Saisonauftakt Frauen-RL Süd: SV Frauenbiburg erster Spitzenreiter

Der erste Spieltag der Saison 2017/18 in der Frauen-Regionalliga Süd ist absolviert und wartete gleich mit zahlreichen Toren auf. Insgesamt 30 Treffer fielen in den sieben Begegnungen, von denen nicht eine einzige torlos endete. Besonders treffsicher zeigte sich der letztjährige Vizemeister SV Frauenbiburg, der den TSV Schwaben Augsburg bezwingen konnte und sich als erster Tabellenführer feiern lassen darf. Mit der Frankfurter Eintracht und dem SV Alberweiler konnten auch zwei Auftsieger zum Auftakt gleich einen Sieg landen.

Der SV Frauenbiburg, der sich in der vergangenen Spielzeit erst auf der Zielgeraden im Kampf um den Meistertitel geschlagen geben musste, setzte auch zu Beginn der neuen Spielzeit gleich ein dickes Ausrufezeichen. Mit 6:2 schickte die Elf von SV-Trainerin Nina Mittrop den TSV Schwaben Augsburg nach hause und thront nach dem ersten Spieltag an der Ligaspitze. Franziska Höllrigl konnte gleich dreifach für die Gastgeberinnen einnetzen, für die zudem auch Anita Wimmer und Larissa Holdenried erfolgreich waren. Darüber hinaus profitierte der SVF von einem Eigentor, das den Gästen aus Augsburg bereits in der 11. Spielminute unterlief und sie zu diesem Zeitpunkt mit 0:2 in Rückstand brachte. Doch die Mannschaft aus Schwaben bewies zunächst Moral und ließ sich nicht von dem frühen Rückstand beirren. Nicole Demel und Mona Budnick antworteten prompt und glichen innerhalb weniger Minuten zum 2:2 aus. Doch der nächste Nackenschlag folgte ebenfalls nur wenige Zeigerumdrehungen später, Höllrigl brachte die Gastgeberinnen mit ihren zweiten Tagestreffer wieder in Führung. Nach dem Seitenwechsel schraubte der SVF das Ergebnis dann kontinuierlich in die Höhe und setzte sich damit an die Tabellenspitze.

Nur knapp verpasste der Zweitligaabsteiger SV 67 Weinberg die Tabellenführung. Zwar hatte der SVW beim Auswärtssieg in Regensburg mit Ellen Riess ebenfalls eine dreifache Torschützin in seinen Reihen, doch am Ende fehlte beim 5:2-Erfolg ein weiterer Treffer, um zum

SC Regensburg – SV 67 Weinberg

SV Frauenbiburg aufzuschließen. Dennoch dürfte das die Freude bei der Elf von Trainerin Christina Schellenberg über einen gelungenen Saisonauftakt kaum schmälern. Linda Rabe brachte die Gäste zunächst in Front, ehe Ellen Riess die Führung ausbaute. Hoffnung keimte beim SC Regensburg auf, als Lena Falter in der 33. Spielminute den Anschlusstreffer markieren konnte, doch erneut Riess stellte noch vor der Halbzeitpause den alten Abstand wieder her. Eine Viertelstunde war im zweiten Durchgang absolviert, als Nina Heisel mit dem 4:1 für die Vorentscheidung sorgte, erneut Riess machte mit dem 5:1 schließlich endgültig den Deckel auf die Partie. Der zweite Regensburger Treffer, den Michaela Egner kurz vor dem Abpfiff markierte, stellte nur noch Ergebniskosmetik dar.

Einen deutlichen Auftaktsieg fuhr auch der FC Ingolstadt 04 ein, der beim Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth mit 4:1 die Oberhand behielt. Ein Doppelschlag kurz vor Ende des ersten Durchgangs brachte die Gäste aus Oberbayern auf die Siegerstraße. Ramona Maier und Vanessa Haim schlugen innerhalb von zwei Minuten für den FCI zu. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Nadine Zenger auf 3:0 für die Gäste, was der Mannschaft von Coach Florian Ächter zusätzlich Sicherheit verlieh. Zwar erzielte in der 65. Spielminute Lara Schmidt nicht nur den Anschlusstreffer, sondern damit zugleich auch das erste Regionalliga-Tor ihrer Farben, doch Katharina Schmittmann war anschließend wieder für die Gäste erfolgreich und stellte den 4:1-Endstand her.

Erfolgreicher gestalteten die beiden anderen Aufsteiger ihre Premiere in der Frauen-Regionalliga Süd. Auffallend dabei war insbesondere, dass sich Eintracht Frankfurt und der SV Alberweiler jeweils gegen Mannschaften durchsetzen konnten, von denen sie in der vergangenen Saison noch gleich zwei Spielklassen entfernt waren. So bejubelte die Frankfurter Eintracht einen knappen 2:1-Sieg über den TSV Crailsheim, der sich in der Vorwoche noch mit einem Sieg beim VfL Bochum für die zweite Runde des DFB-Pokals qualifiziert hatte, nun aber seinen Liga-Auftakt verpatzte. Luisa Marie Horsch und Inga Joest waren für die Gastgeberinnen aus der hessischen Metropole erfolgreich, der Crailsheimer Anschlusstreffer durch Djellza Istrefas fiel erst in der 84. Spielminute. Anschließend setzten die Gäste nochmals alles auf eine Karte, um doch noch zum Ausgleich zu kommen, doch die Frankfurter Abwehr hielt den Angriffen Stand und sicherte den knappen Sieg.

200 Zuschauer/innen verfolgten in Alberweiler das Duell zwischen dem gastgebenden SVA und dem

Keeperin Melanie Geiselhart vom SV Alberweiler in Aktion

SC Sand II, seines Zeichens Regionalliga-Meister der Saison 2015/16. Dabei konnte der SV Alberweiler seine Aufstiegseuphorie auch in die neue Spielzeit hineinretten. Tamara Würstle erzielte per Strafstoß schon nach 13 Minuten den Führungstreffer für ihre Farben, der auch der einzige Treffer der Begegnung bleiben sollte. Groß war entsprechend der Jubel bei den Gastgeberinnen, die mit dem Auftakterfolg eine aus ihrer Sicht perfekte Woche krönten, in der sie erst im DFB-Pokal mit der SG Andernach einen Zweitligisten eliminierten und sich anschließend über das Traumlos FC Bayern München freuen durften.

Ein oberbayerisch-fränkisches Duell stand in München zum Saisonauftakt an, mit dem FFC Wacker München und dem 1. FC Nürnberg standen sich zwei etablierte Regionalligisten gegenüber. Nach einer halben Stunde des Abtastens überschlugen sich die Ereignisse anschließend im Minutentakt. Zunächst verhinderte eine Nürnberger Spielerin per Foulspiel eine klare Torchance der Gastgeberinnen und wurde von der Schiedsrichterin per Roter Karte vorzeitig zum Duschen geschickt. Den daraus resultierenden Freistoß verwandelte Veronika Capoccia zur Wacker-Führung, ehe nur drei Minuten später Bernadette Angstwurm sogar für das Team von Wacker-Trainer Stefan Schubert erhöhen konnte. Anschließend beruhigte sie die Begegnung wieder, der FFC Wacker verteidigte seinen Vorsprung im zweiten Durchgang erfolgreich und bestätigte seine gute Form, die er schon bei der knappen Pokalniederlage gegen Bundesligist 1. FC Köln an den Tag gelegt hatte.

Den Abgang zahlreicher Spielerinnen hatte in der Sommerpause der FV Löchgau zu verzeichnen, doch die Elf von Trainerin Stefanie Schuster wusste dies am ersten Spieltag gegen den ETSV Würzburg gut zu kompensieren. Dabei spielte den Gastgeberinnen auch der frühe Führungstreffer in die Karten, den Katja Milbradt bereits nach knapp drei Spielminuten auf dem neuen Löchgauer Kunstrasenplatz erzielte. Svenja Fischer erhöhte nach 36 Minuten auf 2:0, ehe für längere Zeit kein weiterer Treffer mehr fallen sollte. Erst eine Viertelstunde vor dem Abpfiff sorgte Isabel Schlipf mit dem 3:0 für die endgültige Entscheidung, auch wenn Nicole Kreußer in der Schlussphase noch Ergebniskosmetik für die Gäste aus Würzburg betreiben konnte.

 

 

 

 

 

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