Frauen-RL: Nürnberg weiter unaufhaltsam

Mit einem Erfolg über den bis dahin noch ungeschlagenen VfB Obertürkheim baut der 1. FC Nürnberg seine Siegesserie in der Frauen-Regionalliga Süd weiter aus. Der TSV Jahn Calden verteidigt die Tabellenspitze in der Qualigruppe 1 mit einem knappen Sieg über die Kickers Offenbach, der Karlsruher SC bleibt den Nordhessen aber auf den Fersen.

Nachdem der TSV Jahn Calden in der Vorwoche das Spitzenspiel beim Karlsruher SC für sich hatte entscheiden können, ging er nun erstmals als Tabellenführer ins Rennen. Im hessischen Aufeinandertreffen gegen den Aufsteiger Kickers Offenbach hatte der TSV Jahn aber ein hartes Stück Arbeit zu verrichten, um den Platz an der Sonne behaupten zu können. Letztendlich fiel in der hart umkämpften Partie lediglich ein Treffer, der somit zugleich auch siegbringend war. Einmal mehr wurde Johanna Hildebrandt zur Caldener Matchwinnerin, als sie nach einer Viertelstunde den Treffer des Tages erzielte. Damit belohnte sie ihre Mannschaft für eine starke Anfangsphase, denn zu Beginn des Spiels dominierten die Gastgeberinnen die Partie. Die Überlegenheit des Spitzenreiters hielt auch nach dem Führungstreffer noch an, bis zur Pause wäre ein höherer Vorsprung nicht unverdient gewesen. Nach dem Seitenwechsel kamen jedoch die Gäste auf Offenbach stärker auf und gestalteten das Spiel ausgeglichen. Jedoch blieben einige Torchancen zum Ausgleich ungenutzt, sodass die Kickers-Frauen die Heimreise ohne einen Zählöer im Gepäck antreten mussten. Nach seinem fünften Sieg im sechsten Saisonspiel (bei einem Remis) nimmt der TSV Jahn Calden immer deutlicher Kurs auf die Meisterrunde, wohingegen die Offenbacher durch ihre dritte Saisonniederlage gleich zwei Ränge in der Tabelle einbüßten und sich nun in der unteren Tabellenhälfte befinden.

Beim Karlsruher SC wirkte sich die in der Vorwoche gegen Calden erlittene, erste Saisonpleite scheinbar als Motivationsspritze aus, denn im nächsten Spitzenspiel beim Tabellennachbarn SC Sand II machte der Aufsteiger aus Nordbaden gleich ordentlich Dampf. So war die Begegnung quasi mit Ablauf der ersten 45 Minuten bereits entschieden, der KSC lag zu diesem Zeitpunkt schon mit 4:0 in Führung. Lisa-Marei Halm (13.‘), Anna Rogee (21.‘), Nele Schomaker (30.‘) und Pia Züfle (37.‘) ließen mit ihren Treffern keinen Zweifel daran aufkommen, dass der KSC Wiedergutmachung betreiben wollte. Mit dem sicheren Vorsprung im Rücken gingen es die Gäste aus der Fächerstadt im zweiten Durchgang offensiv ruhiger an, ohne dass sie dabei die Konzentration in der Defensive verloren. So sollten in den zweiten 45 Minuten keine weiteren Treffer fallen. Mit nunmehr 15 Zählern auf der Habenseite bleibt der letztjährige Oberligist aus Karlsruhe dem Tabellenführer aus Calden weiter dicht im Nacken und scheint bereits zu einem frühen Zeitpunkt in der neuen Saison auf gutem Weg, auch in der Regionalliga ein gewichtiges Wort um den Aufstieg mitreden zu können. Die Heimelf aus Sand musste zwar ihre zweite Saisonniederlage hinnehmen, bleibt aber mit ihren 12 Punkten aus nunmehr sechs Begegnungen als Tabellendritter weiter in Schlagdistanz zur Tabellenspitze.

Noch deutlicher als in Sand gestaltete sich das Halbzeitergebnis in Neu-Isenburg, wo die gastgebende TSG im Lokalderby die dritte Mannschaft der Frankfurter Eintracht zu Gast hatte. Doch das Schlusslicht aus Neu-Isenburg hoffte vergeblich auf die eigenen Gesetze eines Derbies, denn von Beginn an hatte die Heimelf gegen die Eintracht wenig zu bestellen. In einer furiosen Anfangsphase raubten die Gäste aus der Mainmetropole den Gastgeberinnen jegliche Hoffnung auf einen Punktgewinn. Lisa Mundt, Vanessa Klich und Kaho Fushiki hatten bereits nach elf Minuten einen 3:0-Vorsprung ihrer Eintracht herausgeschossen. Erneut Lisa Mundt und Leonie Springer legten in der Schlussphase des ersten Durchgangs nach und schraubten das Zwischenergebnis auf 0:5. Wesentlich ärmer an Ereignissen ging es in der zweiten Spielhälfte her, lange sah es so aus, als sollte kein weiterer Treffer fallen. Doch in der 83. Minute war wieder Kaho Fushiki für ihre Frankfurterinnen zur Stelle und besiegelte mit ihrem zweiten Treffer des Tages den 0:6-Endstand. Während die Eintracht durch den Kantersieg den Anschluss an die obere Tabellenhälfte wahrte, herrscht in Neu-Isenburg beim Blick auf die Tabelle Tristesse. Noch ohne Punktgewinn, aber mit bereits 28 Gegentreffern ziert die TSG das Tabellenende der Qualigruppe 1 und muss sich auf einen harten Kampf gegen den Abstieg in die Hessenliga einstellen.

Im Kampf um den Klassenerhalt befindet sich überraschend auch der Vorjahresmeister SC Freiburg II, der in seinem Heimspiel gegen den FSV Hessen Wetzlar auf einen Wendepunkt in Form des zweiten Saisonsiegs gehofft hatte. Doch diese Hoffnung erhielt bereits nach einer knappen Viertelstunde den ersten Dämpfer, als Jaqueline Klippert zur Wetzlarer Führung einnetzen konnte. Auch danach ließen die Gäste den Titelverteidiger nicht wirklich ins Spiel kommen und belohnten sich für ihre Überlegenheit noch vor dem Seitenwechsel mit dem zweiten Treffer, für den Alina Ortega Jurado mit einem sehenswerten Weitschuss verantwortlich zeichnete. Auch in Durchgang fanden die Gastgeberinnen kein Durchkommen gegen einen sicheren Wetzlarer Defensivverbund. So verwalteten die Gäste ihren Vorsprung souverän und steuerten ihrem zweiten Saisonsieg entgegen, den schließlich Ann-Kathrin Kundermann in der Schlussminute mit dem Treffer zum 0:3 endgültig perfekt machte. Mit einer nun ausgeglichenen Bilanz (je zwei Siege, Niederlagen und Remis) schaffte der FSV Hessen Wetzlar den Sprung in die obere Tabellenhälfte und hat nach dem spielfreien Wochenende im Heimspiel gegen die TSG Neu-Isenburg eine Pflichtaufgabe vor der Brust.

Auch in der Qualigruppe 2 gibt es mit dem 1. FC Nürnberg und dem SV 67 Weinberg noch zwei Teams ohne Niederlage. Während aber der 1. FC Nürnberg souverän an der Tabellenspitze steht, gestaltet sich der Kampf um den Sprung in die Meisterrunde enorm spannend, denn den Tabellenzweiten trennen gerade einmal zwei Zähler vom Tabellensechsten.

Vor dem sechsten Spieltag waren es noch drei ungeschlagene Teams gewesen, denn auch der VfB Obertürkheim hatte in all seinen Begegnungen bislang stets mindestens einen Zähler einfahren können. Doch im Spitzenspiel beim 1. FC Nürnberg erwischte es den VfB nun mit seiner ersten Saisonniederlage. Diese bahnte sich schon früh im Spiel an, denn nach gerade einmal fünf vollen Zeigerumdrehungen brachte Sophie Fournier die Clubfrauen in Führung, was den 1. FCN weiter beflügelte, auch wenn die Torschützin unmittelbar nach ihrem Treffer verletzt ausgewechselt werden musste. In einem umkämpften Spiel zeigten beide Teams anschließend, dass sie über starke Abwehrreihen verfügen. So sollte zunächst für längere Zeit kein weiterer Treffer fallen. Erst in der 65. Minute gab es wieder Grund zu Jubeln, erneut auf Seiten der Gastgeberinnen. Nadja Burkard hatte auf 2:0 erhöht und ihre Farben damit endgültig auf die Siegerstraße gebracht. Die endgültige Entscheidung verpasste die unmittelbar zuvor eingewechselte Leonie Vogel, die in der 75. Minute am Aluminium des gegnerischen Gehäuses scheiterte. Doch auch so ließ der Club in der Schlussphase nichts mehr anbrennen und wahrte mit seinem vierten Sieg im vierten Saisonspiel die makellose Bilanz. Trotz seiner ersten Saisonniederlage belegt der VfB Obertürkheim unverändert Rang 3, der nach Abschluss der Qualifikationsphase den Sprung in die meisterrunde mit sich bringt. Nach dem anstehenden, spielfreien Wochenende empfangen die Stuttgarterinnen dasd Tabellenschlusslicht aus Crailsheim und könnten mit einem Heimsieg ihre Ausgangslage weiter verbessern.

Dafür, dass es in der Tabelle der Qualigruppe 2 äußerst eng zugeht, sorgte der FC Forstern, der als Tabellenvorletzter den SV Alberweiler zu Gast hatte. Die Oberbayern gingen gegen die Gäste aus Württemberg, die in den vergangenen Jahren stets an der Tabellenspitze der Frauen-Regionalliga Süd mitmischten, von Beginn an konzentriert zu Werke. So entwickelte sich eine Begegnung auf Augenhöhe, in der beide Teams darauf bedacht waren, hinten kein Risiko einzugehen. Demzufolge schaute es lange so aus, als würden sich die Mannschaften mit einem torlosen Unentschieden voneinander trennen, ehe in der 73. Minute doch noch der Dosenöffner folgte. Martina Mittermaier hatte den vielumjubelten Führungstreffer für die Heimelf aus Forstern erzielt und zugleich den Knoten bei der Elf von FCF-Coach Thilo Herberholz gelöst. Damit war der SV Alberweiler gezwungen, in der Schlussphase alles in eine Waagschale zu werfen, um doch noch den Ausgleich zu erzielen. Doch fehlte den Gästen an diesem Tag das nötige Quäntchen Glück, denn die Heimkeeperin Christina Kneißl konnte nicht bezwungen werden. Stattdessen nutzte der FC Forstern den sich bietenden Raum für Konter und markierte in Person von Franziska Stimmer in der vorletzten Spielminute das entscheidende 2:0. Trotz ihres zweiten Saisonsieges verbleiben die Gastgeberinnen auf Tabellenrang 6, stellten jedoch den Anschluss an die obere Tabellehälfte wieder her und könnten im bevorstehenden Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten SV 67 Weinberg den Gegner mit einem dreifachen Punktgewinn sogar überflügeln.

Aufatmen kann auch der FFC Wacker München. Nach seinem Auftakterfolg beim FC Forstern hatte der Aufsteiger aus der bayerischen Landeshauptstadt zuletzt lediglich einen Zähler aus vier Begegnungen eingefahren und stand vor seinem Auswärtsspiel beim noch punktlosen Schlusslicht in Crailsheim unter Druck. Und die Partie zwischen dem gastgebenden TSV und dem FFC Wacker sollte zu einem echten Nervenspiel werden. Cagla Korkmaz hatten mit dem einzigen Treffer des ersten Durchgangs die Münchenerinnen in Führung gebracht, doch nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeberinnen einen Start nach Maß und glichen durch Maren Geschwill aus. Davon unbeeindruckt suchten die Gäste aber weiter die Offensive und gingen lediglich fünf Minuten nach dem Ausgleichstreffer erneut in Führung, als Kira Winter zum 2:1 für die Mannschaft von Wacker-Coach Dragan Terzic einnetzte. Und mit einem weiteren Münchener Tor zum 1:3, welches Veronika Capoccia in der 74. Minute erzielte, schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Doch die Crailsheimerinnen steckten nicht auf und kämpften auch in der Schlussphase verbissen um ihren ersten Saisonzähler. Hoffnung darauf keimte auf, als erneut Maren Geschwill in der 86. Minute den Anschlusstreffer zum 2:3 markierte, doch trotz aller Bemühungen des TSV sollte dies der letzte Treffer des Tages bleiben. Während der Crailsheimer Frust über die nächste Niederlage enorm war, traten die Gäste ihre Heimreise mit drei Punkten im Gepäck an und befinden sich mit sieben Zählern auf der Habenseite weiter im Rennen um die Qualifikation für die Meisterrunde.

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Frauen-RL Süd: TSV Jahn Calden gewinnt Spitzenspiel

Am 5. Spieltag in der Frauen-Regionalliga geht der TSV Jahn Calden als Sieger aus dem Spitzenspiel beim Karlsruher SC hervor und übernimmt die Tabellenführung der Qualigruppe 1. In der Qualigruppe 2 wahrt der 1. FC Nürnberg mit dem dritten Sieg im dritten Spiel seine weiße Weste und grüßt ebenfalls von ganz oben.

Zwei spielerisch starke Mannschaften trafen in Karlsruhe aufeinander, wo der Spitzenreiter KSC die ebenfalls noch ungeschlagene Mannschaft des TSV Jahn Calden zu Gast hatte. Zwar erarbeitete sich der Aufsteiger aus der badischen Fächerstadt schon im ersten Durchgang ein optisches Übergewicht, doch die Gäste aus Calden hielten motiviert dagegen und hatten ihrerseits die gefährlicheren Torszenen zu verzeichnen. Eine davon führte auch zur Führung der Nordhessinnen, Jacqueline Baumgärtel netzte nach einer knappen halben Stunde zur Jahn-Führung ein. Ein ähnliches Bild ergab sich auch in der zweiten Spielhälfte: Der KSC suchte mit Macht den Ausgleich, der TSV Jahn Calden setzte mit Kontern immer wieder gefährliche Nadelstiche. Und diese Taktik ging auf, denn Torjägerin Johanna Hildebrandt war in der 64. Minute zur Stelle und erhöhte mit ihrem bereits achten Saisontreffer auf 0:2. Doch lange währte die Sicherheit ob des nun höheren Vorsprungs nicht, denn nicht einmal zwei Zeigerumdrehungen nach dem zweiten Gästetreffer bekam der KSC einen Strafstoß zugesprochen, den Lisa Grünbacher souverän zum Anschlusstreffer in die Maschen jagte. Zwar bekamen die Gastgeberinnen dadurch wieder Hoffnung auf einen Punktgewinn, doch die Gästeabwehr hielt in der Schlussphase dem Drängen der Elf von KSC-Trainerin Romina Konrad Stand und sicherte so nicht nur den knappen 1:2-Sieg im Spitzenspiel, sondern verschaffte dem TSV Jahn Jahn Calden zugleich auch den Sprung an die Tabellenspitze. Trotz seiner ersten Saisonniederlage liegt der Karlsruher SC mit lediglich einem Zähler Rückstand auf den neuen Spitzenreiter auf Rang 2.

Punktgleich mit dem Karlsruher SC befindet sich der SC Sand II als Tabellendritter ebenfalls in direkter Schlagdistanz zur Tabellenspitze. Im südbadischen Duell der beiden Bundesliga-Reserveteams beim SC Freiburg II konnte die Mannschaft von Coach Benjamin Bücheler Wiedergutmachung für die in der Vorwoche bei Eintracht Frankfurt erlittene Niederlage betreiben und fuhr mit einem hart umkämpften 2:1 ihren vierten Sieg im fünften Spiel ein. Früh schienen die Weichen auf einen Sieg der Gäste aus Sand gestellt zu sein, als Julia Rauch bereits in der 4. Minute zur Gästeführung ins Schwarze traf. Doch kurz vor dem Seitenwechsel stellte Alina Bantle mit dem Freiburger Ausgleichstreffer die Uhren wieder auf Null. Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs gelang den Gästen ein früher Treffer. Lea Wioland behielt vom Elfmeterpunkt aus die Nerven und erzielte die abermalige Gästeführung, welche anschließend mit viel Leidenschaft und großem Engagement bis zum Schlusspfiff verteidigt werden konnte. Während sich der SC Sand II mit nun 12 Zählern auf der Habenseite im Spitzenfeld der Tabelle behauptet, tut sich der Freiburg II als Vorjahresmeister weiterhin schwer. Mit gerade einmal drei Zählern auf dem Konto müssen sich die Breisgauerinnen ordentlich strecken, wollen sie noch den Sprung in die obere Tabellenhälfte und die damit verbundene Qualifikation für die anschließende Meisterrunde erreichen.

Das Gleiche gilt für die dritte Mannschaft der Frankfurter Eintracht, die gegen den FSV Hessen Wetzlar zwar einen Zähler am heimischen Riederwald behalten konnte, mit nunmehr vier Punkten aus fünf Begegnungen aber ebenfalls auf einen sehr durchwachsenen Start in die Spielzeit 20/21 zurückblickt. Celine Karich netzte gegen Wetzlar schon in der 2. Minute zur Eintracht-Führung ein und verlieh ihrer Elf damit Rückenwind. Bei weiteren Torchancen hätte die spielbestimmende Eintracht die Führung bis zum Pausenpfiff weiter ausbauen können, doch scheiterte sie immer wieder an Pech, Gästetorhüterin Janina Beffart oder dem Aluminium. Umgekehrt stellte sich dann der zweite Durchgang dar. Zwar war die Eintracht weiter tonangebend, doch diesmal waren es die Gäste aus Wetzlar, die in Person von Ann-Kathrin Kundermann einen frühen Treffer für sich verzeichnen konnten (50.). Und auch in Sachen Aluminiumtreffer konnte der FSV Hessen Wetzlar ausgleich, denn zwei Abschlüsse in der 75. Spielminute sowie spät in der Nachspielzeit landeten an der Querlatte. So blieb es schlussendlich beim 1:1-Unentschieden in einem attraktiven Hessenduell mit zahlreichen Torraumszenen auf beiden Seiten.

Die Begegnung zwischen den Offenbacher Kickers und der TSG Neu-Isenburg wurde kurzfristig abgesagt, nachdem auch der Hessische Fußball-Verband alle Verbandsspiele in Stadt und Landkreis Offenbach wegen der hohen Inzidenzzahlen aus dem Programm genommen hatte.

In der Qualigruppe 2 wurde der 1. FC Nürnberg seiner Favoritenrolle im Gastspiel beim Schlusslicht TSV Crailsheim früh gerecht. Jessica May und Nastassja Lein hatten bereits nach einer Viertelstunde eine beruhigende 2:0-Führung für die Clubfrauen herausgeschossen, die dem Spiel auch danch weiter ihren Stempel aufdrückten. Zwar erholte sich der TSV Crailsheim von den frühen Rückschlägen, doch blieben die Offensivbemühungen der Württembergerinnen gegen eine routinierte Nürnberger Mannschaft an diesem Tag erfolglos. Als die Gastgeberinnen in der Schlussphase nochmals alles auf eine Karte setzten, nutzten die Gäste aus Mittelfranken den sich bietenden Raum, um endgültig den Deckel auf die Partie zu machen. Ein Doppelschlag von Sophie Fournier (83.‘) und Kim Urbanek (84.‘) besiegelte den 0:4-Endstand. Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel befindet sich die Elf von FCN-Coach Osman Cankaya weiter auf einem Höhenflug und übernimmt erstmalig die Tabellenführung, obwohl sie ein Spiel weniger als die direkten Verfolger ausgetragen hat. Dagegen droht der gebeutelte TSV Crailsheim früh den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren. Mit vier Niederlagen auf dem Konto und lediglich einem erzielten Treffer bleibt das Team aus dem Schönebürgstadion Träger der roten Laterne.

In Fahrt scheint auch der SV 67 Weinberg zu kommen, der sich in seinen ersten beiden Saisonspielen noch mit Punkteteilungen zufrieden geben musste, nun aber mit einem 3:1-Heimsieg über den Aufsteiger FFC Wacker München seinen zweiten Dreier in Folge einfahren konnte. Jedoch tat sich der ehemalige Zweitligist dabei lange schwer gegen die Gäste aus der bayerischen Landeshauptstadt. In einer umkämpften ersten Spielhälfte hatten beide Teams nur wenige Torabschlüsse zu verzeichnen, sodass die Seiten mit einem torlosen Zwischenstand gewechselt wurden. Dies änderte sich nach dem Anpfiff zum zweiten Durchgang. Der SV 67 Weinberg agierte nun zielstrebiger und setzte seine Überlegenheit auch in Tore um. Annika Kömm mit zwei Treffern (52. und 59. Minute) sowie Nina Heisel (69.‘) brachten die Elf von Trainer Stefan Abel auf die Siegerstraße. Zwar gelang dem FFC Wacker unmittelbar nach dem dritten Treffer der Gastgeberinnen noch das Anschlusstor, welches Sonja Kolb per Strafstoß erzielte, doch dies änderte nichts mehr daran, dass die drei Zähler in Mittelfranken bleiben sollten. Der somit weiterhin ungeschlagene SV Weinberg überflügelte in der Tabelle den spielfreien SV Alberweiler und rangiert als Tabellenzweiter in Lauerstellung zum Spitzenreiter aus Nürnberg. Dagegen bezahlte der FFC Wacker München nach der deutlichen Niederlage in der Vorwoche gegen den SV Alberweiler erneut Lehrgeld gegen ein favorisiertes Team und musste seine dritte Saisonniederlage einstecken. Am kommenden Spieltag reist die Mannschaft von Trainer Dragan Terzic dann selbst als Favorit zum Schlusslicht nach Crailsheim.

Mit dem knappsten aller Ergebnisse behielt der VfB Obertürkheim die Oberhand in seinem Heimspiel gegen den FC Forstern und liegt nun punktgleich mit dem SV 67 Weinberg auf Rang 3. Am 5. Spieltag avancierte Teresa Böpple zur Matchwinnerin für ihren VfB, als sie unmittelbar nach Beginn des zweiten Durchgangs das Tor des Tages zum 1:0-Heimsieg erzielte. Zwar zeigten sich auch die Gäste aus Forstern defensiv stabil, doch mangelte es im Gegenzug an offensiver Durchschlagskraft. Und gab es gegen den Obertürkheimer Abwehrverbund doch mal ein Durchkommen, fanden die Oberbayern ihre Meisterhin in VfB-Keeperin Vanessa Diehl, die ihren Kasten zum ersten Mal in der neuen Saison sauber halten konnte. Damit bleibt der VfB Obertürkheim weiterhin ungeschlagen und mischt kräftig mit im Kampf um die Spitzenränge, welche nach Abschluss der Vorrundenphase den Einzug in die Meisterrunde bedeuten. Die Hoffnung darauf bleibt jedoch auch beim FC Forstern am Leben, denn trotz ihrer dritten Saisonniederlage weisen die Oberbayern lediglich fünf Zähler Rückstand auf die Teams aus Weinberg und Obertrükheim auf.

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Frauen-RL Süd: Frankfurter Befreiungsschlag

Während in der Qualigruppe 1 der Frauen-Regionalliga Süd Spitzenreiter Karslruher SC beim Schlusslicht TSG Neu-Isenburg nichts anbrennen ließ und seinen perfekten Saisonstart weiter ausbaute, gelang der Frankfurter Eintracht im vierten Anlauf der erste Saisonsieg. In der Qualigruppe 2 setzten sich am 4. Spieltag die Favoriten durch, der SV Alberweiler löste den spielfreien VfB Obertürkheim an der Tabellenspitze ab.

Im Duell des Spitzenreiters beim Tabellenletzten der Qualigruppe 1 sorgte der Karlsruher SC früh für klare Verhältnisse. Nele Schomaker traf bereits in der 3. Spielminute für die Führung des badischen Aufsteigers und legte nach gerade einmal 21 Minuten einen weiteren Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0 nach. Zuvor hatte Melissa Zweigner-Genzer ebenfalls für ihren KSC getroffen (18. Minute). So war eine Vorentscheidung bereits gefallen, die gastgebende TSG Neu-Isenburg musste nach dem 1:8-Debakel in der Vorwoche beim SC Sand eine weitere Schmach befürchten. Doch mit dem sicheren Vorsprung im Rücken ließ es der Tabellenführer im weiteren Spielverlauf ruhiger angehen. So sollte im zweiten Durchgang lediglich ein weiterer Treffer fallen, die eingewechselte Lena Kasprzyk durfte sich für den Karlsruher SC ebenfalls in die Torschützenliste eintragen und stellte mit ihrem Treffer zum 0:4 in der 80. Minute zugleich den Endstand her. Während die TSG Neu-Isenburg weiter auf ihren ersten Zähler der neuen Saison wartet, ist der KSC nunmehr das einzige Team in der Qualigruppe 1 mit einer makellosen Bilanz und empfängt am 5. Spieltag seinen unmittelbaren Verfolger TSV Jahn Calden zum Spitzenspiel.

Zum Duell zweier bis dahin ebenfalls ungeschlagener Teams kam es in Calden zwischen dem TSV Jahn und der Bundesliga-Reserve des SC Sand. Zwar hatten die nordhessischen Gastgeber früh einen Rückschlag zu verkraften, als nach gerade einmal 17 Minuten Leistungsträgerin Jacqueline Baumgärtel verletzt ausgewechselt werden musste, doch dies schien wie ein weiterer Motivationsschub für die Elf von Trainer Robert Franke zu wirken, denn nur wenige Zeigerumdrehungen danach netzte Goalgetterin Johanna Hildebrandt zur Jahn-Führung ein. Die gleiche Spielerin war dann unmittelbar vor dem Pausenpfiff erneut zur Stelle und baute die Führung auf 2:0 aus, was für die Gäste aus Südbaden einen psychologischen Nackenschlag darstellte. Zwar bemühte sich der SC Sand II im zweiten Durchgang redlich um den Anschlusstreffer, doch gegen den stabilen Defensivverbund der Gastgeberinnen gab es an diesem Tag kein Durchkommen. Stattdessen markierte Arlene Rühmer in der 77. Minute den dritten Caldener Treffer und besiegelte nicht nur den 3:0-Endstand, sondern auch die erste Saisonniederlage des SC Sand II, der damit zugleich auch in der Tabelle überflügelt werden konnte.

Weitaus spannender als es das 5:1-Endergebnis vermuten lässt verlief das hessische Aufeinandertreffer zwischen dem FSV Hessen Wetzlar und dem Aufsteiger Offenbacher Kickers. Die Gäste vom Bieberer Berg hatten in der ersten Hälfte durchaus Gelegenheiten, selbst in Führung zu gehen, scheiterten jedoch wiederholt an der Wetzlarer Torhüterin Janina Beffart. Dies rächte sich in der 38. Minute, als Maike Simbeck nach einem Eckstoß per Kopf zur Führung der Gastgeberinnen einnickte. Dies wiederholte sich in der 63. Minute: erneut Eckstoß für den FSV Hessen, erneut Kofball Simbeck, erneut Tor. Als fünf Minuten später Ann-Kathrin Kundermann sogar auf 3:0 erhöhte, schien eine Vorentscheidung gefallen. Doch die Kickers stemmten sich weiter gegen die drohende Niederlage und schöpften nach dem Anschlusstreffer durch Jennifer Kott (78. Minute) neue Hoffnung. Alles auf eine Karte setzend drängten die Offenbacher in der Schlussphase auf weitere Treffer. Dies eröffnete dem FSV Hessen Wetzlar Raum für Konter, den die Elf von Coach Marco Ebert in Person von Ann-Kathrin Kundermann zu nutzen wusste. Mit zwei weiteren Treffern in der Nachspielzeit sorgte sie für das deutliche Endergebnis. Mit seinem ersten Saisonsieg stellte der FSV Hessen Wetzlar den Anschluss an die obere Tabellenhälfte her, in der sich der Aufsteiger aus Offenbach trotz seiner zweiten Saisonniederlage weiterhin behauptet.

Die ambitioniert in die Saison gestartete Frankfurter Eintracht stand nach drei Niederlagen zum Auftakt gegen den SC Freiburg II bereits unter Zugzwang. Doch von Druck merkte man den Gastgeberinnen vom Anstoß weg wenig an. Nach gerade einmal einer knappen Viertelstunde hatten Rosalie Sirna und Kaho Fushiki eine 2:0-Führung der Eintracht herausgeschossen, was der Mannschaft aus der Mainmetropole ein gehöriges Maß an Sicherheit verlieh. Auch im zweiten Durchgang konnte die III. Mannschaft der Eintracht früh jubeln, Ebru Uzungüney hatte in der 56. Minute auf 3:0 erhöht. Auch wenn der SC Freiburg II zu weiteren Chancen kam, war damit die Vorentscheidung gefallen. Den endgültigen Deckel auf die Partie machte schließlich Rosalie Sirna mit ihrem zweiten Treffer des Tages, mit dem sie in der 83. Minute den 4:0-Endstand herstellte. Die Frankfurterinnen fuhren somit ihre ersten Saisonzähler ein und hoffen darauf, am kommenden Spieltag gegen Wetzlar nachlegen zu können. Dagegen musste der SC Freiburg II vor dem anstehenden Südbaden-Derby gegen den SC Sand II mit seiner dritten Saisonniederlage einen weiteren Rückschlag verkraften und fiel auf den vorletzten Tabellenplatz zurück.

In der Qualigruppe 2 musste der spielfreie VfB Obertürkheim machtlos mit ansehen, wie ihn gleich drei Mannschaften in der Tabelle überflügeln konnten. Der 1. FC Nürnberg feierte im seinem zweiten Saisonspiel den zweiten Sieg und hat es in der eigenen Hand, den neuen Spitzenreiter SV Alberweiler am Platz an der Sonne abzulösen.

Enorm torhungrig präsentierte sich der SV Alberweiler bei seinem Gastspiel in München, wo dem gastgebenden FFC Wacker früh eine Phase der Unachtsamkeit zum Verhängnis wurde. Innerhalb von gerade einmal fünf Minuten schossen Laureta Temaj (15.‘, Strafstoß), Vera Ellgass (17.‘) und Theresa Hauler (20.‘) eine deutliche 3:0-Führung für die Gäste aus Württemberg heraus. Doch der FFC Wacker bewies Moral und erzielte in Person von Lisa Flötzner in der 25. Minute den Anschlusstreffer zum 1:3, was zugleich den Pausenstand darstellte. Doch insgesamt erwies sich der SV Alberweiler an diesem Tag als zu starker Gegener für den Aufsteiger aus der bayerischen Landeshauptstadt. Svenja Kunz, Victoria Brinsa und Tamara Würstle schraubten im zweiten Durchgang das Ergebnis in die Höhe und stellten die Weichen endgültig auf Sieg für den SV Alberweiler, der bei besserer Chancenverwertung noch öfter hätte jubeln können. Das Tor zum 2:6-Endergebnis, welches Verena Pfeifer in der Schlussminute erzielte, hatte somit nur noch statistischen Wert. Zuversicht kann der FFC Wacker München trotz der deutlichen Niederlage daraus schöpfen, dass ihn in der Tabelle – auf Rang 5 liegend – vom Spielgegner und neuen Spitzenreiter SV Alberweiler gerade einmal drei Zähler trennen.

Torchancen gab es für den SV Alberweiler im Spiel beim FFC Wacker München zuhauf (Foto: Peter Herle)

Obwohl der 1. FC Nürnberg bedingt durch seine Teilnahme am DFB-Pokal erst zwei Saisonspiele in der Frauen-Regionalliga absolviert hat, rangiert er sich früh in der Spitzengruppe ein. Um ihre weiße Weste wahren zu können, hatten die Clubfrauen beim FC Forstern jedoch ein schweres Stück Arbeit zu verrichten. Zwar sorgte Sophie Fournier mit dem Führungstreffer in der 7. Minute für einen Auftakt nach Maß der Gäste aus Mittelfranken, doch ließen sich die Gastgeberinnen aus Forstern davon nicht aus dem Konzept bringen. Die Elf von FCF-Coach Thilo Herberholz bot den Gästen die Stirn und belohnte sich mit dem Ausgleichstreffer, den Helena Altenweger kurz vor Ablauf der ersten 45 Minuten erzielte. Auch der zweite Durchgang war heiß umkämpft, es dauerte deshalb auch bis zur 75. Minute, ehe der nächste Treffer fallen sollte. Diesmal waren es wieder die Gäste aus Nürnberg, die jubeln durften, Nastassja Lein hatte zum 1:2 für ihre Farben eingenetzt. Zwar warf der FC Forstern in der Schlussphase nochmals alles in die Waagschale, doch für einen Punktgewinn sollte es gegen das routinierte Team vom Club trotz aller Bemühungen an diesem Tag nicht reichen. Mit zwei Remis war der SV 67 Weinberg in die Saison 2020/21 gestartet und wartete somit vor dem Nachbarschaftsduell gegen den TSV Crailsheim noch auf seinen ersten Saisonsieg. Noch dramatischer war die Ausgangslage hingegen beim Gegner aus Crailsheim, der in seinen ersten beiden Begegnungen empfindliche Niederlagen einstecken musste und nun auf die eigenen Gesetze eines Derbies hoffte. Doch der SV 67 Weinberg drückte der Begegnung früh seinen Stempel auf und bekam in der 18. Minute einen Strafstoß zugesprochen, den Torjägerin Nina Heisel zur Führung der Gastgeberinnen verwandelte. Nach einer halben Stunde erhöhte Annika Kömm auf 2:0, womit die Aufgabe für das Tabellenschlusslicht aus Crailsheim zunehmend schwerer wurde. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte löste sich der TSV Crailsheim zwar ein wenig vom Weinberger Druck, doch in der Offensiv fehlte es den Gästen an Durchschlagskraft. So ging das 3:0, welches erneut Annika Kömm in der 69. Minute erzielte, beinahe schon mit einer Entscheidung der Partie einher. In der Schlussphase wurde es dann sogar richtig bitter für den TSV Crailsheim, denn Nina Heisel hatte ihren Torhunger noch nicht gestillt und legte mit ihren Saisontreffern 5 und 6 zum 5:0-Endergebnis nach. Durch seinen erlösenden ersten Saisonsieg glückte dem SV 67 Weinberg zugleich der Sprung unter die Top3-Teams der Qualigruppe 2, welche sich nach Abschluss der Qualifikationsphase für die anschließende Meisterrunde qualifizieren.

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Frauen-RL: Sechs Teams noch ungeschlagen

Während in der Qualigruppe 2 der Frauen-Regionalliga Süd das Teilnehmerfeld noch sehr eng zusammen liegt, setzen sich in der Qualigruppe 1 mit dem Karlsruher SC, dem SC Sand II und dem TSV Jahn Calden drei Teams schon früh vorne fest. Der Aufsteiger aus Offenbach geht als Derbysieger aus dem 3. Spieltag hervor und hält damit Anschluss an die Spitzenteams.

Die Brust des Aufsteigers Karlsruher SC war nach einem optimalen Saisonstart mit zwei Siegen aus zwei Begegnungen breit, was am 3. Spieltag nun auch der FSV Hessen Wetzlar zu spüren bekam. Dabei erwischten die Gäste aus Hessen zunächst einen Traumstart in die Partie, als Selina Heinzeroth den ersten Angriff gleich zur Führung ihrer Wetzlarerinnen ummünzen konnte. Doch der KSC – mit viel Selbstvertrauen ausgestattet – spielte anschließend stark auf und antwortete schnell. Nele Schomaker stellte mit dem Ausgleichstreffer nach 13 Minuten die Uhren wieder auf Null. Die zwei frühen Treffer stellten zugleich auch den 1:1-Halbzeitstand dar. Nach Wiederanstoß waren es diesmal die Gastgeberinnen, die einen Auftakt nach Maß verbuchen konnten. Der Zeiger hatte die Uhr noch nicht umrundet, da zappelte der Ball erneut im Wetzlarer Gehäuse. Pia Nagel hatte für die Karlsruher Führung gesorgt. Zwar bemühte sich der FSV Hessen Wetzlar nun ebenfalls um eine schnelle Reaktion, doch es schlug stattdessen die Stunde von KSC-Stürmerin Melissa Zweigner-Genzer. In der 55. und 61. Minute schraubte sie mit ihren Treffern das Ergebnis auf 4:1, ehe sie in der 81. Minute auch das Endergebnis von 5:1 herstellte. Mit dem auch in der Höhe verdienten Sieg verteidigte der Karlsruher SC die Tabellenführung und reist am kommenden Spieltag als Favorit zum Tabellenschlusslicht nach Neu-Isenburg.

Die Maximalausbeute von neun Punkten aus drei Spielen weist auch der SC Sand II auf. Und in Sachen Torverhältnis konnte die Bundesligareserve aus Südbaden am dritten Spieltag sogar noch auf den KSC aufholen, denn sie schickte eine überforderte TSG Neu-Isenburg mit einer 8:1-Packung auf die Heimreise. Beeindruckend war dabei insbesondere, dass mit Marion Louise Michele Gavat, die den Torreigen in der 5. Minute eröffnete und in der 74. Minute zum zwischenzeitlichen 5:1 nachlegen konnte, lediglich eine Spielerin doppelt traf. Jule Hartmann, Mona Lohmann, Julia Streif, Anne Rotzinger und Marine Campos steuerten je einen Treffer zum Kantersieg ihres SC Sand bei. Der TSG Neu-Isenburg wurde vor allem die Phase zwischen der 74. und 83. Minute Spielminute zum Verhängnis, in der man gleich vier Gegentreffer kassierte, darunter auch ein Eigentor. So stellte das Tor von Cintia Ibolya Malinovszky letztendlich nur den Ehrentreffer dar, auch wenn dieser den Anschlusstreffer zum 2:1 darstellte und kurzzeitig für Hoffnung auf Seiten der Gäste gesorgt hatte.

Auch der TSV Jahn Calden ist noch ungeschlagen in der Regionalliga-Saison 2020/21. Mit einem 4:1-Auswärtssieg in Freiburg verbuchten die Nordhessen ihre Zähler fünf, sechs und sieben auf der Habenseite und kehrten frohen Mutes von ihrer weitesten Auswärtsfahrt in der Qualifikationsphase zurück. Jacqueline Baumgärtel und Johanna Hildebrandt stellten mit ihren Treffern in der Anfangsphase die Weichen auf Sieg für ihren Jahn, auch wenn Luisa Wensing in der 36. Minute für den SC Freiburg II zum 1:2-Pausenstand verkürzen konnte. Doch auch im zweiten Durchgang konnte sich der TSV Jahn Calden auf seine Top-Torjägerin verlassen. Denn erneut Johanna Hildebrandt war nach einer Stunde Spielzeit zur Stelle und stellte den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her, ehe sie mit ihrem dritten Treffer des Tages in der 82. Minute für die endgültige Entscheidung sorgte. Der TSV Jahn Calden setzt sich nach seinem zweiten Saisonsieg vorerst in der oberen Tabellenhälfte fest und macht sich schon früh Hoffnung auf den Einzug in die Meisterrunde. Dagegen kassierte der Vorjahresmeister aus Freiburg bereits seine zweite Saisonniederlage und steht vor seinem Gastspiel bei Eintracht Frankfurt III unter Zugzwang.

Das erste Regionalliga-Hessenderby stand für die Kickers Offenbach auf dem Programm, der Aufsteiger hatte Eintracht Frankfurt III zu Gast. Und die Eintracht, in den vergangenen Jahren schon immer in den oberen Tabellenregionen der Frauen-Regionalliga zu finden, legte gleich druckvoll los und belohnte sich durch ein Strafstoßtor von Vanessa Klich mit der frühen Führung (6. Minute). Die Gäste blieben weiterhin spielbestimmend, mussten aber dennoch in der 17. Minute den Ausgleich durch Ginalolita Buglisi hinnehmen. Ein ähnliches Bild ergab sich auch in Durchgang 2. Die Gäste aus Frankfurt übten viel Druck aus, doch es war der Aufsteiger aus Offenbach, der jubeln durfte. Elisabeth Scherzberg, die kurz zuvor noch einen Strafstoß vergeben hatte, sorgte in der 68. Minute für die vielumjubelte Führung des Liganeulings. Zwar stemmte sich die Eintracht auch in der Schlussphase vehement gegen die drohende Niederlage, doch gab es an diesem Tag kein weiteres Durchkommen mehr gegen die Abwehrriegel der Kickers, die zudem in Torhüterin Kübra Peyker eine sichere Bank in ihren Reihen hatten. So feierte der OFC mit dem Schlusspfiff einen glücklich, aufgrund der kämpferischen Leistung aber nicht unverdienten 2:1-Sieg und schwimmt weiter auf der Aufstiegs-Euphoriewelle. Dagegen wird man in Frankfurt alle Hebel in Bewegung setzen, den mit drei Niederlagen vollkommen missglückten Saisonstart schnellstmöglich auszubügeln.

Auch in der Qualigruppe 2 sind drei Mannschaften noch ungeschlagen. Neben dem 1. FC Nürnberg, der am dritten Spieltag spielfrei war und aufgrund seiner Teilnahme am DFB-Pokal erst ein Saisonspiel absolviert hat, sind dies der VfB Obertürkheim und der SV 67 Weinberg. Da sich jedoch beide Teams bislang je zweimal mit einem Remis vom Spielgegner trennten, liegen alle Mannschaften noch eng in der Tabelle beisammen.

Der VFB Obertürkheim hatte am 3. Spieltag den FFC Wacker München zu Gast, der nach seinem Auswärtssieg in Forstern die nächsten Zähler nachlegen wollte. Doch zunächst musste der Aufsteiger aus der bayerischen Landeshauptstadt einen Rückschlag einstecken, denn Teresa Böpple sorgte nach einer knappen Viertelstunde für die Führung ihres VfB. In einer umkämpften aber fair geführten Begegnung bedeutete das 1:0 zugleich auch den Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel bewies Wacker-Trainer Dragan Terzic ein glückliches Händchen, indem er Kira Winter ins Spiel brachte. Gerade einmal sechs Minuten nach ihrer Einwechslung markierte die Jokerin den Ausgleichstreffer zum 1:1 (64. Minute). Anschließend suchten zwar beide Teams weiter die Offensive, doch schlussendlich blieb es beim Unentschieden, durch das der VfB Obertürkheim seine Tabellenführung verteidigen konnte.

Die Chance, am VfB Obertürkheim vorbeizuziehen, verpasste der SV Alberweiler, der sich im Duell zweier hochgehandelter Mannschaften mit 2:2 vom SV 67 Weinberg trennte. Tamara Würstle brachte den Ball in der 11. Spielminute zunächst zur SVA-Führung im Weinberger Kasten unter, was zugleich auch der einzige Treffer im ersten Durchgang bleiben sollte. Routinier Nina Heisel war es dann nach dem Seitenwechsel vorbehalten, für den Ausgleich der Gäste aus Mittelfranken zu sorgen (53. Minute). Der SV Alberweiler drängte davon unbeirrt aber weiter auf einen Sieg und bekam in der 65. Minute einen Strafstoß zugesprochen, den Laureta Temaj nervenstark zur erneuten Führung der Gastgeberinnen verwandelte. Jedoch dauerte es nicht lange, bis auch die die Gäste aus Weinberg sich vom Strafstoßpunkt probieren durften. Diese Möglichkeit ließ sich erneut Nina Heisel nicht entgehen und stellte mit dem 2:2 den Endstand in der Partie her.

Als einziges Team der Qualigruppe 2 mit voller Punktausbeute ging somit der FC Forstern aus dem 3. Spieltag hervor. Mit einem deutlichen 5:1 behielten die Oberbayern beim TSV Crailsheim die Oberhand und konnten Wiedergutmachung für die Heimniederlage gegen den FFC Wacker München betreiben. Bereits mit Ablauf der ersten Spielhälfte war eine Vorentscheidung zugunsten der Gäste gefallen, denn Evi Popp mit einem Doppelschlag (9. und 12. Minute) sowie Pija Reininger (42. Minute) hatten eine beruhigende 3:0-Führung für die Elf von Trainer Thilo Herberholz herausgeschossen. Veronika Auer und Johanna Stadler bauten den Vorsprung im zweiten Durchgang auf 5:0 aus, ehe dem TSV Crailsheim in Person von Paula Schwab in der Nachspielzeit zumindest noch der Ehrentreffer gelang. Während sich der FC Forstern über seinen ersten Saisonsieg freut, heißt es beim TSV Crailsheim Wunden lecken, um für das nun anstehende Derby beim SV 67 Weinberg trotz des misslungenen Saisonstarts wieder Selbstvertrauen zu gewinnen.

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Frauen-Regionalliga: Aufsteiger Karlsruher SC mit furiosem Saisonstart

Der Ball rollt endlich wieder in der Frauen-Regionalliga Süd. In zwei regional unterteilten Qualifikationsgruppen kämpfen die insgesamt 15 Mannschaften um den Einzug in die Meisterrunde. Einen glänzenden Start legte dabei der Aufsteiger Karlsruher SC hin, der nicht nur sein Auftaktmatch gegen die Offenbacher Kickers mit 4:1 gewinnen konnte, sondern am zweiten Spieltag auch Eintracht Frankfurt III keine Chance ließ. Die Tabelle der Qualigruppe 2 wird vom VfB Obertürkheim angeführt, der aus seinen beiden ersten Saisonspielen vier Zähler einheimste.

Pia Nagel brachte mit ihrem Treffer in der 19. Minuten den Karlsruher SC auf die Siegerstraße beim Spiel in Frankfurt. Auch das Tor zum 0:2-Pausenstand, erzielt durch Melissa Zweigner-Genzer unmittelbar vor Ablauf der ersten Spielhälfte, beflügelte den Aufsteiger aus der badischen Fächerstadt zunehmend. So bäumte sich die Eintracht zwar im zweiten Durchgang nochmals auf, doch spätestens mit dem 0:3 durch Lina-Marie Müller in der 67. Minute war die Vorentscheidung zu Gunsten der Gäste gefallen. In der Schlussphase legten Emily Wolff und erneut Pia Nagel weitere Treffer nach und sorgten für den 5:0-Endstand. Die Aufstiegseuphorie des KSC hält nach einem perfekten Saisonstart also weiter an, auch wenn der Sieg in Frankfurt nicht den höchsten Tagessieg in der Frauen-Regionalliga darstellte.

Diesen fuhr der TSV Jahn Calden ein, der sich sogar mit 7:0 bei der TSG Neu-Isenburg durchsetzen konnte und damit nach dem 3:3 zum Auftakt gegen den Hessen Wetzlar ebenfalls noch ungeschlagen ist. Zur Spielerin des Tages avancierte Isabella Möller, die gleich drei Treffer zum Kantersieg ihres TSV Jahn beisteuerte. Johanna Hildebrandt und Jacqueline Baumgärtel hatten bereits früh die Weichen auf Sieg für die Gäste gestellt, dazu netzten Arlene Rühmer und Seynabou Sow jeweils einmal ein. Mit zehn Treffern auf der Habenseite stellt der TSV Jahn Calden nach dem zweiten Spieltag die erfolgreichste Angriffsreihe aller Süd-Regionalligisten. Dagegen kassierte die TSG Neu-Isenburg nach dem 1:3 in Freiburg ihre nächste Pleite und findet sich zunächst am Tabellenende der Qualigruppe 1 wider.

Neben dem Karlsruher SC weist auch der SC Sand II nach zwei Spielen eine weiße Weste auf. Nachdem am ersten Spieltag ein 3:1-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt eingefahren konnte, entführte die Bundesliga-Reserve auch aus Wetzlar alle drei Zähler. Dabei bewies die Elf aus Südbaden Moral, denn Jaqueline Klippert hatte zunächst die Gastgeberinnen des FSV Hessen Wetzlar per Handelfmeter früh (8. Minute) in Führung gebracht. Doch noch vor dem Seitenwechsel hatten die Gäste das Spiel gedreht und konnten sich dabei einmal mehr auf Torjägerin Madeleine Kurek verlassen, die gleich doppelt erfolgreich war. In einer intensiven zweiten Spielhälfte bemühten sie die Gastgeberinnen zwar um den Ausgleichstreffer, doch der SC Sand II störte zumeist erfolgreich einen erfolgreichen Spielaufbau und hatte seinerseits Chancen auf den entscheidenden Treffer. Jedoch blieb der zweite Durchgang torlos, sodass sich die Gäste mit dem Schlusspfiff über ihren zweiten Sieg im zweiten Spiel freuen durften.

Den hätte auch gern der Vorjahresmeister SC Freiburg II eingefahren, doch die Breisgauerinnen mussten sich bei den Offenbacher Kickers letztendlich mit 3:1 geschlagen geben. Alina Bantle brachte den SC zwar in Führung, doch danach riss der Aufsteiger aus Offenbach das Spiel mit kämpferischen Qualitäten an sich und belohnte sich für seinen Aufwand mit Treffern von Lotte Simonis und Ginalolita Buglisi. Angesichts des knappen Vorsprungs war bei den Kickers aber im zweiten Durchgang Zittern angesagt, auch wenn sich die Gäste auf Freiburg durch einen Feldverweis (gelb/rote Karte) in der 64. Spielminute selbst schwächten. Erst in der 89. Minute fiel die endgültige Entscheidung, welche Ginalolita Biglisi mit ihrem zweiten Treffer des Tages herbeiführte. Die Elf vom OFC-Trainergespann Johannes Kurt und Thomas Munkelt konnte sich damit für die Auftaktniederlage beim KSC rehabilitieren und zugleich den ersten Sieg in ihrer Regionalliga-Geschichte einfahren. Dagegen kassierte der SC Freiburg II seine erste Niederlage in der noch jungen Saison 2020/21.

In der Qualifikationsgruppe 2 wurde erstmals ein kompletter Spieltag absolviert, nachdem in der Vorwoche aufgrund des zu diesem Zeitpunkt noch anhaltenden Spielverbots in Bayern zwei Spiele verlegt werden mussten. Der VfB Obertürkheim hatte zunächst am ersten Spieltag den SV Alberweiler mit 2:1 bezwingen können und musste nun zum ambitionierten SV 67 Weinberg reisen. Hier ließ der VfB zwar zunächst einige Tormöglichkeiten der Gastgeberinnen zu, hatte dabei aber das Glück auf seiner Seite und überstand diese Phase schadlos. Stattdessen brachte Alisa Meinzer die Stuttgarterinnen ihrerseits kurz vor Ende des ersten Durchgangs in Führung. Die Gastgeberinnen aus Weinberg zeigten sich davon zu Beginn der zweiten Spielhälfte jedoch unbeeindruckt und glichen in der 49. Minute in Person von Routinier Nina Heisel aus. Im weiteren Spielverlauf entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wobei es jedoch keiner der beiden Mannschaften mehr gelingen sollte, den Ball zum entschdenden Treffer im gegnerischen Gehäuse unterzubringen.

Wiedergutmachung für die Auftaktniederlage in Obertürkheim wollte der SV Alberweiler betreiben, dem mit dem Heimspiel gegen den TSV Crailsheim das nächste rein württembergische Duell bevorstand. Da spielte es den Gastgeberinnen in die Karten, dass sie in der 25. Minute einen Strafstoß zugesprochen bekamen. Laureta Temaj ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte nervenstark zur Führung ihres SVA. Die gleiche Akteurin war unmittelbar vor der Halbzeitpause erneut zur Stelle und versetzte dem TSV Crailsheim mit dem Treffer zum 2:0 den nächsten Nackenschlag. Doch von Aufgeben war bei den Gästen im zweiten Durchgang nichts zu spüren, vielmehr setzten sie alles daran, mit dem Anschlusstreffer zurück ins Spiel zu kommen. Die Abwehrreihen des SV Alberweiler standen jedoch stabil und mit zunehmender Spieldauer schwanden Kräfte und Hoffnung bei den Gästen. So gelang Solveig Schlitter in der 85. Minute der Treffer zum 3:0-Endstand.

Der Wiederaufsteiger FFC Wacker München hatte währenddessen die Frauen des 1. FC Nürnberg zu Gast. Für beide Mannschaften stellte das Spiel den Auftakt in die neue Regionalliga-Saison dar. So war zunächst gegenseitiges Abtasten angesagt, auch wenn beide Mannschaften zielstrebig den Torabschluss suchten. Das Spiel gewann an Fahrt, als in der 37. Spielminute der erste Treffer fiel. Diesen erzielte Nadja Burkard für die Gäste aus Nürnberg, wodurch der vermeintliche Favorit im weiteren Spielverlauf befreiter aufspielen konnte. Als gleich zu Beginn der zweiten Spielhälfte Sophie Fournier für die Clubfrauen zum 2:0 nachlegen konnte, war bereits die Vorentscheidung gefallen. Denn trotz aller Bemühungen der Spielerinnen um Wacker-Coach Dragan Terzic hielt die Nürnberger Torhüterin Lea Paulick ihren Kasten an diesem Tag sauber und sicherte ihrer Mannschaft damit letztendlich verdiente drei Zähler.

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Süddeutsche Futsal-Meisterschaften der Junioren

Mit einem souveränen Sieg des FC
Augsburg endeten die 14. Süddeutschen Futsal-Meisterschaften der C-Junioren, die am 07.03.2020 in
Freiburg ausgetragen wurden. Damit qualifizierte sich die Mannschaft aus der
Fuggerstadt zugleich für die Deutschen Hallenmeisterschaften, an denen auch der
SV Sandhausen als Süddeutscher Vizemeister teilnimmt.

Schon in der Vorrunde machte der
FC Augsburg deutlich, dass man sehr ambitioniert zur Süddeutschen Meisterschaft
gereist war. Mit jeweils 5:0 besiegte die U15 des FCA zunächst den Hessischen
Meister FC Gießen, anschließend den SV 08 Kuppenheim, der als Südbadischer
Vizemeister am SFV-Wettbewerb teilnahm. Da bereits zuvor der FC Gießen seine
Partie gegen den SV 08 Kuppenheim siegreich beendet hatte (4:1), zogen in der
Vorrundengruppe B der FC Augsburg und der FC Gießen ins Halbfinale ein.

Kaum weniger deutlich ging der SV
Sandhausen als Sieger aus der Vorrundengruppe A hervor. Einem 5:0-Sieg über den
Südbadischen Meister SF Eintracht Freiburg ließ der Badische Meister einen
5:1-Erfolg über den TV Pflugfelden (Württembergischer Meister) folgen und hatte
damit das Ticket fürs Halbfinale gebucht. In dieses zog auch der TV Pflugfelden
ein, der in einem dramatischen Spiel mit 4:3 die Oberhand über die SF Eintracht
Freiburg behielt und die Südbadner damit ins Spiel um Platz 5 schickte.

Die beiden Gewinner aus der
Vorrunde setzten sich schließlich auch im Halbfinale durch, hatten dabei aber
jeweils ein schweres Stück Arbeit zu verrichten. Zunächst bezwang der SV
Sandhausen den FC Gießen mit 2:1, ehe auch der FC Augsburg seiner
Favoritenrolle gerecht wurde und durch einen 2:0-Sieg über den TV Pflugfelden
ins Finale um die Süddeutsche Meisterschaft einzog. Beide Teams hatten sich mit
ihren Halbfinalsiegen zugleich schon die Teilnahme am DFB-Wettbewerb gesichert,
der am 28./29.03.2020 in Gevelsberg (Nordrhein-Westfalen) ausgetragen wird.

Eine rein südbadische
Angelegenheit war das Spiel um Platz 5. Wie schon im Finale des SBFV-Qualifikationsturniers
konnten sich die SF Eintracht Freiburg gegen den SV 08 Kuppenheim durchsetzen
(3:1) und schlossen die Futsal-Saison 2020/21 damit als fünftbestes Team
Süddeutschlands ab. Ebenfalls einen versöhnlichen Turnierabschluss feierte der
FC Gießen, der als Sieger aus dem Spiel um Platz 3 gegen den TV Pflugfelden
hervorging. Hierbei hatte der Hessische Meister aber auch das Glück auf seiner
Seite, denn nachdem es mit Ablauf der regulären Spielzeit 1:1 gestanden hatte,
musste das Sechsmeterschießen die Entscheidung um den Bronzerang herbeiführen.
Hier erwiesen sich die Nerven der Gießener als stärker.

Im hochklassigen Finale um die Süddeutsche Meisterschaft erwischte zunächst der SV Sandhausen den besseren Start und erzielte früh den Führungstreffer. Jedoch ließ sich der FC Augsburg dadurch nicht aus dem Konzept bringen und antwortete erst mit dem Treffer zum Ausgleich, ehe man das Spiel durch ein weiteres Tor drehen und selbst in Führung gehen konnte. Diese Führung gab der Bayerische Meister schließlich nicht mehr aus der Hand und sorgte mit dem Treffer zum 3:1 für die Entscheidung. Freudestrahlend nahmen die FCA-Junioren anschließend die Meisterschale in Empfang und bejubelten ihren Titel bei der Süddeutschen Futsal-Meisterschaft. „Als Regionalligist war der FC Augsburg als Favorit zum Turnier gereist und wurde dieser Rolle schließlich auch gerecht. Wir gratulieren sehr herzlich zum verdienten Titelgewinn und drücken natürlich dem FCA wie auch dem SV Sandhausen alle verfügbaren Daumen für ein erfolgreiches Abschneiden bei den Deutschen Meisterschaften.“ so SFV-Jugendleiter Florian Weißmann bei der Siegerehrung.

Süddeutscher Futsal-Meister der C-Junioren: Der FC Augsburg

Im Anschluss an den Wettbewerb
der C-Junioren folgte die Süddeutsche Futsal-Meisterschaft der A-Junioren, für die sich ebenfalls
neben den Meistern der fünf süddeutschen Landesverbände auch der Vizemeister
des gastgebenden Südbadischen FV qualifiziert hatte. Und im Gegensatz zum
vorherigen Turnier schnitten die beiden südbadischen Teilnehmer wesentlich
erfolgreicher ab und machten den Titel des Süddeutschen Futsal-Meisters im
Finale unter sich aus. Am Ende triumphierte der Freiburger FC und verwies damit
wie schon zuvor im Finale um die Südbadische Meisterschaft die SG Würmersheim
auf Rang 2. Beide Mannschaften fahren zu den Deutschen Hallenmeisterschaften
nach Gevelsberg.

In der Vorrundengruppe A hätte
die Entscheidung um den Einzug ins Halbfinale kaum knapper ausfallen können.
Nachdem zunächst der Freiburger FC den Bayerischen Meister SpVgg Mögeldorf 2000
mit 1:0 bezwungen hatte, brachten sich die Mögeldorfer durch einen 1:0-Erfolg
über den Hessischen Meister FSV Rot-Weiß Wolfhagen zurück ins Turnier. Die
Wolfhagener ihrerseits bezwangen anschließend den Freiburger FC mit 3:2, sodass
alle Teams zum Abschluss der Vorrunge jeweils drei Zähler auf dem Konto hatten.
Die Anzahl der erzielten Treffer gab somit den Ausschlag zugunsten des FSV
Wolfhagen und des Freiburger FC, die ins Halbfinale einziehen konnten, wohingegen
die SpVgg Mögeldorf mit dem Spiel um Rang 5 Vorlieb nehmen musste.

Dagegen herrschte bzgl. der
Qualifikation fürs Halbfinale in der Vorrundengruppe B schneller Klarheit.
Zunächst feierte die SG Würmersheim einen deutlichen 5:1-Sieg über den Württembergischen
Meister SV Oberzell, ehe sich auch der Badische Meister SG Heidelberg-Kirchheim
gegen die Oberzeller durchsetzen konnte (2:0). Den Gruppensieg sicherte sich
abschließend die SG Heidelberg-Kirchheim, die gegen die SG Würmersheim mit 3:1
die Oberhand behielt.

Unterstützt von den südbadischen
Anhängern auf der Tribüne der neuen Dreifeldhalle in Freiburg feierten die
südbadischen Mannschaften anschließend auch Erfolge in den
Halbfinalbegegnungen. Die SG Würmersheim setzte sich mit 2:0 gegen den FSV Wolfhagen
durch, der Freiburger FC zog nach durch einen denkbar knappen 3:2-Erfolg über
die SG Heidelberg-Kirchheim. Lautstark feierten die SBFV-Teams ihre damit
erzielte Qualifikation für die Deutschen Hallenmeisterschaften.

Im Spiel um Platz 5 tröstete sich
die SpVgg Mögeldorf mit einem 2:1-Sieg über den SV Oberzell für das denkbar
knappe Ausscheiden in der Vorrunde. Erfolgreich schloss auch die SG
Heidelberg-Kirchheim das Turnier ab, indem sie den FSV Wolfhagen mit 4:1
bezwingen und damit Rang 3 bei der Süddeutschen Futsal-Meisterschaft erobern
konnte.

Im rein südbadischen Finale sah es bis wenige Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit nach einer Verlängerung aus, nachdem die SG Würmersheim und der Freiburger FC in einer umkämpften Partie je einen Treffer zum Stand von 1:1 erzielt hatten. Doch mit einem Tor kurz vor der Schlusssirene krönte sich der Südbadische Meister Freiburger FC auch zum neuen Süddeutschen Futsal-Meisterschaft der A-Junioren. Im Rahmen der Siegerehrung zollten die Mitglieder des SFV-Jugendausschusses den Teilnehmern ihren Respekt für die gezeigten Leistungen. „Allein die Teilnahme an der Süddeutschen Meisterschaft ist schon als großer Erfolg zu werten, denn die Qualifikation im Landesverband ist sicher nicht einfach. Und die überwiegend knappen Ergebnisse am heutigen Tag zeigen, wie ausgeglichen das SFV-Turnier verlaufen ist. Wir gratulieren dem Freiburger FC zu einem tollen Erfolg und sind sicher, dass er gemeinsam mit der SG Würmersheim die süddeutschen Farben beim folgenden DFB-Turnier würdig vertreten wird.“ so Weißmann, ehe Franco Moscaritolo die Meisterschale in die Hände von FFC-Spielführer Armandio Martins übergab.

Der Freiburger FC setzte sich die süddeutsche Futsal-Krone der A-Junioren auf.

Zum Abschluss des süddeutschen
Futsal-Wochenendes wurde am 08.03.2020 schließlich noch der Süddeutsche Meister
der B-Junioren ermittelt. Hier war
es der Bayerische Meister FC Stätzling, der sich am Ende des Tages als bestes
Futsal-Team Süddeutschlands feiern lassen durfte. Im Finale gegen den SV
Sandhausen brauchte es aber die Verlängerung, um einen Sieger zu ermitteln.

Mit Siegen über den
Württembergischen Meister SV Fellbach (6:1) und den Südbadischen Meister SG
Rheintal (3:0) löste der SV Sandhausen in der Vorrunde souverän sein Ticket
fürs Halbfinale. Auch der SV Fellbach schaffte als Gruppenzweiter den Sprung in
die Vorschlussrunde, da man die SG Rheintal im Auftaktspiel des Turniers mit
4:1 hatte bezwingen können.

Spannung herrschte dagegen in
Gruppe B, denn erst das letzte Gruppenspiel brachte die Entscheidung darüber,
welche Mannschaften sich weiter Hoffnungen auf den Turniersieg machen durften.
Der FC Freiburg-St.Georgen (Südbadischer Vizemeister) hatte zwar seine erste
Partie gegen den Hessischen Meister JFV Viktoria Fulda mit 1:3 verloren, doch
der folgende 1:0-Sieg des FC Stätzling über Fulda hatte zur Folge, dass die
Südbadner das Weiterkommen vor ihrem Duell gegen Stätzling noch in der eigenen
Hand hatten, wofür ein Sieg mit zwei Toren Differenz nötig gewesen wäre.
Allerdings gewann der Bayerische Meister schließlich auch das letzte
Vorrundenspiel (2:1) und sicherte sich damit den Gruppensieg vor dem JFV
Viktoria Fulda.

Die Halbfinalspiele hätten
schließlich vom Spielverlauf her kaum unterschiedlicher sein können. Zunächst
standen sich der SV Sandhausen und der JFV Viktoria Fulda gegenüber. Und da
nach Ablauf der regulären Spielzeit noch kein Sieger gefunden war, musste ein
Sechsmeterschießen die Entscheidung darüber bringen, welche der beiden
Mannschaften ins Finale um die Süddeutsche Meisterschaft sowie gleichzeitig
auch zur Deutschen Meisterschaft einziehen durfte. Der SV Sandhausen war es
schlussendlich, der sich durchsetzen konnte und auf seinen Finalgegner aus dem
zweiten Halbfinale wartete. Dieses entwickelte sich schnell zu einer klaren
Angelegenheiten. Der FC Stätzling ließ seine Klasse aufblitzen und bezwang den
SV Fellbach mit 4:0, womit der FCS zugleich auch ein Ausrufezeichen im Hinblick
aufs Endspiel gesetzt hatte.

Im Spiel um Rang 5 traf die SG
Rheintal auf den FC St.Georgen und ging mit 2:1 als Sieger aus dem südbadischen
Aufeinandertreffen hervor. Den Sprung aufs Siegertreppchen schaffte nachfolgend
der SV Fellbach, der sich im kleinen Finale mit 4:2 gegen den JFV Fulda behauptete.

Das Finale wurde schließlich zu einer Partie, in der beide Mannschaften viele Tormöglichkeiten hatten und das Spiel auch früher für sich hätten entscheiden können. Da aber beide Teams nur jeweils einmal den Ball im gegnerischen Kasten unterbrachten, ging es nach Ablauf der regulären Spielzeit in eine 5-minütige Verlängerung. Hier jubelte der FC Stätzling erst über den Führungstreffer zum 2:1, doch die Sandhäuser nahmen anschließend ihren Torhüter zu Gunsten eines fünften Feldspielers vom Parkett, was sich in Form des Ausgleichstreffers bezahlt machte. Jedoch hatte der Badische Meister zu diesem Zeitpunkt bereits die zulässige Grenze der kumulierten Fouls erreicht und leistete sich in der Folge ein weiteres Vergehen, welches einen aus Sicht des SV Sandhausen verheerenden Ausgang haben sollte. Denn den daraus resultierenden Zehn-Meter-Strafschuss verwandelte der FC Stätzling zum 3:2, was schließlich auch den goldenen Treffer zum Gewinn der Süddeutschen Futsal-Meisterschaft darstellte. Überschwänglich feierten die Mannschaft und Betreuer gemeinsam mit den aus Bayern angereisten Anhängern nach Spielende den Titelgewinn, wohingegen der SV Sandhausen wie bereits im Turnier der C-Junioren mit Rang 2 Vorlieb nehmen musste.

Jubel beim FC Stätzling über den Gewinn der Süddeutschen Futsal-Meisterschaft der B-Junioren.
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Juniorinnen-Futsal: 1. FFC Frankfurt und SC Freiburg feiern Meisterschaften

Spannender hätte die 4. Auflage der Süddeutschen Futsal-Meisterschaften der C-Juniorinnen in Wertheim (Baden) kaum verlaufen können. Erst die letzten beiden Begegnungen des Wettbewerbs brachten eine Entscheidung darüber, welche beiden Teams den SFV bei den Deutschen Futsal-Meisterschaften am 14. März 2021 in Wuppertal vertreten. Letztlich setzten sich der 1. FFC Frankfurt als neuer Süddeutscher Meister sowie der Karlsruher SC als Vizemeister durch und freuen sich auf ihr nächstes Futsal-Highlight. Vor Beginn des Turniers setzten alle teilnehmenden Mannschaften ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Gewalt.

Mit einem knappen 1:0-Erfolg über
den Bayerischen Meister SpVgg Greuther Fürth startete der 1. FFC Frankfurt
erfolgreich in das Turnier. In ihrer folgenden Partie gegen den SV Alberweiler
(Württembergischer Meister) mussten sich die Hessinnen zwar mit einem 1:1-Remis
begnügen, doch ließen sie anschließend den höchsten Sieg des Tages folgen: Mit
dem 6:0-Erfolg über den Südbadischen Meister Hegauer FV setzten die
FFC-Juniorinnen nicht nur ein dickes Ausrufezeichen, sondern bereiteten sich
selbst auch eine hervorragende Ausgangslage im Hinblick auf die Qualifikation
für den DFB-Wettbewerb. Diese machte der 1. FFC Frankfurt schließlich mit einem
weiteren Sieg (3:0) über den Karlsruher SC perfekt. Mit 10 Punkten aus vier
Begegnungen, in denen der Hessische Meister lediglich einen Gegentreffer
hinnehmen musste, feierte das Team um Trainer Mirko Tinz nach Abschluss des
Wettbewerbs auch den hochverdienten Titel des Süddeutschen Meisters 2020,
Spielführerin Jana Faude nahm freudestrahlend die Meisterschale aus den Händen
von Daniela Quintana (SFV-Verantwortliche für Mädchenfußball) in Empfang.

Für den Karlsruher SC war die
Ausgangslage vor seinem letzten Turnierspiel klar: Mit vier Zählern auf der
Habenseite (2:0 über den Hegauer FV, 2:2 gegen den SV Alberweiler und 0:3 gegen
den 1. FFC Frankfurt) brauchte es zwingend einen Sieg über die SpVgg Greuther
Fürth, um sich als Süddeutscher Vizemeister für die Deutsche Meisterschaft zu
qualifizieren. Da jedoch auch die Fürther aus ihren vorherigen drei Begegnungen
vier Punkte eingefahren hatten (0:1 gegen Frankfurt, 4:0 gegen den Hegauer FV,
1:1 gegen den SV Alberweiler), wurde das direkte Duell der beiden Teams zu
einem echten Endspiel um Rang 2 und das damit verbundene Ticket zum
DFB-Turnier. Lange Zeit hielten sich beide Abwehrreihen schadlos, ehe der KSC
doch zuschlagen konnte. Mit der Führung im Rücken spielte der Badische Meister
anschließend befreit auf und legte in der Schlussminute den entscheidenden
Treffer zum 2:0-Endstand nach. Damit überflügelten die Karlsruherinnen auf der
Zielgeraden noch den SV Alberweiler, der das Turnier zwar ungeschlagen beendete
(ein Sieg, drei Unentschieden), schlussendlich aber mit dem Bronzerang Vorlieb
nehmen musste.

Daniela Quintana sowie Florian
Weißmann und Rouven Ettner (SFV-Vorstandsmitglieder) gratulierten im Rahmen der
Siegerehrung allen teilnehmenden Mannschaften zu einem attraktiven und
sportlich überaus fair geführten Wettbewerb. „Die teilnehmenden Mannschaften sind
als Meister ihres Landesverbandes zur Süddeutschen Meisterschaft gereist,
wodurch wir hier tatsächlich die fünf besten süddeutschen Futsal-Teams dieser
Saison gesehen haben. Alle Teams sind dem auch gerecht geworden und haben den
Zuschauer/innen tollen Hallensport geboten. Wir gratulieren dem 1. FFC
Frankfurt sowie auch dem Karlsruher SC zum heutigen Erfolg und drücken alle
Daumen dafür, dass beide Teams ihre Erfolgsserie dann auch in Wuppertal
fortsetzen können.“ so Ettner.

Im Anschluss an das Turnier der C-Juniorinnen folgte die Süddeutsche Meisterschaft der B-Juniorinnen ebenfalls in der hervorragend präparierten Wertheimer Main-Tauber-Halle. Als Meister der süddeutschen Landesverbände hatten sich ausschließlich Teams aus der B-Juniorinnen-Bundesliga qualifiziert. Und das Kräftemessen der B-Juniorinnen stand dem vorherigen Wettbewerb der jüngeren Altersklasse in puncto Spannung in nichts nach.

Mit der Schlusssirene der letzten
Begegnung standen gleich drei Mannschaft mit gleicher Punktzahl auf den
vorderen Rängen, sodass der direkte Vergleich unter diesen drei Mannschaften
den Ausschlag darüber geben musste, welche beiden Teams zu den Deutschen
Meisterschaften der B-Juniorinnen nach Wuppertal fahren. Bis drei Sekunden vor
Ende des Turniers wähnte sich dabei noch der Titelverteidiger, SV Alberweiler,
erneut als Süddeutscher Meister. Doch durch einen Last-Minute-Gegentreffer gab
der Württembergische Meister den erneuten Titelgewinn noch aus der Hand und
musste den SC Freiburg in der Tabelle passieren lassen. Immerhin durfte sich
der SV Alberweiler mit der Vizemeisterschaft und der Qualifikation für den
DFB-Wettbewerb trösten, wohingegen die TSG 1899 Hoffenheim das bittere
Nachsehen hatte.

Dabei hatten die
Hoffenheimerinnen einen Auftakt nach Maß in die Süddeutsche Meisterschaft
erwischt. Einem souveränen 3:0-Sieg über den Hessischen Meister SC Dortelweil
ließ der Badische Meister einen knappen 2:1-Sieg über den FC Bayern München
folgen und hatte damit die Maximalausbeute von sechs Zählern aus zwei Partien
eingeheimst. Das anschließende Remis gegen den SC Freiburg hielt die Hoffnung
am Leben, ehe die TSG im letzten Turnierspiel trotz zweimaliger Führung eine
2:3-Niederlage gegen den SV Alberweiler hinnehmen musste, welche letztendlich
zum Leidwesen der badischen Fans dafür sorgte, dass die TSG das Turnier auf dem
undankbaren dritten Rang beendete.

Genau umgekehrt lief es für den
Bayerischen Meister aus München. Zwei Niederlagen zum Auftakt (1:2 gegen
Hoffenheim, 0:1 gegen den SV Alberweiler) ließen die Hoffnungen auf die Teilnahme
an den Deutschen Meisterschaften schon auf ein Minimum sinken. Die zwei
darauffolgenden Siege über Dortelweil (3:0) und den SC Freiburg (2:1) sorgten
zwar für ein versöhnliches Ende der Futsal-Saison des FC Bayern, doch reichte
es dennoch am Ende „nur“ zu Rang 4 bei der Süddeutschen Meisterschaft.

Groß war der Jubel des SC
Freiburg nach Turnierende. Zwar hatten die Breisgauerinnen es in ihrer letzten
Begegnung durch die Niederlage gegen den FC Bayern zunächst verpasst, sich aus
eigener Kraft zum Süddeutschen Meister zu krönen. Doch der SC Dortelweil
leistete im letzten Turnierspiel unverhoffte Schützenhilfe gegen den SV
Alberweiler, als er aus einem 0:2-Rückstand eben jene drei Sekunden vor Ende
noch ein 2:2 machte. Für den SC Freiburg bedeutete dies, dass seine sieben
Zähler dank der Ergebnisse gegen die schlussendlich punktgleichen Konkurrenten
(1:0 gegen Alberweiler, 0:0 gegen Hoffenheim) doch noch zum Turniersieg reichen
sollten.

Besondere Wertschätzung erfuhr
die Süddeutsche Meisterschaft der B-Juniorinnen auch durch die Anwesenheit von
U17-Nationaltrainerin Friederike Kromp, die vor der Siegerehrung im Rahmen
eines Interviews auch Einblicke in ihre fußballerische Vergangenheit gab und
dabei bedauerte, dass zu ihrer aktiven Zeit noch kein Futsal gespielt wurde.
Darüber hinaus zollte sie den teilnehmenden Mannschaften großen Respekt für die
in Wertheim dargebotenen Leistungen.

Kromp nahm dann auch gemeinsam mit Daniela Quintana
und Rouven Ettner die Siegerehrung vor. Während beim SV Alberweiler noch
gemischte Gefühle über Rang 2 vorherrschten, fiel die Freude des SC Freiburg
über den Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft entsprechend groß aus. „Dass
hier ausnahmslos Bundesligisten am Start waren, hat sich auch im Niveau der
Spiele gezeigt. So eine denkbar knappe Entscheidung über die Qualifikation zu
den Deutschen Meisterschaften belegt, wie ausgeglichen das heutige Turnier war.
Dazu haben alle Mannschaften ihren Teil beigetragen, wozu wir sehr herzlich
gratulieren. Dem SC Freiburg und dem SV Alberweiler wünschen wir nun viel
Erfolg in Wuppertal, den Spielerinnen aller Teams natürlich weiterhin eine
erfolgreiche und hoffentlich verletzungsfreie Karriere.“  erklärte Ettner, ehe er die Meisterschale in
die Freiburger Hände übergab. Einen großen Applaus gab es von den Mannschaften,
ihren Trainern und Betreuern sowie den Zuschauern für den FC Wertheim-Eichel,
der das Turnier mit zahlreichen Helfern bestens vorbereitet und auch im Verlauf
des Tages keine Wünsche offen gelassen hatte. Daniela Quintana dankte dem
Verantwortlichen Roland Grottenthaler stellvertretend für den gesamten Verein.

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Bayerische Auswahl verteidigt Titel bei SFV-Futsalturnier

Das zweite offizielle Futsal-Auswahlturnier des Süddeutschen Fußball-Verbandes wurde am 14.12.2019 in Stuttgart ausgetragen. Erneut konnte sich die Mannschaft des Bayerischen Fußball-Verbandes durchsetzen und ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Zweiter wurde das Team aus Südbaden.

Dass bereits die Auftaktbegegnung der bayerischen Mannschaft gegen Südbaden zu einem vorweggenommenen Endspiel um den Turniersieg werden würde, konnten die beiden Teams zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht wissen. Dennoch entwickelte sich ein rasantes und heiß umkämpftes Spiel mit wechselnden Führungen, an dessen Ende ein verdientes 2:2-Remis auf der Anzeigetafel stand. Im weiteren Turnierverlauf legten sowohl die Südbadner, wie auch die Bayern je zwei weitere Siege nach. Die Südbadner behaupteten sich mit 2:0 gegen Württemberg und ließen anschließend einen 3:1-Sieg über die badische Mannschaft folgen. Die Bayern bezwangen Hessen mit 3:1 und behielten danach mit 2:0 die Oberhand über Baden. Somit gingen beide Teams punkt- und torgleich in ihr jeweils letztes Turnierspiel, welches die Entscheidung über den Turniersieg herbeiführen sollte. Zunächst wollten die Südbadner gegen die Auswahl aus Hessen vorlegen, kamen aber über ein 1:1-Unentschieden nicht hinaus und wären somit auf württembergische Schützenhilfe gegen Bayern angewiesen gewesen. Doch in der letzten Begegnung des Wettbewerbs ließen die Bayern keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass sie den Wanderpokal erneut mit in den Freistaat nehmen wollen. Bereits nach sieben Minuten stand eine beruhigende 3:0-Führung für den BFV zu Buche, schlussendlich wurde der Vorsprung dann trotz des zwischenzeitlichen Anschlusstreffers der Württemberger souverän ins Ziel gerettet. Mit zehn Punkten aus ihren vier Partien feierten die Bayern einen hochverdienten Turniersieg und setzten sich erneut die süddeutsche Futsalkrone auf. Zwar blieb auch die SBFV-Auswahl ungeschlagen, musste sich aber mit Rang 2 begnügen.

Nach ihren ersten zwei Begegnungen durfte sich auch die Auswahl aus Baden berechtigte Hoffnungen auf den späteren Turniersieg machen. Mit einem 4:1-Erfolg über Württemberg sowie einem torlosen Unentschieden gegen Hessen hatten sich die Badner eine gute Ausgangslage verschafft. Da jedoch dann die Niederlagen gegen Südbaden und Bayern folgten, beendeten die Badner das Turnier auf Rang 3. Knapp dahinter folgten die Gastgeber aus Württemberg, die immerhin die torreichste Begegnung des Wettbewerbs gegen Hessen für sich entschieden konnten (4:3) und damit zugleich die hessische Auswahl hinter sich ließen.

Im Rahmen der Siegerehrung dankte SFV-Geschäftsführer Martin Schweizer nicht nur dem TSV Weilimdorf für die gelungene Ausrichtung des Turniers, sondern auch allen Mannschaften für überaus fair geführte Begegnungen. „Wir gratulieren der bayerischen Mannschaft und den Verantwortlichen sehr herzlich zum verdienten Turniersieg auf süddeutschen Ebene und hoffen nun, dass alle süddeutschen Teams beim DFB-Länderpokalturnier im Januar bestmöglich abschneiden.“ so Schweizer, ehe er den Wanderpokal zurück in bayerische Hände gab.

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Nachholspiele in der Frauen-Regionalliga Süd

Mit vier Nachholspielen endete der Spielbetrieb in der Frauen-Regionalliga Süd für das Kalenderjahr 2019. Durch einen klaren Heimsieg über den Hegauer FV kann Eintracht Frankfurt den SC Sand II überflügeln und überwintert als Tabellendritter. Der SV 67 Weinberg verpasst es dagegen, sein Polster auf die Abstiegszone entscheidend auszubauen.

Bereits nach nicht einmal 25 Minuten hatte die Frankfurter Eintracht gegen den Hegauer FV für klare Verhältnisse gesorgt. Vanessa Klich mit zwei Treffern sowie Kaho Fushiki hatten zu diesem Zeitpunkt schon eine beruhigende 3:0-Führung für die ambitionierte Mannschaft vom Main herausgeschossen und ließen keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Hessen den Rückstand auf Spitzenreiter und Wintermeister SC Freiburg II mit aller Macht verkürzen wollten. Mit dem deutlichen Vorsprung im Rücken ließ es die Eintracht in der Folge allerdings etwas ruhiger angehen, dennoch ergaben sich weitere Möglichkeiten, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Es sollte jedoch bis zum Schlusspfiff nur noch ein weiteres Tor fallen, für das erneut Kaho Fushiki verantwortlich zeichnete, die vom Elfmeterpunkt aus die Nerven behielt und und der 75. Minute den 4:0-Endstand herstellte. Mit nun 32 Punkten aus 15 Begegnungen blickt die Eintracht auf einen zufriedenstellenden Saisonverlauf zurück und hat bei fünf Zählern Rückstand zur Tabellenspitze nach der Winterpause noch alle Chancen, den Angriff nach ganz oben zu starten. Dem gegenüber kassierten die Gäste aus dem Hegau bereits ihre zwölfte Niederlage. Lediglich sechs erzielte Treffer ließen ein besseres Abschneiden der Südbadner nicht zu, die sich bei gerade einmal fünf Punkten auf der Habenseite gedanklich mit dem Abstieg in die Oberliga befassen müssen.

Zum Abschluss des Jahres ließ es der SV Alberweiler gegen den FC Forstern nochmals richtig krachen und sorgte damit für einen gelungenen Übergang in die Winterpause. Schon zur Halbzeit schien eine Vorentscheidung zu Gunsten der Gastgeberinnen gefallen zu sein, denn Katharina Rapp, Tamara Würstle und Vera Ellgass hatten mit ihren Treffern für einen Zwischenstand von 3:0 zu Gunsten des Teams von SVA-Trainerin Chantal Bachteler gesorgt. Zwar markierte Sandra Obermeier zu Beginn der zweiten Spielhälfte den Anschlusstreffer für die Gäste aus Oberbayern, doch im direkten Gegenzug war Lena Bucher wieder für den SV Alberweiler erfolgreich. Das gleiche Bild ergab sich nur wenige Minten später: erneut verkürzte Sandra Obermeier für den FC Forstern, doch damit war wieder nur für wenige Augenblicke Spannung angesagt, denn Vera Ellgass erhöhte umgehend auf 5:2. Damit war die Moral der Gäste gebrochen, die kurz vor Spielende sogar noch das 6:2 durch Malin Frisch hinnehmen mussten. Mit 29 Punkten auf dem Konto liegt der SV Alberweiler trotz eines durchwachsenen Saisonstarts auf Rang 5 in Lauerstellung und hofft nach der Winterpause auf Ausrutscher der Spitzenteams. Der FC Forstern weist 18 Punkte auf und überwintert damit auf dem ersten Abstiegsrang, allerdings beträgt der Rückstand der Herberholz-Elf aufs rettende Ufer lediglich drei Zähler.

Katharina Rapp erzielt hier den Treffer zum 1:0 für den SV Alberweiler im Spiel gegen den FC Forstern. Am Ende stand in einem chancenreichen Spiel ein 6:2-Heimsieg für den SVA zu Buche (Bild: Peter Herle).

Zwei gänzlich unterschiedliche Halbzeiten bekamen die Zuschauer/innen in Nürnberg zu sehen, wo sich die gastgebenden Clubfrauen mit dem FSV Hessen Wetzlar maßen. Die Gastgeberinnen drückten der Partie im ersten Durchgang ganz deutlich ihren Stempel auf und belohnten sich mit dem Führungstreffer durch Nastassja Lein. Der Nackenschlag folgte jedoch kurz nach Anpfiff der zweiten Spielhälfte, als ein Nürnberger Eigentor den Gästen aus Mittelhessen den Ausgleich bescherte. Davon beflügelt löste sich der FSV Hessen Wetzlar aus der Nürnberger Umklammerung und kreierte seinerseits Chancen auf den Führungstreffer, die jedoch ungenutzt blieben. Und dass es schlussendlich nicht doch einen Sieg des 1. FC Nürnberg gab, hatten die Gäste ihrer Torhüterin Janina Beffart zu verdanken, die einen Strafstoß parieren konnte und ihrem Team damit den Zähler festhielt. Beide Teams überwintern nun in direkter Tabellennachbarschaft zueinander. Während der 1. FC Nürnberg mit 28 Zählern auf Rang 6 liegt, folgt der FSV HessenWetzlar mit 24 Zählern direkt dahinter, hat aber im Februar noch ein Nachholspiel gegen das Schlusslicht TSG Neu-Isenburg in der Hinterhand.

Einen Befreiungsschlag erhoffte sich der Zweitliga-Absteiger SV 67 Weinberg zum Abschluss des Jahres im Heimspiel gegen den VfB Obertürkheim. Mit einem Sieg hätten die Mittelfranken den Aufsteiger aus Stuttgart um satte zehn Zähler distanzieren und ihr Polster auf die Abstiegszone weiter ausbauen können. Doch der VfB Obertürkheim hatte etwas dagegen einzuwenden, denn man erhoffte sich selbst den Anschluss ans rettende Ufer. So entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem sich beide Teams zwischenzeitlich berechtigte Hoffnungen auf einen dreifachen Punktgewinn machen durften. Zunächst war Maren Haberäcker für die Gastgeberinnen zur Stelle und netzte in der 25. Minute zur Führung ihrer Farben ein, die auch zur Halbzeit noch Bestand haben sollte. Nach dem Seitenwechsel begann dann aber die Phase des VfB Obertürkheim, der erst in Person von Sophie Gairing ausgleichen (50. Minute) und dann eine knappe Viertelstunde später seinerseits in Führung gehen konnte. Teresa Böpple hatte ihren sechsten Saisontreffer markiert und damit für Jubel auf Seiten des Aufsteigers gesorgt. Allerdings gab sich auch der SV 67 Weinberg nicht geschlagen und konnte erneut ausgleichen, wieder war Maren Haberäcker erfolgreich. Beim 2:2 sollte es schließlich bis zum Spielende bleiben, denn in den letzten 20 Minuten der Begegnung ließen die Abwehrreihen beider Teams keinen weiteren Treffer zu.

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Frauen-RL: SC Freiburg II überwintert als Spitzenreiter

Mit einem Sieg beim Kellerkind TSG Neu-Isenburg macht der SC Freiburg II in der Frauen-Regionalliga Süd die Wintermeisterschaft fix. Eintracht Frankfurt geht beim SC Sand II leer aus und muss dadurch den direkten Kontakt zum Spitzenreiter abreißen lassen. Der TSV Jahn Calden entscheidet ein Torfestival in Weinberg für sich und vergrößert damit die Sorgen des letztjährigen Zweitligisten.

In Neu-Isenburg zeigte die heimische TSG zu Beginn wenig Respekt vor dem Tabellenführer aus Freiburg. Mit ihrem sechsten Saisontor brachte Damla Bulut den hessischen Aufsteiger bereits nach sieben Minuten in Führung. Doch davon erholte sich der Ligaprimus aus dem Breisgau schnell und hatte die Partie durch Treffer von Michaela Seifritz und Jessica Reinhardt bereits in der 26. Spielminute zu seinen Gunsten gedreht. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Freiburgerinnen am Drücker, jedoch hielt die TSG die Begegnung lange offen und nährte dadurch die Hoffnungen auf einen überraschenden Punktgewinn. Diese Hoffnungen fanden jedoch in der Schlussphase ein Ende, als der Tabellenführer mit zwei weiteren Treffern den Deckel auf die Partie machte. Zunächst behielt Selin Fockers in der 81. Minute im Eins-gegen-Eins-Duell gegen die Torhüterin der Gastgeberinnen die Nerven und stellte auf 1:3, ehe gleich der nächste Angriff des SC in ein Neu-Isenburger Eigentor mündete, welches den 1:4-Endstand besiegelte. Mit 37 Punkten aus 15 Begegnungen weist der SC Freiburg eine beeindruckende Bilanz auf und darf sich in der Winterpause die Tabelle von ganz oben anschauen. Erleichtert über die nun spielfreie Zeit ist auch die TSG Neu-Isenburg, denn den Saisonverlauf hatte sich der Aufsteiger ganz anders vorgestellt. Lediglich drei Zähler stehen für die TSG aus ihren 14 Begegnungen zu Buche, wodurch man zumindest bis März Träger der roten Laterne bleibt.

Anders sind dagegen die Emotionen beim zweiten Aufsteiger SC Würzburg gelagert. Zwar hatten die Mittelfranken zwischenzeitlich eine kleine Schwächephase mit vier Niederlagen in Serie zu beklagen, doch die restlichen elf Spiele konnte man allesamt siegreich gestalten. So auch am 15. Spieltag beim Hegauer FV, wo sich die Elf von SC-Trainerin Anna Fries zwar lange schwer tat, letztendlich aber durch den goldenen Treffer von Meike Bohn in der 75. Spielminute doch drei weitere Punkte einheimsen konnte. Als erster Verfolger des SC Freiburg II könnte man in Würzburg bei einem ähnlich erfolgreichen Verlauf der verbleibenden elf Begegnungen am Saisonende vielleicht sogar den ganz großen Wurf schaffen. Einen immens großen Wurd bräuchte auch der Hegauer FV, soll es zum Abschluss der Spielzeit 2019/20 nicht den direkten Wiederabstieg in die Oberliga zu betrauern geben. Fünf Punkte weist das Konto der Südbadnerinnen auf, die bei 15 Zählern Rückstand aufs rettende Ufer ein wahres Fußballwunder benötigen, soll das Saisonziel noch erreicht werden.

Die Tabellenplätze tauschten der SC Sand II und Eintracht Frankfurt. Die Bundesliga-Reserve aus Sand erwischte einen perfekten Start in das Verfolgerduell und ging durch Marion Gavat bereits nach zwei Minuten in Führung. Dadurch angestachelt gestalteten die Gäste aus Frankfurt die Partie im ersten Durchgang zwar überlegen, doch die Chancenverwertung gehörte an diesem Tag nicht zu den Stärken der Eintracht. Nach dem Seitenwechsel folgte schnell der nächste Nackenschlag für die Elf aus der Mainmetropole, als Louisa Frank in der 50. Minute auf 2:0 für die Gastgeberinnen erhöhte. Auch danach gaben die Gäste nicht auf und erarbeiteten sich Torchancen. Doch entweder fand die Eintracht-Offensive in der Torhüterin des SC Sand ihre Meisterin, oder das Aluminium verhinderte den Anschlusstreffer. So brachte das 3:0 in der 77. Minute die endgültige Entscheidung und zugleich den Endstand, für den erneut Gavat verantwortlich zeichnete und ihr persönliches Torkonto auf 8 Saisontreffer aufstockte. In Sand freut man sich über ein erfolgreiches letztes Spiel vor der Winterpause, wohingegen die Frankfurter Eintracht am kommenden Wochenende noch ein Nachholspiel gegen den Hegauer FV zu bestreiten hat und somit aus eigener Kraft wieder am SC Sand II vorbei auf Rang 3 ziehen könnte.

Zwar kann auch der 1. FC Nürnberg im Nachholspiel gegen den FSV Hessen Wetzlar noch vor der Winterpause in Sachen Punkte nachlegen, doch blickt man bei den Clubfrauen vermutlich jetzt bereits mit gemischten Gefühlen auf den bisherigen Saisonverlauf zurück. In Forstern siegten die Nürnbergerinnen zwar dank eines Treffers in der Nachspielzeit mit 3:2 und behaupteten dadurch Rang 5, doch bei etwas mehr Konstanz wäre vielleicht eine noch bessere Platzierung für das Team von Trainer Osman Cankaya möglich gewesen. Nastassja Lein erzielte beim FC Forstern in der 21. Minute den Führungstreffer für ihren Club, doch die Gastgeberinnen glichen In Person von Franziska Stimmer, die nervenstark einen Strafstoß verwandelte, nach einer guten halben Stunde aus. Als im zweiten Durchgang Sandra Obermeier sogar das 2:1 für den FCF erzielte, deutete vieles darauf hin, dass die Oberbayern die Abstiegszone verlassen könnten. Doch es sollte anders kommen, denn in der 65. Minute bekamen auch die Gäste aus Nürnberg einen Strafstoß zugesprochen, den Jessica May zum 2:2 in die Maschen jagte. Lange schien es danach bei diesem Spielstand zu bleiben, ehe die Nachspielzeit doch noch einen Sieger hervorbrachte. Sophie Fournier war für den 1. FC Nürnberg zur Stelle und sorgte mit dem Siegtreffer zum 3:2 für ausgelassenen Jubel bei ihren Farben und große Ernüchterung beim FC Forstern. Die Gastgeberinnen verbleiben nach ihrer achten Saisonniederlage trotz eines positiven Torverhältnisses auf dem ersten Abstiegplatz und haben im Nachholspiel beim SV Alberweiler eine weitere schwere Aufgabe vor Augen.

Eben dieser SV Alberweiler zeigte sich im Heimspiel gegen den FSV Hessen Wetzlar gut erholt von der deutlichen Niederlage, die die Elf von Trainerin Chantal Bachteler in der Vorwoche beim 1. FC Nürnberg erlitten hatte. Allerdings profitierte der SVA gegen Wetzlar auch von einem Strafstoß, der den Gastgeberinnen nach einer Viertelstunde die Führung bescherte. Tamara Würstle ließ sich die Chance auf ihr siebtes Saisontor nicht entgehen. Weietere Tore bekamen die Zuschauer/innen dann erst in der zweiten Spielhälfte zu sehen. Und wieder war es ein Strafstoß, den erneut Würstle zum 2:0 im gegnerischen Gehäuse unterbrachte. Als nach einer gespielten Stunde Leonie Schick gar auf 3:0 für den SV Alberweiler erhöhte, war die Messe zu Gunsten der Gastgeberinnen gelesen, zumal die Gäste aus Wetzlar kurz darauf durch eine gelb/rote Karte auch noch in Unterzahl gerieten. So brachte der SV Alberweiler seinen achten Saisonsieg schlussendlich souverän über die Ziellinie und könnte den Rückstand auf die Tabellenspitze mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Forstern auf acht Zähler verkürzen. Enttäuschung dagegen beim FSV Hessen Wetzlar, wo man nicht nur die Niederlage und die verpasste Chance, sich weiter Luft auf die Abstiegszone zu verschaffen, sondern auch Verletzungen wichtiger Spielerinnen zu beklagen hatte.

Oftmals ließen die Spielerinnen des SV Alberweiler (hier Annika Enderle) dem Gegner aus Wetzlar das Nachsehen und fuhren so einen letztlich verdienten 3:0-Heimsieg über den letzjährigen Zweitligisten aus Hessen ein (Foto: Peter Herle)

Echte Big Points hatte indes der TSV Jahn Calden im Gepäck auf seiner Heimreise vom Spiel in Weinberg. Ein wahres Torspektakel hatten die Gäste aus Nordhessen für sich entschieden und feierten insbesondere ihre Torjägerin Johanna Hildebrandt, die gleich vier Treffer zum achten Saisonsieg des Jahn beigesteuert hatte. Neben Hildebrandt war auch Jacqueline Baumgärtel mit zwei Treffern für ihre farben erfolgreich gewesen. Dass es trotz der sechs Caldener Treffer am Ende ein Zittersieg für die Gäste wurde, lag an der tollen Moral des SV 67 Weinberg. Zwar lag der letztjährige Zweitligist zur Pause mit 0:2 zurück und musste unmittelbar nach Beginn der zweiten Hälfte den dritten Gegentreffer hinnehmen, doch mit großem Engagement konnte der SVW immer wieder verkürzen. Ellen Rieß, Angelika Rößler sowie Annika Kömm mit zwei Treffern sorgten dafür, dass zunächst zum 2:3, dann zum 3:4 und schließlich zum 4:5 der Anschluss an den Gegner geschafft wurde. Gegen die Offensiv-Power aus Calden war aber an diesem Tag kein Kraut gewachsen, sodass mit dem Schlusspfiff eine 4:6-Heimniederlage für den SV 67 Weinberg zu Buche stand. Bei lediglich zwei Zählern Vorsprung auf die Abstiegszone steht der SVW im anstehenden Nachholspiel gegen den VfB Obertürkheim nun unter Druck und sehnt die Winterpause herbei.

Der VfB Obertürkheim könnte seinerseits mit einem Sieg in Weinberg den Rückstand aufs rettende Ufer auf gerade einmal vier Zähler verkürzen. Die Grundlage dafür legte der Aufsteiger aus Stuttgart mit einem 2:0-Heimsieg im württembergischen Duell gegen den TSV Crailsheim. Hierbei avancierte Sophie Gairing zur Matchwinnerin für den VfB, denn die Stürmerin markierte beide Treffer zum vierten Saisonsieg des Aufsteigers, der bereits das Hinspiel in Crailsheim für sich hatte entscheiden können. Aus Sicht der Gastgeberinnen fielen Gairings Tore zu denkbar günstigen Zeitpunkten. Den Führungstreffer erzielte die kurz vor Ende der ersten Spielhälfte, ehe sie schließlich in der Nachspielzeit der Partie mit dem zweiten Treffer den Heimsieg unter Dach und Fach brachte. Dem gegenüber befindet sich der TSV Crailsheim nun in der Winterpause und blickt auf desaströse Monate zurück. Zwar startete man mit einem Remis beim aktuellen Tabellendritten SC Sand II verheißungsvoll in die neue Spielzeit, doch es folgten anschließend 14 Spiele, aus denen der TSV 13 mal als Verlierer vom Platz gehen musste. Bei nun 16 Punkten Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze befasst man sich gedanklich in Crailsheim wohl bereits mit der Oberliga.

Die Akteurinnen des VfB Obertürkheim stimmen sich auf das Heimspiel gegen den TSV Crailsheim ein. Mit einem 2:0-Sieg konnte der VfB den Rückstand aufs rettende Ufer verkürzen. (Foto: Nadine Gairing)
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