Torflut am ersten Spieltag in der Frauen-Regionalliga Süd

Die neue Saison in der Frauen-Regionalliga Süd beginnt mit einem wahren Offensiv-Feuerwerk: Insgesamt 35 Treffer fallen in den sieben Begegnungen. Eintracht Frankfurt lässt es gleich sieben Mal im gegnerischen Kasten klingeln und schießt sich damit an die Tabellenspitze. Bemerkenswert ist, dass sich zum Saisonstart kein Heimverein durchsetzen konnte. Einem Unentschieden stehen sechs Auswärtssiege gegenüber. Gleich drei Spielerinnen gelingt ein lupenreiner Hattrick, doch reicht das nicht, um die Führung in der Torschützenliste zu übernehmen, weil Medina Desic vom SC Würzburg einen echten Sahnetag erwischt.

Ein hessisches Derby stand zum Auftakt in Neu-Isenburg an, wo der Aufsteiger TSG Neu-Isenburg die ambitionierte Frankfurter Eintracht zu Gast hatte. Und es zeichnete sich früh ab, dass für den Liga-Neuling an diesem Tag gegen den Favoriten nicht viel zu holen sein würde. Bereits zur Pause hatte die Eintracht im Derby für glasklare Verhältnisse gesorgt und eine mehr als deutliche 5:0-Führung herausgeschossen. Nach dem Seitenwechsel ließen es die Spielerinnen mit dem Adler auf der Brust dann etwas ruhiger angehen, ehe in der Schlussphase doch noch zwei Treffer zum Endstand von 7:0 fallen sollten. Lisa Mundt war gleich dreimal für die Gäste erfolgreich, Rosalie Sirna und Annika Leber trafen je doppelt. Die Frankfurter grüßen damit nach dem ersten Spieltag von der Tabellenspitze, wohingegen in Neu-Isenburg die Aufstiegseuphorie schon einen herben Dämpfer erleiden musste.

Einen Schritt zu spät kam zumeist der Aufsteiger TSG Neu-Isenburg im Derby gegen Eintracht Frankfurt zum Auftakt der Saison 2019/20 in der Frauen-Regionalliga Süd. Die Eintracht feierte einen 7:0-Kantersieg und setzte sich an die Tabellenspitze.

Mit dem TSV Jahn Calden kehrte ein weiterer Verein aus Hessen mit einem Kantersieg von einer Auswärtspartie zurück. Beim Hegauer FV ließ die Elf von Jahn-Trainer Wolfgang Berndt nichts anbrennen und fuhr einen letztendlich ungefährdeten 5:0-Sieg ein. Franziska Tux und Sharon Braun waren vor der Pause für die Gäste erfolgreich. Im zweiten Durchgang schlug dann die Stunde von Johanna Hildebrandt, die mit einem lupenreinen Hattrick für das Schlussresultat und einen Saisonauftakt nach Maß sorgte.

Einen solchen feierte auch der 1. FC Nürnberg, der sich überraschend hoch beim SV Alberweiler durchsetzen konnte. Zwar ging der SVA nach einer Viertelstunde durch Ecem Kumert in Führung, doch in den letzten zehn Minuten der ersten Spielhälfte brach Ungemach über die Gastgeberinnen ein. Lisa Ebert netzte gleich dreimal innerhalb von sechs Minuten für die Club-Frauen ein, ehe Nastassja Lein ebenfalls vor dem Seitenwechsel nachlegte und auf 4:1 stellte. Hoffnung keimte beim SV Alberweiler zwar kurzzeitig nochmals auf, als Tamara Würstle unmittelbar nach Wiederanstoß für die Gastgeberinnen verkürzte, doch wieder nur drei Zeigerumdrehungen später fand Luisa Richert die passende Antwort für ihre Nürnbergerinnen und stellte den Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Damit war die Messe in Alberweiler gelesen, erneut Nastassja Lein brachte den Ball schließlich noch im Tor des SVA unter, womit das Endergebnis von 2:6 besiegelt war.

Zum direkten Aufeinandertreffen zweier Aufsteiger kam es zwischen dem VfB Obertürkheim und dem SC Würzburg. Und auch in diesem sollten es die Gäste sein, die nach Schlusspfiff einen deutlichen Erfolg feiern durften. Jedoch täuschte das Endergebnis von 1:4 über einen bis in die Schlussphase hinein spannenden Spielverlauf hinweg. Nach einem torlosen ersten Durchgang war es zunächst der Aufsteiger aus Stuttgart, der sich über den ersten Regionalliga-Treffer seiner Vereinsgeschichte freuen durfte, Lara Barth brachte ihren VfB Obertürkheim kurz nach dem Seitenwechsel in Front. Doch die Freude darüber währte keine 15 Minuten, denn Medina Desic glich für die Gäste aus Unterfranken aus. Und es schien als wäre dadurch erst der Torhunger von Desic geweckt worden, denn in der 76. Spielminute war sie erneut erfolgreich und drehte mit ihrem zweiten Treffer die Begegnung zu Gunsten ihrer Farben. Der VfB Obertürkheim war somit nun gezwungen, in der Schlussphase das Risiko zu erhöhen. Dies nutzen jedoch die Gäste mit Kontern für sich aus und fanden in Desic eine dankbare Abnehmerin ihrer Angriffe. Die Torjägerin legte zwei weitere Treffer nach und kürte sich damit endgültig zur Spielerin des Spieltages.

Während in Stuttgart zwei Aufsteiger die Klingen kreuzten, trafen in Weinberg zwei Teams aufeinander, die in der Vorsaison jeweils noch eine Klasse höher zu finden waren und nun den direkten Wiederaufstieg anstreben. Der SV 67 Weinberg und der FSV Hessen Wetzlar hatten sich jeweils schon in der ersten Runde des DFB-Pokals durchgesetzt und wollten nun auch einen erfolgreichen Start in den Ligaspielbetrieb folgen lassen. Hierfür fanden die Gäste aus Wetzlar die besseren Mittel, mit dem Schlusspfiff stand ein 3:0-Sieg für die Hessen zu Buche. Hannah Wünsche und Maike Simbeck verschafften ihren Farben Rückenwind mit je einem Treffer im ersten Durchgang. Und spätestens als Antonia Rau gleich zu Beginn der zweiten Hälfte auf 3:0 für Wetzlar erhöhte, war eine Vorentscheidung gefallen. Auch im weiteren Spielverlauf hielt die Gästeabwehr den Weinberger Angriffen Stand, wodurch der Sieg letztendlich souverän über die Ziellinie gebracht werden konnte.

Obwohl der FC Forstern an seine Erfolge aus dem Vorjahr im DFB-Pokal anknüpfen konnte, misslang den Oberbayern in der neuen Spielzeit der Regionalligastart. Gegen den SC Freiburg II setzte es für das Team von Trainer Thilo Herberholz eine knappe 1:2-Niederlage und somit gleich am ersten Spieltag den ersten Dämpfer. Schon nach zehn Minuten brachte Vanessa Ziegler die Gäste aus dem Breisgau in Führung, die gleiche Spielerin legte in der 39. Minute zum 0:2 nach. Zwar gelang der früh eingewechselten Theresa Eder im direkten Gegenzug der Anschlusstreffer für den FC Forstern, doch sollte dies an diesem Tag der einzige Forsterner Torerfolg bleiben.

Als einzige Heimmannschaft konnte am ersten Spieltag die Bundesliga-Reserve des SC Sand punkten, doch auch dem Vizemeister des Vorjahres sollte gegen den TSV Crailsheim trotz druckvollem Beginn kein dreifacher Punktgewinn gelingen. Nachdem einige Chancen der Gastgeberinnen ungenutzt blieben, wurden die Seiten bei einem Zwischanstand von 0:0 gewechselt. In der zweiten Spielhälfte konnte der SC Sand zwar durch Madeleine Kurek und Rebecca Kahn zweimal in Führung gehen, doch die Gäste aus Crailsheim bewiesen Moral und kamen durch Jessica Knaus und Lisa Wich jeweils zum Ausgleich. So trennten sich die Teams schließlich mit einem 2:2-Remis voneinander.

This entry was posted in Aktuelles, News, Regionalliga Frauen News, Regionalliga Frauen Saison. Bookmark the permalink.