Nachholspiele in der Frauen-Regionalliga Süd

Mit vier Nachholspielen endete der Spielbetrieb in der Frauen-Regionalliga Süd für das Kalenderjahr 2019. Durch einen klaren Heimsieg über den Hegauer FV kann Eintracht Frankfurt den SC Sand II überflügeln und überwintert als Tabellendritter. Der SV 67 Weinberg verpasst es dagegen, sein Polster auf die Abstiegszone entscheidend auszubauen.

Bereits nach nicht einmal 25 Minuten hatte die Frankfurter Eintracht gegen den Hegauer FV für klare Verhältnisse gesorgt. Vanessa Klich mit zwei Treffern sowie Kaho Fushiki hatten zu diesem Zeitpunkt schon eine beruhigende 3:0-Führung für die ambitionierte Mannschaft vom Main herausgeschossen und ließen keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Hessen den Rückstand auf Spitzenreiter und Wintermeister SC Freiburg II mit aller Macht verkürzen wollten. Mit dem deutlichen Vorsprung im Rücken ließ es die Eintracht in der Folge allerdings etwas ruhiger angehen, dennoch ergaben sich weitere Möglichkeiten, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Es sollte jedoch bis zum Schlusspfiff nur noch ein weiteres Tor fallen, für das erneut Kaho Fushiki verantwortlich zeichnete, die vom Elfmeterpunkt aus die Nerven behielt und und der 75. Minute den 4:0-Endstand herstellte. Mit nun 32 Punkten aus 15 Begegnungen blickt die Eintracht auf einen zufriedenstellenden Saisonverlauf zurück und hat bei fünf Zählern Rückstand zur Tabellenspitze nach der Winterpause noch alle Chancen, den Angriff nach ganz oben zu starten. Dem gegenüber kassierten die Gäste aus dem Hegau bereits ihre zwölfte Niederlage. Lediglich sechs erzielte Treffer ließen ein besseres Abschneiden der Südbadner nicht zu, die sich bei gerade einmal fünf Punkten auf der Habenseite gedanklich mit dem Abstieg in die Oberliga befassen müssen.

Zum Abschluss des Jahres ließ es der SV Alberweiler gegen den FC Forstern nochmals richtig krachen und sorgte damit für einen gelungenen Übergang in die Winterpause. Schon zur Halbzeit schien eine Vorentscheidung zu Gunsten der Gastgeberinnen gefallen zu sein, denn Katharina Rapp, Tamara Würstle und Vera Ellgass hatten mit ihren Treffern für einen Zwischenstand von 3:0 zu Gunsten des Teams von SVA-Trainerin Chantal Bachteler gesorgt. Zwar markierte Sandra Obermeier zu Beginn der zweiten Spielhälfte den Anschlusstreffer für die Gäste aus Oberbayern, doch im direkten Gegenzug war Lena Bucher wieder für den SV Alberweiler erfolgreich. Das gleiche Bild ergab sich nur wenige Minten später: erneut verkürzte Sandra Obermeier für den FC Forstern, doch damit war wieder nur für wenige Augenblicke Spannung angesagt, denn Vera Ellgass erhöhte umgehend auf 5:2. Damit war die Moral der Gäste gebrochen, die kurz vor Spielende sogar noch das 6:2 durch Malin Frisch hinnehmen mussten. Mit 29 Punkten auf dem Konto liegt der SV Alberweiler trotz eines durchwachsenen Saisonstarts auf Rang 5 in Lauerstellung und hofft nach der Winterpause auf Ausrutscher der Spitzenteams. Der FC Forstern weist 18 Punkte auf und überwintert damit auf dem ersten Abstiegsrang, allerdings beträgt der Rückstand der Herberholz-Elf aufs rettende Ufer lediglich drei Zähler.

Katharina Rapp erzielt hier den Treffer zum 1:0 für den SV Alberweiler im Spiel gegen den FC Forstern. Am Ende stand in einem chancenreichen Spiel ein 6:2-Heimsieg für den SVA zu Buche (Bild: Peter Herle).

Zwei gänzlich unterschiedliche Halbzeiten bekamen die Zuschauer/innen in Nürnberg zu sehen, wo sich die gastgebenden Clubfrauen mit dem FSV Hessen Wetzlar maßen. Die Gastgeberinnen drückten der Partie im ersten Durchgang ganz deutlich ihren Stempel auf und belohnten sich mit dem Führungstreffer durch Nastassja Lein. Der Nackenschlag folgte jedoch kurz nach Anpfiff der zweiten Spielhälfte, als ein Nürnberger Eigentor den Gästen aus Mittelhessen den Ausgleich bescherte. Davon beflügelt löste sich der FSV Hessen Wetzlar aus der Nürnberger Umklammerung und kreierte seinerseits Chancen auf den Führungstreffer, die jedoch ungenutzt blieben. Und dass es schlussendlich nicht doch einen Sieg des 1. FC Nürnberg gab, hatten die Gäste ihrer Torhüterin Janina Beffart zu verdanken, die einen Strafstoß parieren konnte und ihrem Team damit den Zähler festhielt. Beide Teams überwintern nun in direkter Tabellennachbarschaft zueinander. Während der 1. FC Nürnberg mit 28 Zählern auf Rang 6 liegt, folgt der FSV HessenWetzlar mit 24 Zählern direkt dahinter, hat aber im Februar noch ein Nachholspiel gegen das Schlusslicht TSG Neu-Isenburg in der Hinterhand.

Einen Befreiungsschlag erhoffte sich der Zweitliga-Absteiger SV 67 Weinberg zum Abschluss des Jahres im Heimspiel gegen den VfB Obertürkheim. Mit einem Sieg hätten die Mittelfranken den Aufsteiger aus Stuttgart um satte zehn Zähler distanzieren und ihr Polster auf die Abstiegszone weiter ausbauen können. Doch der VfB Obertürkheim hatte etwas dagegen einzuwenden, denn man erhoffte sich selbst den Anschluss ans rettende Ufer. So entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem sich beide Teams zwischenzeitlich berechtigte Hoffnungen auf einen dreifachen Punktgewinn machen durften. Zunächst war Maren Haberäcker für die Gastgeberinnen zur Stelle und netzte in der 25. Minute zur Führung ihrer Farben ein, die auch zur Halbzeit noch Bestand haben sollte. Nach dem Seitenwechsel begann dann aber die Phase des VfB Obertürkheim, der erst in Person von Sophie Gairing ausgleichen (50. Minute) und dann eine knappe Viertelstunde später seinerseits in Führung gehen konnte. Teresa Böpple hatte ihren sechsten Saisontreffer markiert und damit für Jubel auf Seiten des Aufsteigers gesorgt. Allerdings gab sich auch der SV 67 Weinberg nicht geschlagen und konnte erneut ausgleichen, wieder war Maren Haberäcker erfolgreich. Beim 2:2 sollte es schließlich bis zum Spielende bleiben, denn in den letzten 20 Minuten der Begegnung ließen die Abwehrreihen beider Teams keinen weiteren Treffer zu.

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