U16-Mädchenturnier: Bayerische Auswahl gewinnt süddeutschen Vergleich

Nachdem sich die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes in den beiden Vorjahren beim U16-Mädchenturnier des SFV mit Rang 2 hatte begnügen müssen, gelang nun wieder der Sprung nach ganz oben. An der südbadischen Sportschule Steinbach setzten sich die bayerischen Talente gegen die süddeutsche Konkurrenz durch und verdrängten Titelverteidiger Württemberg auf Rang 2.

Dass die Juniorinnen aus dem Freistaat ein gewichtiges Wort um den Turniersieg mitreden würden, zeigten sie eindrucksvoll bereits am ersten Turniertag. Einem 2:0-Auftaktsieg über die gastgebende Mannschaft aus Südbaden ließen die Schützlinge von BFV-Verbandstrainerin Sabine Loderer ein weiteres 2:0 über die hessische Auswahl folgen und setzten sich damit souverän an die Spitze des Feldes. Doch schon die erste Begegnung am zweiten Spieltag brachte wieder Spannung ins Turnier, denn anstatt mit einem weiteren Dreier den Turniersieg schon frühzeitig unter Dach und Fach zu bringen, mussten sich die Bayern mit einem 1:1-Remis gegen Württemberg begnügen und blieben damit zumindest vorerst noch ungeschlagen. Dies sorgte auch für eine hervorragende Ausgangslage vor der letzten Partie mit bayerischer Beteiligung, in der die BFV-Elf auf das Team des Badischen Fußballverbandes traf, welches seinerseits mit einem Sieg die Chancen auf den Turniersieg aufrecht halten wollte. Und so entwickelte sich trotz der intensiven Belastung übers Wochenende, die den Spielerinnen spürbar in den Knochen steckte, ein heiß umkämpftes Duell, in dem am Ende die Badnerinnen das glücklichere Ende auf ihrer Seite hatten. Mit 1:0 setzten sie sich durch, was für die unterlegenen Bayern bedeutete, dass sie den Gang in die Umkleidekabine in Unkenntnis darüber antreten mussten, welchen Rang ihnen die sieben erzielten Punkte am Ende einbringen würden.

Unmittelbar im Anschluss an das letzte Turnierspiel der bayerischen Auswahl vergab die Mannschaft aus Württemberg die große Chance zur Titelverteidigung, die sie mit einem abschließenden Erfolg über Hessen hätte perfekt machen können. Doch trotz aller Anstrengungen kam die Elf von Trainerin Rosi Fröhlich nicht über ein torloses Unentschieden hinaus und verpasste damit die Möglichkeit, ihr Punktekonto auf 8 aufzustocken und damit auf der Zielgeraden noch an den Bayern vorbeizuziehen. Da war es den Talenten aus Württemberg nur ein schwacher Trost, dass sie das Turnier mit drei Unentschieden (0:0 gegen Baden und Hessen, 1:1 gegen Bayern) sowie einem Erfolg über Südbaden (1:0) als einzige Mannschaft ungeschlagen beendeten und letztendlich immerhin auf Rang 2 landeten.

Selbst die Auswahl aus Baden hatte trotz eines unglücklichen Verlaufs des ersten Spieltages, an dem sie aus ihren Begegnungen gegen Hessen (1:2) und Württemberg (0:0) lediglich einen Zähler hatte einfahren können, noch bis zuletzt die Chance auf den Turniersieg, den die Badnerinnen zuletzt im Jahr 2016 hatten feiern durften. Dafür wäre im letzten Turnierspiel jedoch ein Sieg über den Nachbarn aus Südbaden mit drei Toren Differenz nötig gewesen. Da aber nach einem anstrengenden Turnierwochenende zum Abschluss die nötige Konsequenz vor dem Tor fehlte, endete auch diese Partie ohne Treffer. Immerhin behauptete die badische Elf dank des besseren Torverhältnisses gegenüber der am Ende punktgleichen Konkurrenz damit den Bronzerang. Die von Barbara Wolinski gecoachten Juniorinnen aus Hessen beendeten das Turnier somit mit einer ausgeglichenen Bilanz (je ein Sieg und und eine Niederlage sowie zwei Punkteteilungen) auf Rang 4 und trauerten wie so viele andere Mannschaften den ausgelassenen Chancen am zweiten Turniertag nach.

Zwar gelang den Gastgeberinnen trotz einiger Möglichkeiten in ihren vier Begegnungen kein Torerfolg, dennoch zeigten sie, dass sie mit den Auswahlteams der anderen Landesverbände durchaus mithalten können. Zwei Unentschieden gegen Hessen und Baden sowie eine denkbar knappe Niederlage gegen den späteren Turnierzweiten aus Württemberg belegten, wie ausgeglichen das Teilnehmerfeld beim diesjährigen U16-Mädchenturnier des Süddeutschen Fußball-Verbandes war.

So waren es am Ende doch die Spielerinnen aus Bayern, die freudestrahlend den Wanderpokal in Empfang nehmen durften, wofür sie mit einem starken Auftakt ins Turnier den Grundstein gelegt hatten. Gemeinsam beglückwünschten Ute Maaß, Angelika Fioranelli-Petersohn, Diana Kienle und Renate Lögler vom SFV-Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball die teilnehmenden Mannschaften bei der Siegerehrung. „Bei einem so engen Turnierverlauf ist immer auch das Quäntchen Glück für den Sieg mitentscheidend. Dieses hatten in diesem Jahr die Bayern auf ihrer Seite, haben sich dieses Glück aber auch erarbeitet und sich damit letztendlich auch verdient die Siegerkrone aufgesetzt. Dazu gratulieren wir herzlich und hoffen, dass sich die Spielerinnen aller Mannschaften noch ganz lange die Freude am Fußballspielen bewahren und möglichst viele dann irgendwann auch im Spitzenbereich ankommen. Dafür drücken wir Euch die Daumen und bedanken uns an dieser Stelle auch sehr herzlich bei den Eltern, ohne deren Unterstützung das alles gar nicht möglich wäre.“ so Maaß kurz vor der Pokalübergabe.

 

 

 

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