Württembergische Auswahl gewinnt U16-Mädchenturnier des SFV

Mit einem insgesamt hochverdienten Sieg der Auswahl aus Württemberg endete das diesjährige U16-Mädchenturnier, das am 30.09./01.10.2017 an der Sportschule Schöneck ausgetragen wurde. Die Mannschaft um wfv-Trainerin Sabrina Eckhoff beendete das Turnier ungeschlagen und löste damit die Mannschaft aus Baden als Titelträger in dieser Altersklasse ab.

Schon am ersten Turniertag zeichnete sich ab, dass die Juniorinnen aus Württemberg ein

wfv-Trainerin Sabrina Eckhoff gibt taktische Anweisungen

gewichtiges Wort um die Vergabe des Wanderpokals mitreden wollen. Zum Auftakt bezwangen sie die starke Mannschaft aus Bayern, auch wenn bei dem knappen 1:0-Sieg die eine oder andere Schrecksekunde zu überstehen war. Und auch gegen die gastgebende Auswahl aus Baden hielten sich die Eckhoff-Schützlinge beim torlosen Unentschieden schadlos und somit für den zweiten Turniertag alle Möglichkeiten offen. An diesem bedurfte es allerdings zunächst eines Last-Minute-Treffers gegen das bis dahin punktgleiche Team aus Hessen. In einem Spiel auf hohem Niveau stand es bis zur letzten Minute 1:1, ehe sich die Württembergerinnen mit dem späten Siegtreffer doch noch eine optimale Ausgangslage für ihr letztes Turnierspiel gegen Südbaden verschafften. Dieses begann die Mannschaft des wfv hochkonzentriert und spielte auf Sieg, auch wenn bereits ein Remis zum Titelgewinn gereicht hätte. Verdient fiel dann auch der württembergische Führungstreffer, der weiter Rückenwind verlieh. Und als sich die Zuschauer/innen kurz vor Spielende bereits auf den Turniersieg der württembergischen Elf eingestellt hatten, bewiesen die Spielerinnen zum krönenden Abschluss noch einmal spitzbübische Raffinesse, als sie einen vom Gegner unbemerkt kurz ausgeführten Eckstoß zum 2:0-Endstand verwerten konnten. Umso größer fiel die anschließende Freude über den Turniersieg und der Jubel nach der Pokalübergabe aus.

Danach, dass die bayerische Auswahl das Turnier noch auf Rang 2 beenden würde, hatte es zum Abschluss des ersten Turniertages nicht ausgesehen. Gerade einmal einen Zähler hatte die Mannschaft von Trainer Heribert Ketterl eingefahren und trauerte

Spielszene Bayern – Württemberg

zahlreichen vergebenen Chancen nach. Sowohl bei der unglücklichen Niederlage gegen den späteren Turniersieger aus Württemberg, als auch beim torlosen Remis gegen Hessen wäre durchaus mehr drin gewesen für die Bayern. Doch am zweiten Spieltag gelang die erhoffte Wiedergutmachung. Nach einem 2:0-Erfolg über den Titelverteidiger aus Baden und einem souveränen 3:0 über Südbaden wäre bei einem entsprechenden Ausgang der anderen Begegnungen mit viel Glück sogar noch der Turniersieg möglich gewesen. Doch die Schützenhilfe blieb aus, sodass die Juniorinnen aus Bayern mit gemischten Gefühlen die Heimreise antraten. Einserseits stolz über einen zwischenzeitlich nicht mehr erhofften Silberrang, andererseits traurig angesichts des Verpassens einer noch besseren Platzierung.

Ähnlich dürfte die Gefühlslage bei den Gastgeberinnen aus Baden ausgefallen sein. Hatte die Mannschaft von Trainerin Sabine Hartmann das Feld nach dem ersten Spieltag noch mit vier Zählern auf der Habenseite angeführt (0:0 gegen Württemberg, 2:0 gegen Südbaden), setzte es in der ersten Begegnung des zweiten Spieltages bei der 0:2-Niederlage gegen Bayern einen Rückschlag für den Titelverteidiger, der somit auf Ausrutscher der Konkurrenz angewiesen gewesen wäre, um auch in diesem Jahr den Pokal in Empfang nehmen zu dürfen. Immerhin gelang mit dem folgenden 2:0-Sieg über Hessen, der die Hartmann-Auswahl noch auf Rang 3 hievte, ein versöhnlicher Turnierabschluss.

Dieser blieb der hessischen Mannschaft von Trainerin Barbara Wolinski verwehrt. Nachdem am ersten Turniertag zunächst Südbaden mit 1:0 bezwungen werden und gegen Bayern beim 0:0 ein weiterer Zähler eingefahren werden konnte, startete die HFV-Auswahl punktgleich mit Württemberg und Baden in den zweiten Turniertag. Doch schon in der Partie gegen Württemberg gab es eine kalte Dusche durch den entscheidenden Gegentreffer unmittelbar vor Spielende. Davon erholten sich die hessischen Juniorinnen nicht mehr und mussten in ihrer abschließenden Begegnung gegen Baden eine weitere Niederlage hinnehmen, sodass trotz eines guten Turnierauftakts am Ende nur Rang 4 zu verzeichnen war.

Enttäuschend verlief das Turnier hingegen für die von Viola Klausmann trainierte Auswahl aus Südbaden. Zwar hielt man in allen Begegnungen gut mit und erspielte sich auch einige Torchancen, doch es fehlte dann zu oft an der Kaltschnäuzigkeit im Abschluss sowie in den entscheidenden Situationen an der Zuordnung in der Abwehr. Diese Fehler wurden von den Gegnern eiskalt bestraft, wordurch sich die südbadischen Juniorinnen trotz ansprechender Leistungen und toller Moral mit Rang 5 begnügen mussten.

Lobende Worte für alle Mannschaften gab es bei der Siegerehrung, die von den anwesenden Vertreterinnen des SFV-Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball vorgenommen wurde. Ute Maaß (Hessen), Sabine Bucher (Bayern), Renate Lögler (Südbaden) und Susanne Geißelmann (Baden) zollten den teilnehmenden Mannschaften großen Respekt für die gezeigten Leistungen. „Oftmals entscheidet die Tagesform über Sieg oder Niederlage, was man auch bei diesem sehr ausgeglichenen Turnier wieder sehen konnte. Dennoch gibt es sicher keinen Zweifel daran, dass sich die württembergische Auswahl als einzige ungeschlagene Mannschaft den Turniersieg redlich verdient hat. Dazu gartulieren wir sehr herzlich und wünschen den Spielerinnen aller Mannschaften neben dem größmöglichen Erfolg auch, dass sie sich den Spaß und die Freude am Fußball bewahren.“ so Maaß

Siegerteam aus Württemberg

 

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