anne Rotzinger (2), Christine Veth, Selina Huenerfauth und Madeleine Kurek für klare Verhältnisse gesorgt und sich dabei vielleicht auch ein bisschen den Frust über eine nicht immer überzeugende Rückserie von der Seele geschossen.

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